Omega-3-Fettsäuren

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Die Omega-3-Fettsäuren sind eine Untergruppe innerhalb der Omega-n-Fettsäuren, die zu den ungesättigten Fettsäuren zählen. Sie sind essentielle Stoffe, sind also lebensnotwendig und können vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Die Bezeichnung stammt aus der alten Nomenklatur der Fettsäuren. Bevor man sie als solche identifizierte, wurden sie gemeinschaftlich als „Vitamin F“ bezeichnet.

Omega-3 bedeutet, dass die letzte Doppelbindung in der mehrfach ungesättigten Kohlenstoffkette der Fettsäure bei der – von dem Carboxy-Ende aus gesehen – drittletzten C-C-Bindung vorliegt. Omega (ω) ist der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets und bezeichnet das von der Carboxygruppe entfernteste Ende der Fettsäurekette.

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Gegrillter Lachs auf Wokgemüse


Inhaltsverzeichnis

Vorkommen in Pflanzen und in Fischen

Omega-3-Fettsäuregehalte (ALA) verschiedener Pflanzenöle

α-Linolensäure (ALA) kommt in allen photosynthetisch aktiven Geweben – also in Pflanzenblättern – vor:

Pflanzenöl von / bis / ca. Omega-3-Fettsäuregehalt (ALA)
Leinsamen, Leinöl (Linum usitatissimum) [1]: ein Esslöffel (4g) Leinöl enthält also ca. 2540 mg ALA von 56 % bis 71 %
Chia, Chiaöl (Salvia hispanica) bis ca. 64 %
Perillaöl (Perilla frutescens) ca. 60 %
Sacha Inchi Öl (Plukenetia volubilis) [2] ca. 48 %
Leindotter, Leindotteröl (Camelina sativa) ca. 38 %
Hanföl: ( Gamma-Linolensäure (Omega 6) ca. 4 % ) ca. 17 %
Walnussöl ca. 13 %
Rapsöl ca. 9 %
Sojaöl ca. 8 %
Omega-3-Fettsäuregehalte (EPA und DHA) verschiedener Fische in %
Fischart Omega-3-Fettsäuregehalt (EPA + DHA)
Fischöl von Wildlachs[3] 16,7 %
Lachs gemäß[4] 2,60 %
Thunfisch[4] 1,90 %
Hering Ostsee[4] 1,90 %
Atlantischer Lachs, gezüchtet, gegart, geräuchert laut Wikipedia:Omega-3-Fettsäuren 1,80 %
SardellenEuropa, eingelegt in Öl oder Salz 1,70 %
Makrele gemäß[4] 1,70 %
Räucherlachs aus Aquakultur in Norwegen von Fa. ELFIN.at mit 185 kcal & 10,2 g Fett je 100g 1,60 %
SardinePazifik, eingelegt in Tomatensoße oder Salz, mit Gräten 1,40 %
Atlantischer Hering, in Essig eingelegt 1,20 %
Makrele – Atlantik, gekocht, geräuchert laut Wikipedia:Omega-3-Fettsäuren 1,00 %
Wildlachs mit 6% Fettanteil gemäß [5] 0,78 %
Weißer Thunfisch – eingelegt in Wasser oder Salz 0,70 %
Geräucherter Premium Sockey Wildlachs aus Alaska gefangen im Nordostpazifik (FAO 67) mit 2.3% Fett (Fischöl) [3] 0,384 %

In 100g Fischöl von Wildlachs sind gemäß[3] 4600mg EPA und 12100 mg DHA enthalten. 100g Sockey Premium Wildlachs geräuchert aus Alaska gefangen im Nordostpazifik (FAO 67) mit 2.3% Fett (Fischöl) enthalten demnach 106 mg EPA und 278 mg DHA, oder 0.384 % Omega-3-Fettsäuren.Langlebige Raubfische enthalten Methylquecksilber, das aus toxikologischen Gründen bereits ab einem monatlichen Fischverzehr von 114 g (Schwertfisch) oder 454 g (Thunfisch) bedenklich wird. Fast unbedenklich sind Sardine, Anchovis oder Makrele (toxikologisch unbedenkliche monatliche Aufnahme 2724 g), noch besser Lachs (3623 g/Monat). Andere Gifte wie Cadmium, HCB, PCBs sind von geringerer Bedeutung. Fischöle/-kapseln enthalten keine relevanten Mengen an Giften.[6]

Fische haben ihren hohen Gehalt der bedeutenden Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) nur aufgrund ihrer Algennahrung. Bestimmte Mikroalgen sind besonders geeignete Produzenten für die Fettsäuren. Inzwischen sind auch Mikroalgenöle erhältlich, die in Bioreaktoren hergestellt wurden. Der Biosyntheseweg der Fettsäuren und die beteiligten Algengene wurden bereits charakterisiert und es ist zu erwarten, dass gentechnisch veränderte Pflanzen, die die Synthese beherrschen, patentiert werden.[7][8][9][10]

Omega-3-Fettsäuregehalte (mg EPA und DHA) verschiedener Fische je 100g Fisch

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Fischart Omega-3-Fettsäuregehalt EPA(g) Omega-3-Fettsäuregehalt DHA(g) Gesamtgehalt (g) gemäß [4] DHA/EPA
Thunfisch[4] 1,4 1,2 2.6 086 %
Hering Ostsee[4] 0,7 1,2 1,9 171 %
Lachs 0,7 1,9 2,6 271 %
Makrele 0,6 1,1 1,7 183 %
Sardine 0,6 0,8 1,4 133 %
Forelle (Bach/Regenbogen) 0,1 0,5 0,6 500 %
Kabeljau/Dorsch 0,1 0,2 0,3 200 %
Schellfisch 0,06 0,14 0,2 233 %


Drei Arten vom Omega-3-Fettsäuren: ALA, EPA und DHA

Bekannte Omega-3-Fettsäuren sind:

Vorteile von EPA+DHA aus Fischöl gegenüber ALA aus Pflanzen

Beim Menschen hebt α-Linolensäure (ALA) bestimmte Blutfette (Triglyceride), während EPA oder DHA diese Fette senken. α-Linolensäure wirkt nicht blutdrucksenkend, wohl aber Docosahexaensäure. Dies suggeriert, dass sich mit pflanzlicher α-Linolensäure manche Wirkungen von Omega-3-Fettsäuren aus Fisch oder Fischöl nicht erzielen lassen. Dies bedeutet auch, dass eine gesundheitsfördernde Wirkung der pflanzlichen α-Linolensäure in dieser Hinsicht separat nachgewiesen werden müsste. Allerdings weisen Studien auch bei α-Linolensäure auf den Effekt des Knochenschutzes, etwa vor Osteoporose, und positive Auswirkungen auf die Knochenstabilität hin[11].Über andere Omega-3-Fettsäuren, wie C18:4ω-3 oder C22:5ω-3 ist weniger bekannt, sie scheinen von geringerer Bedeutung.[12]

Bezugsquellen für Omega-3-Fettsäuren (EPA+DHA)

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DM Das gesunde Plus Omega-3-Kapseln:
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Nimmt man mehrere Monate täglich 3 Stk. "Das gesunde Plus" Omega-3 Kapseln und 75 g Lachs, so wird der EPA-Wert im Blut den oberen Normalwert von 33 mg/l stark (bis zu über 100 mg/l) überschreiten, während der DHA-Wert an der unteren Grenze von 92 mg/l, also fast zu wenig ist. Das liegt daran, dass diese Kapseln eher zuviel EPA und im Verhältnis zu wenig DHA haben, was bei Lachs umgekehrt ist. Es wird also besser sein, eher täglich nur 2 "Das gesunde Plus" Omega-3 Kapseln zu nehmen, und dafür eher mehr Lachs, also möglichst ohne Ausnahme 100 g Lachs jeden Tag einzunehmen. Allzu hohe EPA-Blutserumwerte (über 50 mg/l) sollten vor allem Personen mit Prostatakrebsrisiko auch nicht haben, siehe Thema Omega-3-Fettsäuren - Prostatakrebs-Risiko in diesem Lexikon. Man sollte daher anstreben, Fischöl-Kapseln zu finden, welche deutlich mehr DHA als EPA je Kapsel enthalten, was jedoch schwierig und meist auch deutlich teurer ist gegenüber den üblichen Fischölkapseln mit mehr EPA als DHA.

Viele positive Wirkungen im menschlichen Organismus

Bedeutung als Nahrungsmittel

Der erwachsene menschliche Körper wandelt Omega-3-Fettsäuren pflanzlicher Herkunft (α-Linolensäure) nur in geringem Maß in Eicosapentaensäure („EPA“, ca. 5 %) und Docosahexaensäure („DHA“, < 0,5 %) um. Nur der Stoffwechsel von Neugeborenen ist zu einer verstärkten Umwandlung fähig, da sie die Stoffe für ihre Hirnentwicklung benötigen.[13] EPA und DHA sind jedoch in Fischölen direkt enthalten. Im Rindfleisch finden sich deutlich weniger Omega-3-Fettsäuren, sowohl in Form von α-Linolensäure (ALA)als auch als EPA und DHA. Jedoch ist das Verhältnis Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren bei Tieren aus extensiver Weidehaltung deutlich günstiger als bei konventioneller Tierhaltung.[14]

Für die Umwandlung der pflanzlichen α-Linolensäure benötigt der Körper die Enzyme Delta-6-Desaturase und Delta-5-Desaturase. Diese werden aber gleichzeitig für die Umwandlung der Omega-6-Fettsäure Linolsäure in andere Omega-6-Fettsäuren benötigt. In unserer heutigen Nahrung ist das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren mit >7:1 sehr ungünstig; die DGE empfiehlt 5:1.[15] Empfehlenswert ist somit eine Reduzierung des Omega-6-Fettsäuren-Anteils in der Nahrung, wodurch mehr Enzyme für die Umwandlung der α-Linolensäure zur Verfügung stehen. Vitamin- und Mineralienmangel, Stress und Alter können die Umwandlung verlangsamen. Hingegen können Vitamin B und C, Magnesium und Zink diese Enzyme aktivieren.[16]

Beim Menschen hebt α-Linolensäure bestimmte Blutfette (Triglyceride), während Eicosapentaensäure oder Docosahexaensäure diese Fette senken. α-Linolensäure wirkt nicht blutdrucksenkend, wohl aber Docosahexaensäure. Dies suggeriert, dass sich mit pflanzlicher α-Linolensäure manche Wirkungen von Omega-3-Fettsäuren aus Fisch oder Fischöl nicht erzielen lassen. Dies bedeutet auch, dass eine gesundheitsfördernde Wirkung der pflanzlichen α-Linolensäure separat nachgewiesen werden müsste. Über andere Omega-3-Fettsäuren, wie C18:4ω-3 oder C22:5ω-3 ist weniger bekannt, sie scheinen von geringerer Bedeutung.[12]

Tagesbedarf an EPA und DHA

Nach einem Artikel von 2007 empfehlen manche US-amerikanische Gesundheits- und Regierungsorganisationen die regelmäßige Einnahme der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Für den täglichen Bedarf wurden typischerweise zwischen 100 mg und 600 mg genannt.[17] Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA veröffentliche im März 2010 ebenfalls ernährungsbezogene Empfehlungen: Empfohlen wird die tägliche Aufnahme von 250 mg EPA und/oder DHA.[18] Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE gibt dieselbe Empfehlung.[19] Daneben wird von der DGE für Schwangere und Stillende die Aufnahme von 200 mg DHA pro Tag zur Unterstützung einer gesunden Gehirnentwicklung des Fötus bzw. Neugeborenen empfohlen.[19]

Omega-3-Fettsäuren im Herz-Kreislauf-System

In beobachtenden Studien, wie sie von Epidemiologen durchgeführt werden, scheint Verzehr von Fisch schwach mit der Abwesenheit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen korreliert zu sein. Wird der Gehalt des verzehrten Fisches an Eicosapentaen- und Docosahexaensäure mit betrachtet, wird diese Korrelation stärker. Am deutlichsten wird das Bild, wenn der Omega-3-Index betrachtet wird. Ein Omega-3-Index von < 4 % bedeutet ein etwa 10-fach höheres Risiko, den plötzlichen Herztod zu erleiden, als ein Omega-3-Index von > 8 % [20]. In der Allgemeinbevölkerung ist der plötzliche Herztod je nach Omega-3-Index sehr unterschiedlich häufig: In Deutschland, wo man häufig einen Omega-3-Index um 4 % misst, beträgt die Inzidenz des plötzlichen Herztodes 148/100.000, während sie in Japan, wo der Omega-3-Index wohl um 11 % liegt, 7,8/100.000 Personenjahre beträgt.[21] [22] Für nichttödliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt eine ähnliche, aber schwächere Korrelation.[23]

Eicosapentaen- und Docosahexaensäure sind Bestandteile der Zellmembranen und wirken modulierend auf die Funktion verschiedenster Zellen. Deswegen gibt es nicht einen einzigen Wirkmechanismus dieser beiden Omega-3-Fettsäuren, sondern verschiedenste. In Untersuchungen am Menschen wurden folgende Wirkungen für Eicosapentaen- und Docosahexaensäure nachgewiesen[24][25][12]:

Zahlreiche weitere positive Wirkungen auf Gefäßfunktion, Blutdruck, Entzündungsmediatoren.

Die kurzkettige (pflanzliche) α-Linolensäure (18:3 ω-3) kann durch kompetitive Hemmung die Linolsäure (18:2 ω-6) von den Desaturase- und Elongase-Enzymen verdrängen und dadurch die Produktion und die Gewebekonzentrationen der entzündungsfördernden Arachidonsäure herabsetzen. [27]

Prävention von kardiovaskulären Erkrankungen

Omega-3-Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle in der Prävention von kardiovaskulären Erkrankungen. Verschiedene Studien konnten zeigen, dass durch eine Substitution von Omega-3-Fettsäuren im Rahmen der Sekundärprävention die Gesamtsterblichkeit von Männern, die einen akuten Herzinfarkt erlitten hatten, um 20% reduziert werden kann. Die kardiovaskuläre Mortalität konnte den Studienergebnissen zu Folge um 30% gesenkt werden und das Auftreten eines plötzlichen Herztodes um 45% verringert werden.[28] Eine der wichtigsten kardioprotektiven Eigenschaften der Omega-3-Fettsäuren stellt der ausgeprägt antiarrhythmische Effekt dar. Dabei kommt der Hemmung und Terminierung der Fibrillation in Kardiomyozyten sowie der Reduktion des ischämiebedingten Herzflimmerns eine besondere Rolle zu. Als weitere Faktoren sind zu nennen: die Senkung der Triglyceridspiegel bei gleichzeitiger Stabilisierung der HDL-Konzentration, die moderate Blutdrucksenkung, die Hemmung der Thrombozytenaggregation sowie die Verbesserung der Blutfließeigenschaften. Demgegenüber erhöhen hohe Konzentrationen gesättigter Fettsäuren das kardiovaskuläre Risiko durch Anstieg des Gesamtcholesterins, Begünstigung von arteriosklerotischen Ablagerungen sowie einer Verhärtung der Zellmembranen.

Durchblutungsfördernde Wirkung von EPA und DHA auf die Mikrogefäße der Knochen

  • Zu wenig Omega-3-Fettsäuren in der Ernährung können eine Mit-Ursache von Knochenmarködemen sein, weil dadurch die Basis für eine ausreichende Prostaglandinsynthese und damit für eine optimale Durchblutung der Mikrogefäße in allen Knochenbereichen im Körper fehlt.
  • Ausreichend Omega-3-Fettsäuren in der Ernährung und ein guter Omega-3-Index im Blutbefund sind eine wichtige unterstützende Voraussetzung zum Abklingen von Knochenmarködemen und zur Vermeidung von Knochenmarködem-Rezidiven nach bereits erfolgtem Abklingen.

Bei rheumatischem Formenkreis & Polyarthritis ist Omega-3 Index >15% anzustreben

Aufgrund der entzündungshemmenden Wirkungen von Omega-3-Fettsäuren ist es nicht verwunderlich, dass sich ein Defizit von Omega-3-Fettsäuren auch bei anderen chronisch entzündlichen Erkrankungen findet und ein Ausgleich der Dysbalance zwischen pro- und anti-entzündlichen Fettsäuren eine klinische Verbesserung erwarten lässt. So bessern sich die Symptome der chronischen Polyarthritis wie Schmerzen, Schwellung und Gelenksteifigkeit unter Einnahme von EPA/DHA , wobei hier oft ein HS-Omega-3 Index >15% angestrebt wird. Eine Metaanalyse (Goldberg,Katz 2007) bestätigt die klinischen Effekte. Unter 10 g Fischöl (2,2g EPA) gelang eine über 30%ige Dosisreduktion von NSAR bei 39% der Verumgruppe gegenüber 10% der Placebogruppe. Wegen der unerwünschten Nebenwirkungen der Fischölkapseln (unangenehmer Nachgeschmack oder Aufstoßen) beendeten nur 60% der Verumgruppe die Studie. (Galarraga 2008). Eine signifikante Reduktion von Schwellung und Schmerzen wird in einer kleinen Patientengruppe mit mäßigem bis schwerem Rheuma nach Infusion von n-3 Fettsäuren und anschliessender oraler Gabe von tgl 3,5g Fischöl beschrieben (Bahadori 2010). Eine aktuelle Übersichtsarbeit zeigt eine klare Evidenz zum therapeutischen Einsatz von n-3 Fettsäuren bei Polyarthritis (Yates 2014). In einer Patientenkasuistik aus eigener Praxis konnte eine völlige Beschwerdefreiheit bei aktivierter Gon- und Coxarthrose unter Fischöl/Olivenöl-supplementation beobachtet werden.[29]

Bei Mangel sinkt Rezeptorbindungsvermögen von Serotonin: Depressionen

Ein relativer Mangel an ungesättigten Fettsäuren kann eine reduzierte Membranfluidität nach sich ziehen. Als Folge binden Hormone wie Östrogen, Progesteron und Angiotensin stärker an die Membranrezeptoren, während das Rezeptorbindungsvermögen von Insulin und Serotonin sinkt. Dies kann mit Erkrankungen wie Brustkrebs, PMS, Hypertonie, Diabetes mellitus und Depressionen assoziiert sein. Ungesättigte Fettsäuren wie die Docohexaensäure (DHA) erhöhen die Fluidität und erhalten die Funktionsfähigkeit. Eine ausgewogene Ernährung mit wenig raffinierten Kohlenhydraten und ausreichend Ballaststoffen kann den Spiegel der entzündungsfördernden Arachidonsäure mindern und somit das kardiovaskuläre Risiko senken. DHA ist die quantitativ bedeutendste Omega-3-Fettsäure und mitentscheidend für eine funktionstüchtige Zellmembran. Unphysiologisch hohe Omega-3-Fettsäure-Spiegel können eine verstärkte Lipidoxidation triggern sowie den Anteil der Arachidonsäure in Zellembranen ungünstig beeinflussen, was ein erhöhtes Risiko für stressinduzierte Nekrosen in Herz- und Magengewebe nach sich ziehen kann. Da die Beweglichkeit der Zellmembranen in unmittelbarem Zusammenhang mit der zerebralen Leistungsfähigkeit sowie den neuronalen Funktionen steht, kommt den ungesättigten Fettsäuren eine hohe präventivmedizinische Bedeutung für neurodegenerative Erkrankungen wie M. Alzheimer, M. Parkinson, Multipler Sklerose und Demenz zu.[28]

Gehirnfunktion, Depressionen und psychiatrische Erkrankungen

Gehirn, Nervenzellen und Netzhaut haben hohe Konzentrationen von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wobei die Omega-3-Fettsäure DHA und die Omega-6- Fettsäure Arachidonsäure besonders wichtige Strukturfettsäuren sind. 60% des Trockengewichtes des Gehirns bestehen aus Fett. Ein Mangel an Arachidonsäure besteht durch unsere westliche Ernährungsweise so gut wie nie, dagegen ist DHA oft defizitär. Die Ausreifung des Gehirns dauert bis ins zwanzigste Lebensjahr hinein. Strukturelle Veränderungen werden in der Schwangerschaft grundgelegt (siehe nächster Abschnitt). Der kindliche und jugendliche Körper ist in den ersten Lebensjahren auf eine optimale Nährstoffversorgung angewiesen. Kognitive Störungen wie Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperkinetisches Syndrom (ADHS), Legasthenie oder Autismus sind mit dem Mangel an EPA/DHA in Schwangerschaft und Stillzeit assoziiert (Schuchardt 2010). 132 Kinder mit ADHS erhielten täglich 8g Omega-3-Fettsäuren. Nach 15 Wochen Beobachtungszeit sank die Omega 6/3 ratio von 41,1 auf 4,1 , Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität besserten sich um 27% bzw. 23% (Germano 2007). Auch in einer Metaanalyse von Interventionsstudien konnten Verbesserungen von ADS/ADHS- Kindern unter Omega-3-Fettsäuren nachgewiesen werden (Bloch 2011). Eine neuere Arbeit über Kinder mit ADHS zeigt eine vergleichbare Wirkung von Omega-3-FS gegenüber Methylphenidate bei gleichzeitig hoher Sicherheit und Nebenwirkungsarmut bzw. –freiheit. Eine Kombination beider Therapeutika scheint der Einzeltherapie mit Methylphenidate überlegen zu sein (Barragan 2014). Auch bei den eigenen Patientendaten von ADHS-Kindern fielen sehr hohe Werte für Omega-6/Omega-3 ratio auf( 29,4; 30,3; 35,5; 39,2; 40,1).[29]

Bei Jugendlichen mit Depressionen und bipolaren Störungen ist der HS-Omega-3 Index meist vermindert. Bei niedrigen Werten besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer Major Depression.(Pottala 2012). Niedrige Spiegel von EPA/DHA prädisponieren daher zu Major Depressionen ( Lin 2010). Der therapeutische Einsatz von EPA/DHA bei Depressionen zeigte bei Interventionsstudien positive Ergebnisse.(Nemets 2006, Clayton2009). Auch bei Erwachsenen bestehen enge Korrelationen zwischen einem niedrigen Omega-3-Index und Major Depressionen. Es wird sogar eine Kausalität vermutet. Therapeutische Wirkungen sind nachweisbar, wenn die verabreichte Dosis von EPA größer als 60% von der an DHA ist (Sublette 2011). Die Behandlung von Major Depression unter Citalopram zeigte eine signifikante Wirkverstärkung der antidepressiven Therapie unter 900mg EPA/200 mg DHA schon nach 4 Wochen. Die Signifikanz verstärkte sich nach weiteren 4 Wochen deutlich (Gertsik 2012). Im Fall von bipolaren Störungen kann die depressive Komponente unter Supplementierung mit O-3-Fettsäuren gebessert werden (Sarris 2012). Im Focus des wissenschaftlichen Interesses steht gegenwärtig eine mögliche positive Beeinflussung von kognitiven Fähigkeiten. Für den Strukturerhalt des Gehirns ist eine dauerhafte Bereitstellung von DHA erforderlich, während für die vaskuläre Funktion EPA und DHA ausreichend vorhanden sein müssen. Kontrolle der Silent Inflammation sowie die Synthese von Eicosanoiden in der Signalübertragung spielen hier eine wichtige Rolle.[29]

Kognitive Leistungen wie „exekutive Funktionen“ und „ kognitive Flexibilität“ in Korrelation zu Omega-3-Fettsäuren sind Gegenstand neuerer Untersuchungen. Zu den exekutiven Funktionen zählen Planung, Entscheidung, zielgerichtetes Handeln, Selbstkorrektur durch Reflexion und Steuerung der Aufmerksamkeit. Kognitive Flexibilität ist die Anwendung des Erlernten auf unterschiedliche Situationen. Beide Qualitäten sind direkt mit dem HS-Omega-3 Index assoziiert (Johnston et al 2012). Aber auch Gedächtnis und non-verbales Denken unterscheiden sich je nach DHA- spiegel. (Moldoon et a. 2010). Interventionsstudien zum Nachweis einer Verbesserung der kognitiven Funktionen mit Omega-3-Fettsäuren existieren noch nicht. Bei der Hirnleistungsstörung im Alter, dem altersabhängigen kognitiven Niedergang, können Aspekte der Kognition durch Omega-3-supplementation verbessert werden. EPA und DHA oder auch DHA allein sind wirksam zur Prävention einer Verschlechterung altersbedingter kognitiver Einschränkung (Mazereeuw 2012). Dies könnte auch frühe Stadien der Demenz betreffen, wohingegen späte Stadien keine Verbesserung erwarten lassen.(Hashimoto 2011). Niedrige n-3 Spiegel prädisponieren zu späterer Demenzentwicklung. (Lopez 2011). Während bisher meist die Frage nach dem therapeutischen Nutzen der Omega-3 Supplementation zur Vorbeugung vor Demenz im Vordergrund des Interesses stand, wurde die Bedeutung der Omega-6/ Omega-3 ratio eher vernachlässigt. Eine Übersichtsarbeit vom März 2013( Loef, Walach 2013) analysierte 13 Tier- und 14 Menschenstudien. Danach beeinflusst die ernährungsbedingte n-6/n-3 Ratio bei Tieren deren Hirnzusammensetzung, Alzheimer-Pathologie und Verhalten. Die am Menschen erhobenen Ergebnisse weisen auf eine begrenzte, aber wachsende Evidenz hin und unterstützen die Assoziation zwischen n-6/n-3 Ratio und kognitivem Niedergang und Inzidenz für Alzheimer Erkrankung. Fachgesellschaften wie die American Heart Association AHA oder American Stroke Association ASA stellen fest, dass die Datenlage „ suggeriert, dass die Erhöhung des Omega-3-Fettsäurespiegels mit einer besseren kognitiven Funktion und weniger kognitivem Niedergang assoziiert ist“ (Gorelick 2011).[29]

Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA bremsen Hirnalterung

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Leistungsstark bis ins hohe Alter:
Omega-3-Fettsäuren halten das betagte Gehirn fit[30]


Die Docosahexaensäure (DHA) und die Eicosapentaensäure (EPA) kommen in großer Menge in den Membranen menschlicher Gehirnzellen vor, wo sie die Übermittlung von Reizsignalen und das normale Funktionieren des Gehirns erst ermöglichen. Wussten Sie, dass Demenz-Patienten auffallend häufig eine Unterversorgung an Omega-3-Fettsäuren aufweisen?

Eine erhöhte Aufnahme der Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) kann dazu beitragen, Abbauvorgänge im Gehirn zu verringern und geistige Alterungsprozesse signifikant zu verlangsamen. Dieses bemerkenswerte Ergebnis erbrachte eine neue der Alzheimer- und Altersforschung zugeordneten Forschungsstudie aus Los Angeles.

Die am 28. Februar 2012 im Fachmagazin Neurology veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren das Gehirn schneller altern lässt und ein Grund für den Verlust der Gedächtnis- und Denkfähigkeit zu sein scheint. Die Forschungsstudie der University of California in Los Angeles (UCLA) ergab, dass Senioren, die höhere Serumkonzentrationen an DHA und EPA aufwiesen, geringere altersbedingte Abbauprozesse des Gehirns sowie eine deutlich höhere Hirnleistungsfähigkeit zeigten. Das Team um Studienleiter Dr. Zaldy Tan untersuchte in ihrer Studie über 1.500 Menschen im Durchschnittsalter von 67 Jahren auf die Omega-3-Konzentration (DHA und EPA) in den roten Blutzellen. Parallel wurden alle Teilnehmer auf ihre kognitive Leistungsfähigkeit überprüft. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die 25 % aller Teilnehmer mit den niedrigsten DHA-Spiegeln ein signifikant geringeres Hirnvolumen und eine höhere Beeinträchtigung des geistigen Leistungsvermögens aufwiesen, verglichen mit den Senioren mit hohen DHA-Werten. Der Unterschied in der vorzeitigen Gehirnalterung entsprach dabei ganze 2 Jahre. “Die Personen mit niedrigen Blutwerten an Omega-3-Fettsäuren hatten ein geringeres Gehirnvolumen, was ungefähr zwei Jahre der strukturellen Hirnalterung ausmachte”, erklärt Studienleiter Dr. Tan. Die Forscher fügten hinzu, dass die Teilnehmer mit niedrigen Omega-3-Werten auch schlechtere Ergebnisse in Tests des visuellen Gedächtnis, des abstrakten Denkens und der exekutiven Fähigkeiten wie Problemlösungsverhalten und Multitasking-Aufgaben aufwiesen. Gehirnscans zeigten zudem eine verminderte Blutversorgung im Gehirn von Menschen mit niedrigem Omega-3-Level.

Interessant: Im vergangenen Jahr konnte Dr. Rob Winwood darstellen, dass bis zu 15 % der Trockenmasse des Gehirns aus reinem DHA bestehen. “Eines der Dinge, die wir mit Sicherheit wissen: Wenn wir älter werden, verliert unsere Gehirnmasse DHA. Alle bisherigen Studienergebnisse sprechen dafür, dass es daher günstige Effekte mit sich bringt, wenn wir diesen Verlust durch eine höhere Zufuhr ersetzen.” so Dr. Rob Winwood.[30] [31]

Omega-3-Index

Optimum zwischen 8% und 11%

Eine neue Sicht stellt dem täglichen Bedarf wünschenswerte Spiegel von Omega-3-Fettsäuren im Menschen entgegen, die als Omega-3-Index (Anteil Eicosapentaen- plus Docosahexaensäure in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten), ausgedrückt als Prozentanteil der gesamten n-3-Fettsäuren[32]) erfasst werden.[20][33] Der Omega-3 Index wurde 2002 erfunden und definiert, und zwar von Prof. Dr. W.S. Harris, Sanford University, USA und Prof. Dr. C. von Schacky, Ludwig Maximilians-Universität München.[34] Diese zwei Wissenschaftler haben die Messmethodik standardisiert und zum Patent angemeldet. Der Omega-3-Index nach der in dem Patent beschriebenen Messmethodik heißt nun „HS-Omega-3 Index®“ ("high sensitivity" oder "Harris Schacky"). Der HS-Omega-3 Index muss in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) in der von Harris und von Schacky definierten und streng standardisierten Weise aus EDTA-Blut gemessen werden. Andere Messungen (wie z.B. im Serum oder mit anderen Messmethoden) sind wertlos. Optimalerweise liegt der HS-Omega-3 Index zwischen 8% und 11%. Bei vielen Personen in Ländern, welche nicht von Küsten umgeben sind, liegt er aber deutlich niedriger, oft nur bei ca. 4%. Den Omega-3-Index kann man z.B. im Rahmen eines Fettsäureprofils für ca. 48 € bestimmen lassen. Einen Musterbefund für ein Fettsäureprofil von GanzImmun Diagnostics AG in Mainz finden sie in Einzelnachweis [35]

Geografische Unterschiede bei Herzerkrankungsquoten abhängig von Omega-3-Index & Omega-6-Index

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Sterblichkeit bei Herz-Kreislauf-Krankheiten ist in Ländern mit niedrigem Omega-3-Index
besonders hoch (CHD: Coronar Heart Desease), Om3-HUFA entspricht 5.28 x Omega-3-Index[36]


In der Steinzeit hatte der Mensch ein Verhältnis Omega-6/Omega-3-Fettsäuren von 1:1 (Simopoulos 2008). Unser genetisches Programm gründet auf dieser ursprünglichen Ernährungssituation. In den 40er bis 60er Jahren des 20.Jahrhunderts war es üblich, den Kindern Lebertran als Quelle für Vitamin A und D, aber auch als Quelle der Omega-3-Fettsäuren zu geben. Dieses Öl stammte aus der Leber von Kabeljau, Dorsch und Schellfisch und diente vor allem der Rachitisprophylaxe. Es hatte einen penetranten Geschmack, der der älteren Generation noch in schlechter Erinnerung ist. Inzwischen lassen sich die Vitamine synthetisch herstellen. Außerdem bestand wegen des hohen Vitamin A- Anteils die Gefahr der Hypervitaminose . Die Leber der Fische wurde zunehmend toxinbelastet, sodass auf diesem Weg eine Omega-3-Fettsäureversorgung nicht mehr möglich war. Durch radikal veränderte Lebens- und Ernährungsgewohnheiten mit zunehmendem Verzehr von Omega-6-haltigen Nahrungsmitteln und vermindertem Verzehr von Omega-3 liegen heute die Quotienten in Europa bei 15:1, in den USA sogar bei 20:1 und höher. Dies hat, wie unten weiter ausgeführt, erhebliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Fischverzehrende Nationen in Asien wie Japan oder Korea haben ein Verhältnis von ca. 8:1. Als gesundheitsförderlich wird ein Quotient bis 5:1 von den Ernährungsgesellschaften empfohlen, was in der praktischen Umsetzung kaum gelingt. Das größte Ernährungsdefizit in der westlichen Welt betrifft daher die essentiellen Omega-3-Fettsäuren. Dieser massive Qualitätsverlust ist zum großen Teil auf modifizierte Fütterungsbedingungen der Tiere zurückzuführen. Der massenhafte Einsatz von Sojaschrot als Futtermittel mit einem 10-fachen Anstieg von 1955 bis 2011 und die Zunahme von Aquakulturen mit nicht artgerechter Fütterung belasten die Fettbilanz. Das Öl von Sojaschrot hat einen 50%igen Omega-6-Fettsäureanteil.[29]

Therapeutischer Einsatz: Studien zu Herz-Kreislauferkrankungen
Herz-Kreislauferkrankungen sind noch immer für die Hälfte aller Todesursachen in den westlichen Ländern verantwortlich. Das betrifft Herzinfarkte, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen sowie ischiämische und hämorrhagische apoplektische Insulte. Überlebensverbesserungen gibt es nur beim akuten Herzinfarkt und in der Krankenhausmortalität durch verbesserte intensivmedizinische und interventionelle Therapie. Die Sterblichkeitsrate außerhalb des Krankenhauses bleibt jedoch unverändert hoch, sodass der Prävention ein besonders hoher Stellenwert zukommt. Angeregt von der bahnbrechenden Entdeckung von Jørn Deyerberg in den 1970 er Jahren, wonach grönländische Inuits nur 1/10 so viele Herzinfarkte erlitten, verglichen mit Menschen in Europa und USA, wurden tausende Studien inzwischen durchgeführt. Die Datenlage zum Nutzen von Omega-3-Fettsäuren zur Primär- und Sekundärprävention ist inzwischen eindeutig. Eine Metaanalyse epidemiologischer Studien (Mozzafarian 2011) zeigte eine inverse Beziehung zwischen Verzehr von Omega-3-reichem Fisch und kardiovaskulären Ereignissen. Die Todesrate durch ein akutes Koronarereignis lag hier um 36% niedriger. Diese Zahl entsprach genau den Ergebnissen einer anderen Metaanalyse bezüglich EPA/DHA-spiegeln in verschiedenen Gewebekompartimenten und Koronartod ( Harris, Poston et al.2007). Die Ergebnisse werden allgemein umso überzeugender, wenn nicht Verzehrgewohnheiten bzgl. Fischkonsum den epidemiologischen Studien zugrunde gelegt sind, sondern die Erfassung von Blutspiegeln von Omega-3-Fettsäuren. Noch besser korreliert der Gewebespiegel, gemessen an der Erythrozytenmembran und als HS-Omega-3 Index bezeichnet, mit der Risikoeinschätzung. (Schacky 2011). Während in Ländern wie Japan und Korea mit niedriger Inzidenz für Myokardinfarkt und plötzlichem Herztod ein mittlerer HS-Omega-3 Index um 10% ermittelt wurde, liegt der Index in Ländern mit hoher Inzidenz wie Nordeuropa und USA deutlich niedriger ( 4,9-7,1%). In einer Studie mit über 1500 Patienten lag das Risiko für einen nicht- tödlichen Herzinfarkt um 69% niedriger in der Gruppe mit dem höchsten Omega-3- Index (>8%) im Vergleich zur Gruppe mit dem niedrigsten Quotienten(<4%) (Block, 31 Harris 2008). Es wird ein therapeutischer Zielbereich des HS-Omega-3 Index von 8- 11% empfohlen, da unterhalb von 8% das kardiovaskuläre Risiko steigt, während oberhalb von 11% kein zusätzlicher Nutzen festgestellt werden konnte( Schacky 2011). Der plötzliche Herztod oder Sudden Cardiac Death (SCD) ist ein plötzlicher, unerwarteter Tod kardialer Ursache und trifft oft Menschen ohne klinisch erkennbare kardiale Vorerkrankungen. 15% aller Todesfälle in USA oder Deutschland sind SCD (Zipes et al. 2006). Kardiovaskuläre Prävention ist hier die einzige therapeutische Maßnahme. Meistens löst ein Herzinfarkt tödliche Herzrhythmusstörungen aus. Auch hier liegt die Inzidenz in Japan extrem viel niedriger und beträgt nur 1/20 der westlichen Länder (Iso 2006). In der Physicans` Health Study (Albert 2002) wurden knapp 15.000 Personen über 17 Jahre beobachtet und eine Risikoverminderung um 90% für den plötzlichen Herztod in Abhängigkeit vom Omega-3 Index beschrieben. Diese Metaanalyse diente als Grundlage für den Schwellenwert des HS-Omeda-3 Index von 8%. Die Therapie mit Omega-3 Fettsäuren verbessert die endotheliale Dysfunktion und reduziert den Steifheitsgrad der Arterien parallel zu einem direkten antiinflammatorischen Effekt bei Erwachsenen mit Metabolischem Syndrom. (Tousoulis 2014). Das Metabolische Syndrom ist charakterisiert durch Störungen des Fettstoffwechsels ( Triglyceride >150 mg/dl, HDL-Cholesterin <40 mg/dl bei Männern und < 50 mg/dl bei Frauen), Zuckerstoffwechsels ( Nüchternblutzucker >110 mg/dl), erhöhtem Blutdruck von mindestens 130/85 mm Hg und/oder Einnahme blutdrucksenkender Mittel sowie Bauchumfang bei Männern von mindestens 102 cm und Frauen mindestens 88 cm. Höhere EPA/DHA-Plasmaspiegel sind mit niedrigerem Risiko für Vorhofflattern/- flimmern assoziiert.(Wu, Lemaitre 2012). Diesbezügliche Interventionsstudien liegen aber auch hier noch nicht vor. Zur Einschätzung des Risikos für ischämischen oder hämorrhagischen Insult gibt es Daten mit inverser Korrelation aus Korea (Park2009). Neuere Arbeiten weisen darauf hin, dass eine gute Versorgung mit Omega-3 Fettsäuren dazu beiträgt, das Ausmaß eines ischämischen und traumatischen Insultes auf das Gehirn zu verringern (Zhang 2014, Desai 2014). Die aktuellen Leitlinien der Europäischen Kardiologengesellschaft empfehlen Omega- 3-Fettsäuren zur Minderung der koronaren Mortalität und Schlaganfallmortalität (Perk 2012). Verträglichkeit und Sicherheit von EPA und DHA sind im Gegensatz zu den üblichen kardialen Medikamenten wie z.B. ACE-Hemmer, AT1-Blocker, Acetylsalicylsäure oder Statinen sehr gut und liegen auf Placebo-Niveau. Die Dosierung sollte sich sinnvollerweise nach dem HS-Omega-3 Index richten. Meist sind 2 g EPA/DHA tgl. erforderlich, um eine therapeutische Wirkung zu erzielen. EPA und DHA sind in Prävention und Therapie eine risikolose Möglichkeit, kardiale Ereignisse zu verhindern und Leben zu verlängern.[29]

Risiken bei zu niedrigem HS-Omega-3-Index von unter 8%

In [37] werden Vorteile und Folgen eines HS-Omega-3-Index zwischen 8% und 11% beschrieben und Risiken bei einem Omega-3-Index von unter 8% genannt:

  • ein erhöhtes Risiko für und bei Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, plötzlichen Herztod oder Herzschwäche (Herzinsuffizienz),
  • für Schwangere ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten und für das Kind einen suboptimalen Hirnaufbau, mit entsprechenden Folgen,
  • eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für psychiatrische Erkrankungen wie Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts Syndrom (ADHS) oder Depression,
  • eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für „altersbedingte“ und andere kognitive Einschränkungen.
  • Bei Knochenmarködemen bewirkt eine Infusion mit dem Thrombozytenaggregationshemmer Ilomedin durch Förderung der Durchblutung ein Abheilen, daher wäre es denkbar, dass eine Minderdurchblutung in den Mikrogefäßen der Knochen wegen eines zu geringen Omega-3-Index unter 8% eine Ursache oder ein begünstigendes Umfeld für das Entstehen von Knochenmarködemen sein könnte.

Bei Personen mit geringem „altersbedingtem“ kognitivem Niedergang belegen mehrere Interventionsstudien einen positiven Effekt der Gabe von Omega-3 Fettsäuren. In [37] wird ein optimaler Omega-3-Index im Bereich von 8 – 11% für geeignet gehalten, nicht nur das Risiko für kognitive Einschränkungen zu minimieren, sondern auch als geeignet für Vorbeugung und Behandlung mit Omega-3 Fettsäuren. Erste, noch unbestätigte Daten weisen darauf hin, dass Schlaganfälle bei einem hohen Omega-3-Index bis 11% seltener auftreten. Ob die Gabe von Omega-3 Fettsäuren Schlaganfälle vermindert, ist noch unklar. Osteoporose scheint ebenfalls bei einem hohen HS-Omega-3 Index seltener zu sein; möglicherweise lässt sich die Knochendichte durch Omega-3 Fettsäuren steigern. Nach [37] ist bekannt, dass Omega-3 Fettsäuren Symptome der chronischen Polyarthritis wie Morgensteifigkeit und Gelenkschmerzen bessern.

Fettsäureprofil zur Erkennung Ihres Entzündungsrisikos, kardiovaskulären oder Diabetes-Risikos

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Zeigt das Fettsäureprofil rote Balken, so können Sie durch
Ernährungsumstellung die Risiken mit rotem Balken reduzieren[35]


Viele Erkrankungen von Personen über 50 oder auch zu hohe LDL-Cholesterinspiegel sind auf nicht optimale Blutwerte bei verschiedenen Fettsäuren zurückzuführen, obwohl dieser Aspekt des Risikos dafür mit einem Fettsäureprofil mit Bestimmung des Omega-3-Index sehr leicht erkennbar und durch sehr einfache Ernährungsumstellung bzw. Nahrungsergänzung völlig eliminierbar wäre. Zu diesen Erkrankungen gehören Arthrose, Knochenmarködeme, Diabetes, viele verschiedene Erkrankungen mit entzündlichen Prozessen im Körper, Depressionen, Schlaganfälle, Herzinfarkte, Thrombosen oder plötzlicher Herztod. Arthrose z.B. entsteht oft als Folge langjähriger entzündlicher Prozesse in den Gelenken (Arthritis). Ob in Ihrem Körper entzündliche Prozesse vorliegen, können Sie an Ihrem CRP-Wert im Blut sehen. Auch eine nicht optimale Ernährung kann zu einer oft jahrelang unentdeckten Entzündungsneigung führen, welche dann auch zu Arthritis und in der Folge Arthrose als eine von mehreren Mitursachen führen kann. Während Verletzungen oder Überlastungen von Gelenken als Arthroseursachen vom Patienten selbst nicht gut nachträglich eliminierbar sind, ist dies bei einer nicht optimalen Zusammensetzung der Fettsäuren im Blut wegen falscher Ernährung sehr leicht möglich. Um zu sehen, ob bei Ihnen gute Chancen bestehen, Entzündungsneigungen durch nicht optimale Ernährung auszuschalten, müssen Sie in einem Blutlabor oder bei Ihrem Arzt Blut abnehmen lassen und dieses zur Erstellung eines Fettsäureprofils zu GanzImmun Diagnostics AG in Mainz schicken, um ein "Fettsäureprofil" erstellen zu lassen. Die Kosten dafür betragen ca. 48 € und werden leider meist nicht von den Krankenkassen übernommen. Einen Musterbefund für ein Fettsäureprofil von GanzImmun Diagnostics AG in Mainz finden sie in Einzelnachweis [35]. Etwa 1-2 Wochen nach Blutabnahme erhalten Sie Ihr Fettsäureprofil zugeschickt. Die wichtigste Aussage davon ist die zusammenfassende Beurteilung der Fettsäurendiagnostik auf Seite 2 des Befundes in Form von 4 grünen oder roten Balken für die 4 Risiken Entzündungstendenz, kardiovaskuläres Risiko, verminderte Membranfluidität und eingeschränkte Insulindynamik. Ist der Balken Entzündungstendenz rot (wie im Bild rechts), so haben Sie beste Chancen, durch Umstellung Ihrer Ernährung das Entzündungsrisiko als einen Hauptrisikofaktor für Arthrose auszuschalten. Ist dieser Balken in Ihrem Fettsäureprofil bereits grün, so wissen sie zwar, dass Ihre Ernährungsgewohnheiten betreffend Entzündungsrisiko bereits richtig sind, haben andererseits jedoch keine Möglichkeit durch "Drehen an dieser Schraube" Ihr Arthroserisiko zu reduzieren. Das Fettsäureprofil bietet auch eine gute Basis dazu, eine Reihe weiterer großer mit der Ernährung sehr gut beeinflussbarer Risiken für häufige Krankheiten älterer Menschen zu erkennen und gezielt reduzieren zu können.[35]

Verträglichkeit und Sicherheit bei erhöhter Zufuhr der marinen Omega-3-Fettsäuren

Eine erhöhte Zufuhr der marinen Omega-3 Fettsäuren Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure hebt den HS-Omega-3 Index und bessert die meisten der angesprochenen Gesundheitsprobleme oder beugt ihnen vor. Liegt der HS-Omega-3 Index bei Werten unter 8%, so steigt das Risiko mit sinkenden Werten, während es bei Werten jenseits von 11% nicht mehr zu sinken scheint. Da in der Allgemeinbevölkerung in Japan und Korea die Werte für den HS-Omega-3 Index zwischen 8 und 11 % liegen, wird in [37] dieser Bereich für optimal und für sicher gehalten. Bei sehr hohen Werten (>16%) besteht die theoretische Möglichkeit einer Blutungsneigung, die laut [37] aber von Personen mit noch höheren Werten auch auf Nachfrage nicht berichtet wurde.

Überdosierung und Nebenwirkungen bei mehr als 3000 mg/Tag

Dosierungen bis 3g bzw. 4-5g/Tag werden als sicher angegeben

In [37] werden Dosierungen bis 4 - 5 g / Tag als sicher angegeben. Gemäß[38] hat die Federal Drug Administration eine Empfehlung herausgegeben, eine tägliche Menge von drei Gramm nicht zu überschreiten, um Nebenwirkungen ausschließen zu können. Diese Dosierung wurde anschließend auch von der American Heart Association bestätigt und als sicher eingestuft.

Nachgeschmack, Durchfall, Übelkeit und Nasenbluten

In [38] werden folgende Nebenwirkungen diskuiert, welche jedoch möglicherweise auch anderen Inhaltsstoffen in Nahrungsergänzungsmitteln (Verunreinigungen) als den Omega 3 Fettsäuren selbst zuzuordnen sind: Wenn man seinem Körper zu viel Omega 3 Fettsäuren zuführt, dann macht sich das als erstes durch einen typischen, fischartigen Nachgeschmack im Mund bemerkbar. Daneben kann es zu diversen Beschwerden im gastrointestinalen Bereich kommen, wie zum Beispiel Durchfall und Übelkeit. Klinische Studien haben auch gezeigt, dass der Wert des LDL-Cholesterin vorübergehend ansteigt, nach einiger Zeit jedoch wieder seinen Ausgangswert erreicht. Es kann unter der erhöhten Zufuhr an DHA und EPA häufiger zu Nasenbluten kommen, gerade bei Personen, die ohnehin zu Blutungen neigen. Eine Überdosierung an Omega 3 Fettsäuren kann sich auch auf die Psyche auswirken. So gibt es Hinweise, dass sich eine manisch-depressive Erkrankung oder Epilepsie verschlimmern können. Außerdem gibt es laut [38] Anzeichen dafür, dass sich bei einer Zufuhr von hohen Dosen von Omega-3-Fettsäuren auch ein Glaukom entwickeln kann, falls kein Ausgleich durch Omega 6 Fettsäuren stattfindet.

Nebenwirkungen durch Verunreinigungen in Präparaten mit schlechter Qualität

Häufig scheint es auch nicht die hohe Konzentration an Omega 3 Fettsäuren zu sein, welche für die Nebenwirkungen verantwortlich ist, sondern andere Inhaltsstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln. So hat die Studie ergeben, dass Präparate, bei denen die Zusammensetzung nicht ganz klar definiert war, häufig auch Verunreinigungen enthielten, wie zum Beispiel Verbindungen von Methylquecksilber. Diese können dann natürlich zusätzlich zu unerwünschten Nebenwirkungen führen, die dann nichts mit den Fettsäuren an sich zu tun haben. Aus diesem Grund sollte man bei der Auswahl der Präparates auf eine hohe Qualität und eine detaillierte Aufführung der Inhaltsstoffe Wert legen.

Hohe Fischöl-Dosis aus Meeresfisch könnte Prostatakrebs-Risiko erhöhen

US-amerikanische Studienautoren kamen laut [39] zu dem Ergebnis, dass ein hoher Blutspiegel der Omega-3-Fettsäuren DHA, EPA und DPA mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Prostatakrebs in Zusammenhang steht. Der erhöhte Blutspiegel ist wahrscheinlich auf auf den hohen Konsum von Fischöl-Präparaten aus Meeresfischen zurückzuführen. Studienteilnehmer, die besonders große Mengen dieser Omega-3-Fette im Blut aufwiesen, hatten im Vergleich zu Männern mit geringer Fischöl-Aufnahme aus Meeresfischen ein um 43 Prozent erhöhtes Prostatakrebs-Risiko. Die Autoren der Übersichtsarbeit fanden aber auch eine dritte Omega-3 Fettsäure, Docosapentaensäure (DPA), die das Risiko einer Krebserkrankung sogar senkte. Diese Fettsäure ist zwar in Fisch enthalten, ist aber kein Bestandteil von Fischölkapseln zur Nahrungsergänzung. Grund sind wohl die hohen Produktionskosten und die zu geringen Vorkommen.

Wie kann es sein, dass dieselben Substanzen vor Krebs schützen und doch Krebs verursachen sollen? Viele Aspekte die dieses Thema betreffen sind noch unbekannt. Sowohl in der Prostatakrebsentwicklung als auch beim Abbau der Omega-3 Fettsäuren gibt es noch Wissenslücken. Es gibt Tierstudien, die ein erhöhtes Risiko einer Prostatakrebserkrankung im Verhältnis der aufgenommenen Omega-6/Omega-3 Fettsäuren sehen. Auch die Belastung der Meeresfische mit Umweltgiften, wie Quecksilber oder Biphenylen, könnte eine Rolle spielen. Fischölkapseln werden zumeist aus Meeresfisch gewonnen. Deshalb müssen die Ergebnisse zwar ernst genommen, aber mit Vorsicht betrachtet werden. Nützlich wären außerdem neue Studien, die prüfen, ob das Risiko der Krebserkrankung zurückgeht, wenn man den Anteil der Omega-3 Fettsäuren EPA und DHA reduziert.[39]

EU erhöht Grenzwert: Zuchtlachs darf mehr Pestizid Endosulfan enthalten

Das Pestizid Endosulfan wirkt negativ auf das Hormonsystem. Das Gift wird für hunderte Missbildungen und Erkrankungen in Südwestindien verantwortlich gemacht und soll zudem Schuld am großen Fischsterben im Rhein gewesen sein. Endosulfan hat nicht nur eine toxische Wirkung auf Insekten, das Pestizid beeinflusst auch die Fortpflanzungsfähigkeit bei Menschen und die Entwicklung bei menschlichen Föten. Deshalb ist der Einsatz des Gifts in 80 Ländern der Welt verboten. Seit 2011 steht das Pestizid auf der Liste der Stockholmer Konvention. Damit tritt stufenweise ein weltweites Herstellungs- und Anwendungsverbot in Kraft. Trotzdem erhöhte die Europäische Kommission 2013 den Grenzwert für Endosulfan in Zuchtlachsen auf das Zehnfache. Statt 0,005 Milligramm dürfen nun 0,05 Milligramm in einem Kilogramm Fisch enthalten sein. Das ist vor allem im Interesse Norwegens, das der größte Zuchtlachsexporteur der Welt ist. Die nationale Lebensmittelbehörde "Mattilsynet" sprach in einer Aussendung davon, dass die Anhebung des Grenzwertes von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Zuchtindustrie ist.[40] Für die Gesundheit der Konsumenten habe dieser Schritt keine Auswirkung. Die akzeptable Tagesdosis liegt laut Weltgesundheitsorganisation bei 0,006 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Das würde bedeuten, dass ein 15 Kilogramm schweres Kind bedenkenlos 0,08 Milligramm zu sich nehmen könnte, ein erwachsener Mensch mit 60 Kilogramm sogar 0,36 Milligramm. Selbst wenn der Fisch tatsächlich mit 0,05 Milligramm pro Kilogramm belastet wäre, könnte dieser Erwachsene 7,2 Kilogramm Fisch pro Tag essen.[41] Trotzdem nennt es Waltraud Novak von Global 2000 einen Schlag ins Gesicht, dass der Grenzwert angehoben wurde. Die Leiterin des Pestizidreduktionsprogramms verweist auf Studien, wonach Endosulfann in Verdacht steht, ein Endokriner Disruptor zu sein. Diese Stoffe wirken wie Hormone und können dadurch das Gleichgewicht des Hormonsystems von Säugetieren stören. Gemäß Information auf Wikipedia ist Endosulfan eines der giftigsten Pestizide, die heute noch auf dem Markt sind. Es ist eine östrogen wirkende Verbindung, welche dadurch die Fortpflanzungsfähigkeit beeinflusst und Entwicklungsstörungen bei Föten von Tieren und Menschen verursachen kann. Ein Krebsrisiko wird diskutiert.[42] Laut [43] ist ein Krebsrisiko noch nicht ausreichend erforscht.

Schweiz: Grenzwerterhöhung für bedenkliches, verbotenes Insektizid für Zuchtlachs & Forellen

Die Schweiz erlaubt seit 1.Juli 2013 wie die EU zehnmal mehr hormonaktive Endosulfane als bisher. Ein Erfolg der Zuchtlachs-Lobby.

Besonders für Schwangere und Kinder sei Zuchtlachs «gefährlich», wenn er mit Endosulfan belastet ist, sagt Jérome Ruzzin, Forscher an der norwegischen Universität Bergen. Die massive Erhöhung der erlaubten Rückstände im Futtermittel stellt der Biologe in Zusammenhang mit andern Schadstoffen: «Das Niveau von Umweltgiften im Zuchtlachs ist im Verhältnis zu andern Lebensmitteln so hoch, dass man etwas unternehmen muss.»[44]

Mit dem hormonaktiven Insektizid Endosulfan ist nicht zu spassen. Dieser Schadstoff gehört wie DDT, Dioxine oder PCB zu den chemischen Verbindungen, die sich nur schwer und sehr langsam abbauen, in Organen von Tieren und Menschen anreichern, krebsfördernd sind und den Hormonhaushalt und die Fortpflanzung von Tieren und Menschen stören.

Vor zwei Jahren haben 172 Staaten der sogenannten «Stockholmer Konvention zum Verbot von persistenten organischen Schadstoffen» einstimmig beschlossen, Endosulfan auf die Verbotsliste aufzunehmen. In der EU ist die Anwendung dieses Insektizids in der Landwirtschaft seit längerem verboten, in der Schweiz seit Mitte 2009.

Fischsterben in der Schweiz

Die Schweiz hat schon vor 25 Jahren schlechte Erfahrungen gemacht. Im Grenzgebiet zwischen den Kantonen Bern und Luzern fand auf einer Strecke von sechs Kilometern ein grosses Fischsterben statt, weil Endosulfan ins Wasser gelangte. Die Bauern, die das Insektizid gespritzt hatten, kamen ungeschoren davon, weil Endosulfan damals zugelassen war.

Trotz dieser trüben Erfahrungen mit Endosulfan und der Ächtung durch die Stockholmer Konvention hat die EU den Endosulfan-Grenzwert von 0,005 auf 0,05 Milligramm pro Kilo um das Zehnfache erhöht. Der neue Grenzwert gilt für die Zucht aller lachsartigen Fische, also auch für Forellen. Die Schweiz habe die Grenzwerte per 1. Juli 2013 «der EU angepasst», teilt das Bundesamt für Landwirtschaft mit.

Den massiv erhöhten Grenzwert rechtfertigt die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA damit, dass belastetes pflanzliches Futter aus Lateinamerika sonst nicht verwendet werden könne. Das Umstellen auf pflanzliche Futtermittel sei erwünscht, «um die Umweltbilanz aufzubessern». Denn ohne pflanzliche Nahrung brauche man als Futter für ein einziges Kilo Zuchtlachs mehrere Kilo kleine Wildfische. Diese fehlen dann den grösseren Fischen im Meer.[44]

Weniger gesund

Pflanzliche Nahrung hat indessen auch einen Nachteil: Der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, die als besonders gesund für Herz und Kreislauf gelten, ist in Lachsen vor allem deshalb so hoch, weil sich Lachse im offenen Meer von kleinen Fischen und Meerestieren ernähren. Zum Teil pflanzlich gemästete Zuchtlachse enthalten nur noch halb so viele Omega-3-Fettsäuren wie Wildlachs, erklärt der Osloer Professor und Herzspezialist Harald Arnesen. Doch die Bestände an Wildlachsen sind infolge Überfischung stark dezimiert.

Die Zuchtlachsindustrie sprach von grossem Fortschritt, als es gelang, die Lachse vermehrt mit pflanzlichen Futtermitteln zu mästen. Diese kaufen die Norweger und Schotten vorwiegend in Südamerika ein. Weil die dortigen Monokulturen weiterhin mit Endosulfan versprüht werden, konnten die europäischen Grenzwerte nicht eingehalten werden. Jetzt habe die «Lobbyarbeit der norwegischen Aquakulturbranche»die EU beeinflusst, die erlaubten Rückstände um das Zehnfache zu erhöhen, berichtet die deutsche taz.

Akzeptable Tagesdosis von Endosulfan

Die norwegische Lebensmittelbehörde Mattilsynet verteidigt den Entscheid: Es müsse ein Mensch täglich sieben Kilo Zuchtlachs essen, um auf die nicht mehr akzeptable Tagesdosis zu kommen, welche die Weltgesundheitsorganisation festgelegt hat. Dies akzeptable Tagesdosis ADI ist allerdings ein Kompromiss zwischen wirtschaftlichen Interessen und gesundheitlichen Risiken:

• Die Tagesdosis berücksichtigt nicht, dass das Zusammenwirken mehrerer Pestizid- und anderer Schadstoffrückstände die Risiken potenziert. Lachsfilets enthalten auch Rückstände von PCB oder von Abbauprodukten von DDT, wie Ruzzin und US-Wissenschaftler im Jahr 2010 feststellten.

• Bei hormonaktiven Stoffen gibt es wie bei Krebserregern keine risikofreie Dosis. Der Spruch von Paracelsus gilt bei diesen Substanzen nicht. Zudem reichert sich Endosulfan im Laufe der Zeit im Körper an.

• Die EU und die Schweiz berücksichtigen die Risiken nicht, welche das Anwenden von Endosulfan für die Gesundheit der Tiere und Menschen in Südamerika hat. Nicht ohne Grund ist die Anwendung in Europa verboten.

Das Bundesamt für Gesundheit hat für Zuchtlachse und Zuchtforellen im Laden keinen Grenzwert für Endosulfan-Rückstände festgelegt. Die Umweltorganisationen WWF und «Fair-Fish» empfehlen den Konsumentinnen und Konsumenten, nur selten wilde Meeresfische und auch nur wenig Meerfische aus zertifizierter Zucht zu essen, und stattdessen einheimische Fische zu bevorzugen.[44]

Können mehr als 3g Omega-3-Fettsäuren pro Tag über einen langen Zeitraum schädlich sein?

Eine kurzfristige Überdosis spielt dabei keine Rolle, sondern es geht ausschließlich um eine langfristige Überdosierung an Omega 3 Fettsäuren mit mehr als 3g/Tag. In [45] werden folgende mögliche Folgen von Überdosierungen erwähnt:

  • In erster Linie kommt es nach einer Überdosierung zu Problemen im Magen-Darm-Bereich.
  • Es kann bei älteren Menschen zu einer Schwächung des Immunsystems kommen.
  • Der Cholesterinspiegel kann ansteigen
  • Wenn man zu Blutungen neigt, dann werden die Omega-3-Fettsäuren dies noch zusätzlich fördern, da sie die Fließeigenschaften des Blutes optimieren.
  • Diabetiker können Schwierigkeiten bei der Einstellung ihres Blutzuckers haben.
  • Wenn Kinder zu früh solch hohe Dosen an Omega 3 Fettsäuren erhalten, können sie später zu Fettleibigkeit und hohem Blutdruck neigen.
  • Wenn jemand bereits einen Herzinfarkt erlitten hat, so besteht das Risiko dass irgendwann ein zweiter folgt, oder dass der plötzliche Herztod eintritt.
  • Hohe Fischöl-Dosis über 3000 mg/Tag aus Meeresfisch könnte das Prostatakrebs-Risiko erhöhen [39], wobei noch ungeklärt ist, ob dafür das Meeresfischöl selbst oder die in Meeresfisch enthaltenen Schwermetalle oder teilweise verdorbener oder fallweise qualitativ schlechter Meeresfisch als Ursache zu sehen ist.

Weitere Informationen

Feedback und Information zu ähnlichen Themen

Einzelnachweise

  1. Deutsche Gesellschaft für Fettwissenschaft: Fettsäurezusammensetzung wichtiger pflanzlicher und tierischer Speisefette und -öle (PDF)
  2. Olionatura.de: Sacha Inchi-Öl - Plukenetia Volubilis (Inca Peanut) Oil
  3. 3,0 3,1 3,2 D.Hack, B.Herbinger & J.Rechthaler: OMEGA-3-FETTSÄUREN IN ALPEN- UND WILDLACHSFILETS (GC-MS ANALYSE),
    Fachhochschule Wiener Neustadt – Studiengang Biotechnische Verfahren, FHWN-Tulln, Österreich, PDF-Datei mit 6 Seiten & 153kB
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 4,5 4,6 Wo sind Omega-3-Fettsäuren enthalten? vom Arbeitskreis Omega-3 e.V.
  5. Farmed salmon retains good fats: Per 100 grams of wild salmon the results were 0.78 grams omega-3 fatty acids, 0.26 grams of EPA and 0.52 grams of DHA.
  6. Domingo JL, et al.: Benefits and risks of fish consumption Part I. A quantitative analysis of the intake of omega-3 fatty acids and chemical contaminants. Toxicology, 2007;230:219.
  7. Doughman SD, Krupanidhi S, Sanjeevi CB: Omega-3 fatty acids for nutrition and medicine: considering microalgae oil as a vegetarian source of EPA and DHA. In: Curr Diabetes Rev. 3, Nr. 3, August 2007, S. 198–203. PMID 18220672.
  8. Yongmanitchai W, Ward OP: Growth of and omega-3 fatty acid production by Phaeodactylum tricornutum under different culture conditions. In: Appl. Environ. Microbiol.. 57, Nr. 2, Februar 1991, S. 419–25. PMID 2014989. Volltext bei PMC: 182726.
  9. Sayanova OV, Napier JA: Eicosapentaenoic acid: biosynthetic routes and the potential for synthesis in transgenic plants. In: Phytochemistry. 65, Nr. 2, Januar 2004, S. 147–58. PMID 14732274.
  10. Cheng B, Wu G, Vrinten P, Falk K, Bauer J, Qiu X: Towards the production of high levels of eicosapentaenoic acid in transgenic plants: the effects of different host species, genes and promoters. In: Transgenic Res.. 19, Nr. 2, April 2010, S. 221–9. DOI:10.1007/s11248-009-9302-z. PMID 19582587.
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  12. 12,0 12,1 12,2 C von Schacky: Omega-3's and cardiovascular disease: an update for 2007.. Curr Op Nutr Metab Care, 10:129-35
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  15. Kathi Dittrich: Omega-3-Fettsäuren - Fischöl besser als Pflanzenöl? In: UGB-Forum 3/00, S. 150–153
  16. Tom Saldeen, Allt om Omega-3, Swede Health Press 2006.
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Weblinks