Antibiotika

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Im ursprünglichen Sinne sind Antibiotika (von griech. ἀντί- anti- „gegen“ und βίος bios „Leben“, mit lateinischer Endung im Singular das Antibiotikum, im Plural Antibiotika) natürlich gebildete, niedermolekulare Stoffwechselprodukte von Pilzen oder Bakterien, die schon in geringer Konzentration das Wachstum anderer Mikroorganismen hemmen oder diese abtöten. Als Antibiotikum gilt heute im weiteren Sinne aber auch eine Substanz mit antimikrobieller Wirkung, die in der Natur nicht vorkommt und teilsynthetisch, vollsynthetisch oder gentechnisch gewonnen wird.[1][2][3][4]

Antibiotika und ihre Derivate werden vielfach als Arzneistoffe in der Behandlung von Infektionskrankheiten verwendet. Nicht zu den Antibiotika zählen Desinfektionsmittel. Im allgemeinen Sprachgebrauch bezieht sich die Bezeichnung Antibiotika meistens auf Arzneistoffe oder Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten. Zusammen mit Mitteln gegen Infektionskrankheiten durch Protozoen (Antiprotozoika), gegen Pilze (Antimykotika), gegen Viren (Virostatika) und Würmer (Antihelminthika) bilden sie die Gruppe der Therapeutika gegen Infektionskrankheiten (Antiinfektiva).[3][1]

Wirkung antibakteriell wirksamer Antibiotika

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Arten der Wirkung:[1]

Ansatzpunkt für die gewünschte Wirkung sind Strukturen oder Mechanismen der Bakterienzellen, die in tierischen bzw. menschlichen Zellen nicht vorkommen. So kann die Wirkung beispielsweise durch eine Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese, der Proteinsynthese am Ribosom, der DNA-Replikation oder der Folsäuresynthese erfolgen. Bakterien sind die einzigen bekannten Organismen, deren Zellwand aus Murein besteht. Dieser Zucker kommt ausschließlich in Bakterien vor – kein anderes bekanntes Lebewesen kann Murein produzieren. Ferner besitzen Bakterien andere Ribosomen zur Proteinbiosynthese und andere Enzyme zur DNA-Replikation als der Mensch. Menschliche Zellen bilden auch keine Folsäure wie Bakterien, sondern nehmen sie mit der Nahrung auf. Nur so ist es möglich, dass Antibiotika für den Menschen vergleichsweise gut verträglich sind.[1]

Die Vielfalt an Bakterien, auf die ein Antibiotikum wirkt, sein Wirkungsspektrum, ist je nach Antibiotikum unterschiedlich breit. Antibiotika, bei denen dieses Wirkungsspektrum sehr breit ist, die also auf eine Vielzahl unterschiedlicher Bakterien wirken, nennt man Breitbandantibiotika.[1]

Nach der chemischen Struktur unterscheidet man verschiedene Antibiotikagruppen:[1]

β-Lactame

β-Lactam-Antibiotika (kurz β-Lactame) binden fest (kovalent) und irreversibel an bestimmte Penicillin-Binde-Proteine (PBP), die zuständig für das Entstehen von Peptidbindungen in dem bakteriellen Zellwandbestandteil Murein sind. Es sind verschiedene solcher PBP, wie etwa die D-Alanin-Transpeptidasen, als Angriffspunkte für β-Lactam-Antibiotika bekannt. Durch die Blockade dieser Enzyme kommt es zur Störung der Mureinbiosynthese, so dass die wichtigen Zellwandbestandteile nicht neu produziert werden können. Aus den entstehenden Läsionen („Löcher“) entsteht eine Instabilität der Zellwand und der hohe osmotische Druck führt zur Lyse und somit zum Absterben der Zelle.[5] Unter extremen Bedingungen (Labor) lassen sich regelrecht ‚platzende‘ Bakterienzellen beobachten. β-Lactam-Antibiotika wirken im Prinzip bakterizid. Typische Vertreter sind Penicilline, Cephalosporine, Monobactame und Carbapeneme. Für eine feinere Unterteilung sei auf den Artikel β-Lactam-Antibiotika verwiesen. β-Lactam-Antibiotika werden für bestimmte Anwendungen mit β-Lactamase-Inhibitoren kombiniert. β-Lactamase-Inhibitoren blockieren die von manchen Bakterien gebildeten β-Lactamasen, die β-Lactam-Antibiotika durch Spaltung unwirksam machen würden. Feste Kombinationen sind Clavulansäure + Amoxicillin, Sulbactam + Ampicillin, Tazobactam + Piperacillin.[1]

Glykopeptide

Glykopeptide gehören ebenfalls zu den bakteriolytisch wirkenden Antibiotika. Sie wirken ausschließlich auf grampositive Bakterien. Ähnlich wie β-Lactame hemmen sie die Biosynthese des bakteriellen Zellwandbestandteils Murein (Peptidoglycan), jedoch ist der Wirkungsmechanismus ein anderer. Glykopeptide verhindern durch Komplexierung von endständigen D-Alanyl-D-Alanin-Sequenzen der Peptidoglykane deren Verlängerung und Quervernetzung, indem so die Transglycosylase gehemmt wird.[6] In der wachsenden Bakterienzellwand entstehen Perforationen (Löcher), durch die aufgrund des hohen osmotischen Druckunterschiedes unkontrolliert Wasser in die Bakterienzelle einströmt (diffundiert), weswegen diese schließlich platzt. Arzneistoffe aus der Gruppe der Glykopeptide sind beispielsweise Vancomycin, Dalbavancin und Teicoplanin.

Polyketide

Tetracycline

Tetracycline wirken gegen grampositive und gramnegative Bakterien. Tetracycline hemmen die bakterielle Proteinsynthese, indem sie sich an die 30 S-Ribosomenuntereinheit anlagern und dadurch die Anlagerung der tRNA verhindern. Die Wirkungsweise ist also bakteriostatisch. Die Affinität der Tetracycline zu Bakterienribosomen ist wesentlich größer als zu Säugetierribosomen. Mit mehrwertigen Kationen wie beispielsweise Calciumionen, wie sie insbesondere in Milch und Milchprodukten vorkommen, oder etwa Magnesiumionen (z. B. enthalten in freiverkäuflichen Antazida), bilden Tetracycline Komplexverbindungen und werden schlechter resorbiert.[1]

Makrolid-Antibiotika

Makrolid-Antibiotika binden sich an die 50 S-Ribosomenuntereinheiten. Sie blockieren den Tunnel, durch den neu gebildete Polypeptidketten das Ribosom verlassen. Infolgedessen kann die Proteinbiosynthese nur bei wenigen Zyklen (etwa vier) stattfinden und steht dann still, weshalb man Makrolid-Antibiotika auch Translationshemmer nennt. Diese Antibiotika wirken bakteriostatisch. Ein Beispiel hierfür ist Erythromycin.[1]

Aminoglycosid-Antibiotika

Aminoglycosid-Antibiotika stören ebenfalls die bakterielle Proteinsynthese. Sie lagern sich an die 30 S-Ribosomen an, während die Proteinbiosynthese noch stattfindet. Es entstehen Nonsensproteine, die das Bakterium nicht nutzen kann und die sogar den Aufbau der Zellwand behindern. Diese Antibiotika wirken bakterizid.[1]

Polypeptid-Antibiotika

Polypeptid-Antibiotika wirken in der Zellmembran. Die Transportmechanismen werden hier gestört, weshalb für die Zellfunktion schädliche Stoffe nicht mehr ausgefiltert werden. Zu den Polypeptid-Antibiotika gehören die Polymyxine, Bacitracin und Tyrothricin.[1]

Chinolone

Chinolone werden ausschließlich synthetisch hergestellt. Sie gehören hinsichtlich ihres Wirkungsprinzips zu den Gyrasehemmern. Das Enzym DNA-Gyrase ist im Bakterium für das Entdrillen der DNA-Stränge unverzichtbar und führt während der DNA-Replikation zur Verringerung auftretender innermolekularer Spannungen. Durch die Verabreichung von Gyrasehemmern wird dieses Enzym inaktiviert, sodass die DNA nicht mehr entdrillt und folglich nicht repliziert werden kann. Auch von einigen Chinolonen (Ciprofloxacin, Norfloxacin) ist bekannt, dass sie in Gegenwart von mehrwertigen Kationen (z. B. Ca2+ aus Milch bzw. Milchprodukten oder Mg2+ aus Antazida) schlechter vom Körper aufgenommen werden und schwächer wirken.[1]

Sulfonamide

Sulfonamide werden auch als Wachstumsfaktoranaloga bezeichnet. Sie stören die Nucleinsäuresynthese mittels eines Eingriffs in den Folsäurezyklus. Die Wirkungsweise ist bakteriostatisch.[1]

Einteilung nach dem Wirkmechanismus

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Angriffspunkte der Antibiotika bei Bakterien[1]


Hemmung der Zellwandsynthese

Hemmung der Proteinbiosynthese am Ribosom

Wirkung auf bakterielle Nukleinsäuren

Gyrasehemmer (Hemmer der DNA-Replikation)[1]
Generation 1: Norfloxacin, Enoxacin,
Generation 2: Ciprofloxacin, Ofloxacin
Generation 3: Levofloxacin
Generation 4: Moxifloxacin
Folsäureantagonisten[1]
Ansamycine (Hemmer der bakteriellen RNA-Polymerase)

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Gesamtverordnungen von Antibiotika in Deutschland nach definierten Tagesdosen 1992–2013[1]


Verbrauchsstatistik Deutschland 1992-2013

Seit 1992 haben die klassischen β-Lactame (Penicilline, Aminopenicilline und Cephalosporine) ihre führende Position gemessen in definierten Tagesdosen ausgebaut, während der Anteil der Tetracycline zurückging. Aminopenicilline (überwiegend Amoxicillin) haben dabei die Oralpenicilline praktisch ersetzt.[7][1]

Die gefährlichen Nebenwirkungen fluoridierter Antibiotika

Fluorchinolone gehören zu den gefährlichsten Arzneimitteln auf dem Markt und sollten gemieden werden, wenn nicht eben Ihr Leben davon abhängt. Doch trotz der damit einhergehenden Risiken sind sie die am häufigsten verordnete Antibiotikagruppe in den USA. Allein 2010 brachten die zwei Top-Fluorchinolone (Cipro und Avalox) dem Hersteller Bayer eine Milliarde US-Dollar ein.[8]

Im Jahr 2010 erwirtschaftete Johnson & Johnson mit seinem Fluorchinolon-Medikament Levaquin 1,3 Milliarden Dollar. Alle Antibiotika bergen das Risiko von Nebenwirkungen, aber Fluorchinolone sind in Sachen Gesundheitsgefahren eine Klasse für sich. Kein anderes Antibiotikum hat ein größeres Potenzial, zu schwerwiegenden, dauerhaften Schäden und sogar zum Tod zu führen. Trotz des hohen Risikos verordnen Ärzte regelmäßig Fluorchinolone als erste Wahl sogar bei leichten Infektionen. Fragen Sie Ihren Arzt immer, ob es nicht eine sicherere Alternative gibt! Die meisten Opfer werden diesen Gefahren ausgesetzt, ohne jemals vor den schlimmen Nebenwirkungen dieser Antibiotika gewarnt zu werden. Dr. Joseph Mercola[8] rät dringend, sich selbst über die Risiken von Fluorchinolonen zu informieren und jedwedes Rezept für diese Arzneistoffe abzulehnen, sofern sie nicht absolut unumgänglich sind.[8]

Was macht Fluorchinolone so gefährlich?

Hauptbestandteil der Fluorchinolone ist Fluorid. Fluorid ist ein bekanntes Neurotoxin, und Wirkstoffe mit angehängtem Fluoridmolekül können in sehr empfindliches Gewebe eindringen, auch ins Gehirn. Dadurch, dass es die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann, ist Fluorid als Neurotoxin so wirksam. Fluorid stört zudem die Collagensynthese und kann Ihr Immunsystem zerstören, indem es Energiereserven erschöpft und die Antikörperproduktion im Blut hemmt.[8]

Laut Dr. Todd R. Plumb,[9] einem Arzt, der selbst zum Fluorchinolon-Opfer wurde, ist die Toxizität der Fluorchinolone anscheinend funktional, nicht strukturell bedingt, weil bei radiologischen Untersuchungen von Patienten mit Fluorchinolon-Toxizität normalerweise keine strukturellen Anomalitäten festzustellen sind. Basierend auf bisherigen Studien nennt Plumb vier Mechanismen, wie Fluorchinolone zu Schäden führen können:[8]

  • Hemmung oder Störung der GABA-Rezeptoren im zentralen Nervensystem
  • Abbau von Magnesium und Störung der zellulären Enzymfunktion
  • Störung der mitochondrialen Funktion und Energieproduktion
  • Oxidative Schäden und Zelltod

Eine Dokumentation mit dem Namen »Bitter Pill« berichtet über drei Opfer, deren Leben durch die langfristigen Nebenwirkungen von Fluorchinolonen zerstört wurde. Einer der Betroffenen macht direkt den Arzneimittelhersteller dafür verantwortlich. Er sagt: »Sie haben doch nicht eben erst von diesen Nebenwirkungen erfahren.«[8]

Dr. Terence Young, der ebenfalls in dem Video vorkommt, verlor im Jahr 2000 durch eine tödliche Nebenwirkung seine 15-jährige Tochter. Er kanalisierte seine Trauer in den Versuch, herauszufinden, wie das passieren konnte, und stieß auf »Machenschaften, die verhindern, dass Ärzte und Patienten die tatsächlichen Risiken der Arzneimittel erfahren. Und schuld daran ist die Marketingkraft der pharmazeutischen Industrie.«[8]

Die schwerwiegenden Nebenwirkungen von Fluorchinolonen

2013 gab die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) schließlich die Warnung heraus, dass oral oder per Injektion verabreichte Fluorchinolon-Antibiotika ein Risiko für dauerhafte periphere Neuropathie bergen.[10] Periphere Neuropathie ist eine Nervenschädigung in den Armen und/oder Beinen, die mit »Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheit, Schwäche oder einer veränderten Empfindlichkeit auf leichte Berührungen, Schmerzen, Hitze/Kälte oder einem veränderten Gefühl für die Körperlage« einhergeht.[8]

Das Risiko für periphere Neuropathie war jedoch schon seit 2001 bekannt, als Dr. Jay Cohen eine Dokumentation über die Auswirkungen von Fluorchinolonen veröffentlichte.[11] In Europa wurden schon in den 1980er-Jahren diese Nebenwirkungen von Fluorchinolonen beobachtet:[8]

  • Bei 91 Prozent der Patienten, die Fluorchinolone einnahmen, kam es zu Symptomen des Nervensystems (Schmerzen, Kribbeln und Taubheit, Schwindel, Krankheitsgefühl, Schwäche, Kopfschmerzen, Angst und Panik, Gedächtnisverlust und Psychosen).
  • 73 Prozent litten unter muskuloskelettalen Symptomen (Sehnenriss, Sehnenscheidenentzündung, Schwäche und Gelenkschwellung).
  • 42 Prozent litten unter Sinnesstörungen (Tinnitus, visuelle, olfaktorische und auditive Störungen).
  • 36 Prozent litten unter kardiovaskulären Symptomen (Tachykardie, Kurzatmigkeit, Brustschmerzen und Herzklopfen).
  • 29 Prozent litten unter Hautreaktionen (Ausschlag, Haarausfall, Schwitzen und Hitze- oder Kälteempfindlichkeit).
  • 18 Prozent litten unter Magen-Darm-Symptomen (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen).

In einem Brief an seinen Kongressabgeordneten schrieb Dr. Cohen:[12]»Diese schwerwiegenden Reaktionen treten bei ansonsten gesunden, aktiven und jungen Patienten auf. Meistens werden die Antibiotika bei leichten Infektionskrankheiten wie Sinusitis, Harnwegs- oder Prostatainfekten verordnet. Die meisten Nebenwirkungen treten sehr schnell auf, manchmal nach ein paar wenigen Gaben der Fluorchinolon-Antibiotika. Die Nebenwirkungen sind akut, schwerwiegend, beängstigend und häufig lähmend.«[8]

Trotz der seit Langem bestehenden Warnzeichen wurde die FDA erst 2008 aktiv und fügte im Beipackzettel eine Warnung vor schwerwiegenden Sehnenschäden hinzu. Dann wartete sie weitere fünf Jahre, ehe sie zudem vor dauerhafter Neuropathie warnte. In Deutschland wartet man darauf leider im Jahr 2016 noch vergeblich.[8]

Dies ist ein weiteres trauriges Beispiel dafür, dass ein Medikament, nur weil es von einer Behörde zugelassen ist, NICHT automatisch nachweislich sicher ist. Fluorchinolone werden darüber hinaus noch mit weiteren gesundheitlichen Problemen und Nebenwirkungen in Zusammenhang gebracht:[13][8]

  • Netzhautablösung, die zu Erblindung führen kann
  • akutes Nierenversagen
  • "Brain Fog" (kognitive Dysfunktion)
  • Depression
  • Krampfanfälle
  • Störung von Collagensynthese und -abbau,[14] wodurch es zu Muskel-, Sehnen-, Knorpel- und/oder Bänderschäden kommen kann
  • Halluzinationen und/oder psychotische Reaktionen (etwa ein Drittel der Patienten neigt zu psychiatrischen Nebenwirkungen wie Ängsten, Persönlichkeitsveränderungen oder Verwirrtheit)
  • schmerzhafter Ausschlag
  • Phototoxie
  • Herzschäden
  • Übelkeit und Durchfall
  • Hörprobleme
  • Störungen im Blutzuckerstoffwechsel[15]
  • periphere Neuropathie
  • akute Lebertoxizität.[16],[17][8]

Nebenwirkungen von Levofloxacin

Wie bei allen Fluorchinolonen können auch bei Levofloxacin unerwünschte Wirkungen auftreten. Selten kann es zur Achillessehnenruptur kommen. Dies betrifft eher ältere Personen und Patienten, die Corticoide einnehmen. Erklärt wird das mit einer erhöhten Expression von Matrix-Metalloproteasen, welche die Festigkeit der Sehnen vermindern.[18][19] Häufigste Nebenwirkungen sind erhöhte Leberenzymwerte sowie Übelkeit und Durchfall.[20]

Darüber hinaus wurde in einer Studie des kanadischen Child and Family Research Institute festgestellt, dass die orale Gabe von Fluorchinolonen mit einem statistisch um das 4,5fache erhöhten Risiko einer Netzhautablösung während der Behandlung einhergeht. Das Risiko verschwindet sofort wieder nach Beendigung der Medikation. Als Pathomechanismus werden ähnliche Störungen im Kollagen- und Bindegewebe des Glaskörpers vermutet, wie sie auch den beobachteten Sehnenrupturen zugrunde liegen.[21][22][20]

Im September 2012 verschickte der Hersteller des Originalpräparates Sanofi einen Rote-Hand-Brief zu Indikationseinschränkungen, neuen schwerwiegenden Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung von Levofloxacin-Filmtabletten und Infusionslösung.[23] Unter den beschriebenen Nebenerscheinungen werden auch solche genannt, vor denen bereits früher gewarnt wurde.[19][24][20]

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat auf Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) die Indikation für das Antibiotikum Levofloxacin eingeschränkt. Das CHMP hatte Levofloxacin im Mai 2012 als Reserveantibiotikum eingestuft. Die zugelassenen Indikationen sind akute bakterielle Sinusitis, akute Exazerbation einer chronischen Bronchitis, ambulant erworbene Pneumonie sowie komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen. Der Einsatz ist hier aber künftig streng auf Situationen einzuschränken, in denen „andere Antibiotika, die für die initiale Behandlung der entsprechenden Infektionen üblicherweise empfohlen werden, als nicht indiziert erachtet werden“.[25] Eine Online-Petition an den Deutschen Bundestag zu den Nebenwirkungen des Wirkstoffs Levofloxacin, die am 21. Januar 2012 eingereicht wurde, ist noch in der Prüfung.[26][20]

Fluorchinolone sollten nur als letzte Option erwogen werden

Dr. Cohens Dokumentation weicht drastisch von den Angaben der Hersteller ab. Die Pharmakonzerne behaupten, dass in klinischen Versuchen bei weniger als einem Prozent der Probanden ernsthafte Nebenwirkungen aufgetreten seien. Das ist weit von Dr. Cohens Daten entfernt, nach denen die überwiegende Mehrheit der Patienten, die diese Medikamente einnehmen, unter schwerwiegenden Nebenwirkungen leiden.[8]

Laut »Bitter Pill« sind in Kanada seit 1985 rund 100 Todesfälle auf Fluorchinolone zurückzuführen. Im Rahmen des »Freedom of Information«-Gesetzes von der US-Gesundheitsbehörde ausgehändigte Dokumente belegen mehr als 50 000 Berichte über Nebenwirkungen und 3000 Todesfälle. Dr. Young glaubt, dass die Wahrheit zweifellos noch weit schlimmer ist, da die meisten Ärzte mutmaßliche Nebenwirkungen und/oder Todesfälle tendenziell nie melden. Und auch die Patienten melden nur selten die Nebenwirkungen ihrer Medikamente. Frühere Studien weisen darauf hin, dass die gemeldeten Nebenwirkungen nur etwa ein Prozent der tatsächlichen ausmachen.[8]

Falls Ihnen Ihr Arzt ein Fluorchinolon-Antibiotikum verschreibt, sollten Sie absolut sicher sein, dass Ihre Erkrankung das hohe Risiko lohnt. Fluorchinolone sollten wirklich nur bei den schwerwiegendsten bakteriellen Infektionen eingenommen werden, die auf andere Behandlungen nicht ansprechen. Nachdem mehrere Medikamente aus dieser Antibiotikaklasse bereits wegen ihrer möglicherweise tödlichen Nebenwirkungen vom Markt genommen wurden, sind in den USA noch sechs von der FDA zugelassen:[8]

  • Ciprofloxacin (Cipro)
  • Gemifloxacin (Factive)
  • Norfloxacin (Noroxin)
  • Levofloxacin (Levaquin)[8]
  • Moxifloxacin (Avelox)
  • Ofloxacin (Floxin)

Melden Sie Nebenwirkungen von Antibiotika-Medikamenten

Wenn Sie glauben, dass bei Ihnen Fluorchinolone – oder irgendwelche anderen Medikamente – eine Nebenwirkung verursachen, melden Sie dies dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ([www.bfarm.de BfArM], www.bfarm.de). Es ist wichtig, dass man dort von jedem Fall nachteiliger Wirkungen von Arzneimitteln erfährt, um nötigenfalls gefährliche Medikamente vom Markt zu nehmen. Und da Ärzte die Nebenwirkungen so gut wie nie melden, müssen Sie selbst dafür sorgen, dass gefährliche Arzneistoffe aus dem Handel verschwinden.[8]

Hilfe für Opfer von Fluorchinolon-Antibiotika wie Ciprofloxacin oder Levofloxacin

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100 Tabl. Neurobion forte Dragees von Merck, ZNR 13.292:
mit 100mg Vit.B1, 200mg Vit. B6 & 200µg Vit.B1 je Kapsel


Durch Fluorchinolon geschädigte Personen sind derart zahlreich, dass sie sich unter dem Namen »Floxies« in einem weltweiten Netzwerk zusammengeschlossen haben. Einige Floxies sind selbst in der Medizin tätig (oder waren es, ehe sie vergiftet wurden) und wollen anderen Fluorchinolon-Opfern helfen. So kam auch der Dokumentarfilm Certain Adverse Events[27] zustande, den Dr. Joseph Mercola[8] Betroffenen sehr ans Herz legen möchte.

Weitere Informationen finden Sie beispielsweise auf den folgenden Websites (darüber hinaus gibt es viele andere. Geben Sie in der Suchmaschine einfach »Fluorchinolon« ein):[8]

Und wenn Sie sich dafür stark machen wollen, dass in Deutschland endlich auf die Gefahr von Fluorchinolon aufmerksam gemacht wird und dass diese Stoffe mit einem Warnsymbol auf der Verpackung, wie in den USA bereits üblich, versehen werden sollen, dann unterstützen Sie die Petition Warnung und eingeschränkter Einsatz für Fluorchinolon Antibiotika[28].[8]

Antibiotika: Probleme und Kritik

Nebenwirkungen

In der Regel sind Antibiotika gut verträglich und haben eine große therapeutische Breite. Hauptnebenwirkungen sind Allergien, die Störung der Darmflora (Antibiotika-assoziierte Diarrhoe) und das Auftreten von Pilzinfektionen, selten pseudomembranöse Colitis. Bei der Behandlung mit Breitbandantibiotika kann durch die Störung bzw. Zerstörung der Darmflora die lebensbedrohliche Infektion mit Clostridium difficile ausgelöst werden.[29] Insbesondere eine starke und beständige Behandlung kann zu einer nachhaltigen bzw. endgültigen Schädigung der den Darm besiedelnden Mikroorganismen führen.[30] Besonders empfindlich auf Antibiotika reagiert die Darmflora von Kindern bis etwa zum dritten Lebensjahr, da sie in dieser Zeit ihre entscheidende Entwicklungsphase hat.[1]

Selten verursachen Antibiotika auch organtoxische Wirkungen, so etwa Gentamicin Nieren- und Hörschäden. Manche Antibiotika wie Bacitracin oder Colistin zeigen bei systemischer (innerlicher) Verabreichung so starke Nebenwirkungen, dass sie nur örtlich angewendet werden. Man spricht in diesem Falle von Lokalantibiotika. Bei manchen Infektionen wie Syphilis oder Borreliose können Antibiotika eine so genannte Herxheimer-Reaktion auslösen, bei der der Organismus mit Giftstoffen aus abgetöteten Bakterien überschwemmt wird.[1]

Einige Wissenschaftler vermuten, dass die Änderung des Mikrobioms durch Antibiotika mit chronischen Krankheiten in Zusammenhang steht.[31][32][33][1]

Wechselwirkungen

Viele Antibiotika können die Wirkung anderer Medikamente oder Genussmittel beeinflussen. So können beispielsweise manche Gyrasehemmer den Abbau des Stimulans Coffein in der Leber behindern; die Wechselwirkung ist möglicherweise klinisch relevant.[34][35] Hohe Coffeinspiegel können Herzklopfen, Kopfschmerz und Schwindel verursachen. Verschiedene Antibiotika der Tetrazyklin-Gruppe verlieren an Wirkung in Kombination mit Milch, Käse, Quark und Joghurt.[36][37] Sie werden durch die in Milch und Milchprodukten enthaltenen Calciumionen (Ca2+) durch Komplexbildung inaktiviert.[1]

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Eintragsquellen von Arzneimitteln und Arzneimittelrückständen in die Umwelt[1]


Resistenzen

Unter Antibiotikaresistenz versteht man die Widerstandsfähigkeit von Bakterien gegen Antibiotika. Durch die Vermehrung von Bakterienindividuen, die durch Antibiotika nicht abgetötet oder in ihrem Wachstum gehemmt werden, entstehen resistente Bakterienstämme, deren Behandlung mit einem bestimmten oder gar mehreren Antibiotika unwirksam ist. Mittlerweile treten zunehmend multiresistente Bakterien auf (siehe MRSA). Auch sind bereits erste „Supererreger“ nachgewiesen, die gegen sämtliche bekannte Antibiotika resistent sind. Es handelt sich um ein wachsendes Problem: Im Jahr 2005 infizierten sich rund drei Millionen Europäer mit Bakterien, die gegen bekannte Antibiotika resistent waren – 50.000 von ihnen starben daran;[38] Mitte 2016 spricht man davon, dass weltweit minütlich 250 Menschen an nicht mehr mit Antibiotika behandelbaren Infektionen sterben, besonders in Afrika.[39][1]

Für extreme Fälle werden „Reserveantibiotika“ bereitgestellt, die für normale Therapien nicht eingesetzt werden sollen. Dazu zählen aktuell Linezolid, Daptomycin, Tigecyclin und Streptogramine (insbesondere Quinupristin und Dalfopristin).[1]

Missbrauch von Antibiotika

Die Wirksamkeit von Antibiotika steht grundsätzlich außer Frage und ist in vielen Fällen lebensrettend. Der organisierte Einsatz von Antibiotika zur Krankheitsvorbeugung und Leistungssteigerung in der Tiermast wird von Medizinern abgelehnt. Der Einsatz von Antibiotika bei Virusinfektionen und Entzündungen der oberen Atemwege oder beispielsweise der Nasennebenhöhlen ist aufgrund der Wirkungslosigkeit von Antibiotika gegenüber Viren in der Regel sinnlos (eine Ausnahme ist die Forschungschemikalie Feglymycin) und kann verstärkt zur Resistenzentwicklung von Bakterien beitragen. Aus diesen Gründen muss die Indikation für jede Antibiotikatherapie individuell und verantwortungsvoll entschieden werden. Dies wird im englischen Sprachraum auch als „antibiotic stewardship“ bezeichnet.[1]

Rückstände in der Umwelt

Antibiotikaresistente Bakterien werden in großen Mengen über Gülle und Mistausbringung aus der Intensivtierhaltung direkt in der Umwelt freigesetzt. Daneben werden auch durch direkten Stoffeintrag Antibiotika selbst in die Umwelt eingetragen. Dort entfalten sie eine biologische Wirkung und könnten auch dort noch eine Zunahme antibiotikaresistenter Bakterien bewirken. Neuere Studien belegen einen starken Anstieg multiresistenter Bakterien in der Umwelt. Der Weg der resistenten Erreger zurück zum Menschen ist überall dort möglich, wo Kontakt zu fäkal verunreinigtem Wasser wie Badegewässern besteht. Wissenschaftler fordern, den Eintrag von Antibiotika aus der Tierhaltung zu verringern.[40][1]

Besondere Anwendungsgebiete

Tierhaltung

Siehe auch: Geflügelproduktion: Antibiotika-Einsatz bei fast allen Tieren

Antibiotika werden auch in der Tierhaltung eingesetzt. Zu unterscheiden sind dabei zwei verschiedene Verwendungen: einerseits als Arzneimittel, die gezielt im Rahmen einer veterinärmedizinischen Behandlung eingesetzt werden. Andererseits die Anwendung von Antibiotika als Wachstums- und Leistungsförderer, die besonders umstritten ist.[41] Diese letztgenannte Einsatzart ist in der EU Anfang 2006 verboten worden, nachdem sie bereits 1995 in Dänemark, seit 1997 in Vorarlberg und 1999 in der Schweiz aufgrund einzelstaatlicher Selbstbeschränkungen nicht mehr eingesetzt werden dürfen.[42][1]

Wenn ein einzelnes Tier an einem bakteriellen Infekt erkrankt ist, kann die veterinärmedizinische Behandlung unter Umständen die antibiotische Behandlung des gesamten Bestandes erfordern. Bei dieser Metaphylaxe genannten Anwendung wird ein besonders hoher Selektionsdruck auf die in der Stallung vorhandenen Bakterienstämme hervorgerufen, der nur die wenigen (durch natürliche Mutation normalerweise vorhandenen) resistenten Erreger überleben lässt. Alle empfindlichen Mikroorganismen werden aber abgetötet. Die verbleibenden Erreger bilden dann den resistenten Stamm, wenn sie nicht als Restinfektion durch die Immunreaktion des Tieres oder Menschen abgetötet werden. Dadurch kann das Antibiotikum gegen die bekannten Infektionen unwirksam werden. Resistente Bakterien können dann andere Organismen erreichen und zu erschwerten Krankheitsverläufen bis hin zu Therapieversagen führen. Dadurch haben sich in der Vergangenheit bereits erhöhte Resistenzen gegen Antibiotika bei Tieren und Menschen ereignet. Hauptsächlich gefährdet sind Arbeiter in Schweine- und Geflügelbetrieben.[43] In den USA wird schätzungsweise mindestens dieselbe Menge Antibiotika an Tiere verabreicht wie an Menschen. {WP|Antibiotikaresistenz|Antibiotikaresistente}} Salmonella-, Campylobacter- und Escherichia coli-Stämme, die humanpathogen sind, werden mit steigender Häufigkeit in großen Geflügel- und Rinderproduktionsbetrieben nachgewiesen.[44][1]

Molekularbiologische Forschung

Antibiotika werden auch als Selektionsmittel in der Molekularbiologie verwendet. Beim Klonieren wird die Eigenschaft der Resistenz gegen ein bestimmtes Antibiotikum als Erkennungszeichen benutzt, ob ein Stamm ein bestimmtes Gen trägt, das man dem Bakterium einbauen möchte. Sowohl das neue Gen als auch die Resistenzinformationen sind auf einem Plasmid lokalisiert. Das Bakterium wird auf einem Medium vermehrt, welches das entsprechende Antibiotikum enthält. Dadurch wird auch ein späterer Verlust des Plasmids signalisiert, da bei dessen Verlust auch die Resistenz verloren geht und das Bakterium auf dem Medium stirbt.[1]

Weitere Informationen

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Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,18 1,19 1,20 1,21 1,22 1,23 1,24 1,25 1,26 1,27 1,28 1,29 1,30 1,31 1,32 1,33 1,34 1,35 Wikipedia: Antibiotikum, abgerufen am 11.4.2017
  2. William Martindale, E. F. James Reynolds et al.: The Extra Pharmacopoeia. 29. Auflage. Pharmaceutical Press, London 1989, ISBN 0-85369-210-6, S. 94.
  3. 3,0 3,1 E. Mutschler, G. Geisslinger, H. K. Kroemer, P. Ruth, M.Schäfer-Korting: Arzneimittelwirkungen. Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie. 9. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8047-1952-1, S. 794.
  4. Roche-online Lexikon Medizin
  5. Herbert Hof, Rüdiger Dörries: Medizinische Mikrobiologie (= Duale Reihe). Thieme, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-13-125315-6, S. 302.
  6. William Barry Hugo, S. P. Denyer, Norman A. Hodges, S. P. Gorman: Hugo and Russell's pharmaceutical microbiology. John Wiley & Sons, Malden MASS 2004, ISBN 0-632-06467-6, S. 205, (online)
  7. Ulrich Schwabe et al.: Arzneiverordnungs-Report 2002. aktuelle Daten, Kosten, Trends und Kommentare. Springer, Berlin 2003, ISBN 3-540-43624-3, S. 132;
    Ulrich Schwabe, Dieter Paffrath, M. Anlauf u. a.: Arzneiverordnungs-Report 2010. aktuelle Daten, Kosten, Trends und Kommentare. E-Book. Springer, Berlin 2010, ISBN 978-3-642-13380-0, S. 304.
  8. 8,00 8,01 8,02 8,03 8,04 8,05 8,06 8,07 8,08 8,09 8,10 8,11 8,12 8,13 8,14 8,15 8,16 8,17 8,18 8,19 8,20 Bittere Pille: Die gefährlichen Nebenwirkungen fluoridierter Antibiotika, Dr. Joseph Mercola, Kopp Verlag e.K., 72108 Rottenburg a. N., 5. Juli 2016, abgerufen am 11.4.2017
  9. Dr. Todd R. Plumb: »Dear Doctor«: Unfortunately, fluoroquinolones also have a long history of serious adverse drug reactions, many of them long term, Levaquinadversesideeffect.com, PDF-Datei mit 3 Seiten, 9.8.2011
  10. FDA Drug Safety Communication: FDA requires label changes to warn of risk for possibly permanent nerve damage from antibacterial fluoroquinolone drugs taken by mouth or by injection, U.S. Food and Drug Administration (US-FDA), 15. August 2013
  11. Jay S Cohen: Peripheral Neuropathy Associated with Fluoroquinolones, Vol 35, Issue 12, pp. 1540 - 1547, Annals of Pharmacotherapy, 1. Dez. 2001
  12. Medicationsense.com: Independent, respected source for information about medications, Jay S. Cohen M.D., Autor von
    HOW WE CAN HALT THE CIPRO AND LEVAQUIN CATASTROPHE: THE WORST MEDICATION DISASTER IN U.S. HISTORY (2015), abgerufen am 11.4.2017
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