Knochenmarködem

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Klassifikation nach ICD-10
R60 Ödem,
anderenorts nicht klassifiziert
R60.0 Umschriebenes Ödem
R60.1 Generalisiertes Ödem
R60.9 Ödem,
nicht näher bezeichnet
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Inhaltsverzeichnis

Synonyme

Bone bruise; Transitorisches Knochenmarködem; Transiente Osteoporose; Spongiosaödem; Englischer Begriff: Bone marrow edema. Weitere Suchbegriffe: Knochenmarksödem; Knochenödem; Femurödem; Knieödem; Hüftknochenödem; Oberschenkelknochenödem; Oberschenkelknorrenödem; Knochensubstanzödem; Als Substantia spongiosa (von lat. spongia „Schwamm“) oder auch Spongiosa wird eine Erscheinungsform der Knochensubstanz bezeichnet. Es handelt sich um ein schwammartig aufgebautes System aus feinen Knochenbälkchen (Trabekeln). Die Spongiosa liegt im Inneren der Knochen und wird nach außen hin von der Kortikalis (Substantia compacta) umhüllt. In den Hohlräumen des von den Spongiosabälkchen gebildeten „Schwammes“ befindet sich das Knochenmark.

Definition und Vorkommen

Vermehrte Wasseransammlung im Knochen, die sich durch eine Signalanhebung (hellere Darstellung) in den wassersensitiven Sequenzen der Kernspintomographie (MRT) zeigt und auf einer Ödem- oder Hämatombildung im Knochen beruht. Als Knochenmarködem oder „Knochenmarködem-Syndrom (KMÖS)“, wird eine schmerzhafte Erkrankung meist des Femurkondyls unmittelbar über dem Kniegelenk, seltener der Hüfte oder noch seltener auch anderer Knochen bezeichnet, deren Ursache bislang nicht geklärt wurde. Der Begriff Transiente Osteoporose, auch „transitorische Osteoporose“ wird im angloamerikanischen Sprachraum oft für das Knochenmarködem verwendet. Die Transiente Osteoporose ist eine zeitlich begrenzte Form des Knochenmarködems, welche nie chronisch wird. Das klassische Leitsymptom der transienten Osteoporose ist ein spontaner Schmerz im Bereich der Hüftgelenke oder im Kniebereich. Während im Röntgenbild oft kein krankhafter Befund sichtbar ist, kann die Diagnose mit der Magnetresonanztomographie (MRT) meist zuverlässig gestellt werden.

Die transiente Osteoporose betrifft Männer im mittleren Lebensalter, und deutlich seltener Frauen, sie wird bei unbekannter Ätiologie auch als "idiopathisches" Knochenmarködemsyndrom (KMÖS) bezeichnet. Daneben kann eine transiente Osteoporose sekundär auftreten:

Befund

Klinisch zeigen die Patienten akute langsam zunehmende Belastungsschmerzen und Leistenschmerzen mit einem hinkenden Gangbild, jedoch selten Nacht- oder Ruheschmerzen. Meist sind Abduktion, Flexion und Innenrotation leicht eingeschränkt, wobei die Bewegungseinschränkung deutlich geringer ist, als die funktionelle Behinderung und Schmerzen erwarten lassen.

Blutuntersuchungen bleiben negativ, ohne erhöhte Entzündungswerte (CRP, Blutsenkungsgeschwindigkeit). Die Rheuma-Serologie ist ebenfalls negativ.

Beim primären KMÖ (KMÖS, Knochenmarkkontusion, Mikrofrakturen und Stress-KMÖ) ist das Nativröntgen unauffällig, da eine Osteopenie erst ab etwa 40 % Verlust an Knochendichte des Knochenmarks im Röntgen sichtbar wird. Gelegentlich kann sich nach 4–6 Wochen lediglich eine fokale Osteopenie („transiente Osteoporose“) zeigen. Bei allen anderen handelt es sich um sekundäre KMÖ, die die mehr oder weniger charakteristischen Veränderungen der Grundkrankheit zeigen.

Sowohl die Diagnose als auch die Differentialdiagnose mit einer Abgrenzung zu einer Osteonekrose können am besten mit der MRT gestellt werden. Auch die Szintigraphie zeigt typische Veränderungen an der Hüfte mit Hyperämie und einer vermehrten ossären Aktivität sowie ohne eine Aussparung (cold defect) im Hüftkopf, was eine Osteonekrose ausschließt. Im MRT-Befund zeigt sich in der Regel ein Knochenmarködem im Hüftkopf und im Oberschenkelhals bis hinunter zur intertrochantären Region, wo der Ödembereich scharf abgegrenzt ist. Diese Ausdehnung und scharfe Begrenzung ist typisch und grenzt die transiente Osteoporose ebenso wie eine fehlende Nekrosezone und fehlende subchondrale Veränderung von einer Hüftkopfnekrose ab. [1]

Knochenmarködeme nach betroffenen Skelettarealen

Zwischen 2006 und 2008 wurden gemäß [2]130 Patienten mit KMÖ im "Osteoporosezentrum München am Dom" wegen Knochenmarksödemen aufgeschlüsselt nach der Reihenfolge der Häufigkeit, behandelt:

  1. Kniegelenk (insbesondere medialer Femurkondylus, Tibiaplateau und Kniescheibe)
  2. Sprunggelenk und Mittelfuß (insbesondere Talusschulter, Os naviculare und Fersenbein)
  3. Femurkopf (insbesondere nach Schwangerschaft und als Frühform)

Entstehung (Ätiologie)

Die Ursachen von Knochenmarködemen sind derzeit nicht sicher. Es ist auch nicht sicher, ob die Ursachen ähnlich zu sehen sind wie bei den Ödemen im weiteren Sinn:

Ursachen von Ödemen im weiteren Sinn

Das Ödem oder die „Wassersucht“ ist eine Schwellung des Gewebes aufgrund einer Einlagerung von Flüssigkeit aus dem Gefäßsystem. Wird die Flüssigkeit im Gewebe nicht ausreichend über die Lymphbahnen abgeführt, so nennt man dieses ein Lymphödem. Weiterhin kommt es zum Ödem, wenn die Konzentration von Bluteiweißen (Albuminen) abnimmt (Hypalbuminämie). Durch entzündliche oder allergische Prozesse kann es zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Kapillaren kommen. Auch Medikamente (z. B. Kortison, Antidepressiva oder Calciumantagonisten) können zur Ödementstehung beitragen. Ödeme können auch hormonell verursacht sein. Eine weitere Ursache ist eine langanhaltende Belastung durch ausschließliches Sitzen oder Stehen (orthostatisches Ödem), vor allem wenn dies mit reduzierter Bewegung verbunden ist und das Gewebewasser nicht mehr durch die Muskelpumpe abtransportiert werden kann. Auch Störungen der Mikrozirkulation können zu Ödemen führen.

Typen von Knochenmarködemen nach der Ätiologie

Nach [2] bzw. Hofmann et al. (2006) wird das KMÖ im Jahr 2011 ätiologisch in drei klinische Gruppen (plus 2 Zusatzgruppen) unterteilt:
  • Ischämisches KMÖ (Osteonekrose, Osteochondrosis dissecans, Morbus Ahlbäck und CRPS)
Eine Ischämie ist eine Minderdurchblutung oder ein vollständiger Durchblutungsausfall eines Gewebes (bzw. eines ganzen Organs).
  • Mechanisches KMÖ (Kontusionen, Mikro- und Stressfrakturen, „bone bruise“)
  • Reaktives KMÖ (Arthrose und Tumore)
  • Idiopathische Form ohne Nachweis eines Gelenkschadens
  • KMÖ im Femurbereich nach einer Schwangerschaft.
Aufgeschlüsselt nach der Ätiologie lagen bei den Studienteilnehmern einer Studie aus München [2] folgende KMÖ-Typen vor:
  • ischämisches KMÖ (n = 45)
  • mechanisches KMÖ (n = 36)
  • reaktives KMÖ (n = 19)
  • idiopathisches KMÖ (n = 22)
  • schwangerschaftsassoziiertes KMÖ (n = 8)

Denkbare Ursachen, welche auf sich auf die Wirksamkeit der Ilomedin-Therapie stützen

In der orthopädischen Fachwelt ist die Wirksamkeit der Ilomedin-Therapie derzeit nicht so klar mit Placebo-kontrollierten Doppelblindstudien belegt, dass diese bei orthopädischen Indikationen eine zugelassene Therapie wäre. Die Zulassungsanträge der Pharmaunternehmen bei den Arzneimittelbehörden für neue Arzneimittel sind aus verschiedenen Gründen nicht nur bei Ilomedin, sondern oft auch bei vielen anderen Arzneimitteln sehr eng gefasst und Anträge auf Erweiterung bestehender Zulassungen sind selten. Ein wichtiger Grund dafür liegt in den hohen Kosten für die geforderten klinischen Prüfungen. Die Gesetzgeber in Deutschland und Europa versuchen gegenwärtig, dieser Entwicklung durch vereinfachte Zulassungsregelungen oder wirtschaftliche Anreize, beispielsweise eine verlängerte Schutzfrist bei Zulassung für Kinder, entgegenzuwirken. In vielen medizinischen Gebieten, vor allem der Kinderheilkunde und der Onkologie, wird ein Großteil der Medikamente off-label angewendet. Dr. Nicolas Aigner vom Orthopädischen Spital Wien-Speising schreibt in [3] dass auch Ilomedin bei orthopädischen Indikationen den Zulassungsstatus "off label use" hat. In den meisten mit Knochenmarködemen sehr erfahrenen Krankenhäusern und von den meisten damit erfahrenen Orthopäden in Oberösterreich und in Wien-Speising (Österreich) wird im Jahr 2012 jedoch die Ilomedin-Infusion stationär über 5 Tage als Standardtherapie angewendet, was vermuten lässt, dass die anwendenden Orthopäden mit der bereits seit 2002 angewendeten Ilomedin-Therapie bessere Erfahrungen haben als mit (ausschließlich) anderen Methoden, wie z.B. mit der konsequent angewendeten Entlastungstherapie. Unter der im Jahr 2012 wahrscheinlichen, jedoch noch nicht ganz abgesicherten Prämisse, dass die Ilomedin-Infusionstherapie Knochenmarködeme zumindest kurzfristig zum Verschwinden bringen kann, ergeben sich daraus logischerweise auch Schlussfolgerungen auf mögliche (Mit-)Ursachen von Knochenmarködemen, welche von einer zu geringen körpereigenen Prostaglandinbildung der von KMÖ's betroffenen Patienten ausgehen. Bei Iloprost (Ilomedin®, Schering AG, Germany) handelt es sich nämlich um ein stabiles Analogon des körpereigenen Prostazyklins bzw. Prostacyclins (Prostaglandin I2 oder PGI2). Der Körper sollte normalerweise von selbst ausreichend Prostaglandin I2 aus der Arachidonsäure bzw. den aus den Omega-6-Fettsäuren der Nahrung bilden. Kommt es zu einem Knochenmarködem, so stellt sich die Frage, warum der Körper nicht ausreichend Prostaglandin I2 aus den Omega-Fettsäuren der Nahrung bildet. Denkbar wäre z.B., dass zu wenig Omega-Säuren mit der Nahrung zugeführt wurden oder Prostaglandin I2 im Körper durch Medikamente reduziert wird.

Was ist Prostacyclin und wie wird es im Körper gebildet?

Prostacyclin (oder Synonym: Prostaglandin I2, kurz PGI2) gehört zu der Gruppe der Serie-2-Prostaglandine, dies sind die entzündungsfördernden Prostaglandine aus der Arachidonsäure. Prostacyclin wird in Endothelzellen mit Hilfe der Prostacyclinsynthase aus dem Prostaglandin PGH2 aus der Arachidonsäure gebildet. Arachidonsäure findet sich in zahlreichen Lebensmitteln. Besonders hoch ist ihr Anteil in Schweineschmalz (1700 mg pro 100 g), Schweineleber (870 mg pro 100 g), Eigelb (297 mg pro 100 g), Thunfisch (280 mg pro 100 g) und Leberwurst (230 mg pro 100 g). Arachidonsäure wird in jedem tierischen Organismus aus der essentiellen Omega-6-Fettsäure Linolsäure über die Zwischenstufen γ-Linolensäure (GLA) und Dihomo-γ-linolensäure (DGLA) synthetisiert oder über die Nahrung aufgenommen. Prostacyclin ist der stärkste endogene Thrombozytenaggregationshemmer, unwissenschaftlich ausgedrückt bewirkt es eine Blutverdünnung bzw. Durchblutungsförderung, worauf auch die Wirksamkeit der Ilomedin-Infusionstherapie beruht. Durch die blutverdünnende Wirkung kann es während der Ilomedin-Infusion auch leichter als normal zu Nasenbluten kommen. Ilomedin ist ein Prostacyclin-Analogon. Würde man Prostacyclin durch Änderung der Ernährung auf Dauer erhöhen wollen, so hätte das den Nachteil, dass man z.B. durch Ernährung mit mehr Schweinefett das Verhältnis von Omega-6-Fettsäuren/Omega-3-Fettsäuren auf Werte von weit über den Idealwert 5 erhöhen würde, und damit das Risiko von Entzündungen erhöhen würde. Es ist demnach ratsam, die kurzfristige Thrombozyten-aggregationshemmende und durchblutungsfördernede Wirkung der Ilomedin-Therapie auf Dauer dadurch nachhaltig sicherzustellen, dass man versucht, den Omega-3-Index im Blut von Werten unter 8% auf 9.5 bis 11% zu erhöhen. Omega-3-Fettsäuren haben im Unterschied zu Omega-6-Fettsäuren wie der Arachidonsäure eine ganze Fülle positiver Wirkungen, welche auch darauf beruhen, dass Omega-3-Fettsäuren wie Prostacyclin eine Wirkung als Thrombozytenaggregationshemmer haben, also auch eine Blutverdünnung bzw. Durchblutungsförderung bewirken. Das Volk der Inuits mit besonders hohem Omega-3-Index hat daher auch oft Nasenbluten. Falls diese Hypothese stimmt, so müsste es eigentlich in Ländern mit sehr hohem Omega-3-Index im Blut der Durchschnittsbevölkerung (Inuits bzw. Eskimos oder bei den Japanern) deutlich weniger Knochenmarködeme je Million Einwohner geben, als in Binnenländern, wie Österreich, welche nicht von Meer umgeben sind, und wo demnach weniger Fisch, welcher reich an Omega-3-Fettsäuren ist, konsumiert wird. Es ist zu hoffen, dass möglichst bald derartige Statistiken und Studien mit Klärung des Zusammenhangs von Omega-3-Index im Blut zur Häufigkeit von Knochenmarködemerkrankungen erstellt werden.

Schmerzmittel, welche die Prostaglandine im Körper hemmen

Bekannt sind Schmerzmittelnebenwirkungen, welche zu Ödemen und dabei möglicherweise auch zu Knochenmarködemen führen können. Beispielsweise sind Ödeme eine bekannte Nebenwirkung der meisten Schmerzmittel, welche auf einer Hemmung der Prostaglandinsynthese beruhen, wie dies beispielsweise bei Ibuprofen bekannt ist und auch dort deutlich im Beipacktext vermerkt ist. [4] Es gibt jedoch auch Schmerzmittel, deren Wirkung nicht auf der Prostaglandinhemmung beruht, wie z.B. alle Opioide[5].

Finasterid, welches die Prostaglandine im Körper hemmt

Finasterid wird zu 1mg/Tag gegen Haarausfall verwendet und zu 5mg/Tag gegen Prostatavergrößerung (Proscar). Die Ursache von männlichem Haarausfall ist Prostaglandin D2, ein Schwester-Prostaglandin zu Prostaglndin I2 (PGI2 = Ilomedin). Beide werden aus Prostaglandin H2 (PGH2) gebildet. Finsterid reduziert Prostaglandin im Körper.

Zu wenig Omega-3-Fettsäuren (und Omega-6-Fettsäuren) in der Ernährung

Da Prostacyclin als ein eigentlich im Körper wegen Schmerzverursachung unerwünschtes Prostaglandin der Serie 2 im Fettstoffwechsel vor allem aus den Omega-6-Fettsäuren gebildet wird, und zwar aus der Arachidonsäure, sollte bei KMÖ-Patienten die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren mit ähnlicher Durchblutungs-fördernder Wirkung wie Prostacyclin und (nur) im Fall von zu wenig Omega-6-Fettsäuren im Blut auch die Omega-6-Fettsäuren in der Ernährung forciert werden, zumindest solange das Knochenmarködem nicht verschwunden ist. Arachidonsäure wird in jedem tierischen Organismus aus der essentiellen Omega-6-Fettsäure Linolsäure über die Zwischenstufen γ-Linolensäure (GLA) und Dihomo-γ-linolensäure (DGLA) synthetisiert oder über die Nahrung aufgenommen. Das ansonsten empfohlene Meiden der Arachidonsäure in der Ernährung wegen der entzündungsfördernden Wirkung ist bei Verdacht auf zu wenig Prostacyclinbildung im Körper und niedrigem CRP-Wert im Blutbild zu hinterfragen. Die Arachidonsäure sollte im Bereich 184-287 mg/l, die Omega-6-Fettsäuren im Bereich 600-1100 mg/l liegen. Normal werden niedrige Arachidonsäure- und Omega-6-Fettsäure-Pegel im Fettsäuren-Profil angestrebt, um das Herz-Kreislauf-Risiko und Demenz-Risiko gering zu halten. Falls jedoch die Arachidonsäure unter 184 mg/l bzw. die Omega-6-Fettsäure-Pegel unter 600 mg/l liegen sollten, so sollten KMÖ-Patienten durchaus etwas höhere Omega-6-Fettsäure-Pegel durch eine vorübergehende Ernährungsumstellung anstreben. Auf Dauer sollte durch Änderung der Ernährung jedoch der Omega-3-Index erhöht werden, was in der Wirkung als Thrombozytenaggregationshemmer ähnlich ist wie Prostacyclin, jedoch im Unterschied zur Prostacyclin-Erhöhung aus der Arachidonsäure (z.B. durch höheren Schweineschmalzkonsum) nur positive Nebenwirkungen hat. Während die Ilomedin- bzw. Prostacyclin-Infusion den Nachteil hat, dass diese einen 5-tägigen Krankenhausaufenthalt erfordert, Kopfschmerzen verursacht und nur zeitlich befristet wirken kann, kann man mit einer Omega-3-Fettsäuren-reicheren Ernährung eine ähnlich positive Wirkung wie mit Ilomedin auf Dauer erreichen und so auch verhindern, dass KMÖ-Rezidive entstehen, was bei ausschließlicher Ilomedin-Therapie ohne Ernährungsumstellung leider sehr häufig vorkommt.

Zu hohe Cortisolspiegel im Blut oder langjährige Kortisonbehandlung

Hohe langjährige Cortisolspiegel im Blutbefund wirken Prostaglandin-hemmend und werden heute als (Mit-)Ursachen von Knochenmarködemen und deren fallweiser Folgeerkrankung Morbus Ahlbäck diskutiert: Als Ursache von Morbus Ahlbäck wird eine lokale Durchblutungsstörung diskutiert und es wird ein Zusammenhang mit langfristiger Cortisoneinnahme angenommen.

Denkbare Ursachen gemäß Schilderungen von Patienten mit KMÖ über dem Knie

KMÖ-Patienten äußerten selbst folgende Verdachtsmomente von eventuellen Auslösern für Knochenmarködeme am Femurkondyl (Oberschenkelknochen über dem Knie):

  • Jahrelange Wirbelsäulengymnastik (z.B. nach Bandscheibenvorfall) mit dem Vierfüßlerstand auf den Knieen auf möglicherweise zu hartem Untergrund, was zu einer zu hohen Kniebelastung geführt haben könnte.
  • Jahrelange intensive Gartenarbeit oder berufliche Tätigkeit mit zu oft knieender Haltung auf zu hartem Untergrund
  • Ein Insekten- oder Zeckenstich bis zu 3 Jahre vor dem KMÖ , welcher eine Lyme-Borreliose auslöste. Die Übertragung erfolgt vor allem durch den Holzbock (Ixodes ricinus), eine Zeckenart; sehr selten auch durch Stechmücken oder Pferdebremsen. Der Erreger der Lyme-Borreliose ist weltweit verbreitet. In Deutschland gibt es ein Süd-Nordgefälle bei der Durchseuchung des Holzbocks. Während in den nördlichen Bundesländern die Zeckenpopulationen nur zu etwa 6 bis 10 Prozent mit Borrelien durchseucht sein sollen, liegt die Durchseuchungsrate im süd- und mitteldeutschen Raum deutlich höher. Regional kann auch jede zweite Zecke Borrelienüberträger sein. In Deutschland ist die Inzidenz (Zahl der in einer Bevölkerung neu auftretender Erkrankungen pro Jahr) über 30 Fälle pro 100.000 Einwohner, wobei einzelne Landkreise Inzidenzen über 150 aufwiesen (zum Vergleich: übersteigt in einem Landkreis die Inzidenz für FSME im 5-Jahres-Schnitt den Wert von 1,0 pro 100.000 Einwohner, so wird er vom RKI als FSME-Risikogebiet definiert, was auf Östereich eindeutig zutrifft. Für Österreich werden Inzidenzen zwischen 135 und 300 pro 100.000 Einwohner angegeben, für die Schweiz zwischen 25 und 30,4.
  • Auslöser aus eigener Sicht eines Patienten mit KMÖ über dem Knie war exzessives Treppensteigen in einem Hochhaus-Bürogebäude als Kreislauftraining ("Fitness-Studio Treppenhaus"). Er ging jeden Tag 3-4 mal in den 7. Stock rauf und runter. Nach 2 Wochen stellten sich Schmerzen ein, nach 3 Wochen wurde ein Knochenmarködem im Femur-Condyl über dem Knie diagnostiziert.
  • Langjährig extremes Übergewicht mit Body-Mass-Index über 40. Dies belastet naturgemäß die Knie und den Knochen mehr als Normalgewicht.
  • Vorangegangener Herzinfarkt (bzw. extremer Stress) in den letzten Jahren, falls das mit langjährig zu hohem Cortisolspiegel im Blut zusammenhängt. Zu hohe Cortisolspiegel im Blut (auch durch langjährige Kortisonbehandlung) stehen im Verdacht, Morbus Ahlbäck auslösen zu können.

Marathonlauf als Ursache von Knochenmarködemen

Auf Internetforen für Marathonläufer, Halbmarathonteilnehmer oder Ironman-Vorbereitung wird besonders häufig über Knochenmarksödeme berichtet. Im Artikel [6] wird über deutliche Zusammenhänge zwischen Belastungen durch Marathonlaufteilnahme und dem Entstehen von Knochenmarködemen berichtet: "Anhand einer Untersuchung beim Melbourne-Marathon 1986 an 5223 Teilnehmern gaben 63% Schmerzen nach dem Marathon-Lauf an. Als weitere Risikofaktoren auch für die Knochenmarködeme kommen exzentrische (Trainingsvolumen und -intensität, Oberflächenbeschaffenheit des Bodens, Schuhwerk) und intrinsische (Fuß-Fehlformen, Beinlängendifferenz) Risikofaktoren in Frage. Eine Form der ossären Reaktionen sind Stressfrakturen, viel entscheidender und vielleicht für die zukünftige Entwicklung eines Gelenkes in Richtung Arthrose ausschlaggebend sind stressinduzierte Knochenmarködeme, die durch die Belastung eines einzigen Marathon-Laufes bereits ausgelöst werden können. Normalerweise reagiert das Knochengewebe auf vermehrte Belastung mit Umbauvorgängen (Remodeling). Durch Verdickung der Corticalis und Umorganisation der trabekulären Strukturen adaptiert sich das Knochengewebe an die vermehrte Beanspruchung. Voraussetzung für eine suffiziente Adaptation des Knochengewebes sind entsprechende Regenerationsphasen. Bei der Stressfraktur übersteigt die Belastung die individuelle Toleranzschwelle, es tritt im Bereich von mechanischen Spannungsspitzen eine lokale Zirkulationsstörung mit Zellnekrose und vermehrter Osteoklastenaktivität auf. Als Folge der vermehrten Knochenresorption entstehen Mikrofrakturen im Bereich des geschwächten Knochengewebes. Periostale knöcherne Reaktionen in der 4. Woche komplettieren das Bild der Stressfaktur. Durch intraläsionale Messungen von Knochenstoffwechselparametern (Osteocalcin, knochenspezifische alkalische Phosphatase und Kollagen Typ I Metaboliten [ICTP, PINP] konnte eine 4-10-fache Erhöhung des Resorption-Formations-Zyklus bei Patienten mit Knochenmarködem im Kniebereich nachgewiesen werden. Vor allem die Kollagen Typ I Metaboliten (ICTP als Resorptions-und PINP als Formationsmarker) erwiesen sich als verlässliche Parameter zur Quantifizierung gesteigerter Umbauvorgänge. Im Normalfall scheint bei intakter Knorpeloberfläche die Absolvierung einer Marathondistanz keine persistierenden Auswirkungen auf das Signalverhalten der subchondralen Matrix zu haben. Wenn jedoch bereits eine Schädigung des Gelenkknorpels oder eine Meniscusschädigung vorliegt, so konnte in der MRT ein reaktives Knochenmarködem entsprechend der mechanischen Mehrbelastung beobachtet werden. Dieses Ergebnis basiert auf einer Untersuchung von Marathon-Läufern, die vor dem Start, im Anschluss an den Marathon-Lauf und 6-8 Wochen danach MR-tomographisch untersucht wurden. Dabei konnten bei 6 von 8 untersuchten Hobby-Läufern Veränderungen im Sinne einer Knochenmarksreaktion festgestellt werden."

Knochenerweichung, Knochenmasseverlust, Gewebe- und Knorpelschäden durch Aluminium

Für Dr. Daniel Perl, Neuropathologe an der medizinischen Fakultät der University of Vermont, spielt "Calcium- und Magnesiummangel einhergehend mit der steigenden Umweltbelastung mit Aluminium eine Rolle als Verursacher von Alzheimer". Noch weniger bekannt ist, dass sich auch Knochenweiche (Knochenerweichung = Osteomalazie) und Knochenmasseverlust sowie Nieren- und Gewebeschäden (wie z.B. Knorpelschäden, Knorpeldefekte bzw. Chondropathie) häufig auf das Leichtmetall zurückführen lassen. Für die Alzheimer-Prävention und bei Knorpeldefekten bzw. Chondropathie, welche oft als Knorpelabnutzung eingeordnet wird, ist es deshalb entscheidend zu wissen, wie wir den direkten Kontakt mit Aluminium im Alltag einschränken können. Näheres dazu und auch über Kosten und Normalwerte (bei) der Aluminium-Blutanalyse siehe Aluminium im menschlichen Körper in diesem Lexikon und [7][8]. Um bei Knochenmarködemen, Knorpelschäden, Knorpeldefekten bzw. Chondropathie optimale Bedingungen für Knochen und Knorpel zu schaffen, sollte man auch eine Blutanalyse im Hinblick auf Aluminium machen lassen, und im Fall höherer Aluminium-Werte als 10µg/l versuchen, die Ursache zu ergründen und auf Normalwerte zurückzuführen.

Therapie

Klassische Therapiemethoden

Entlastung durch Gehhilfen als die wichtigste unbedingt notwendige Maßnahme

Vollentlastung der Ödemstelle 6 Wochen nach Ilomedin-Infusion
Die Behandlung des primären KMÖS besteht in einer nicht nur teilweisen, sondern vollständigen Entlastung. Den vom KMÖS betroffenen Patienten wird vom Physiotherapeuten bei einer Kurzeinschulung über das richtige entlastende Gehen mit Krücken beim Krankenhausaufenthalt während der Ilomedin-Infusionstherapie aufgetragen, das Knie mit dem Knochenmarködem in den nächsten 6 Wochen nach Abschluss der Ilomedininfusion möglichst lückenlos so zu entlasten, dass unter dem Schuh immer ein Blatt Papier ohne Widerstand durchgezogen werden kann. Das ist deutlich anstrengender als Gehen mit Gehhilfen mit einem Gipsbein, wo das Bein und der Gipsfuß ja immer Gewicht aufnehmen darf. Wenn man das richtig und lückenlos macht, ist man in der Handlungsfähigkeit so eingeschränkt, dass eine Berufsausübung auch bei überwiegend sitzenden Berufen nicht möglich ist. Man hat ja nie eine Hand frei, irgendeinen Gegenstand, Getränke oder auch nur Papier zu tragen.

Vollentlastung mit Krücken kann zu Schulterproblemen und Hämatomen führen
Das völlig entlastete Gehen in der aufgetragenen Art, kann bei nicht völlig glatten Griffen der Krücken zu Blasen an den Handinnenflächen, blauen Druckstellen von den Krücken an den oberen Innenseiten der Unterarme und auch schweren Schulterproblemen führen. Möglicherweise können Blutergüsse (Hämatome, engl. bruise, hematoma, haematoma, effusion of blood) auch im Zusammenhang mit mehrwöchigen Lovenox-Infusionen mit Wirkstoff Enoxaparin-Natrium auch bei KMÖ-Patienten entstehen, welche sonst nie zu rot-blauen Druckstellen neigten. Da die vollständige und konsequente Entlastung über 6 Wochen nach Vergleich mehrerer Krankheitsverläufe, welche dem Autor bekannt sind, den Haupteinfluss darauf darstellt, ob das Ödem zum Abklingen gebracht werden kann, muss diese Zeit auch im Krankenstand möglichst ohne Fahrten außer Haus verbracht werden.

Bei Nekrosegefahr ist Entlastung mit Rollstuhl vorzuziehen
Je mehr der Verdacht besteht, dass Nekrosegefahr im Ödembereich besteht z.B., wenn im MRT-Befund eine "subchondrale Demarkierung" (schwarze Stelle im MRT unter dem Knorpel) oder ein Verdacht auf Morbus Ahlbäck festgestellt wird, um so vollständiger muss die Entlastung sein. Bei Nekrose-Gefahr sollte die Entlastung die ersten 6 Wochen lang unbedingt mit Krankenstand, Fortbewegung im Rollstuhl und völligem Vermeiden von Kuppeln beim Autofahren erfolgen, falls das linke Knie betroffen ist. Die Entlastung mit Krücken ist nie so vollständig wie eine Entlastung mit Rollstuhl. Bei einem KMÖ mit Nekrose-Gefahr am linken Knie sollte der KMÖ-Patient 6 Wochen lang nicht selbst Auto fahren außer mit einem Kfz mit Automatik-Getriebe. Auch das Betätigen des Kupplungspedals beim Autofahren im Stop-and-Go-Verkehr wird dieser notwendigen Entlastung eines Knies mit Knochenmarködem nicht gerecht. Man sollte also 6 Wochen lang auch weitgehend auf das Autolenken verzichten, außer im Fall von KMÖS am linken Knie und Kraftfahrzeugen mit Automatikgetriebe oder, wenn beim Kuppeln, Gas geben oder Aussteigen aus dem Auto kein Schmerz spürbar ist.

Zur Erleichterung dieser Phase empfiehlt sich daher die Verwendung eines Rollstuhls im eigenen Wohnbereich. So hat der Knochenmarködem-Patient zumindest die Hände frei, und vermeidet nicht zu unterschätzende Schulterprobleme, welche durchaus wahrscheinlich sind, wenn man 6 Wochen lang 100% entlastet mit Krücken zu gehen versucht. Bei allen dem Autor bekannten 3 Knochenmarködempatienten, welche nicht 6 Wochen ohne Berufsausübung entlasteten, kam es entweder zu Morbus Ahlbäck mit Nekrose der Ödemstelle und nachfolgender Totalendoprothese (TEP) des Kniegelenks, oder nach Abklingen eines Knochenmarködems zu mehrmals wieder neuen Ödemen meist an wechselnden Stellen, in einem Prozess, welcher selbst nach 12 Monaten noch nicht zum Stillstand kam. Nur bei konsequenter Entlastung mit Krankenstand trotz Angestelltenberuf und Autolenkverzicht über 6 Wochen nach der stationären Ilomedintherapie kamen die Ödeme in einem von 4 bekannten Fällen bis zur Kontroll-MRT 3 Monate nach Beginn der Ilomedin-Infusion völlig zum Abklingen.

Entlastung durch optimal gedämpfte Schuhe oder Schuheinlagen

Gemäß [9] wären bei Knochenmarködem optimal gedämpfte Schuhe oder MBT-Schuhe empfehlenswert, speziell im Anschluss an die 6 Wochen dauernde Vollentlastung. Manche Orthopäden empfehlen auch befristet bis zu einer Knochenmarködemabheilung Schuheinlagen mit ca. 4 mm Höhe auf der Fußaußenseite, falls ein KMÖ am medialen Femurkondyl vorliegt. Der Gewichtsdruck wird so vom kranken auf den gesunden Oberschenkelknorren verlagert.

Schmerztherapie und Physiotherapie

Schmerztherapie mit Analgetika und NSAR sowie Physiotherapie mit dem Ziel, Mikrofrakturen und pathologische Kompressionsfrakturen des weniger belastbaren Knochens zu vermeiden. Die klassiche oft publizierte Therapieform mit NSAR-Schmerzmitteln ist jedoch heute kritisch zu hinterfragen, falls sich ein Mangel des körpereigenen Prostglandin I2 als (Mit-)Ursache des Entstehens von Knochenmarködemen mit ischämischer oder idiopatischer Ätiologie herausstellen sollte. Jedenfalls im Fall der nachweislichen Wirksamkeit der Ilomedin-Therapie muss man davon ausgehen, dass bei Knochenmarködemen mit Prostaglandinmangel als Mitursache Schmerzmittel, welche die Synthese von Prostglandin I2 hemmen, Ödeme (mit-)verursachen können und deren Abklingen verhindern können. Prostaglandin-hemmende Schmerzmittel[5] sollten demnach vermieden werden, solange Knochenmarködeme noch nicht abgeklungen sind. Zur trotzdem erforderlichen Schmerzbeseitung wäre der (zeitlich befristete) Einsatz von Opioiden wie Tramal mit dem Wirkstoff Tramadol statt Prostaglandinhemmern zu überlegen. Die Abwiegung der Vor- und Nachteile einer Medikamentenumstellung muss unbedingt mit Ihrem Arzt oder Apotheker erfolgen.

Therapien ohne nachweisbare Wirkung

  • Calcitonin und Kortison wurden oft eingesetzt, konnten aber in Studien keine nachweisbare Wirkung zeigen. Hohe langdauernde Cortisolspiegel im Blutbefund wirken Prostaglandin-hemmend und werden heute als (Mit-)Ursachen von Knochenmarködemen und deren fallweiser Folgeerkrankung Morbus Ahlbäck diskutiert: Als Ursache von Morbus Ahlbäck wird eine lokale Durchblutungsstörung diskutiert und es wird ein Zusammenhang mit langfristiger Cortisoneinnahme angenommen. Eine Therapie von Knochenmarksödemen mit Kortison erscheint daher aus heutiger Sicht als kontraproduktiv.
  • Die bei der Hüftkopfnekrose durchgeführte chirurgische Entlastungs-Anbohrung des Hüftkopfes ist beim Knochenmarködem am Femurkondyl nicht indiziert.

Nicht offiziell zugelassene Therapiemethoden mit Infusionen

Was bedeutet off-label-use ?

Unter zulassungsüberschreitender Anwendung, engl. off-label use, versteht man die Verordnung eines zugelassenen Fertigarzneimittels außerhalb des in der Zulassung beantragten und von den nationalen oder europäischen Zulassungsbehörden genehmigten Gebrauchs hinsichtlich der Anwendungsgebiete (Indikationen). Die Zulassungsanträge der Pharmaunternehmen bei den Arzneimittelbehörden für neue Arzneimittel sind aus verschiedenen Gründen oftmals sehr eng gefasst und Anträge auf Erweiterung bestehender Zulassungen sind selten. Ein wichtiger Grund dafür liegt in den hohen Kosten für die geforderten klinischen Prüfungen. Die Gesetzgeber in Deutschland und Europa versuchen gegenwärtig, dieser Entwicklung durch vereinfachte Zulassungsregelungen oder wirtschaftliche Anreize, beispielsweise eine verlängerte Schutzfrist bei Zulassung für Kinder, entgegenzuwirken. In vielen medizinischen Gebieten, vor allem der Kinderheilkunde und der Onkologie, wird ein Großteil der Medikamente off-label angewendet. Auch bei der Knochenödembehandlung wird gerne auf Ilomedin zurück gegriffen, das jedoch nur zur zur Behandlung bei anderen Indikationen, z.B. beim Raynaud-Syndrom zugelassen ist. Für viele seltene Indikationen ist überhaupt kein zugelassenes Medikament verfügbar, und in Gebieten mit rasch voranschreitender Forschung hinkt der Zulassungsstatus der Präparate weit hinter den Therapiestandards her.

Ilomedin (Prostaglandin I2) oder Bisphosphonate (Ibandronat)

Gemäß S.12/18 bis S.14/20 der Dissertation von Thorsten Schmidt 2009[10] über Hüftkopfnekrose und Knochenmarködemsyndrom an der Uni Regensburg zeigten neuere Studien, dass die intravenöse Gabe von Iloprost oder Bisphosphonaten (Ibandronat) eine Reduzierung des Knochenmarködems und der Hüftkopfnekrose bzw. Femurkopfnekrose erreichen kann. Unter Gabe dieser Medikamente kam es zu einer deutlichen Symptomverbesserung als auch radiologischen Verbesserung.(Siehe Literaturstellen 3, 13, 37, 40, 54, 56 ab Seite 50 der Dissertation [10]). Grundlage und Ziel der medikamentösen Therapie ist ebenfalls eine Reperfusion bzw. Verbesserung und Entstörung der Blutzirkulation (Iloprost) bzw. die Hemmung der Osteoklasten (Bisphosphonat). Bei Iloprost (Ilomedin®, Schering AG, Germany) handelt es sich um ein stabiles Analogon des körpereigenen Prostazyklins bzw. Prostacyclins (Prostaglandin I2 oder PGI2). Das stabile Prostazyklin-Analogon ist zugelassen bei der Anwendung von akuten ischämischen Ereignissen aufgrund von peripheren arteriosklerotischen Verschlüssen oder diabetischer Angiopathie, sowie zur Therapie der pulmonalen Hypertonie. Ferner findet es bei der Therapie der Sklerodermie, des Raynaud-Syndroms sowie der pulmonalarteriellen Hypertonie Anwendung. Endogenes Prostazyklin wird hauptsächlich im Gefäßendothel und der glatten Muskulatur gebildet. Es hat einen vasodilatativen, antiproliferativen und zytoprotektiven Effekt. Bei Prostazyklin handelt es sich um den stärksten endogenen Thrombozytenaggregationshemmer. Die Thrombozytenaggregationshemmung kommt durch seine inhibitorische Wirkung auf Thrombozyten zustande. Iloprost wird zu 70% renal eliminiert und wird hauptsächlich hepatisch metabolisiert. Ausschlusskriterien für die Behandlung mit Iloprost sind Schwangerschaft, eine Behandlung mit Warfarin oder Heparin, Herzfehler, vorausgegangener Myokardinfarkt oder eine instabile Angina pectoris. Bekannte Nebenwirkungen sind, insbesondere wegen der anfänglich auftretenden vasodilatatorischen Hypotonie: Kopfschmerzen, Schwitzen und Übelkeit, auch kardiale Nebenwirkungen wie A.p.-Symptomatik bis hin zu EKG-Veränderungen. Weiterhin können Agitation, Diarrhoe, Fieber, Parästhesien, Myalgien, Arrhyhtmie, Extrasystolen, Lungenembolie und Nierenschmerzen auftreten.

Dr. Aigner: Erfolgsquote mit Ilomedin 90% bei frühem Behandlungsbeginn

Gemäß Aussage von Dr. Nicolas Aigner in [11] vom Jahr 2002 beträgt bei insgesamt 350 Patienten die Erfolgsquote mit Ilomedin-Therapie bei Knochenmarködemen ca. 90%: Bei den Knochenmarködemen im Kniebereich und im Talus liegt der Therapieerfolg bei Fehlen einer Begleitpathologie (Arthrose, Meniskusschädigung) sehr hoch: Bei schon vorhandener Nekrose gehen lediglich Begleitödeme zurück, auf das nekrotische Areal haben wir keinen Einfluss, was bei sehr kleinen medialen Nekrosebezirken außerhalb der Belastungszone in Ausnahmefällen auch zu tolerieren ist. Ist der Zeitpunkt der Behandlung für den Erfolg ausschlaggebend? N. Aigner: Es gibt prinzipiell 2 Denkschulen. Der einen Meinung zufolge ist das Knochenmarködemsyndrom oder die transiente Osteoporose, wie die Bezeichnung im angloamerikanischen Sprachraum lautet, eine eigene Krankheitsentität. Die andere Philosophie, die wir vertreten, geht davon aus, dass es sich um ein reversibles Frühstadium einer avaskulären Nekrose handelt. Beim Knochenmarködem selber kommt es meist nach 6-12, manchmal sogar 24 Monaten, zur kompletten Restitutio. Eine einmal eingetretene Demarkierung eines Knochenareals im Sinne einer Osteonekrose nimmt einen stadienhaften Verlauf, der fast immer mit einer Arthrose und einem Einbruch der Gelenksfläche endet. Wenn eine Nekrose schon vorhanden ist, dann sollte man ehebaldigst mit der Behandlung einsetzen. Das heißt also, dass wir im Frühstadium der Knochennekrose, dem Ödemstadium, mit der Therapie einsetzen. Es hängt also weniger vom Zeitintervall als vielmehr vom Stadium der Erkrankung ab.

Stationäre Infusionsserien von 20 µg Ilomedin [3]

  • In 500 ml NaCl mit Tropfenzähler über 5 (bis 8) h
  • Meist starke Kopfschmerzen bei 120ml/h über 4h 10min, daher besser 90ml/h über 5h 33min
  • An 5 aufeinanderfolgenden Tagen
  • Volle Entlastung für bis zu 6 Wochen
  • klin. Kontrolle nach 3 Wochen
  • MRT-Kontrolle nach 3 Monaten
  • Die Ilomedin-Infusion ist bei orthopädischen Indikationen im Jahr 2012 noch keine offiziell zugelassene Therapie (off-label-use)

Ambulante monatliche Infusion mit Bisphosphonaten (BP): 75% Erfolg

Oral[12] und intravenös verabreichte Aminobisphosphonate können hilfreich sein und die Heilung beschleunigen[1]. Als erfolgreiche und nebenwirkungsarme neue Option erwies sich in einer firmenunabhängigen, nicht placebokontrollierten Off-Label-Beobachtungsstudie im Osteoporosezentrum München am Dom[2] die Therapie mit modernen, intravenös applizierten Bisphosphonaten (BP). Die Wahl der Einzel- und Gesamtdosis sowie die Intervalle basierten auf den langjährigen Erfahrungen mit Ibandronat bei onkologischen Patienten. Neben der konsequenten Entlastung des betroffenen Gelenks und der obligaten Gabe von 2.000 IE Vitamin D3 (Cholecalciferol) täglich erhielten die Patienten das BP Ibandronat (6 mg als monatliche Infusion in 250 ml NaCl Lösung über 30 min, insgesamt drei Infusionen). Vor und nach dieser Behandlung wurde der klinische (Schmerzprofil, Beweglichkeit, Arzneimittelnebenwirkungen) und der MRT-Befund erhoben. Zwischen 2006 und 2008 wurden 130 Patienten mit KMÖ nach dem oben beschriebenen Protokoll behandelt. Eine rasche Schmerzlinderung bereits nach der ersten oder zweiten Infusion trat bei 88 Patienten auf, eine komplette Remission mit völligem Schwund des KMÖ in der MRT und Beschwerdefreiheit war bei 75% aller Patienten nach Abschluss des Protokolls (nach der 3. Infusion bzw. 3 Monate nach Therapiebeginn) zu verzeichnen. Bei 10% konnte zumindest eine Schmerzreduktion, aber kein völliger Schwund des Ödems in der MRT erreicht werden. Bei 5% sprach die BP-Therapie nicht an. Ursache dafür waren extraossäre Schäden, progrediente Osteonekrosen oder schwere arthrotische Veränderungen. Bei 18% trat ein Rezidiv auf – entweder am gleichen und/oder an einem anderen Gelenk, das aber auf eine erneute intravenöse Bisphosphonat wiederum ansprach.

LOVENOX Spritzampulllen 40MG als Begleitmaßnahme

Patienten, die an einem Knochenmarködem am medialen Femurkondyl erkrankt sind, wurde während der Ilomedin-Infusionsserie in einem Krankenhaus in Oberösterreich über 5 Tage täglich eine LOVENOX Spritzampulle 40MG unter die Hautfalte im Bauchbereich injiziert, mit dem Auftrag, die tägliche Injektion einer LOVENOX Spritzampulle 40MG während der gesamten 6 Wochen dauernden Entlastungsphase selbst weiter durchzuführen. LOVENOX beruht auf dem Wirkstoff Enoxaparin-Natrium(Enoxaparinum natricum; engl.: Enoxaparin sodium; früher auch nur Enoxaparin, Handelsnamen Clexane®, Lovenox® ; Hersteller Sanofi-Aventis), und ist ein Arzneistoff zur Hemmung der Blutgerinnung. Es ist ein sogenanntes niedermolekulares Heparin, das heißt, es ist dem Heparin ähnlich, hat aber eine geringere Größe. Enoxaparin-Natrium, wird in einer Vielzahl von potentiell lebensbedrohlichen Krankheiten, zur Behandlung, wie auch zur Prophylaxe von Thrombosen (Blutgerinnsel) eingesetzt. Es eignet sich zur Primärprophylaxe tiefer Venenthrombosen bei chirurgischen und nichtchirurgischen Patienten mit einem Risiko für thromboembolische Ereignisse, zur Thromboseprophylaxe und Gerinnungshemmung bei extrakorporalem Kreislauf während der Hämodialyse, zur Therapie der tiefen Venenthrombosen mit und ohne Lungenembolie.
Lovenox-Informationen in der Packungsbeilage (Beipacktext):

  • Antihistaminika wie z.B. Aerius (gegen allergische Erkrankungen wie Birkenpollenallergie oder Histaminintoleranz bzw. Übelkeit beim Autofahren) können die Wirkung von Lovenox abschwächen
  • Nebenwirkungen in Labortests: Möglicher Anstieg der freien Fettsäuren und des Thyroxins sowie, vorübergehend, der Kaliumwerte. Erniedrigung des HDL-Cholesterins und der Blutzuckerwerte, Verfälschung des Ergebnisses des Bromsulphthalein-Tests.

Ausschluss und gegebenenfalls Behandlung einer Lyme-Borreliose als KMÖ-Auslöser

Falls ein KMÖ-Patient nach einem Insektenbiss eine monatelange kreisrunde Rötung in Erinnerung hat, wie dies für Lyme-Borreliose typisch ist, ist daher im Blutlabor ein Test empfehlenswert, welcher klären soll, ob eine Infektion mit Borrelien vorliegt.

Sehr guter Therapieerfolg mit Ilomedin, 6 Wochen Vollentlastung, dann 6 Wochen Teilentlastung und Nahrungsergänzung

Aufgrund des manchmal viele Monate dauernden Ablaufs ist eine gute Information des Patienten über die Wichtigkeit einer konsequenten Entlastung (mit Priorität gegenüber kreislaufstützender Bewegung) und Geduld notwendig. Falls keine ausreichende Entlastung erfolgt, kann die Konsequenz eine Nekrose (Morbus Ahlbäck) mit Durchbrechen der Knochenoberfläche sein, was dann ein künstliches Knie erfordert (Knie-Totalendoprothese oder Knie-TEP). Trotz Therapie bestehen die Beschwerden mindestens 4 Wochen, meist etwa 3–6 Monate. Ein protrahierter Verlauf über 12–18 Monate ist ist abhängig von der Konsequenz der Entlastung und der Vollständigkeit der Kombination mehrerer therapeutischer Maßnahmen durchaus häufig, eine Chronifizierung ist nicht beschrieben. 6 Wochen nach Ilomedin-Infusion ist eine Entlastung der Ödemstelle mit Krücken erforderlich, und zwar so, dass beim Gehen immer ein Blatt Papier ohne Widerstand durchgezogen werden kann. Im Zeitbereich zwischen 6 und 12 Wochen nach der Ilomedin-Infusion kann bei Schmerzfreiheit eine Büroarbeit ohne Gehhilfe bzw. Krücken wieder aufgenommen werden, es sollte jedoch in diesen 6 Wochen unnötiges Treppensteigen, unnötige Autofahrten und unnötige Spaziergänge, knieende Tätigkeiten oder knieende Gymnastikübungen im Fall vom KMÖ nahe dem Knie, Walking zur Kreislaufstützung und Ergometertraining noch vermieden werden. Schwimmen oder Aqua-Jogging ist als einzige Kreislauf-stützende Maßnahme erlaubt/erwünscht, falls an der Ödemstelle dabei kein Schmerz entsteht, ansonsten muss 12 Wochen nach Ilomedin-Infusion die Entlastung der Ödemstelle gegenüber einem Kreislauf-Training bewusst priorisiert werden. Beim 56-jährigen Autor dieser Seite mit Erstbefund "subchondrale Demarkierung" und deutlichem KMÖ mit Bone bruise am medialen linken Femur-Kondyl, war das Knochenmarködem beim Kontroll-MRT 12 Wochen nach Ilomedin-Infusion zu 90% verschwunden, ganz leichte Schmerzen jedoch noch spürbar. Der Orthopäde riet trotz des schönen MRT-Befundes und der verschwundenen subchondralen Demarkierung unbedingt dazu, noch weitere 2-3 Monate (also bis 6 Monate nach der Ilomedin-Infusion) noch kein tägliches Nordic-Walking aufzunehmen, und das Kreislauftraining auf nur Radfahren oder Schwimmen zu beschränken. Der Autor dieser Seite entlastete 6 Wochen nach Ilomedin-Infusion vollständig mit Rollstuhl im Krankenstand ohne Autofahrten, dann kam 6 Wochen Teilentlastung mit ausschließlich täglich getragenen links und rechts 4mm erhöhten Schuheinlagen an den Außenseiten. In diesen 12 Wochen wurde die Nahrung wie folgt je Tag ergänzt: 4 Omega-3-Kapseln/Tag @ 300mg DHA+EPA, 100 mg Lachs/Tag (mit 1600 mg EPA+DHA), in Summe also 2800mg DHA+EPA/Tag, 3 CalciProtect-Kapseln, in Summe 2000 IE Vit.D/Tag trotz gutem Vit.D-Spiegel (44 ng/ml) bei nur 6% Omega-3-Index zu Beginn der Therapie im Blut. Prostaglandin-reduzierende Schmerzmittel wie Ibuprofen und Finsterid wurde(n) völlig abgesetzt. Ab dem Zeitpunkt 12 Wochen nach Ilomedin-Infusion wurde auf ein Auto mit Automatik-Getriebe umgestellt und das Schuhwerk täglich gewechselt: abwechselnd mit außen 4 mm erhöhten Schuheinlagen, MBT-Schuhe ohne Einlagen und fallweise wieder normale Schuhe mit nur unter den Fersen wirksamen Gel-Einlagen. 6 Monate nach Ilomedin-Infusion erfolgt erneut eine Feststellung des 25-OH-Vitamin-D3-Spiegels, des Omega-3-Index und des Calcium-Spiegels im Blut. Ab diesem Zeitpunkt wird die Nahrungsergänzung mit Kalzium, Vitamin D, Vitamin K und Omega-3-Fettsäuren auf ca. 20-30% reduziert und in dieser Höhe auf Dauer fortgeführt.

Vermeidung von KMÖ-Rezidiven durch nachhaltige Elimination von Ursachen

Die klassische KMÖ-Therapie der konsequenten Entlastung über 6 Wochen mit Krankenstand und Verzicht darauf, Kraftfahrzeuge zu lenken, und/oder die die neueren medikamentösen off-label-use-Infusions-Therapien stationär mit Ilomedin oder ambulant mit Bisphosphonaten (BP) können Knochenmarködeme am Femurcondyl mit guter Wahrscheinlichkeit von über 50% zum Verschwinden bringen. Falls an Ernährung, Gewicht, Lebensstil bzw. Medikation der Patienten gegenüber dem Zustand vor dem Auftreten eines Knochenmarködems nicht nachhaltig etwas geändert wird, kommt es jedoch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von deutlich über 50% zu einem Rezidiv[2], also einem oft sogar mehrmaligen Wiederauftreten von Knochenödemen entweder am gleichen und/oder an einem anderen Gelenk. Die folgenden präventiv gedachten Maßnahmen sollten auch manche unnötige Operationen vermeiden helfen. Die kritische Sendung im ARD "Vorsicht Operation" vom 14.1.2013 zeigt auf, dass die Häufigkeit orthopädischer Operationen in Deutschland viel höher ist als in den meisten anderen Ländern wie z.B. Frankreich, England oder Schweden. Der Film zeigt auch die Ursachen und falschen Anreizsysteme für Ärzte in Deutschland auf, welche zu oft zu unnötigen Operationen führen. Orthopäden bekommen gemäß diesem Film vom Gesundheitssystem sehr starke finanzielle Anreize zu "reparaturmedizinischen" Maßnahmen, so dass man als Patient dann verwundert ist, von Orthopäden keine Informationen über mögliche Ursachen (z.B. auch von Knochenmarködemen) und deren Bekämpfung zu bekommen, welche Knieoperationen in dem einen oder anderen Fall vermeiden können.

Bestimmung des 25-OH-Vitamin D-Spiegels im Blutplasma

Bei dem Krankheitsbild Knochenmarködem mit Arthrose(n) sollte der Wert unbedingt bei über 40 ng/ml liegen. Fall der 25-OH-Vitamin D-Spiegel unter 40 ng/ml liegt, sollte das "Vitamin D"-Depot mit Festlegung der Dosierung durch ihren Arzt z.B. mit dem Präparat Dekristol® 20 000 IE[9] (in Kapselform) von Mibe GmbH Arzneimittel (PZN: 4007393) aufgesättigt werden, da Vitamin D u.a. die neuromuskuläre Koordination steuert und damit durchaus präventiv in ein Arthrose-Geschehen im Kniegelenk eingreifen kann. Begleitend zu Infusionen mit Bisphosphonaten (BP) werden mit 75% Erfolgsrate täglich 50µg bzw. 2000 IE Vitamin D3 (Cholecalciferol) verabreicht.[2] Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat die empfohlene Aufnahmemenge bei fehlender endogener Synthese für Vitamin D im Januar 2012 erhöht:[13] Laut Empfehlung der DGE ist der tägliche Normalbedarf an Vitamin D3 (Cholecalciferol) bei Kindern und Erwachsenen 20µg bzw. 800 IE pro Tag (1 µg = 40 Internationale Einheiten (IE), 1 IE = 0,025 µg).

Bezugsquelle für Vitamin D

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Langen Mangel von Sonnenlicht (UVB-Strahlung) vermeiden

Die Höhe des Sonnenstandes ist unter anderem ein entscheidender Faktor für die Vitamin-D3-Bildung in der Haut.[14] Wird sie bei sonst guten Lichtbedingungen ganztägig so unterschritten, dass kein Vitamin D3 mehr in der Haut gebildet werden kann, spricht man von dem „Vitamin-D-Winter“. Des Weiteren spielt für die Lichtintensität eine Rolle: die Bewölkung, das Ozon, die Höhe über dem Meeresspiegel, die Beschaffenheit der Erdoberfläche usw. Ab einer bestimmten Summe UVB-Licht-absorbierender Faktoren ist die Lichtintensität zu gering, um noch Vitamin D3 in der Haut bilden zu können.[15] UVB-Strahlung[16] wurde auch in den früher verwendeten Höhensonnen in der Bauart der Hochdruck-Quecksilberdampflampen erzeugt, welche jedoch nur mit Schutzbrillen verwendet werden durften. Je kurzwelliger die Strahlung ist, desto energiereicher ist sie. UVB ist also energiereicher als UVA und die hautschädigende Potenz ist größer[16]. UVC-Strahlung ist die energiereichste UV-Strahlung. Sie ist für Lebewesen gefährlich, wird aber von der Ozonschicht der Atmosphäre fast vollständig herausgefiltert. Allerdings gaben Hochdruck-Quecksilberdampflampen ("Höhensonne") erhebliche Mengen davon ab. In den gemäßigten Breiten steigt die Vitamin-D-Bildung in der Haut mit der Höhe des Sonnenstandes exponentiell an und ist daher stark jahreszeitabhängig. Bei niedrigem Sonnenstand mit vorwiegendem UVA-Anteil des Sonnenlichtes ist die Grenze zwischen effektiver Vitamin-D-Bildung in der Haut und Sonnenbrand schmal oder eben gar nicht erreichbar.

Nahrungsergänzung mit dm Das gesunde Plus Calcium 600+D+K od. CalciProtect® Kapseln

  • Einnahme für mindestens 6 Monate (Dosierung täglich 1 Kapsel dm Das gesunde Plus Calcium 600+D+K bzw. 3 Kapseln CalciProtect)[9]
  • Hoch innovatives Kombinationsprodukt der Fa. TRB Chemedica (Haar bei München).
  • Versorgt optimal mit Kalzium, Vitamin K und Vitamin D und damit mit allen Mikronährstoffen, die für eine schnellere Abheilung der Knochenödem-Problematik Sorge tragen.
  • Erhältlich in jeder Apotheke in Deutschland zu 20-27 Euro für 100 Kapseln.
  • Die Tagesdosis (3 Kapseln) enthält: 1733mg Calciumcarbonat (davon 630mg Calcium), 15µg (600 IE) Vitamin D3 (Cholecalciferol), und 90µg Vitamin K1 (3600 IE).
  • CalciProtect® [17] unterstützt die Tätigkeit der Knochenaufbauzellen (Osteoblasten), welche die Knochen-Grundsubstanz Kollagen herstellen als Gerüst für die Einlagerung von Mineralstoffen, insbesondere von Calcium, und von Spurenelementen. CalciProtect ® enthält biologisch gebundenes Calcium aus der Eischalen-Palisadenzone, welches besonders gut vom Körper aufgenommen wird. Vitamin D3 (Cholecalciferol) verbessert zusätzlich die Aufnahme von Calcium aus dem Verdauungstrakt und Vitamin K1 ist beteiligt am Aufbau des Knochenproteins Osteocalcin, weshalb diese Vitamine die Zufuhr von Calcium in sinnvoller Weise ergänzen.

Bezugsquelle für dm Das gesunde Plus Calcium 600+D+K od. CalciProtect® Kapseln, Hersteller Trb Chemedica AG, PZN: 4262317, Packung: 100 ST

Produkt Quelle Menge Inhaltsstoff Vit.D/Kps. Calcium+Vit.K/Kps. Preis Frei Haus -> Ö. ab € Versand D. Versand -> Ö Ca mg/Tag Kps./Tg €/Monat (Ö.)
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Feststellung des Omega-3-Index und Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren

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Gegrillter Lachs auf Wokgemüse

Dr. Rudolf Ziegler[9] empfiehlt im Fall von Knochenmarködem 6 Monate lang die Nahrungsergänzung mit 3 Messlöffeln @ 5.2g "OMEGA 3 Power Pulver", um eine aktuell im Knochen schwelende Entzündungsproblematik gezielt und spürbar zurückzudrängen. Das entspricht 2100mg Omega-3-Fettsäuren/Tag (1200 mg EPA + 900 mg DHA pro Tag). Das von Dr. Ziegler empfohlene Produkt ist: Omega-3-Power®-Pulver der Fa. KyraMed Biomol, 220g, 42.31 Messlöffel @ 5.2g (nicht rezeptpflichtig): PZN: 3974292, Kosten 27.11€ + Versand mit DHL 0 € = 27.11 €, zu beziehen z.B. bei EU-versandapotheke.com zu Gesamtkosten von 79.8 €/Monat bei Einnahme von 2100mg Omega-3-Fettsäuren/Tag . In [18] werden Angaben zum täglichen Bedarf an Omega-3-Fettsäuren gemacht: Nach einem Artikel von 2007 empfehlen manche US-amerikanische Gesundheits- und Regierungsorganisationen die regelmäßige Einnahme der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Für den täglichen Bedarf wurden typischerweise zwischen 100 mg und 600 mg genannt.[19] Es empfiehlt sich eine Feststellung des Omega-3-Index in einem Blutlabor, z.B. bei der GANZIMMUN Diagnostics AG in Mainz oder bei der Omegametrix GmbH in Martinsried. Die Kosten für eine Feststellung durch GANZIMMUN.de sind 2012 etwa 47 €, und werden 2012 in Österreich von den meisten Krankenkassen (leider noch) nicht getragen. Beachten Sie jedoch, dass die Omega-3-Index-Ergebnisse während der Anwendung von Lovenox-Spritzampullen wegen eines möglichen Anstiegs der freien Fettsäuren im Blutlabortest höher als in Wirklichkeit ausgewiesen werden können! Bei KMÖ-Patienten muss das Ziel sein, bis zum Verschwinden des KMÖ so viel Omega-3-Fettsäuren zuzuführen, dass dies zu einem überdurchschnittlich hohen Omega-3-Index zwischen 9.5% und 11% führt. In 100g Räucherlachs mit 10.2% Fettgehalt sind ca. 1.6% Omega-3-Fettsäuren (1600mg EPA+DHA) enthalten, im Leinöl ca. 64% ALA. Eine sinnvolle Therapie für KMÖ-Patienten mit zu niedrigem Omega-3-Index könnte also z.B. sein, täglich 50 bis 100g Lachs (oder Thunfisch, Hering, Sardellen) oder 2 bis 4 Omega-3-Kapseln aus dem Drogeriemarkt mit je 300mg Omega-3-Fettsäuren und eventuell 1 Teelöffel Leinöl zusätzlich zur normalen Nahrung zu ergänzen, bis ein überdurchschnittlicher Omega-3-Index zwischen 9.5% und 11% erreicht ist oder das Knochenmarködem abgeklungen ist. Ein Teelöffel (2g) Leinöl enthält ca. 1270 mg ALA. Das Produkt "Das gesunde Plus" Omega-3 Kapseln, 60 Stück (mit je 180 mg EPA + 120 mg DHA), 2er Pack (2 x 85 g) kann man beispielweise von Amazon für 6.90€ beziehen. Da die Omega-3-Fettsäuren aus Fisch andere wertvolle Eigenschaften als jene von Leinöl haben, sollte zusätzlich auch auf möglichst viel Fisch in der Ernährung geachtet werden. Von allen Fischen hat dabei Lachs (wegen des geringen Fettgehalts nicht Wildlachs) am meisten Omega-3-Fettsäuren.
Bezugsquelle für Omega-3-Fettsäuren (EPA+DHA)

Produkt Quelle Packungsgröße Messlöffel zu 5.2g bzw. Kps. Inhaltsstoff EPA je ML/Kps. DHA je ML/Kps. Preis Frei Haus ab € Versand D/Ö mg Om3-FS je Tag ML/Kps. je Tg €/Monat €/Mon. mit 600mg/Tg
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Magnesium zur Durchblutungsförderung, Silizium zur Knorpelversorgung

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Rogaska Donat Mineralwasser:

1070 mg/l Magnesium, 48 mg/l Silizium

Da Magnesium (wie Ilomedin oder Omega-3-Fettsäuren) auch eine durchblutungsfördernde Wirkung hat, darf eine Magnesiumergänzung mit zumindest 400mg/Tag bei keiner konsequenten Therapie von Knochenmarködemen fehlen.
Sollte bei der zur Knochenmarködem-Diagnose erfolgten MRT auch ein Knorpelschaden an Gelenken festgestellt worden sein, so muss auch die Knorpelgrundversorgung mit einer täglichen Siliziumzufuhr von zumindest 40mg/Tag zusätzlich zur normalen Nahrung sichergestellt werden.

Am geeignetsten für beide Maßnahmen erscheint es, täglich 1 Liter Rogaska Donat Mineralwasser mit 1060 mg/l Magnesium und 145 mg/l SiO2 (Kieselsäure) zu trinken. [20]

Es gibt jedoch auch viele andere Möglichkeiten, wie man bei Knochenmarködemen bzw. Gelenksknorpelschäden eine ausreichende Grundversorgung mit Magnesium und Silizium sicherstellen kann.
Welche in in Deutschland und Österreich erhältlichen Mineralwasser-Sorten wie viel Magnesium- und Siliziumgehalt haben, finden Sie auf [21]. Die höchsten Siliziumgehalte haben Produkte, die auf pflanzlicher Basis entstanden sind. 100g Schachtelhalm enthält beispielsweise 2200-5400mg Silicium. 100g Galeopsiskraut enthält 2680mg Silicium und 100g Knotengras enthält 210-840mg Silicium.

Kieselerde besteht zu 80% aus Kieselsäure. Diese wiederum enthält etwa zu einem Drittel Silizium, das zweithäufigste Element der Erde [22].

Auf folgender Internetseite findet man die Mineralwassersorten der Welt, sortiert nach beliebigen Inhaltsstoffen, also auch nach Kieselsäure: http://www.mineralwaters.org [23].
Mineralwasser Land Pflanze / Tablette Magnesium in mg/l od. mg/Tab. Kieselsäure SiO2 in mg/l Silizium Einheit f. Silizium €/Mon. bei 400mg Mg/Tag
Rogaska Donat (1.19€/l) Slowenien 1030 145 48,3 mg/l 14,05
Vulkania Heilwasser Deutschland 281 102 34,0 mg/l
Long Life Österreich 206 43 14,3 mg/l 19,74
Deutschland Amazon: dm Das gesunde Plus, Magnesium Tabletten, 300 Stück 187,5 1,205
Fonte Gaudianello Italien 51 100 33,3 mg/l
Preblauer Österreich 50 67 22,3 mg/l
San Pietro Italien 34 104 34,7 mg/l
Acqua Claudia Italien 24 103 34,3 mg/l
Giulia Italien 21 102 34,0 mg/l
Leggera Italien 0 102 34,0 mg/l
Schachtelhalm (100g) 0 3800 mg/100g
Galeopsiskraut (100g) 0 2680 mg/100g
Knotengras (100g) 0 525 mg/100g
Marienbad Waldquelle Tschechien 0 1200 400 mg/l
Baden-Badener Quelle Deutschland 0 1200 400 mg/l

Zu niedrigen Arachidonsäurespiegel im Fettsäureprofil des Blutbefundes anheben

Falls im Fettsäureprofil des Blutbefundes der Arachidonsäurespiegel unterhalb des Normal-Bereiches von 184-287 mg/l liegt, was z.B. eine Folge besonders fettarmer Ernährung sein könnte, sollte auch an eine höhere Zufuhr von Arachidonsäure durch Konsum von Schweineschmalz (1700 mg pro 100 g), Schweineleber (870 mg pro 100 g), Eigelb (297 mg pro 100 g), Thunfisch (280 mg pro 100 g) und Leberwurst gedacht werden.

Ersatz von Prostaglandin-hemmenden Schmerzmitteln durch andere Schmerzmittel

Ein Ersatz von beispielweise Ibuprofen, Saridon mit Wirkstoff Propyphenazon oder Mexalen durch Tramal könnte auf Basis dieser Überlegungen zumindest so lange sinnvoll sein, als das Verschwinden eines Knochenmarködems noch nicht nachgewiesen ist. Ein dauerhafter Ersatz von Ibuprofen, Saridon oder Mexalen durch Tramal sollte jedoch auch gut überlegt werden, weil auch Tramal Nebenwirkungen hat wie z.B. eine gewisse Gefahr der Abhängigkeit, von Schwindelgefühlen, Minderung der Fahrtüchtigkeit und Übelkeit. Für Personen mit Histamin-Intoleranz ist Tramal wegen der nicht Histamin-erhöhenden Wirkung genauso gut geeignet wie Ibuprofen, während Saridon oder Mexalen wegen der Histamin-erhöhenden Wirkung für diese Personen nicht geeignet sind. Das Abwägen von Vor- und Nachteilen eines Wechsels Ihres Schmerzmittels sollte mit Ihrem Arzt erfolgen.

Überprüfung, ob die Prostaglandin-hemmende Finasterid-Medikation reduziert werden kann

Finasterid wird bei Männern gegen Haarausfall (1mg/Tag) oder Prostatavergrößerung (5mg/Tag) unter dem Markennamen Proscar eingesetzt. Bei Männern sollte geprüft werden, ob auf Finasterid nicht zumindest so lange, bis das Knochenmarködem verschwunden ist, verzichtet werden kann oder zumindest die Finasterid-Dosierung reduziert werden kann. Das Abwägen von Vor- und Nachteilen sollte mit Ihrem Arzt erfolgen.

Reduktion von Übergewicht und Einstellen des Rauchens

Reduktion von Übergewicht und Verbesserungen im Lebensstil (besonders Einstellen des Rauchens) sind wichtige begleitende Maßnahmen[2] als Voraussetzung für das Abklingen von Knochenmarködemen und Rezidiv-Vermeidung zusätzlich zu Entlastung und Therapie mit Ilomedin bzw. Bisphosphonaten (BP). Ersatz von Zucker durch den Süßstoff Stevia und konsequente Gewichtsnormalisierung z.B. mit der Weight Watchers Methode könnten bei der Reduktion des Body-Mass-Index (BMI) im Fall von Adipositas (auch Fettleibigkeit, Fettsucht, Obesitas, selten Obesität, engl. fast nur "obesity") zielführend sein. Stevia hat eine leicht gefäßerweiternde und blutdrucksenkende und vermutlich Prostaglandin-erhöhende Wirkung [24].

Feststellung des Cortisol- und Histaminspiegels im Blutbefund

Um einen überhöhten Cortisolspiegel oder Histaminspiegel als Ursache für ein Knochenmarködem auszuschließen, sollten der Cortisolspiegel bzw. Histaminspiegel im Blutbefund festgestellt werden. Im Fall, dass der Cortisolspiegel oder Histaminspiegel zu hoch ist, sollten vom Arzt Maßnahmen dagegen überlegt werden, um ein Abklingen des Knochenmarködems aus diesem Grund nicht zu verhindern.

Kontrolle des Aluminium-Spiegels im Blutbefund

Blutanalysen des Aluminiumgehaltes werden von Blutlabors für ca. 25 € durchgeführt, welche in der Regel leider nicht von den Krankenkassen vergütet werden. Als Normbereich für Aluminium im Plasma der Vollblutanalyse wird in [25] 0 bis 10 µg/l angegeben.

  • 10 -60 µg/l: Hinweis auf erhöhte Aluminium Resorption. Es ist notwendig die Ursache zu erforschen.
  • 60-100 ug/l: Aluminiumkonzemtration von klinischer Relevanz, die eine enge medizinische Überwachung erfordert.
  • mehr als 200 ug/l: Diese Konzentrationen gehen im allgemeinen mit klinischen Symptomen einher.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Filip Gemmel, Hugo C. Van Der Veen, Willem D. Van Schelven, James M. P. Collins, Isabelle Vanneuville, Paul C. Rijk: Multi-modality imaging of transient osteoporosis of the hip Acta Orthopædica Belgica 2012, Band 78, Seiten 619-627, from AZ Alma,Campus Sijsele, Belgium, University of Groningen, and Medisch Centrum Leeuwarden,The Netherlands; PDF-Datei 306 kB, 9 Seiten
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Knochenmarködem: Pathogenese, Diagnostik und Therapie von Prof. Dr. Reiner Bartl, Osteoporosezentrum München am Dom, Kaufingerstr. 15, 80331 München, veröffentlicht in Orthopädie & Rheuma 2011; 14 (10); Seiten 22-26; PDF-Datei 501 kB
  3. 3,0 3,1 Das Knochenmarködem – Differentialdiagnose und Therapie, Autor Nicolas Aigner Orthopädisches Spital Wien-Speising , 2010, PDF-Datei 1.32 MB, 41 Seiten
  4. Arzneimittelinformationen Ibuprofen AL 600 Filmtabletten
  5. 5,0 5,1 WikiBooks: Pharmakologie und Toxikologie: Analgetika
  6. "Der Einfluss des Marathon-Laufes auf knöcherne Strukturen" von Alfred Engel, Helmar Stiegler, Christian Berger, PDF-Datei mit 273kB und 3 Seiten
  7. Zentrum der Gesundheit: Aluminium in Lebensmitteln meiden
  8. "Faszinierend und schockierend“: Der Aluminium-Experte Christopher Exley glaubt, dass mit der Frei­setzung von Aluminium aus der ­Erdkruste eine moderne Büchse der Pandora geöffnet wurde, profil online, 23.11.2012
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 Sport- und Ernährungsmediziner Dr. Rudolf Ziegler (Heppenheim): Empfehlungen bei Knochenmarködem bzw. Morbus Ahlbäck
  10. 10,0 10,1 Dissertation von Thorsten Schmidt 2009: Infusion, Hüftkopfanbohrung oder Infusion nach Hüftkopfanbohrung in der Behandlung der atraumatischen Hüftkopfnekrose (FKN) und des Knochenmarködemsyndroms, Lehrstuhl für Orthopädie des Klinikums der Universität Regensburg | PDF-Datei mit 1.3 MB und 76 Seiten
  11. Dr. Nicolas Aigner, Wien-Speising: Erfolgsquote mit Ilomedin 90%
  12. Kibbi L., Touma Z., Khoury N., Arayssi T.: Oral biphosphonates in treatment of transient osteoporosis. Clin. Rheumatol 2008 ; 27: 529-532, PMID:17938988.
  13. Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Vitamin-D-Bedarf bei fehlender endogener Synthese, Januar 2012; Abgerufen am 19. Juli 2012
  14. M. F. Holick: Environmental factors that influence the cutaneous production of vitamin D. On: Am J Clin Nutr. Band 61 (3 Suppl), 1995, S. 638S–645S.
  15. Engelsen O, Brustad M, Aksnes L: Daily duration of vitamin D synthesis in human skin with relation to latitude, total ozone, altitude, ground cover, aerosols and cloud thickness in Photochem. Photobiol., 2005, vol.81, issue 6, p.1287–1290, PMID:16354110, DOI:10.1562/2004-11-19-RN-375, PDF-Datei
  16. 16,0 16,1 NetDoctor.at UV-Strahlung Überblick
  17. CalciProtect für die Knochengesundheit: Inhaltsstoffe Kalzium, Vitamin D3 (Cholecalciferol) und Vitamin K1, PDF-Datei 4 Seiten 121kB
  18. Tagesbedarf an Omega-3-Fettsäuren und Omega-3-Index
  19. Harris WS.: International recommendations for consumption of long-chain omega-3 fatty acids. J Cardiovasc Med (Hagerstown), 2007 Suppl 1:S50-2
  20. Rogaska Donat Mineralwasser mit 1060 mg/l Magnesium und 145 mg/l SiO2 (Kieselsäure)
  21. Silicium für die Gesundheit: Silizium-Gehalt verschiedener Mineralwassersorten und von Schachtelhalmen
  22. Kieselerde: Wirkung nicht belegt
  23. Mineralwässer sortiert nach Kieselsäure SiO2 (Silizium)
  24. Stevia Stevioside and related compounds: Therapeutic benefits beyond sweetness, Varanuj Chatsudthipong, Chatchai Muanprasat: Department of Physiology, Faculty of Science, Mahidol University, Thailand; Pharmacology & Therapeutics 121 (2009) Seite 47; PDF-Datei mit 692 kB und 14 Seiten gestützt auf Melis, M. S., & Sainati, A. R. (1991): Participation of prostaglandins in the effect of stevioside on rat renal function and arterial pressure. Braz J Med Biol Res 24(12),1269−1276.
  25. Analysenkatalog Labor Dr. Philadelphy: Normbereiche der Vollblutanalyse. Abgerufen am 10. September 2013 (PDF-Datei, 1.8 MB, 154 Seiten, Innsbruck).

Weblinks

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Danke (E-Mail vom 23. Juni 2014)

Hallo und guten Tag,
ich möchte mich einfach mal bedanken für die sehr umfangreiche Seite zum Knochenmarködem. Mein Arzt ist der Meinung, da muss man gar nichts machen. Durch Ihre Seite bin ich in der Lage, mir selbst zu helfen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
M.E. L.

Antwort des Autors:

Gar nichts zu machen kann böse ausgehen. Ein Mit-Patient mit über 50 Jahren, der mit mir im Krankenhaus war, hatte 5 Monate vor mir die Ilomedin-Therapie. Leider sagte ihm niemand, dass er einige Wochen lang das betroffene Knie vollständig vom Gewicht entlasten müsste. Er ging auch nicht in den Krankenstand, arbeitete (mit Büroarbeit) weiter und verzichtete nicht auf das Autofahren. Schuheinlagen, Omega-3-Fettsäuren, Calcium- oder Vitamin-D-Ergänzung waren für ihn kein Thema. Erschwerend kam bei ihm noch starkes Übergewicht dazu. 5 Monate nach der Erkrankung am Knochenmarködem brach bei ihm (trotz vorheriger Ilomedin-Therapie) der Knochen durch und es musste ihm daher ein künstliches Knie eingesetzt werden. Dieses Erlebnis war für mich ein sehr starkes Motiv, die hier veröffentlichten gründlichen Recherchen anzustellen, wie man einem Knochenmarködem erfolgversprechender zu Leibe rücken kann. Ich denke, es ist ganz gut gelungen, und ich kann aus eigener Erfahrung Betroffenen versichern und Hoffnung geben, dass man, wie auf dieser Seite beschrieben, ein Knochenmarködem in den Griff bekommen kann. Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass es leichtere Formen von Knochenmarködemen gibt, die möglicherweise tatsächlich von selbst heilen. Bei keinem einzigen der ca. 10 KMÖ-Patienten, welche ich persönlich kenne, heilte das KMÖ völlig ohne Behandlung ab. Zumindest heilte das KMÖ nicht vollständig, zu 90% schon nach 3 Monaten, wie bei mir ab. Bei den meisten mir bekannten Fällen kam es trotz ärztlicher Behandlung zu mehreren Rezidiven und beträchtlichem über 12-24 Monate andauerndem Leidensdruck und vielen langen Krankenständen. Es wurde auch einer Patientin (über 60) mit KMÖ und bereits mehreren Rezidiven von einem Orthopäden eine Knie-Total-Endoprothese als unbedingt erforderlich empfohlen, was sich nachträglich, befundet von einem anderen Orhthopäden, als nicht richtig herausstellte, obwohl der OP-Termin bereits fix vereinbart war.

Ebenfalls Danke - Knochenmarködem Oberschenkelhals und Oberschenkelhalskopf (15.10.2014)

Sehr geehrte LeserInnen und Betroffene, ich kann ebenfalls diese Seite nur empfehlen und mich ebenfalls betreffend der ausführlichen Darstellung auf dieser Seite bedanken.
Erstdiagnose 25.07.2014 Knochenmarködem, 25.09.2014 Knochenmarködem geheilt bzw verschwunden.

Hier meine Krankengeschichte:

Anfang Juni 2014: Ich hatte ab Juni 2014 wegen nicht richtig örtlich definierter Schmerzen (z.B. bei Außenrotation des Fußes), vom Gesäßmuskel über Leiste, äußeren Oberschenkel bis Knie, mehrere Orthopäden besucht.

Juni - Juli 2014: Nach mehreren Injektionssitzungen wurden die Symptome jedoch nicht besser. Diagnose: Muskelverspannung, Schleimbeutelentzündung

Ende Juli 2014 Mein Orthopäde des Vertrauens hat dann nach unverdächtigem Röntgenbefund, sicherheitshalber eine Magnetresonanz (MR) verordnet. Normalerweise beträgt die Wartezeit für eine MR ca. 1 bis 1 1/2 Monate. Ich wollte jedoch nicht so lange warten und habe bei privater Zahlungsleistung (Euro 190,-) einen sofortigen Termin am 25. Juli 2014 bekommen. Und es war gut so!

25.Juli 2014 Befund: großes Knochenmarködem vom Oberschenkelhals bis inklusive Oberschenkelhalskopf, wobei kein Grund für die Entstehung des Ödems besteht: kein Unfall, keine extreme Belastung, keine Medikamente, sehr geringer Nikotin- (1x pro Woche ein Päckchen der leichtesten Zigaretten am Markt) und Alkoholkonsum (1x pro Woche 3 kleine Bier), nur frisch selbstgemachte Speisen (fettarm) und Biogemüse.

28. Juli 2014 Orthopäde: Sofortige Einweisung ins Orthopädische Spital Speising in Wien, sofortige vollständige Entlastung des Fußes durch Krücken, Lovenox 40 mg, 1x täglich

01.August – 05. August 2014 Ilomedin-Infusion 5 Tage bei geringer Durchlaufgröße von 65 mg, daher keine Nebenwirkungen (nur ganze leichte Kopfschmerzen an zwei Tagen), es dauerte jedoch zwischen 8 – 11 Stunden täglich.

5.August 2014 Entlassung aus Spital: weitere 4 Wochen volle Entlastung, danach Teilentlastung.

Nun die Aktivitäten auf Grund Ihrer Vorschläge bzw. Tipps auf der lex.referata.com–Seite:

Essenszubereitung teilweise mit Schweineschmalz etc., siehe tägliche Aktivitäten

11.August 2014 Blutbefund mit Fettsäurestatus, der in Österreich nicht von der Krankenkasse bezahlt wird.

Vitamin D3 mit 26,3 ng/ml knapp unter untersten Grenzwert von 30.0 Cholesterinwerte leicht über den Grenzwerten (LDL und HDL), CHOL/HDL Ration 3.8 Arachidon-/Eicosapentaensäure 8.3 Referenzbereich < 4.00 (Erhöht durch Ilomedin und wahrscheinlich Lovenox)

OMEGA 3 Index 3,6 % weit unter Referenzbereich von 6.0 – 8.0

Vom 5. August 2014 bis heute (15. August 2014) habe ich folgende Nahrungsergänzungsmittel zu mir genommen:

Täglich: OMEGA -3 1300 hochdosiert von Doppelherz aktiv (vom DM) 1 Kapsel OMEGA-3 KRILLÖL EXTRA von MegaRed (Apotheke) 3 Kapseln (wichtig die KRILLÖL EXTRA, da der EPA und DHA-Gehalt höher ist) MAGNESIUM 500 hochdosiert von Doppelherz aktiv (vom DM) 1 Kapsel VITAMIN D 3 von Kwizda mit 3000.I.E. – wichtig hohe I.E (Apotheke) 1 Tablette CALCIUM + D3 das gesunde Plus (vom DM) 3 Tabletten

Täglich abwechselnd: Braunhirse (Silicium für Knochen) mit Joghurt oder Milch Chia-Samen (Omega 3) mit Milch LOVENOX 40 mg Spritze, Thrombosevorsorge bis vollständiger Belastung des Fußes

Jeden zweiten Tag: Frisch gepresster Saft (0,3 L) von Rote Rüben, Karotten, Äpfel 1 X wöchentlich (zwei Monate)

FOSAMAX 70 mg Tabletten, aus der Apotheke 1 Tablette (vom Orthopäden als Vorsorge für Knochenneubildung verschrieben)

Zusätzlich durchgehend höhere Zufuhr von Schweinefett in Form von Schweineschmalz (zum Kochen, Braten), Aufstriche und auch Fischkonsum mit hohem Omega 3-Gehalt ist sehr wichtig. Kein Alkohol, kein Nikotin

Nur Leitungswasser oder Tee trinken, keine Kohlensäure

Mit Krücken ein bis zwei Monate vollständige Entlastung des Fußes. Wichtig: Es gibt für die Handgriffe der Krücken, zur Schonung der Druckstellen an den Händen Schaumstoff- bzw. Neoprenüberzüge bei den Orthopädiezubehörshops für ca. EURO 10,- pro Stück.

Jeden zweiten Tag Bewegungstraining mit Fuß: Anspannungs- und Dehnungsübungen für Muskel Ober- Unterschenkel, Luft-Radfahren im Liegen Laufend weniger Schmerzen und größere Bewegungsfreiheit

25.09.2014: MR-Befund - vollständige Genesung, Überraschung von allen Seiten.

Heute 15.10.2014 Physiotherapie für Dehnung und langsamer vollständiger Belastung, Radfahren auf Hometrainer täglich, täglich leichte Muskelaufbauübungen, Lovenox heute beendet. In zwei Wochen werde ich noch einen Blutbefund mit Fettsäurestatus machen. Anfang Dezember werde ich zur Kontrolle noch eine MR durchführen.

Nochmals Danke und gute Besserung und Erfolg an Alle.

A.P., Wien

Antwort des Autors:

Als ich das Knochenmarködem selbst hatte, suchte ich intensiv nach Erfahrungen anderer Patienten. Aus diesen vielen Erfahrungen und Internet-Recherchen kam ich dann auch zu meinen Schlussfolgerungen. Berichte wie dieser sind daher für Patienten, welche ein KMÖ haben, sehr wertvoll zur Orientierung. Eine KMÖ-Behandlung in Speising halte ich für sehr optimal. Nach meinen Recherchen ist die Orthopädie-Abteilung dort auf allerhöchstem Niveau, wenn nicht überhaupt die beste in Österreich. Die Idee der Ilomedin-Behandlung stammt meines Wissens nach ja von Speising, und ich war als Patient sehr verärgert, dass ich das als Wikipedia-Autor auf Transiente Osteoporose nur ansatzweise einbringen konnte. Ich habe mich nach diesem Ärger wegen der Restriktionen auf Wikipedia entschlossen, mit dieser Knochenmarködem-Seite ein eigenes Gesundheitslexikon zu starten, das ich nun auch inzwischen schon mit vielen anderen Themen laufend weiter ergänze. Ich kenne auch Fälle, wo vom Spital eine Ilomedin-Behandlung (leider) abgelehnt wurde. Schweineschmalz sehe ich auf Dauer als sehr negativ an, abgesehen davon, dass es auch mir sehr gut schmeckt. Man kann sich im Fall langjähriger Gewohnheit, regelmäßig viel Schweineschmalz zu essen, Übergewicht, Herz-Kreislaufkrankheiten, entzündliche Prozesse, Gefäßverschlüsse und Demenz einhandeln. Dass es jedoch kurzfristig die KMÖ-Heilung beschleunigen kann, ist aus meiner Sicht nach meinen gründlichen Recherchen sehr plausibel, obwohl ich es so außerhalb dieser Seite noch nirgends gelesen habe. Die rasche KMÖ-Heilung von A.P. ist jedoch ein Indiz, dass Schweineschmalz kurzfristig bis zu einer KMÖ-Heilung durchaus eine sinnvolle Unterstützung sein kann. Ich habe mich auch schon kurz mit Krill-Öl befasst, bin aber zur Ansicht gekommen, es wären zu wenig Omega-3-Fettsäuren enthalten, und man müsste eine zu hohe Zahl an Kapseln pro Tag einnehmen. Wenn man so einen niedrigen Omega-3-Index wie Sie (vor der KMÖ-Erkrankung) hat, so muss man pro Tag ca. 2000 bis 3000 mg EPA+DHA einnehmen, bis der Omega-3-Index ca. 8% erreicht hat. Die richtige Dosis an zuzuführenden Omega-3-Fettsäuren findet man am besten mit einem Fettsäureprofil heraus. Ziel sollte ein Omega-3-Index von 9-11% sein, ich habe inzwischen einen Omega-3-Index von 12% und nehme jetzt auf Dauer daher nur mehr 1670 mg DHA und 670 mg EPA ein. Ich lasse ca. alle 9-12 Monate ein Fettsäureprofil bei GanzImmun in Mainz machen, und stelle immer wieder Optimierungsmöglichkeiten fest, siehe auch meine Seite Knorpelaufbau, welche ich auch nach gründlicher Recherche erstellte, weil ich auch jetzt noch einen Knorpelschaden habe. Mein Eicosatriensäurewert (13 mg/l) sollte für einen guten Knorpelaufbau viel höher (Norm 42-98 mg/l) sein, es gelang mir bisher jedoch trotz Borretschöl-Einnahme nicht, ihn auf hohe Werte anzuheben. Nun forciere ich daher noch die Ölsäure (Olivenöl) und Linolensäure (Distelöl und Traubenkernöl), um den Eicosatriensäurewert hoffentlich doch noch anheben zu können. Die recherchierten Zusammenhänge und Wechselwirkungen dieser Fettsäuren sind sehr kompliziert. Bor ist für Knorpelaufbau auch ein Schlüsselwert und kann leicht optimiert werden, siehe Knorpelaufbau, obwohl dies weitgehend unbekannt ist. Mein Orthopäde hat auch über erstaunlich rasche Erfolge von Braunhirse bei der Heilung von KMÖ und/oder Knorpelschäden berichtet. Ich selbst habe einen sehr hohen Silizium-Wert im Blut, daher nehme ich keine siliziumhältigen Nahrungsergänzungen ein. Hat man zu wenig Silizium im Blut, so ist eine Ergänzung unbedingt anzuraten, wenn man an Knorpelaufbau interessiert ist.
Die meisten Omega-3-Kapseln haben zu viel EPA und zu wenig DHA, was man dann im Fettsäureprofil feststellen kann. Zu viel EPA im Blut kann sich auch negativ auswirken. Ich habe Hinweise auf höheres Krebserkrankungsrisiko gefunden. Zu wenig EPA ist sehr schlecht, eine sehr hohe lang dauernde Überschreitung des Normbereiches (11-33 mg/l) soll man jedoch auch vermeiden. Ich habe bereits 102 mg/l EPA und immer noch (nur) 54 mg/l DHA (Norm 47-92) im Blut und nehme daher nun "Now Foods, DHA-500, Double Strength, 180 Softgels" von Amazon, das ich heute auch in der Tabelle auf dieser Seite ergänzt habe. Das ist das einzige Produkt, das ich gefunden habe, bei welchem je Kapsel doppelt so viel DHA als EPA enthalten ist: 500 mg DHA und 250 mg EPA. Die Wirkung kontrolliere ich nach einigen Monaten wieder mit einem neuen Fettsäureprofil. Danke an A.P. für Ihr Feedback, über das ich mich gefreut habe.