Knorpelaufbau

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Gelenk mit Arthrose[1]


Inhaltsverzeichnis

Arthrose-Erkrankungsrisiko und Ursachen

Was ist Arthrose?

Der Begriff Arthrose (Syn. Arthrosis deformansaltgriech. arthron, ‚Gelenk‘ und lat. deformare ‚verstümmeln‘) bezeichnet nach einer nichtamtlichen Definition in Deutschland einen „Gelenkverschleiß“, der das altersübliche Maß übersteigt.

Grundsätzlich können alle Gelenke von arthrotischen Veränderungen betroffen werden. In Deutschland ist die Erkrankung am häufigsten im Kniegelenk lokalisiert.[2]

In Deutschland haben ab 65 zwei Drittel Arthrose, in Israel wegen mehr Bor nur 1% der Gesamtbevölkerung

Arthrose ist einer der häufigsten Beratungsanlässe in einer allgemeinmedizinischen Praxis.[3] In Deutschland leiden etwa 5 Millionen Menschen an einer Arthrose.[4] Es ist weltweit die häufigste Gelenkerkrankung (Arthropathie).[5] Das Risiko, an Arthrose zu erkranken, erhöht sich mit zunehmendem Alter.[6] In Deutschland und Österreich sind etwa zwei Drittel der Menschen über 65 Jahren sind von der Erkrankung betroffen[7], jedoch leiden nicht alle Betroffenen auch an den Symptomen.

Die Böden in den USA, England, Australien und Neuseeland haben in der Regel einen durchschnittlichen Borgehalt. Die Bevölkerung nimmt ungefähr ein bis zwei Milligramm Bor pro Tag zu sich, und die Arthroserate liegt bei ca. 20 Prozent. Die Böden und das Trinkwasser der Stadt Carnavon in West-Australien haben jedoch einen hohen Borgehalt. Nur ein Prozent der Einwohner leidet unter Arthrose. In einem Ort namens Ngawha Springs in Neuseeland ist die Lage ähnlich. Die Mineralquelle dort hat viel Bor und gilt als heilsam bei Arthrose. Tatsächlich weisen alle Heilbäder für Gelenkerkrankungen sehr hohe Borwerte auf. Auch in Israel sind sie weit überdurchschnittlich – die Bevölkerung nimmt hier schätzungsweise fünf bis acht Milligramm Bor pro Tag zu sich und hat mit 0,5-1 Prozent eine sehr niedrige Arthroserate.

Ursachen von Arthrose - Entzündung durch Mangelernährung ist korrigierbar

Ursächlich werden ein Übermaß an Belastung (etwa erhöhtes Körpergewicht), angeborene oder traumatisch bedingte Ursachen wie Fehlstellungen der Gelenke oder auch knöcherne Deformierung durch Knochenerkrankungen wie Osteoporose gesehen. Die Arthrose kann ebenfalls als Folge einer anderen Erkrankung, beispielsweise einer Gelenkentzündung (Arthritis) entstehen (sekundäre Arthrose) oder mit überlastungsbedingter Ergussbildung (sekundäre Entzündungsreaktion) einhergehen (aktivierte Arthrose).[8] In der anglo-amerikanischen Fachliteratur wird die Arthrose als Osteoarthritis (OA) bezeichnet, nicht zu verwechseln mit der Rheumatoiden Arthritis (engl. Rheumatoid Arthritis, RA), einer chronisch entzündlichen Gelenkerkrankung. Arthrose kann entweder durch einen Unfall, durch Abnutzung (Sport/ Beruf) oder durch jahrelange Mangelernährung unserer Knorpelzellen entstehen. Werden die Zellen im Knorpel gut versorgt, bilden sie ausreichend Knorpelmaterial bestehend aus Grundsubstanz und kollagenen Fasern. Der Knorpel kann so Druck-, Stoß- und Zugbelastungen gut abfedern und aushalten ohne dass er sich entzündet. Ein vitaler Knorpel ist fähig sich nach einer Verletzung zu erholen. Seinen Zellen teilen sich und können sich selbständig vermehren.

Fettsäureprofil zur Erkennung Ihres Entzündungsrisikos, kardiovaskulären oder Diabetes-Risikos

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Zeigt das Fettsäureprofil rote Balken, so können Sie durch
Ernährungsumstellung die Risiken mit rotem Balken reduzieren[9]


Viele Erkrankungen von Personen über 50 sind auf nicht optimale Blutwerte bei verschiedenen Fettsäuren zurückzuführen, obwohl dieser Aspekt des Risikos dafür mit einem Fettsäureprofil mit Bestimmung des Omega-3-Index sehr leicht erkennbar und durch sehr einfache Ernährungsumstellung bzw. Nahrungsergänzung völlig eliminierbar wäre. Zu diesen Erkrankungen gehören Arthrose, Knochenmarködeme, Diabetes, viele verschiedene Erkrankungen mit entzündlichen Prozessen im Körper, Depressionen, Schlaganfälle, Herzinfarkte, Thrombosen oder plötzlicher Herztod. Arthrose z.B. entsteht oft als Folge langjähriger entzündlicher Prozesse in den Gelenken (Arthritis). Ob in Ihrem Körper entzündliche Prozesse vorliegen, können Sie an Ihrem CRP-Wert im Blut sehen. Auch eine nicht optimale Ernährung kann zu einer oft jahrelang unentdeckten Entzündungsneigung führen, welche dann auch zu Arthritis und in der Folge Arthrose als eine von mehreren Mitursachen führen kann. Während Verletzungen oder Überlastungen von Gelenken als Arthroseursachen vom Patienten selbst nicht gut nachträglich eliminierbar sind, ist dies bei einer nicht optimalen Zusammensetzung der Fettsäuren im Blut wegen falscher Ernährung sehr leicht möglich. Um zu sehen, ob bei Ihnen gute Chancen bestehen, Entzündungsneigungen durch nicht optimale Ernährung auszuschalten, müssen Sie in einem Blutlabor oder bei Ihrem Arzt Blut abnehmen lassen und dieses zur Erstellung eines Fettsäureprofils zu GanzImmun Diagnostics AG in Mainz schicken, um ein "Fettsäureprofil" erstellen zu lassen. Die Kosten dafür betragen ca. 48 € und werden leider meist nicht von den Krankenkassen übernommen. Einen Musterbefund für ein Fettsäureprofil von GanzImmun Diagnostics AG in Mainz finden sie in Einzelnachweis [9]. Etwa 1-2 Wochen nach Blutabnahme erhalten Sie Ihr Fettsäureprofil zugeschickt. Die wichtigste Aussage davon ist die zusammenfassende Beurteilung der Fettsäurendiagnostik auf Seite 2 des Befundes in Form von 4 grünen oder roten Balken für die 4 Risiken Entzündungstendenz, kardiovaskuläres Risiko, verminderte Membranfluidität und eingeschränkte Insulindynamik. Ist der Balken Entzündungstendenz rot (wie im Bild rechts), so haben Sie beste Chancen, durch Umstellung Ihrer Ernährung das Entzündungsrisiko als einen Hauptrisikofaktor für Arthrose auszuschalten. Ist dieser Balken in Ihrem Fettsäureprofil bereits grün, so wissen sie zwar, dass Ihre Ernährungsgewohnheiten betreffend Entzündungsrisiko bereits richtig sind, haben andererseits jedoch keine Möglichkeit durch "Drehen an dieser Schraube" Ihr Arthroserisiko zu reduzieren. Das Fettsäureprofil bietet auch eine gute Basis dazu, eine Reihe weiterer großer mit der Ernährung sehr gut beeinflussbarer Risiken für häufige Krankheiten älterer Menschen zu erkennen und gezielt reduzieren zu können.

Israel zeigt: Je weniger Bor in der Ernährung, um so höher die Arthroseerkrankungsraten

In den 1960er Jahren erkrankte der Osteopath und Naturheilkundler Dr. Rex Newnham an Arthrose. Er arbeitete damals als Boden- und Pflanzenkundler an der Universität von Perth in Australien. Konventionelle Medizin schlug bei ihm nicht an. Durch sein Wissen über die Biochemie der Pflanzen kam er der Ursache der Erkrankung auf den Grund. Ihm war aufgefallen, dass die Pflanzen in seiner Gegend starke Mineraliendefizite aufwiesen, und er wusste, dass Bor den Kalziumstoffwechsel von Pflanzen unterstützt. Also beschloss er, versuchsweise 30 Milligramm Borax pro Tag einzunehmen. Innerhalb von drei Wochen waren seine Schmerzen, die Schwellungen und die Gelenksteifheit verschwunden. Borax ist heute in Deutschland nicht mehr zugelassen und in den Gesundheitsbehörden sorgt man sich wegen der möglichen Toxizität von Bor: „Akute orale Toxizität (LD50 – die Dosis, bei der die Hälfte der Versuchstiere stirbt): 3.000 mg / kg (Ratte). Chronische Wirkung beim Menschen: Bei Körperzellen von Säugetieren erbgutverändernd. Bei Hautkontakt, Verzehr oder Inhalation schwach gefährlich. Niedrigste publizierte letale Dosis (oral) beim Menschen: 1000 mg / kg. Auf plazentalem Wege fruchtschädigend beim Menschen (Fetotoxizität, Abbruch), kann Risiko der Schwangerschaftstoxikose bei anfälligen Frauen erhöhen. Kann Fruchtbarkeitsstörungen und Geburtsschäden bei Tieren, insbesondere Ratten und Mäusen verursachen (Fetotoxizität, Abbruch, Muskel-Skelett-Anomalien); beim Muttertier Schäden an Eierstöcken und Eileitern. Erbgutveränderung möglich (mutagen). Verzehr großer Mengen kann zu Magenverstimmungen mit Übelkeit und Erbrechen führen. Kann Verhaltensauffälligkeiten verursachen (Muskelspastik / Zuckungen, Somnolenz). Beeinträchtigung von Sinnesorganen, Stoffwechsel und Herz-Kreislauf-System. Fortgesetzte Aufnahme kann zu Dehydrierung, Organüberlastung und Koma führen.“

Trotzdem wird in Quelle [10][11] (ohne Prüfung der Seriosität) darüber berichtet, dass es um so höhere Arthroseerkrankungsraten gibt, je weniger Bor in der Ernährung ist.

Newnhams weitere Forschung beschäftigte sich überwiegend mit dem Zusammenhang zwischen Arthroseerkrankungen und dem Borgehalt des Bodens. Beispielsweise fand er heraus, dass die Böden der traditionellen Zuckerrohr-Inseln durch langwierigen, massiven Einsatz von Dünger sehr wenig Bor enthalten. Jamaika hat die niedrigsten Werte, und tatsächlich leiden 70 Prozent der Bevölkerung unter Arthrose. Newnham fiel auf, dass selbst die meisten Hunde dort hinken. Auch auf Mauritius sind die Böden sehr borarm, und die Arthroserate liegt bei 50 Prozent. Die Bevölkerung dieser Länder verzehrt weniger als ein Milligramm Bor pro Tag. Interessant ist der Vergleich zwischen der ursprünglichen Bevölkerung der Fidschi-Inseln und den eingewanderten Indern. Die Arthroserate unter den indischstämmigen Einwohnern wird auf ca. 40 Prozent geschätzt. Sie verzehren viel Reis, der mithilfe von Dünger angebaut wird. Dagegen ernährt sich die indigene Bevölkerung (zehn Prozent Arthroserate) hauptsächlich von stärkehaltigem Wurzelgemüse, das privat und ohne Einsatz von Dünger angebaut wird. Die Böden in den USA, England, Australien und Neuseeland haben in der Regel einen durchschnittlichen Borgehalt. Die Bevölkerung nimmt ungefähr ein bis zwei Milligramm Bor pro Tag zu sich, und die Arthroserate liegt bei ca. 20 Prozent. Die Böden und das Trinkwasser der Stadt Carnavon in West-Australien haben jedoch einen hohen Borgehalt. Nur ein Prozent der Einwohner leidet unter Arthrose. In einem Ort namens Ngawha Springs in Neuseeland ist die Lage ähnlich. Die Mineralquelle dort hat viel Bor und gilt als heilsam bei Arthrose. Tatsächlich weisen alle Heilbäder für Gelenkerkrankungen sehr hohe Borwerte auf. Auch in Israel sind sie weit überdurchschnittlich – die Bevölkerung nimmt hier schätzungsweise fünf bis acht Milligramm Bor pro Tag zu sich und hat mit 0,5-1 Prozent eine sehr niedrige Arthroserate. Knochenanalysen ergaben, dass von Arthrose befallene Gelenke und die daran angrenzenden Knochen nur halb soviel Bor enthalten wie gesunde Gelenke. Ebenso weist die Synovialflüssigkeit – die „Gelenkkapselschmiere“, die auch die Knorpel mit Nährstoffen versorgt – einen geringen Borgehalt auf, wenn das Gelenk von Arthrose befallen ist. Durch eine Nahrungsmittelergänzung mit Bor wurden die Knochen deutlich härter als gewöhnlich, und Chirurgen hatten bei Operationen größere Probleme, sie durchzusägen. Mit zusätzlichem Bor heilen bei Mensch und Tier Knochenfrakturen in etwa der halben Zeit aus. Pferde und Hunde mit gebrochenen Beinen, selbst mit Hüftfrakturen, genasen vollständig.

So regenerieren Knorpelzellen eine Arthrose

Vorbeugung im Anfangsstadium (Bewegung)

Zur Vorbeugung gegen Arthrose werden nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand als empfehlenswert angesehen [12] [13]:

  • eine Abwechslung der Arbeitsposition zwischen sitzen und stehen (z.B. Beine unter dem Schreibtisch ausstrecken, beim Telefonat aufstehen)
  • eine ausreichende Bewegung ohne Überlastung (z.B. Rad fahren, schwimmen, Aquajogging, Treppensteigen, Joggen mit Barfußschuhe[14]. Zu vermeiden sind Joggen mit Fersenauftritt[15], Treppen hinuntergehen)
  • der Schutz vor Gelenkverletzungen (Unfall, Trauma, mit Folge einer Trümmerzyste) (Fuß-, Hand-, Basket-, Volleyballspielen und ähnlichen...)
  • die Verhinderung von Übergewicht
  • die Verhinderung von Übergewicht

Prävention gegen Arthrose und Knorpelschäden mit Nährstoffen

Wir können unsere Knorpelzellen vor Arthrose schützen, wenn wir uns täglich mit Knorpel-Nährstoffen versorgen. Bei einem Gelenkschaden benötigen Sie jedoch einen gezielten Knorpelaufbau. In diesem Falle ist es leider nicht mehr möglich, die benötigte Menge der Nährstoffe über Lebensmittel aufzunehmen. In diesem Fall wird eine Nahrungsergänzung benötigt.

Hier die benötigten Knorpel-Nährstoffe:

  • Bor
  • gut verwertbare Kieselsäure
  • Glucosamin
  • Chondroitin
  • Kollagenhydrolysat

Gelenkknorpel kann sich regenerieren

Früher hat man gemeint, dass ein geschädigter Gelenkknorpel oder ein Knorpelschaden sich nicht regenerieren kann. Aus biologischer Betrachtung hat Dr. Wolfgang Feil (promovierter Biologe, Sportwissenschaftler und Lehrbeauftragter der Universität Furtwangen)[16] diese Behauptung jedoch schon seit Jahren angezweifelt, da der Knorpel ein lebendes System ist und biologische Systeme nach Erneuerung streben. Ebenso kennt Dr. Feil Berichte von vielen ehemaligen Arthrose-Betroffenen, dass sich ihre Gelenke, nach dem Einsatz seiner Arthrose-Strategien wieder schmerzfrei bewegen lassen. Dies weist auf eine Gelenkregeneration hin. Neue Studien haben jetzt 2008 und 2009 bewiesen, dass sich der Knorpel an der Stelle des Schadens tatsächlich wieder regenerieren kann. Je größer der Knorpelschaden ist, desto mehr Knorpelvorläuferzellen (sogenannte chondrogene Progenitorzellen) wandern in die beschädigte Knorpelstelle ein. Diese Knorpelvorläuferzellen wandeln sich anschließend in Knorpelzellen um. Ziel der Knorpelvorläuferzellen ist es, den Knorpelschaden zu reparieren. Dieser Regenerationsweg bedarf jedoch der richtigen Nährstoffversorgung.

Knorpelreparatur über benachbarte Knorpelzellen

Bei guter Nährstoffversorgung mit gut verwertbarer Kieselsäure, Glucosamin, Chondroitin und Kollagenhydrolysat bilden die gesunden Knorpelzellen mehr Knorpelgrundmaterial. Dadurch wird ein Knorpelschaden auch vom Rand her „ausgeheilt“ bzw. verbessert. Damit besteht durchaus eine Chance darauf, dass Menschen mit Knorpelschäden bzw. Arthrose wieder beweglicher werden und weniger Schmerzen haben. Eine gute Nährstoffversorgung hat zur Folge, dass die Beweglichkeit wieder größer wird. Ebenfalls verringern sich die Gelenkschmerzen maßgeblich. Dies weist auf eine zusätzliche entzündungssenkende Kapazität dieser knorpelaufbauenden Nährstoffe hin. Im Kernspin konnten diese Knorpelregeneration durch eine gute Versorgung mit natürlicher Kieselsäure, Glucosamin, Chondroitin und Kollagenhydrolysat nachgewiesen werden. Im wesentlichen sind dazu vier knorpelaufbauende Nährstoffe wichtig. Entscheidend für den Erfolg ist die ausreichende Aufnahme dieser Knorpel-Nährstoffe über Lebensmittel bzw. Nährstoffkomplexe.

Schaffen optimaler Bedingungen für einen Knorpelaufbau über die Ernährung

Gewebe- und Knorpelschäden, Knochenerweichung und Knochenmasseverlust durch Aluminium

Für Dr. Daniel Perl, Neuropathologe an der medizinischen Fakultät der University of Vermont, spielt "Calcium- und Magnesiummangel einhergehend mit der steigenden Umweltbelastung mit Aluminium eine Rolle als Verursacher von Alzheimer". Noch weniger bekannt ist, dass sich auch Knochenweiche (Knochenerweichung = Osteomalazie) und Knochenmasseverlust sowie Nieren- und Gewebeschäden (wie z.B. Knorpelschäden, Knorpeldefekte bzw. Chondropathie) häufig auf das Leichtmetall zurückführen lassen. Für die Alzheimer-Prävention und bei Knorpeldefekten bzw. Chondropathie, welche oft als Knorpelabnutzung eingeordnet wird, ist es deshalb entscheidend zu wissen, wie wir den direkten Kontakt mit Aluminium im Alltag und die Aufnahme von Aluminium über die Ernährung oder Medikamente einschränken können. Nähers dazu und auch über Kosten und Normalwerte (bei) der Aluminium-Blutanalyse siehe Aluminium im menschlichen Körper in diesem Lexikon und [17][18]. Um bei Knochenmarködemen, Knorpelschäden, Knorpeldefekten bzw. Chondropathie optimale Bedingungen für Knochen und Knorpel zu schaffen, sollte man auch eine Blutanalyse im Hinblick auf Aluminium machen lassen, und im Fall höherer Aluminium-Werte als 10µg/l versuchen, die Ursache zu ergründen und auf Normalwerte zurückzuführen.

Junger Knorpel hat hohen Anteil an der Eicosatriensäure

Während eines ausgeprägten Mangel-Zustandes an essentiellen Fettsäuren produziert der Körper seine eigene ‚essentielle‘ Fettsäure, die kaum bekannte Mead'sche Säure oder Eicosatriensäure 20:3(n-9). Diese antientzündliche Omega-9-Fettsäure wurde erstmals von dem Biochemiker James F. Mead beschrieben und ist die einzige mehrfach ungesättigte Fettsäure, die der menschliche Körper de novo herstellen kann. Im Gegensatz zu anderen Geweben hat junger Knorpel einen ungewöhnlich hohen Anteil an der Mead'schen Säure und nur geringe Mengen an mehrfach ungesättigten Omega-6-Fettsäuren. Dies passt zu dem Fettsäuremuster bei Tieren, die einer langen Fastenperiode mit Verzicht auf essentielle Omega-6-Fettsäuren ausgesetzt waren. Eine Reduktion von Omega-6-Fettsäuren und damit eine Akkumulation von Omega-9-Fettsäuren im Knorpelgewebe könnte ein wichtiger Faktor für den Erhalt dieses Gewebes sein (Adkinsson et al., 2012). Haugen et al. (1994) konnten aber keine Veränderung der Mead'schen Säure in der Rheuma-Diät-Studie mit vegan-vegetarischer Ernährung feststellen (vgl. Kapitel 9.5.). Allerdings wurde in dieser Studie nicht der Gehalt im Knorpelgewebe untersucht. Die Mead’sche Säure erklärt zumindest, warum Unterernährte auch ohne ALA, EPA und DHA noch überleben. Der menschliche Organismus ist auf Mangel eingestellt und kann erstaunlich gut und lange mit vielen Mangelsituationen umgehen, solange sie nicht lebensbedrohlich sind. Eine chronische Überversorgung dagegen trat in der Entwicklungsgeschichte noch nie auf und schädigt ihn auf Dauer immer.[19]. Wie hoch die Blutserum-Werte Ihrer Eicosatriensäure sein sollen, und wie sie zu niedrige Werte über die Ernährung erhöhen, können Sie beim Artikel Eicosatriensäure in diesem Lexikon nachlesen.

Entzündungshemmende Gewürze

Aus der chinesischen und indischen traditionellen Medizin wissen wir, dass Gewürze gegen Entzündungen und Schmerzen wirken. Aktuelle wissenschaftliche Studien der westlichen Medizin konnten diese Wirkung bestätigen. Besonders entzündungs- und schmerzsenkend wirken die Gewürze Chili, Kurkuma, Zimt und Ingwer sowie alle grünen Kräuter: Oregano, Petersilie, Schnittlauch, Salbei, Thymian, Rosmarin, Liebstöckel, Basilikum, Koriander, Dill usw.
Gewürze und Kräuter enthalten hunderte von entzündungssenkenden Inhaltsstoffe. Die wichtigsten sind in der Tabelle aufgelistet:

Gewürze/Heilkräuter Entzündungshemmender Hauptwirkstoff
Chili Capsaicin
Doldenblütler:
- Petersilie, Koriander,
- Kreuzkümmel, Anis,
- Kerbel, Fenchel
Anethol, Apigenin, Polyacetylen
Ingwer Gingerol
Kurkuma Curcumin
Lippenblütler:
- Minze, Thymian,
- Majoran, Oregano
- Basilikum, Rosmarin
Urolsäure, d-Limonen, Luteolin
Zimt Zimtaldehyd

Essen Sie täglich einen Esslöffel kleingeschnittener Kräuter. Wechseln Sie mit den Kräutern ab, um eine große Vielfalt in der entzündungssenkenden Wirkung zu bekommen. Im Winter können Sie tiefgefrorene Kräuter einkaufen und verwenden. Tipp: Kräuter ergänzen sich optimal in ihrem täglichen Salat und machen diesen abwechslungsreich. Frische Kräuter passen auch sehr gut in einenn Knoblauch-Joghurt als Saucenbeilage. Der entzündungshemmende Wirkstoff aus dem Kurkuma heißt Kurkumin. Dieser pflanzliche Wirkstoff hemmt das Eiweiß NF-kB, das eine Entzündungsreaktion in einem Gelenk anschaltet. Das Kurkumin ist öllöslich. Deshalb sollten Sie Kurkuma zunächst immer in Öl lösen (siehe unten). Da die Kurkuma-Aufnahme im Darm in Verbindung mit Pfeffer bis zu 1000 Mal höher ist, sollten Sie darüberhinaus Kurkuma immer zusammen mit genügend Pfeffer aufnehmen.[20]

So viel wie möglich Omega-3 Fettsäuren

Auch Omega-3-Fettsäuren verringern Ihre Entzündungswerte. Essen Sie täglich Fisch. Besonders entzündungssenkend wirken dabei Makrele und Hering (also auch im Glas oder in der Dose). Als grobe Orientierung sollten pro Tag 3000 mg EPA und DHA zugeführt werden, was auch mit 4 Fischölkapseln mit je 300mg (EPA und DHA) und 100g Lachs pro Tag (1600mg EPA+DHA) möglich ist, Details und Bezugsquellen dazu siehe Omega-3-Fettsäuren in diesem Lexikon.

Ob Sie ausreichend Omega-3-Fettsäuren in der Ernährung zuführen, können sie feststellen, indem Sie in einem Blutlabor den Omega-3-Index feststellen lassen. Dieser Wert sollte zwischen 9.5 % und 11 % sein und ist meist zu niedrig. Die Bestimmung des Fettsäureprofiles[9] im Blutlabor beinhaltet auch den Omega-3-Index und kostet im Jahr 2013 ca. 48 Euro.

Die Schwermetallbelastung kann bei großen Raubfischen (z.B. Hai, Schwertfisch, Thunfisch) hoch sein, da es hier zu einer Schadstoffanhäufung durch die Nahrungskette kommt. Kleinere Fische (Hering, Makrele, Lachs, Sardinen) stehen am Anfang der Nahrungskette und sind deshalb in der Regel unbelastet.

Folgende pflanzliche Öle sind Omega-3 haltig und sollten zusätzlich regelmäßig verwendet werden: Speiseleinöl (54 % Omega-3 Fettsäuren)und Walnussöl (12 % Omega-3 Fettsäuren). Walnussöl passt gut in Salat und Speiseleinöl eignet sich zu Milchspeisen (z.B. Quark mit Leinöl und Früchten) und in geringer Dosierung zu Salat. Diese Öle müssen mit ausreichend langem Haltbarkeitsdatum gekauft und kühl gelagert werden, da sie sonst leicht verderben können.

So verwertet Ihr Körper mehr Omega-3 Fettsäuren
Gesättigte Fettsäuren (z.B. im Fleisch und in Wurst) und Omega-6 Fettsäuren (enthalten im Sonnenblumenöl und im Distelöl) konkurrieren um die gleichen Enzymsysteme im Körper. Wenn Sie eine größere Omega-3 Wirkung erreichen möchten, dann sollten Sie wenig Fleisch und Wurst essen und auf Sonnenblumen- und Distelöl ganz verzichten.

Grüner Tee

Grüner Tee hat stark entzündungshemmende Inhaltsstoffe aus der Gruppe der Catechine. Es konnte nachgewiesen werden, dass in Knorpelzellen der Entzündungsaktivator TNF-a durch diesen Wirkstoff aus dem grünen Tee gehemmt werden kann. Wenn Sie Schmerzen haben, sollten Sie deshalb jeden Tag 3-4 Tassen grünen Tee trinken.

Tipp: So machen Sie mehr aus ihrem Grünen Tee
Mehr Polyphenole aus dem Grünen Tee können in Ihrem Körper wirksam werden, wenn Sie in den grünen Tee eine Zitrone pressen. Der grüne Tee sollte bei der Zitronenzufuhr jedoch nicht heißer als 70 Grad sein.

Gemüse, Salat und Obst im Überfluss essen

Arthrose- und Schmerzpatienten sollten den Verzehr von Gemüse, Salat und Früchten deutlich steigern, da in diesen Lebensmitteln viele Bioflavonoide enthalten sind, die Entzündungen massiv abbauen. Nachweislich wird durch einen hohen Gemüse-, Salat- und Obstverzehr das C-reaktive Protein (CRP = Entzündungsprotein) gesenkt. Besonders geeignet sind Zwiebel, Knoblauch, Erbsen, Brokkoli, Zitrusfrüchte, Erdbeeren und Heidelbeeren. Tipp: besorgen Sie sich Brokkoli und Erbsen als Tiefkühl-Ware. Dann können Sie bei Bedarf immer eine Extra-Portion herausholen: mit kochendem Wasser übergießen und die entzündungsenkende Beilage ist ruckzuck fertig.

So macht Ihr Körper mehr aus Zwiebel und Knoblauch
Schneiden Sie Zwiebel und Knoblauch ganz fein und lassen Sie beide Gemüse 5-10 Minuten vor der Weiterverarbeitung sitzen. Dadurch entwickelt sich viel mehr von den entzündungssenkenden Stoffen Allizin, Diallylsulfid und Ajoen.

Lebensmittel mit hohem Bor-Gehalt

Bei Entzündungen sollte der Boranteil in der Ernährung deutlich hochgefahren werden. Bor ist ein wichtiges Spurenelemt mit schmerzsenkender Eigenschaft. Diese schmerzsenkende Bor-Wirkung ist in folgenden Lebensmitteln enthalten: Gurken, Zucchini, Rettich, Nüsse, 1/8 l Rotwein, Pflaumen/Zwetschgen (auch getrocknete Pflaumen), roter Traubensaft. Tipp: Nehmen Sie täglich mindestens 2 Portionen an Borquellen auf. Ihre tägliche Boraufnahme sollte bei mindestens 6 mg pro Tag liegen. Hitliste Bor-reicher Lebensmittel

Borreiche Lebensmittel [21] mg/100g bzw. mg/100ml
Pfirsich 7,0
Gurke 3,6
Pflaume/Zwetschke 2,7
Rote Beete (rote Rüben), Rettich 2,1
Nüsse 2,0
Sellerie 1,1
Avocado 1,0
Rotwein 0,9
Getreide 0,6
Aprikose/Marille 0,5
Karotte/Möhre 0,3
Grünkohl, Rotkohl, Rosenkohl 0,3
Blumenkohl (Karfiol), Broccoli 0,2
Apfel, Birne, Zitrusfrüchte 0,2
Tomate 0,1

Auf ausreichend Kieselsäure achten

Der allerwichtigste Hauptnährstoff für einen stabilen Knorpel ist Kieselsäure. Diese liefert den Baustein Silizium. Viele Tierversuche zeigten, dass bei siliziumreicher Ernährung alle Knorpelstrukturen im Körper stabiler sind. Bei ausreichender Versorgung mit Silizium produziert der Körper einerseits mehr kollagene Fasern, andererseits mehr Knorpelgrundsubstanz. Die Grundernährung sollte deshalb generell viele kieselsäurereiche Lebensmittel enthalten (z. B. 2 x pro Woche Naturreis, 3-5 x pro Woche Haferflocken, täglich 1 Banane und 2 x pro Woche Kartoffeln mit Schale).

Kieselsäure-Bedarf: 10-40mg/Tag und mehr lt. Prof. Dr. Hecht

Der Tagesbedarf für Silicium ist aufgrund der verhältnismäßig jungen Forschung nicht gänzlich geklärt. Die Empfehlungen sind je nach Quelle im Bereich von 3-4 mg/Tag bis zu 40 mg und mehr pro Tag. Wer es genauer wissen will, kann in einem guten Labor eine Haaranalyse machen lassen, um den Silicium-Gehalt in seinem Körper untersuchen zu lassen. Mineralstoffe (so auch Silicium) werden schichtweise im Haar genauso abgelagert, wie im Inneren des Körpers.

Laut den Studien von Ravin Jugadaohsingh (Ravin Jugadaohsingh et al., 2002) scheidet der Körper 10-25mg Silicium täglich mit dem Urin aus. Weitere bis zu 15 mg werden über Stuhl ausgeschieden. Mindestens also eine Menge von 10-40mg wäre demnach angezeigt, um Siliciummangel mit Sicherheit zu vermeiden. Die Bedeutung sowie Einnahmeempfehlung für Silicium lässt sich in den Worten des Siliciumforschers und Autors des Buches "Siliziummineralien und Gesundheit", Prof. Dr. med Karl Hecht, jedoch wahrscheinlich zutreffender ausdrücken:

„Durch zahlreiche Untersuchungen und praktische Erfahrungen wissen wir, dass Kieselsäure in der Lage ist, den Alterungsprozess zu verlangsamen und die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu steigern. Es wird vermutet, dass 80% der Weltbevölkerung einen Mangel an Silizium haben. Ich empfehle, etwa 50 bis 100 mg Kieselsäure pro Tag aufzunehmen. Neben Schachtelhalm-Tee, Tonerden, Zeolith und kolloidalem Silizium sind kieselsäurereiche Heilwässer ideale und natürliche Silizium-Quellen.“

Prof. Dr. med. Karl Hecht[22]

Bedarf 3-4 mg/Tag laut Lindenapotheke Wien

Silicium kann über Magen und Darm mit der Nahrung aufgenommen oder über die Lunge inhaliert werden. Ein Mensch resorbiert rund 12mg/Tag. Der größte Teil des Silikats verlässt den Körper unresorbiert mit dem Stuhl. Oral verabreichte Kieselsäure wird – abhängig von Geschlecht und Alter sowie von der Aktivität von Drüsen – besser aufgenommen und über die Niere wieder ausgeschieden. Etwa 4 % Silicium wird resorbiert und über das Blut im Körper verteilt. Der tägliche Bedarf liegt bei 3 bis 4 mg oder 50mc/kg Körpergewicht.[23] Unser Blutserum enthält einen ziemlich gleichmäßigen Spiegel mit 500mcg/l. Besonders in Sehnen, Knochen, Knorpeln und Haut wird das Silicium gespeichert. In der Lunge und in den Lymphknoten kommt Silicium ebenfalls konzentriert vor.

Kieselsäuregehalt von Lebensmitteln

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Rogaska Donat Mineralwasser: 1070 mg Magnesium, 145mg SiO2/48mg Silizium je Liter


Pflanzliche Lebensmittel weisen mehr Silicium – vorliegend als Silikat oder Mono-Kieselsäure – auf als tierische Produkte. In Ei und Kuhmilch sind rund 30 mg/kg, in Erdnuss und Kartoffel rund 60 mg/kg enthalten. In Hirse – eine der ältesten Getreidesorten – und Hafer sind 400mg/kg und mehr vorzufinden. Wein und Bier enthalten Kieselsäure (30 – 60 mg/l) , jedoch nur extrem wenige in Österreich oder Deutschland erhältliche Mineralwässer beinhalten Silikate (bis 100mg/l).[23] Im Rogaska Donat Mineralwasser aus Slowenien sind 145 mg SiO2[24] je Liter enthalten bzw. 156 mg Metasiliziumsäure/Liter.[25] Auf folgender Internetseite findet man die Mineralwassersorten der Welt, sortiert nach beliebigen Inhaltsstoffen, also auch nach Kieselsäure: http://www.mineralwaters.org [26]. Den Siliziumgehalt verschiedener Mineralwassersorten finden Sie auch beim Artikel Magnesium in diesem Lexikon.

Kritische Stimmen zu Kieselsäure-Einnahme: Nierenstein-Gefahr?

Kieselerde besteht zu 80% aus Kieselsäure. Diese wiederum enthält etwa zu einem Drittel Silizium, das zweithäufigste Element der Erde. Vor der Einnahme von Kieselerde-Produkten wird auch gewarnt: Das deutsche Bundesgesundheitsamt und etliche deutsche Bundesländer sind gerade dabei, die Kieselerdeprodukte zu verbieten und/oder unter Rezeptpflicht zu stellen![27].

Kieselerde besteht laut [28] zu 94 % aus Siliciumoxid. Daneben finden sich kleinere Mengen an Aluminium, Eisen, Kalzium, Phosphor und Magnesium. Silicium gehört wie Aluminium zur Gruppe der so genannten Ultraspurenelemente, deren spezielle Funktion nicht bekannt sind. Der Bedarf von Mensch und Tier wird über die normale Nahrung gedeckt, zumindest sind einschlägige Mangelerscheinungen bisher nicht aufgetreten.Es gibt bisher keine klinischen Erkenntnisse darüber, ob Kieselsäure überhaupt wirkt und tatsächlich "gesund und schön" macht. Im Gegenteil: Es gibt Hinweise, dass Kieselsäure - langfristig und hochdosiert eingenommen - zu Nierensteinen führen kann. Nach Rechercheergebnissen des Instituts für Mineralogie der Universität Hamburg und der Bundesanstalt für Materialforschung enthielten neun von zehn Kieselerde Präparaten vergleichbar mit normalen Sand - hauptsächlich Quarz oder Cristobalit. Beide Stoffe sind kristalline Formen von Siliziumdioxid. Fein gemahlen gilt kristallines Siliziumdioxid in anderen Industriebereichen sogar als "Gefahrstoff". Wird beispielsweise Quarzstaub eingeatmet, kann es zu Lungentumoren führen. Nach Erkenntnissen des Fraunhofer Instituts für Toxikologie in Hannover kann eine Gesundheitsgefahr auch nicht ausgeschlossen werden, wenn Quarzstäube geschluckt werden. Wolfgang Becker-Brüser, einer der führenden Experten für Medizinprodukte in Deutschland und Herausgeber des "arznei-telegramms", konstatiert: "Kieselerde ist ein überflüssiges Produkt. Es wird mit vielen Versprechungen auf den Markt gebracht, die nicht gehalten werden können.

Wirkungen des Siliciums laut Lindenapotheke Wien

Silicium ist im Bindegewebe und in den Epithelzellen der Haut enthalten. Es wurde beobachtet, dass die orale Einnahme von Silicium den Gewebsdruck in der Haut erhöht und die Haut dicker wird. Dabei setzt in der Folge auch die Wirkung in Haaren und Nägeln ein. Silicium soll im Bindegewebe und im Knorpel dafür verantwortlich sein, dass Proteine und Mucopolysaccheride untereinander vernetzt sind. Mit einer gezielt zusammengesetzten Zusatzernährung unterstützt man das Silicium in seiner Wirkung auf Haut, Haare und Nägel.

Achten Sie deshalb auf:

  • Biotin (Vitamin H) stimuliert die Erneuerung der oberen Hautzellen;
  • Kupfer ist als Initiator für den Aufbau von Kollagen und Elastin im Bindegewebe der Haut bedeutend;
  • Selen ist ein guter Fänger für Radikale schützt dadurch die Hautzellen;
  • Pantothensäure (Vitamin B5) wirkt mit Silicium besonders bei Haaren gegen das Vergrauen;
  • Zink gilt als Spurenelement, das die Nägel gleichförmig erhält und die weißen Flecken in den Nägeln verhindert;
  • Eisen wirkt auf die Nägel kräftigend und beugt Verdrehungen der Hornsubstanz vor, was besonders für Frauen wichtig ist.

Bei Siliciummangel konnte man im Tierversuch Störungen der Entwicklung und Beschaffenheit des Bindegewebes, der Haut, Haare und Nägel sowie der Knochen feststellen. Bei Zugabe von Kieselerde oder Silikaten besserte sich das Bild. Es wird deshalb begründet angenommen, dass Silicium für die Knochenbildung benötigt wird. Das für das Wachstum nötige Vitamin D (Kalziumeinlagerung zur Festigung der Knochensubstanz) spielt beim Silicium keine besondere Rolle. Das Silicium wirkt in der Wachstumszone der Knochen. Silicium soll auch bei der Elastizität der Blutgefäße wirksam sein. Dies wird aus Berichten aus Japan geschlossen, weil in Gegenden mit siliciumreichem Trinkwasser die Sterberate bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen niedriger ist. Dabei wird dem Silicium auch ein Effekt zur Senkung des Triglycerid- und Cholesterinspiegels zugeschrieben.[23]

Knorpelkraft aus der Schale: Kartoffel

Die Kieselsäure steckt bei der Kartoffel fast ausschließlich in der Schale. Verwenden Sie möglichst Kartoffeln aus Bio-Anbau. Schneiden sie grüne Kartoffelstücke großzügig mit der Schale weg. Grüne Kartoffelschalen enthalten das Zellgift Solanin.

Knorpelaufbau dank Ackerschachtelhalm und Brennnessel

Keine Pflanze enthält nur annähernd so viel Kieselsäure wie Ackerschachtelhalm. Fast 10 % der pflanzlichen Trockenmasse besteht aus Kieselsäure. Ein weiterer hochwertiger Kieselsäurespender ist die Brennnessel. Wirksame Inhaltsstoffe von Ackerschachtelhalm und Brennnessel sind neben dem hohen Gehalt gut verwertbarer Kieselsäure auch Quercetin und Kämpferol. Diese sekundären Pflanzenstoffe haben nachweislich ein hohes Potenzial, Entzündungen abzubauen. Zur verbesserten Knorpelregeneration setzte Dr. Wolfgang Feil deshalb bei Arthrose seit über 15 Jahren mit großem Erfolg Ackerschachtelhalm- und Brennnessel-Extrakte ein.[29]

Kieselsäure nur wirksam bei guter Resorption

Für die Wirksamkeit von Kieselsäure ist die Resorption im Darm entscheidend. Während die Aufnahmefähigkeit bei Lebensmitteln im Bereich von 40 % liegt, können handelsübliche Kieselsäurepräparate (weiße Pulververbindungen, Kieselgele, Tabletten oder Kapseln mit Kieselsäure) vom Darm kaum verwertet werden (Resorption weniger als 1%). Wesentlich wirkungsvoller ist die Kieselsäure aus Extrakten von Ackerschachtelhalm oder Brennnessel. Die Resorption liegt hier bei über 95 % (siehe Friedrich Reuss, 1995, Uni Ulm). Deshalb reicht auch schon eine kleine Menge von 1 TL flüssigem Extrakt oder ½ TL Extraktpulver pro Tag raus. Frische Presssäfte werden auch gut aufgenommen, allerdings wird eine deutlich höhere Menge benötigt (ca. 3 Esslöffel), um auf die gleiche Wirkung der Extrakte zu kommen.

Wirkt Brennnessel- oder Ackerschachtelhalm Tee?

Ackerschachtelhalm- oder Brennnesseltee stellen eine gute Quelle an Kieselsäure dar – allerdings nur dann, wenn die Pflanzenteile gut aufgeschlossen werden. Hierfür muss der Tee 2 Stunden leicht vor sich hin köcheln. Anschließend sollte der Sud über Nacht ziehen und dann ausgepresst werden. Nur so kann ein hoher Anteil der Kieselsäure aus den Pflanzen herausgelöst werden. Ein kurzer Tee-Aufguss reicht dafür leider nicht.

Nahrungsergänzung zum Knorpelaufbau

Wichtige Blutserum-Werte bei Knorpeldefekten oder Arthrose

Um Ihrem abgenutzen oder defekten Knorpel optimale Bedingungen für einen Knorpelaufbau zu bieten, sollten Sie folgende Blutwerte in einem Blutlabor feststellen lassen, und im Fall von Abweichungen vom Soll- bzw. Normbereich mit Nahrungsergänzung korrigierend einwirken:

Blutwert Soll größer/kleiner Sollwert Einheit Min. laut Norm Max. laut Norm Kosten in € Anmerkung
Aluminium kleiner als 1,00 µg/dl 0,00 1,00 25,27 Höhere Werte als 1,00 µg/dl schädigen alle Gewebe und auch die Knorpel,

können zu Demenz und Alzheimer führen, das Nervensystem schädigen,
eine Ursache von Arthrosen wie Spondylarthrose oder Coxarthrose sein
und/oder Allergien, Asthma und auch Neurodermitis bewirken.

Bor größer als 60 µg/l 17 60 24,13 Bestimmung erst seit 2013 bei GanzImmun Diagnostics AG in Mainz möglich, bei 25% liegt der Bor-Wert unter 16.94 µg/l, bei 50% unter 24.59 µg/l und bei 75% unter 37.28 µg/l
Eicosatriensäure 20:3 größer als 70 mg/l 42,00 98,00 47,80 Preis bei GanzImmun Diagnostics AG in Mainz für

Fettsäureprofil[9]. Zu wenig Eicostatriensäure (DGLA),
kann auch die Ursache von vielen entzündlichen
Prozessen wie Rheuma, oder auch von Ekzemen,
Arthrosen oder Neurodermitis sein.
Falls der Eicosatriensäure-Spiegel im Blutserum zu
niedrig ist, kann dieser durch Einnahme von
Borretschöl-Kapseln erhöht werden, siehe
Artikel über Eicosatriensäure in diesem Lexikon.

Omega-3-Index (EPA und DHA) größer als 9,5  % 8,00 11,00 47,80 Preis bei GanzImmun Diagnostics AG in Mainz für Fettsäureprofil[9].

Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren kann auch die Ursache von vielen
entzündlichen Prozessen wie Rheuma, Knochenmarködemen, Knorpeldefekten,
Arthrosen, koronaren Herzkrankheiten oder Schlaganfällen sein.
Auch plötzlicher Herztod, Diabetes, Zuckerkrankheit, Depressionen
(Störung der Serotoninaufnahme) können von einem Mangel am Omega-3-Fettsäuren
mitverursacht werden.

Silizium größer als 130,0 µg/l 0,00 230,00 34,14 Eine ausreichende Siliziumversorgung ist

wichtig für den Knorpelaufbau und
zum Ausschwemmen von Aluminium

Selen größer als 10 µg/dl 7,40 13,90 40,41 Zink, Selen, Kupfer und Mangan haben eine hemmende

Wirkung auf Entzündungsreaktionen, schützen den Knorpel vor
Abbau und fördern den Bindegewebestoffwechsel.
Selen wirkt auch vorbeugend gegen einige Krebserkrankungen.

25-OH-Vitamin D größer als 70 ng/ml 30,00 100,00 Krankenkasse Neue Studien zeigen, dass dem Vitamin D3 eine hohe

entzündungsabbauende Kapazität zugesprochen wird.
Hohe Vitamin D-Spiegel sind wichtig zur Abheilung von
Knochenmarködemen, gegen Osteoporose und bei Knorpeldefekten
Vitamin D wirkt auch präventiv gegen sehr viele Krebserkrankungen.

Zink größer als 110 µg/dl 70,00 150,00 Krankenkasse ? Zink, Selen, Kupfer und Mangan haben eine hemmende

Wirkung auf Entzündungsreaktionen, schützen den Knorpel vor
Abbau und fördern den Bindegewebestoffwechsel.
Zink kann auch Ekzeme zum Abklingen bringen.

Bor als Nahrungsergänzung (5x3mg/Woche)

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Eine ausreichende Versorgung mit Bor ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen Knorpelaufbau. Wenn man nicht sicher ist, ob man über die Ernährung genug Bor aufnimmt, so kann man seit 2013 auch Bor in Form von Kapseln ergänzen. Als grober Anhaltspunkt sollte man Bor mit Kapseln dann ergänzen, wenn man einen Knorpelschaden bzw. Chondropathie hat und der Bor-Wert im Blutserum unter 60 µg/l ist. Der Bor-Wert kann bei GanzImmun Diagnostics AG in Mainz durch Einsenden einer Blutserum-Probe, abgenommen in einem Blutlabor in Ihrer Nähe, für ca. 21 € bestimmt werden. Bor beeinflusst laut GanzImmun-Befund das Immunsystem, den Knochenstoffwechsel, das Hormansystem, die Vitamin D-Synthese und Zellteilung und Regeneration. Durch Supplementation von Bor konnte laut GanzImmun in einer Studie ein um 64% vermindertes Prostatakrebsrisiko nachgewiesen werden. Bor hat einen Einfluss auf psychologische und neurologische Funktionen. Kognitive Fähigkeiten, Aufmerksamkeit und Motorik können durch Bor verbessert werden. Die tägliche Aufnahme von Bor über die Nahrung wird auf 2 mg pro Tag geschätzt.

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Entzündungen senken mit Vitaminen C, D3, Carotin und E

Untersuchungen konnten zeigen, dass Personen mit Entzündungen (z.B. Rheumatiker) weniger Vitamin C, Betacarotin, Vitamin E und Vitamin D3 im Blut haben. Die Entzündungsreaktion verbraucht vermehrt diese Vitamine. Während Vitamin C (in einer Dosierung von 300 – 500 mg) und ß-Carotin (in einer Dosierung von ca. 10 mg) durch täglich 2 große Portionen Salat und Gemüse sowie durch Obst und Kräuter erreicht wird, ist die empfohlene Vitamin E Zufuhr zur Entzündungskanalisierung (ca. 30-100 mg) über Lebensmittel nicht zu schaffen. Personen mit Entzündungen und Schmerzen sollten deshalb eine zusätzliche Nahrungsergänzung mit moderatem Vitamin E nehmen. Neue Studien zeigen, dass besonders dem Vitamin D3 eine hohe entzündungsabbauende Kapazität zugesprochen wird. Da Vitamin D nur in wenigen Lebensmittel enthalten ist (besonders Hering, Lachs, Champignons, Ei) und die Sonnenbestrahlung höchstens im Hochsommer ausreicht, haben viele Menschen in Deutschland nicht genügend Vitamin D und damit schlechte Knochen- und Knorpelstrukturen. Deshalb empfiehlt Dr. Wolfgang Feil, täglich ganzjährig 20 ug Vitamin D3 aufzunehmen.[30]

Neue Studien konnten zeigen, dass durch eine Vitamin D-Zufuhr mehr von dem anti-entzündlichen Botenstoff Interleukin 10 gebildet wird. Ebenso hemmt die Vitamin D Aufnahme die Bildung des Entzündungsstoffes TNF-a. Die Vitamin D3-Empfehlung gilt auch für Sportler. Durch eine tägliche Vitamin D-Zufuhr geht das Risiko, Ermüdungsbrüche und andere Verletzungen zu bekommen, deutlich zurück. Die Empfehlung der offiziellen Ernährungsstellen ist mit 5 -10 ug Vitamin D3 derzeit deutlich zu gering – ich erwarte, dass die Empfehlung aufgrund der neuen Datenlage in den nächsten Jahren verdoppelt wird.

Spurenelemente Zink, Selen, Kupfer und Mangan helfen bei Arthrose

Seit vielen Jahren empfiehlt Dr. Wolfgang Feil Arthrose- und Rheuma-Schmerzen auch zusätzlich mit Zink, Selen, Kupfer und Mangan entgegenzuwirken. Alle 4 Spurenelemente haben eine hemmende Wirkung auf Entzündungsreaktionen, schützen den Knorpel vor Abbau und fördern den Bindegewebestoffwechsel.

Kollagenhydrolysat (aufgespaltenes Gelatinepulver)

Früher hat man bei Gelenkbeschwerden Gelatinepulver und Sülze empfohlen. Heute wird aufgespaltenes Gelatinepulver (Kollagenhydrolysat) zur Knorpelernährung verwendet. Beim Kollagenhydrolysat handelt es sich um Gelatinebruchstücke. In Studien konnte mit radioaktiv markiertem Kollagenpulver aufgezeigt werden, dass diese Gelatinefragmente als ganze Bauteile in den Knorpel eingebaut werden. Gleichzeitig werden die Knorpelzellen zu verstärkter Kollagenbildung angeregt. Es konnte nachgewiesen werden, dass bei guter Kollagenhydrolysatversorgung die Kollagenbildung der Knorpelzellen 250 % höher ist.

Kollagenhydrolysat – die richtige Dosierung entscheidet über den Erfolg
In mehreren doppelblind, placebo-kontrollierten Studien führte die tägliche Gabe von 10 g Kollagenhydrolysat zu einer höheren Belastbarkeit arthrotischer Gelenke. Ebenso verbesserte sich die Gelenk-Beweglichkeit und die Schmerzen nahmen ab.

Glucosaminsulfat & Chondroitin kontrovers diskutiert

Glucosaminsulfat gehört zu den Mucopolysacchariden und ist ein weiterer wesentlicher Baustein von Knorpelstrukturen. Glucosaminsulfat fördert den Einbau von Schwefel in Knorpelstrukturen. Wie Ackerschachtelhalm und Brennnessel zeigt Glucosamin ebenfalls eine entzündungshemmende Kapazität. Stark glucosaminhaltig sind Muttermilch und Krabbenschalen. Da die Empfehlung zurück zur Muttermilch zu gehen oder täglich 4 Krabben mit Schale zu essen nicht umzusetzen ist, arbeitet Dr. Wolfgang Feil seit vielen Jahren mit einer gezielten Nährstoffzufuhr in Kapselform.

Glucosamin – Wirksamkeit teilweise bestätigt ?

Inzwischen gibt es viele gute Studien, die nachweisen konnten, dass Glucosaminsulfat Schmerzen, Steifheit und Schwellungen im Gelenk reduzieren und mindestens genauso wirksam sind wie Schmerzmittel, allerdings ohne deren negative Nebenwirkungen. Außerdem konnte in diesen Studien gezeigt werden, dass das Fortschreiten der Gelenkzerstörung verlangsamt oder sogar gestoppt wurde. Glucosamine und Chondroitinsulfat spielen eine bedeutsame Rolle im Knorpelstoffwechsel. Inzwischen gilt es als bewiesen, dass Glucosamin und Chondroitinsulfat entscheidend zur Regeneration des Knorpels und zum Wiederaufbau der Knorpelmasse beitragen. Insgesamt mehr als 30 Doppelblindstudien mit Placebos haben in den letzten Jahren gezeigt, dass die Einnahme dieser Substanzen zu einer erheblichen Senkung des Verbrauchs von Schmerzmitteln führt. Der weltbekannte Arthroseforscher Hungerford schrieb kürzlich, dass die Effizienz dieser Substanzen für die Behandlung der Arthrosen in experimentellen, tierexperimentellen und in klinischen Studien nun endgültig nachgewiesen sei, und dass sie einen „prominenten Platz“ in der nichtchirurgischen Behandlung der Arthrose einnehmen. Als optimale Dosis ist die tägliche Gabe von 1.500 mg Glucosamin und 1.200 mg Chondroitinsulfat festgestellt worden. Diese Dosierung über mehrere Monate lag auch den meisten randomisierten (nach dem Zufallsverfahren ausgewählten) Studien zu Grunde.[31]

Glucosamin – Dosierung & Dauer entscheidet über den Erfolg ?

Die wirksame Dosierung bei Arthrose oder Arthritis liegt bei täglich 1500 mg Glucosaminsulfat. Die Anwendung sollte mindestens 3-4 Monate dauern. Kurzfristige Nährstoffgaben oder niedrig dosiertes Glucosamin (z.B. 500 bis 1000 mg) bringen keinen gesicherten Erfolg im Knorpelaufbau. Mehrjährige Studien mit der 1500 mg Dosierung belegen die Unbedenklichkeit dieses Knorpelaufbaustoffes.

Grünlippmuschelextrakte – glucosaminhaltig: wirksam bei richtiger Dosierung

Auch für Grünlippmuschel liegen inzwischen aussagekräftige Studien bei Arthrose vor. Wirksame Dosierung: 1150 mg Muschelpulver oder 210 mg Muschel-Extrakt. Die Wirkung wird dem Gehalt an Glucosamin und Omega-3 Fettsäuren zugeschrieben. Da es für reines Glucosamin deutlich mehr Studien gibt als für Muschelextrakte, arbeitet Dr. Feil bevorzugt mit Glucosamin in der Sulfat-Form in der Dosierung 1500 mg pro Tag.

Glucosamin & Chondroitin ohne Vorteil gegenüber Placebo?

Die Substanzen Glucosamin und Chondroitin (evtl. MSM) können bei positiver Disposition die Symptome der Arthrose etwas verbessern oder ihr weiteres Fortschreiten verzögern.[32] Ergebnisse über zwölf Wochen (effectiveness results of a prototypical 12-week, double-blind, randomized placebo-controlled trial of glucosamine) zeigten dagegen, dass Glucosamin bei der Arthrose im Knie in so kurzer Zeit offenbar nicht wirksam sein kann.[33] Eine weitere Nahrungsergänzung, die vielversprechend scheint, ist S-Adenosylmethionin. Kleinere Studien behaupten, dass es bei der Schmerzlinderung ebenso effektiv sei wie nichtsteroidale antiinflamatorische (entzündungshemmende) Schmerzmittel (Ibuprofen, Diclofenac, usw.), auch wenn es etwa vier Wochen dauert, ehe dieser Effekt einsetzt. In einer großen placebokontrollierten Studie wurden 572 Patienten mit Glucosamin oder Chondroitin oder mit einer Kombination beider Substanzen behandelt. Ziel der Studie war es herauszufinden, ob eine der Behandlungen den Verlauf der Krankheit bremsen könnte. Nach einer Behandlungsdauer von 18 Monaten konnte in keiner Behandlungsgruppe ein Vorteil gegenüber Placebo nachgewiesen werden.[34][35]

Chondroitin-Wirkung in einigen Studien bestätigt

Chondroitin ist eine weitere Hauptkomponente der Knorpelsubstanz. Es verleiht dem Knorpelgewebe Struktur und speichert Wasser. Chemisch gesehen besteht Chondroitin aus Glucuronsäure- und Galactosamin- Molekülen. Auch für Chondroitin liegen inzwischen mehrere placebo-kontrollierte Doppelblindstudien vor, welche laut Dr. Feil die Wirksamkeit bei Gelenkproblemen eindeutig belegen. Chondroitin hat die Kapazität, die Gelenkbeweglichkeit zu verbessern und den Verlust von Knorpelsubstanz bei Arthrose zu verlangsamen. Auch konnte gezeigt werden, dass Chondroitin schmerzlindernd bei Arthritis wirkt.

Chondroitin: Erfolg nur ab 800mg/Tag 2x3 Monate pro Jahr

Chondroitin-Studien mit gutem Ergebnis wurden alle im Bereich von 800 bis 1500 mg gemacht. Deshalb liegt die therapeutische Empfehlung bei Arthrose bei mindestens 800 mg Chondroitin pro Tag. Es konnte auch gezeigt werden, dass eine Supplementierung von 2 x jährlich über jeweils 3 Monate den anhaltenden Effekt von Chondroitin verstärkt.

Sport bei Arthrose

Arthrose ist eine häufige Erkrankung des Alters. Doch auch immer mehr junge Menschen sind betroffen: Die Gelenke schmerzen, sind geschwollen und schränken die Bewegungsfähigkeit ein – deswegen vergeht den meisten Betroffenen schnell die Lust auf sportliche Betätigungen. Doch gerade bei Arthrose ist Sport wichtig: Denn mit den richtigen Sportarten können die Beschwerden bei Arthrose gelindert werden.[36]

Arthrose: schleichender Gelenkverschleiß
Unser ganzes Leben lang beanspruchen wir unsere Gelenke. Treppensteigen, Gegenstände heben, Aufstehen, Hinsetzen – und unser eigenes Körpergewicht ist auch immer dabei. Da ist es verständlich, dass mit dem Alter Abnutzungserscheinungen auftreten. Der weiche Knorpel, der unsere Knochen umgibt, wird poröser und dünner, bis er schließlich gar nicht mehr da ist: Dann reibt Knochen auf Knochen. Dieser Vorgang bereitet Schmerzen und führt außerdem zu einem schleichenden Gelenkverschleiß, der Arthrose. Die Arthrose gehört neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz zu den drei bedeutendsten Erkrankungen im Alter. Doch auch immer mehr junge Menschen sind betroffen: Ein Unfall, eine angeborene Fehlstellung, Übergewicht, Gelenkentzündungen sowie bestimmte Stoffwechselerkrankungen können Ursachen einer Arthrose darstellen. Vor allem die großen Gelenke des Körpers wie Knie, Hüfte, Schulter, Ellenbogen und Handgelenk zeigen dann die für eine Arthrose typischen Symptome. Schmerzen und Funktionseinschränkungen führen dazu, dass Betroffene sich kaum noch bewegen oder sportlich aktiv werden. Doch genau das sollten sie tun: Denn Sport bei Arthrose lindert nicht nur die Symptome, sondern kann den Verschleiß im besten Fall sogar aufhalten.[36]

Sport ist empfehlenswert als Prävention und auch bei Arthrose-Erkrankten
Wenn wir uns bewegen, produzieren unsere Gelenke eine Schmiersubstanz, die sogenannte Synovialflüssigkeit. Sie wirkt dämpfend, sozusagen als Gleitmittel, und sorgt so für eine reibungslose Beweglichkeit. Außerdem enthält sie Nährstoffe, die den Knorpel versorgen, und erhält diesen Schutzmantel der Gelenkflächen somit am Leben. Durch regelmäßiges Training stärken wir auch unsere Muskeln und somit den Halteapparat, der unsere Gelenke umgibt und stabilisiert. Daher ist Sport wichtig, um Arthrose vorzubeugen. Doch auch bereits Erkrankten ist Sport auf jeden Fall zu empfehlen.[36]

Kein Ballsport, kein Skifahren oder Leistungssport bei Arthrose

Für Arthrose-Patienten ist jedoch nicht jede Sportart geeignet. Schnelles Anlaufen und Abstoppen, wie beispielsweise beim Tennis, sollten vermieden werden. Auch andere Ballsportarten sind generell nicht zu empfehlen, da hier oft schnelle Richtungsänderungen und abrupte Bewegungen nötig sind. Bei Arthrose sollten die Gelenke mit wenig bis gar keinem Gewicht belastet werden, daher verbieten sich Sportarten wie zum Beispiel Skifahren oder übermäßiges Krafttraining. Allgemein lässt sich sagen, dass von Extremsport, Leistungssport und Wettkämpfen Abstand genommen werden sollte.[36]

Schwimmen & Aquajogging als Allheilmittel gegen Arthrose

Schwimmen gilt als Allheilmittel gegen jede Form der Arthrose. Ob Knie-, Hüft-, Schulter- oder Sprunggelenksarthrose – durch die Schwerelosigkeit im Wasser werden die Gelenke entlastet und das Körpergewicht, das auf ihnen lastet, reduziert. Zusätzlich erfährt man bei Bewegung im Wasser einen angenehmen Massageeffekt und die Herzfrequenz wird durch den Wasserdruck gesenkt. Schwimmen fördert die Koordination, die Ausdauer und den Muskelaufbau. Letzterer wird durch den Wasserwiderstand noch verstärkt. Ideal bei Arthrose sind Kraul- und Rückenschwimmen. Denn bei einer Knie- oder Hüftgelenksarthrose belastet Brustschwimmen die Gelenke auf ungünstige Art und Weise.[36]

Eine interessante Abwechslung zum Schwimmen bietet das Aquajogging. Durch diese Sportart verbrennt man circa 400 Kalorien in 30 Minuten und eine Gewichtsreduktion stellt sich bei Übergewicht somit schnell ein. Allerdings sollte man auf die richtige Technik achten:[36]

  • Bauch anspannen
  • Ellenbogen-Beugung im 90 Grad Winkel
  • aufrechte Haltung
  • gegensinnige Arm- und Beinbewegungen

Radfahren ist die 2.beste Sportart bei Arthrose

Auf Platz zwei der besten Sportarten bei Arthrose steht das Radfahren: Sowohl Ausflüge mit dem Rad als auch das Radfahren auf dem Home-Trainer (Ergometer) sind gut geeignet. In beiden Fällen ist es extrem wichtig, das Rad individuell richtig einzustellen:

  • Beim aufrechten Sitzen auf dem Sattel sollte das gestreckte Bein das Pedal erreichen.
  • Der Lenker muss höher eingestellt sein als der Sattel.
  • Der Kontakt mit dem Pedal findet zwischen Ballen und Mittelfuß statt.
  • Bei Handarthrose hilft eine Griffgang- oder Tretlagerschaltung.
  • Der Kniewinkel sollte mehr als 90 Grad betragen. Dabei ist der Kniewinkel der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel, der erreicht wird, wenn man gerade beginnt das Pedal herunterzudrücken.[36]

Außerdem sollte das Rad möglichst viele Gänge haben, damit man den Widerstand optimal an die jeweiligen Anforderungen anpassen kann. Generell sollte man beim Fahren die niedrigeren Gänge bevorzugen. Die Trittfrequenz liegt im Idealfall zwischen 80 und 100 Pedalumdrehungen pro Minute, wobei die Beine zu keinem Zeitpunkt ganz durchgedrückt sind. Für das Ergometer gilt das gleiche: Niedrige Wattzahl (25-50 Watt) bei hoher Trittfrequenz.[36]

Nordic Walking ist bei Arthrose besser als Joggen

Besser als Joggen ist bei Arthrose Nordic Walking, denn bei dieser Sportart werden spezielle Stöcke zur Unterstützung eingesetzt. So wird das Körpergewicht verteilt und die Belastung ist nur halb so groß wie beim Joggen. Auch die Oberkörpermuskulatur wird gefordert, ein Vorteil, den das Nordic Walking gegenüber dem normalem Walken hat. Für Arthrose-Patienten ist es beim Nordic Walking besonders wichtig, auf die richtige Technik zu achten – die sogenannte ALFA-Technik:

   A: aufrechte Haltung
   L: langer Arm
   F: flacher Stock
   A: angepasste Schrittlänge[36]

Joggen bei Arthrose mit gedämpften Schuhen nicht auf Asphalt/Steigungen

Prinzipiell ist bei Arthrose nichts gegen Joggen einzuwenden, wenn einige Punkte beachtet werden. Wichtigste Voraussetzung sind gut gedämpfte Schuhe, die das Gewicht abfedern. Denn beim schnelleren Laufen muten wir unseren Hüft-, Knie- und Fußgelenken das 2,5 – 3-fache unseres Körpergewichtes zu. Strecken, die bergauf oder -ab führen, sowie asphaltierte Wege sollten umgangen werden. Besser ist das Laufen auf einem ebenen Waldweg, denn dabei werden die Gelenke geschont.[36]

Schmerzreduktion durch progressives Krafttraining bei älteren Menschen mit Arthrose

Krafttraining bei Arthrose – das klingt zunächst befremdlich, da man für geschädigte Gelenke eher an sanfte, wenig fordernde Bewegungsformen denkt. Doch eine Analyse verschiedener Studien dazu hat ergeben, dass ein progressives Krafttraining bei älteren Menschen mit Arthrose eine deutliche Steigerung von Kraft und Funktion der unteren Extremitäten bewirkt sowie eine signifikante Schmerzreduktion[37]. Ähnliche Ergebnisse brachte eine weitere aktuelle Untersuchung an älteren Frauen mit Kniearthrose: Sie zeigte, dass sich die Leistungsfähigkeit beim Aufstehen, Treppensteigen und Gehen sowie Balance und Gewichtsverteilung durch Krafttraining verbesserten[38].[39]

Es kann also für Arthrosepatienten durchaus empfehlenswert sein, sich ins Fitnessstudio zu begeben und ihre Muskeln zu stärken. Allerdings ist es gerade bei ihnen wichtig, nicht einfach ohne Anleitung loszulegen. Vielmehr sollte man sich durch einen erfahrenen Trainer beraten und einweisen lassen, um die richtigen Übungen und Belastungsstärken zu finden. Man kann auch seinen Orthopäden nach Krankengymnastik am Gerät fragen. Dabei legen Physiotherapeuten den Trainingsplan fest und wählen die passenden Geräte aus. Läuft die Verschreibung aus, kann man – wenn möglich – entweder als Selbstzahler weitermachen oder sich ein Studio suchen, in dem man das Training fortsetzt. Generell gilt wie bei allen Sportarten auch beim Krafttraining für Arthrosepatienten, dass Über- und Fehlbelastungen vermieden werden müssen. Deshalb sollte man zunächst lieber mit weniger Gewicht arbeiten und sich langsam steigern. Unerlässlich ist auch ein gutes Aufwärmen, etwa 10 Minuten auf dem Laufband oder Ergometer, sowie Ruhetage zwischen den Trainingseinheiten. In akuten Schmerzphasen ist sporteln nicht ratsam. Zunächst sollte beispielsweise durch geeignete Medikamente oder Injektionen mit speziell vernetzter Hyaluronsäure wie Synvisc® Schmerzfreiheit hergestellt werden. Denn nur dann lässt es sich ohne „innere Bremse“ oder Schonhaltungen trainieren.[39]

Trainingstherapie mit Kraft- & Ausdauersport, Koordinations- & Dehnungsübungen

Ein medizinisches Trainingsprogramm, das von einem Arzt überwacht wird, vereint mehrere Sportübungen in sich. Elemente aus dem Kraft- und Ausdauersport sowie Koordinations- und Dehnungsübungen finden unter professioneller Anleitung Anwendung. Der Körper wird in seiner Gesamtheit gefordert, denn der ganzheitliche Trainingsansatz berücksichtigt auch die individuelle Atmung und das Herz-Kreislauf-System. Als Faustregel für die ideale Pulsfrequenz gilt: 180 minus Lebensalter. Die erlernten Bewegungsabläufe können auch gut zu Hause durchgeführt werden.[36] Weitere sinnvolle Sportarten bei Arthrose

Ski-Langlauf, Gymnastik mit Dehnungsübungen

Im Winter ist Ski-Langlauf für Arthrose-Patienten eine Option, da diese Sportart besonders viele Gelenke im Körper beansprucht. Wer statt im Freien lieber zu Hause trainieren möchte, sollte Gymnastik ausprobieren. Vorteil dieses Sports ist, dass keine Belastung auf die Gelenke ausgeübt wird, sondern die Bänder und Sehnen gedehnt werden. Dies wirkt sich positiv auf die Beweglichkeit aus und trägt auch zur Entspannung der Muskulatur bei. Eine Dehnübungseinheit sollte prinzipiell auch nach jedem anderen Training durchgeführt werden.[36]

Behandlung von Arthrose ohne Operation

Grundsätzlich verfolgt die Therapie der Arthrose zwei Ziele, nämlich Schmerzfreiheit unter üblicher Belastung und die Verhinderung mechanischer Einschränkungen oder Veränderungen eines Gelenkes.

Dazu sind folgende Therapieansätze geeignet:

  • Schmerzfreiheit durch
    • fehlenden Reiz zur vermehrten Entstehung von Schmerzmediatoren
    • Unterdrückung der Schmerzwahrnehmung, beziehungsweise der lokalen Auswirkung der Schmerzmediatoren
  • Verhinderung des Fortschreitens von Gelenkveränderungen durch
    • Beseitigung mechanischer Risikofaktoren wie Gelenkdysplasien oder anderer Ursachen, die zu vermehrter Druckbelastung des Gelenkknorpels führen,
    • Regeneration des Gelenkknorpels oder
    • endoprothetischer Ersatz der Gelenkfläche.

Der Wirksamkeitsnachweis von Therapiemaßnahmen bei Arthrose ist nicht einfach, da im Verlauf der Krankheit schmerzlose Phasen mit schmerzhaften Phasen abwechseln. Auch die Gelenkbeweglichkeit kann im Verlauf der Krankheit variieren. Gleichzeitig ist der Nachweis von wirksamen Therapiemaßnahmen bei der Vielzahl der betroffenen Menschen bei einer älter werdenden Bevölkerung unumgänglich. Im Bereich des Hüft- oder Kniegelenks kann man die Arthrose anhand der schmerzfreien Gehstrecke und der Gelenkbeweglichkeit dokumentieren. Ist eine Therapiemaßnahme wirksam, muss sie die sogenannte „freie Gehstrecke“ zumindest beibehalten oder die Gelenkbeweglichkeit sogar verbessern. Diese Wirkungen sollten auch noch nach einem oder mehreren Jahren nachweisbar sein.

Verlangsamung der Knorpeldegeneration bzw. Verstärkung der Knorpelregeneration

Bei rheumatischem Formenkreis & Polyarthritis ist Omega-3 Index >15% anzustreben

Aufgrund der pathophysiologischen Wirkungen von Omega-3-Fettsäuren ist es nicht verwunderlich, dass sich ein Defizit von Omega-3-Fettsäuren auch bei vielen chronisch entzündlichen Erkrankungen findet und ein Ausgleich der Dysbalance zwischen pro- und anti-entzündlichen Fettsäuren eine klinische Verbesserung erwarten lässt. So bessern sich die Symptome der chronischen Polyarthritis wie Schmerzen, Schwellung und Gelenksteifigkeit unter Einnahme von EPA/DHA , wobei hier oft ein HS-Omega-3 Index >15% angestrebt wird. Eine Metaanalyse (Goldberg,Katz 2007) bestätigt die klinischen Effekte. Unter 10 g Fischöl (2,2g EPA) gelang eine über 30%ige Dosisreduktion von NSAR bei 39% der Verumgruppe gegenüber 10% der Placebogruppe. Wegen der unerwünschten Nebenwirkungen der Fischölkapseln (unangenehmer Nachgeschmack oder Aufstoßen) beendeten nur 60% der Verumgruppe die Studie. (Galarraga 2008). Eine signifikante Reduktion von Schwellung und Schmerzen wird in einer kleinen Patientengruppe mit mäßigem bis schwerem Rheuma nach Infusion von n-3 Fettsäuren und anschliessender oraler Gabe von tgl 3,5g Fischöl beschrieben (Bahadori 2010). Eine aktuelle Übersichtsarbeit zeigt eine klare Evidenz zum therapeutischen Einsatz von n-3 Fettsäuren bei Polyarthritis (Yates 2014). In einer Patientenkasuistik aus eigener Praxis konnte eine völlige Beschwerdefreiheit bei aktivierter Gon- und Coxarthrose unter Fischöl/Olivenöl-supplementation beobachtet werden.[40]

Chondroprotektiva-Konzept von „SYSADOA“ und „DMOAD“

SYSADOA (Symptomatic Slow Acting Drugs in Osteo-arthritis) sind Substanzen ohne direkte schmerzlindernde Wirkung. Sie ändern grundsätzlich den Verlauf der Arthrose als Krankheit nicht. DMOAD (Disease Modifying Osteo-arthritis Drugs – früher als Chondroprotektiva bezeichnet) sollen den Krankheitsverlauf beeinflussen. In diesem Zusammenhang werden genannt:

  • Chondroitinsulfat
  • Intraartikulär verabreichte Hyaluronsäure ein Mal wöchentlich durch fünf beziehungsweise drei Wochen appliziert
  • Glukosaminsulfat
  • Diacerrhein: Rhein, der aktive Metabolit von Diacerrhein, hat Interleukin-1-blockierende Wirkung. In der Folge kommt es zu einer Reduktion der Kollagenase-Produktion. In Tiermodellen konnte das Fortschreiten der Knorpeldegradation vermindert werden.

Dazu sind eine Verlangsamung der Knorpeldegeneration und/oder eine Verstärkung der Knorpelregeneration (remodelling) geeignet.[41]

Physikalische Therapie

Aus den Bereichen physikalische Therapie und Orthopädietechnik werden Physiotherapie (Mobilisierung, Muskelkräftigung, Dehngymnastik und Koordinationsschulung), Wärmetherapie, Hydro- und Balneotherapie, Elektrotherapie, sowie Gehstock beziehungsweise Unterarmgehstützen, Pufferabsätze, Keilkissen, Sitzerhöhungen, Arthrodesenstuhl, Entlastungsorthesen und Bandagen empfohlen.[42][43]

Therapie bei beginnender und fortgeschrittener Arthrose

In der Mehrzahl der Fälle wird eine Therapie erst begonnen, wenn die Arthrose bereits merklich schmerzt und eine deutliche Gelenkveränderung bewirkt hat. Dann ist es das Ziel der Therapie – trotz des Gelenkverschleißes – eine ausreichende Beweglichkeit und Belastbarkeit des Gelenkes noch für einige Zeit zu erhalten.

Konservative Therapieformen

Wichtig ist eine umfassende Aufklärung des Patienten über die Erkrankung, deren natürlichen Verlauf und dessen therapeutische Beeinflussbarkeit. Die Beratung sollte auch Themen wie das Verhalten im Alltag, die körperliche Belastung in Beruf und Sport oder Bewegungsmangel, das Körpergewicht, und Training (insbesondere auch Eigenübungen) zur Beseitigung muskulärer Defizite umfassen.[42][43]

Medikamente aus unterschiedlichen Substanzgruppen werden zur Schmerzreduktion und zur Entzündungshemmung systemisch und/oder lokal eingesetzt. Hierzu werden Antiphlogistika (Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Glucocorticoide (nur lokal), SYSADOA (Symptomatic Slow Acting Drugs in OA) wie Chondroitin, Glucosamin, Diacerhein, Hyaluronsäure und einige pflanzliche Extrakte wie beispielsweise Artischockenextrakt) und die therapeutische Lokalanästhesie empfohlen.[44][42][43]

Aus den Bereichen physikalische Therapie und Orthopädietechnik werden Physiotherapie (Mobilisierung, Muskelkräftigung, Dehngymnastik und Koordinationsschulung), Wärmetherapie, Hydro- und Balneotherapie, Elektrotherapie, sowie Gehstock beziehungsweise Unterarmgehstützen, Pufferabsätze, Keilkissen, Sitzerhöhungen, Arthrodesenstuhl, Entlastungsorthesen und Bandagen empfohlen.[42][43]

Gut belegte Therapieformen

  • Zur Funktionsverbesserung wird oft Krankengymnastik eingesetzt.
  • Bei kranken Kniegelenken können oft schon eine Schuhzurichtung (etwa Schuhranderhöhungen und dämpfende Schuheinlagen) helfen, den weiteren Verfall zu bremsen.
  • Bei Reizzuständen der Gelenke mit Überwärmung und Schmerz bringen kühlende Maßnahmen eine kurzfristige Besserung der Symptome.
  • Auch Weidenrinden-Extrakte (salicylsäurehaltig) scheinen zur symptomatischen Behandlung von Arthrosepatienten geeignet.[45][46]
  • Studienergebnisse weisen auf eine Wirksamkeit der Akupunktur bei arthrosebedingten chronischen Kniegelenkschmerzen hin.

Therapiekonzepte in der klinischen Erprobung

Der Fibroblasten-Wachstumsfaktor-18 (FGF-18) regt in Modellorganismen bei intraartikulärer Injektion die Bildung von Knorpel an.[47][48] Ein rekombinant produziertes humanes FGF-18 befindet sich derzeit in der klinischen Erprobung zur Behandlung von Arthrose.[49][50]

Therapie bei aktivierter Arthrose

Eine aktivierte Arthrose ist eine Entzündungsreaktion des Gelenkes aufgrund einer Arthrose. Als klassische Therapie werden dabei eingesetzt:

  • Eventuell kurzfristige intraartikuläre Cortisontherapie
  • Kühlung
  • Physikalische Maßnahmen
  • Punktion von Reizergüssen und gegebenenfalls Gelenkspülung
  • Bei dauerndem Reizzustand des Gelenkes kann die Radiosynoviorthese eingesetzt werden. Dabei wird in das gereizte Gelenk ein meistens kolloidal aufgeschwemmter β-Strahler injiziert, mit dem Ziel, die hyperaktiven Zellen der Synovialmembran abzutöten. Hier gilt die strenge Indikationsstellung
  • Ruhigstellung/Entlastung.
  • Schmerztherapie (NSAR wie Diclofenac oder Opiate)[51]

Radiosynoviorthese zur vorübergehenden Behebung entzündlicher Arthrose (bis 2J.)

Die Radiosynoviorthese (RSO, von radio radioaktives Isotop, Synovialis Gelenkschleimhaut, Orthese Wiederherstellung; kurz RSO), angloamerikanisch radiation synovectomy, ist ein nuklearmedizinisches Verfahren zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen, z. B. rheumatoider Arthritis oder aktivierter Arthrose.[52]

Dabei werden Beta-Strahler in Gelenke injiziert, zum Beispiel 90Yttrium für große Gelenke, insbesondere das Kniegelenk, 186Rhenium für mittelgroße Gelenke wie das Ellbogen- oder Schultergelenk und 169Erbium für kleine Gelenke, insbesondere Fingergelenke. In Deutschland ist die RSO seit 1993 (Neufassung der Richtlinie Strahlenschutz in der Medizin) ambulant durchführbar. Zur Abrechnung der Leistung bei gesetzlich Krankenversicherten sind nur Fachärzte für Nuklearmedizin befugt.

Der Ausdruck Radiosynoviorthese stammt von dem Pariser Rheumatologen Florian Delbarre in Abwandlung der früher üblichen chemischen Synoviorthese mit Zytostatika.[53] Das zu Beginn verwendete Isotop Gold-198 wurde wegen seines hohen Gammastrahlenanteils und ungünstiger pharmakodymischer Eigenschaften durch Yttrium-90 ersetzt.[52]

Nuklid Halbwertszeit Max. Energie (Beta) Max. Reichweite Gelenke Aktivität Verteilungsszintigramm[52]
Yttrium-90 2,7 Tage 2,26 MeV 11 mm Knie 185 MBq ja (Bremsstrahlung)
Rhenium-186 3,7 Tage 0,98 MeV 3,7 mm Schulter, Ellbogen, Handgelenk, Sprunggelenk 37–74 MBq ja (Gammaanteil)
Erbium-169 9,5 Tage 0,34 MeV 1,0 mm Finger, Mittelfuß- und Zehengelenke 15–37 MBq nein

Kontraindikationen sind Schwangerschaft und Stillzeit. Zur Vorbereitung sollten außer der Anamnese und klinischen Untersuchung auch Röntgenbilder der betroffenen Gelenke und eine mehrphasige Knochenszintigraphie vorliegen, am Kniegelenk auch eine Sonographie. Die Injektion selbst wird in der Regel unter Röntgendurchleuchtung vorgenommen. Steriles Vorgehen ist wichtig, um die gefürchtete Komplikation einer Gelenkinfektion zu verhindern; dieses Risiko wird in der Literatur mit 1:35.000 angegeben. Nach einer RSO besteht offenbar kein erhöhtes Risiko der Krebsentstehung.[54][52]

Bei größeren Gelenken kann die Nadellage durch Vorinjektion von Kontrastmittel gesichert werden. Um den Stichkanal freizuhalten, wird eine Corticoidlösung oder Luft nachinjiziert. Nach Rhenium- und Yttriuminjektionen können Verteilungsszintigramme angefertigt werden, um die korrekte Verteilung des Nuklids im Gelenkraum zu prüfen. Durch die destruierende Wirkung der Betastrahlen kommt es zu einer bindegewebigen Umwandlung der Gelenkinnenhaut. Dies kann bis zu 3 Monate dauern. In der Literatur sind dann Besserungsquoten der rheumatischen Gelenkschmerzen von 40 bis 100 % der Patienten angegeben[55].[52]

70 bis 80 % der Patienten schildern eine Besserung der Beschwerdesymptomatik, die bis 2 Jahre anhält
Der Begriff Radiosynoviorthese setzt sich aus den Wörtern Strahlen (Radio), Gelenkinnenhaut (Synovialis) und Wiederherstellung (Orthese) zusammen. Denn die Ärzte spritzen bei der RSO spezielle radioaktive Substanzen in das Gelenk. Diese werden von den Entzündungszellen auf der Oberfläche der kranken Gelenkinnenhaut "gefressen". Durch die von der Substanz abgegebenen Beta-Strahlen werden die Entzündungszellen anschließend zerstört und die Gelenkinnenhaut verschorft. Dadurch nehmen sowohl die Entzündung als auch die Gelenkschmerzen ab. Das Eindämmen der Entzündung soll auch verhindern, dass weitere Gelenkstrukturen wie Knorpel und Knochen Schaden nehmen. "70 bis 80 Prozent der Patienten schildern eine deutliche Besserung der Beschwerdesymptomatik, die Studien zufolge im Durchschnitt für zwei Jahre anhält.[56]

Sehr selten Gelenkinfektionen durch die RSO
"Bei 10 bis 15 Prozent der Patienten tritt zunächst eine Verschlechterung der Beschwerden auf, weil die Beta-Strahlen eine Art Sonnenbrand im Gelenk auslösen", warnt Professor Lutz Freudenberg vom Zentrum für Radiologie und Nuklearmedizin Grevenbroich. Ansonsten treten bei einer sorgsam vorgenommenen RSO nur wenige Nebenwirkungen auf. Allerdings besteht trotz aller Hygienemaßnahmen ein minimales Risiko von ungefähr 1 zu 30.000, dass es zu einer Gelenkinfektion kommt. Diese Infektion kann eine Operation erfordern oder gar zu einer Versteifung des Gelenks führen.[56]

Nicht ausreichend belegte Behandlungskonzepte

Interleukin-1 Antagonist-Therapie

Eine Therapieoption bietet die Interleukin-1-Antagonist-Therapie: Aus dem Blut des Patienten soll ein IL-1-Antagonist gewonnen werden, der in das betroffene Gelenk injiziert wird. Die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Therapie bei Arthrose wurde in zwei randomisierten placebokontrollierten Studien untersucht. Bei der GOAT-Studie der Universität Düsseldorf konnte bei 376 Patienten gezeigt werden, dass die Interleukin-1-Antagonist-Therapie der Hyaluronsäure und einer Placebobehandlung nach 6 und 24 Monaten signifikant überlegen war.[57][58] Eine niederländische Studie konnte zeigen, dass der IL-1-Antagonist gegenüber einem Plazebo die Gelenkfunktion signifikant nach einem Jahr verbesserte und die Medikamenteneinnahme vermindert wurde, jedoch unterschied sich der WOMAC-Schmerzscore nicht gegenüber der Placebobehandlung.[59] Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie rät von der Behandlung ab, da sowohl die Studien zu Grundlagen als auch die klinischen Studien mangelhaft seien.[60][61][62] Wolfgang Becker-Brüser vom pharmakritischen Arznei-Telegramm sagt: "Sobald ich etwas in ein Gelenk injiziere, auch wenn es nur Kochsalzlösung ist, schaffe ich einen Puffer. Dadurch nehmen die Beschwerden zunächst ab. Die Effekte halten letztlich aber nicht lange an." Die Folge: Die Patienten kommen bald zurück und möchten eine weitere Orthokin-Behandlung.[63]

Hyaluronsäure: Spritzen helfen schlechter als Bewegung

Hyaluronsäure ist eine wichtige Knorpelsubstanz, die der Körper selbst herstellen kann. Hierzu braucht die Knorpelzelle eine ausreichende Versorgung an den Hyaluronsäurebausteinen Glucosamin und Glucuronsäure. Die Glucuronsäure ist Baustein von Chondroitin. Durch eine gute Versorgung mit Glucosamin und Chondroitin kann der Körper seine benötigte Hyaluronsäure selber produzieren. Der Weg über die Glucosamin- und Chondroitinzufuhr über Kapseln ist somit deutlich preiswerter als eine Spritzkur mit Hyaluronsäure. Außerdem bergen die Kapseln kein unnötiges Risiko für eine Gelenkinfektion. Der Abrieb von Knorpelsubstanz wird durch vom ungeschädigten Gelenk natürlich produzierte „Gelenkschmiere“ namens Hyaluronsäure reduziert. Der Degenerationsprozess soll während einer Dauerindikation damit ebenfalls – zumindest teilweise – reduziert oder sogar gestoppt werden können. Das Präparat muss intraartikulär injiziert werden, wobei das grundsätzliche Risiko einer Gelenkinfektion besteht. Vor dem Dienstantritt der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt war Hyaluronsäure erstattungsfähig.[64] Am 1. August 2014 wurde im Spiegel ein Artikel mit dem Titel: "Kniearthrose: Mediziner attestieren Hyaluronsäure-Spritzen kaum Nutzen"[65] veröffentlicht. Spritzen seien auf längere Sicht häufig wirkungslos, sagt Gerd Gigerenzer, Direktor des Harding-Zentrums für Risikokompetenz am Max-Planck-Institut in Berlin. Ihr Nutzen werde allzu oft überschätzt und die verbundenen Risiken würden ausgeblendet. Hyaluronsäure-Injektionen haben, wie andere Spritzen auch, das nicht völlig ausschließbare Risiko, dass Keime in den Körper gelangen können. Zudem kann es zu allergischen Reaktionen kommen. "Patient und Arzt sollten zunächst alle konservativen Maßnahmen ausschöpfen. Dazu zählen Gewichtsreduktion, gelenkschonende Aktivitäten, Physio-, Ergo- und physikalische Therapie", sagt Eckhard Volbracht von der Bertelsmann Stiftung.

Diese Maßnahmen können auch sinnvoll sein, wenn schon die Frage diskutiert wird, ob der Betroffene ein künstliches Gelenk benötigt, der Eingriff aber hinausgeschoben werden soll. Es sei wichtig, Beweglichkeit und Kraft so lange wie möglich zu erhalten, sagt Thomas Pauly, Vorstandsmitglied im Deutschen Orthopäden-Verband in Saarbrücken. Wer beim Laufen zu starke Knieschmerzen habe, könne vielleicht noch Radfahren.

Operative Verfahren zur Knorpeldefektbehebung

Zu den operativen Therapien der Arthrose gehört unter anderem neben der operativen Gelenkumstellung (Korrekturosteotomie), der Abrasion (auch Gelenktoilette genannt) und der Gelenkversteifung (Arthrodese), insbesondere der künstliche Gelenkersatz (Endoprothese). In Deutschland werden derzeit etwa 160.000 endoprothetischen Operationen an der Hüfte und etwa 80.000 an den Kniegelenken durchgeführt – mit steigender Tendenz. Die durchschnittliche Standzeit einer Hüftgelenksendoprothese liegt bei ca. 15 Jahren.

Die Möglichkeiten der Therapie hängen vom betroffenen Gelenk ab. So werden bei der Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose) als gelenkerhaltende Operationen die Korrekturosteotomien (operative Gelenkumstellung) an Oberschenkel und Becken und als Gelenkersatzoperation eine Endoprothese empfohlen.[42] Bei der Kniegelenksarthrose (Gonarthrose) werden als gelenkerhaltende Operationen die Arthroskopie (gegebenenfalls auch eine Arthrotomie) zu Gelenkspülung, Beseitigung mechanischer Irritationen, Synovektomie, Weichteileingriff zur Verbesserung der Patellaführung und gelenknahe Osteotomien zur Korrektur in Frontal- und/oder Sagittalebene bzw. einer Tuberositasversetzung empfohlen. Als Gelenkersatz kommen eine unikompartimentelle Schlittenprothese, eine ungekoppelte bikompartimentelle Prothese oder eine gekoppelte bikompartimentelle Prothese mit und ohne Retropatellarersatz (gegebenenfalls mit Patellamodellierung) in Frage.[43]

Autologe Chondrocytentransplantation (bis 55J) in Österreich & Deutschland

Die Autologe Chondrozyten-Implantation (ACI) oder Transplantation autologer Knorpelzellen (Chondrozyten) ist eine Form der Behandlung mit dem Ziel, Schäden im Gelenkknorpel auszugleichen, um das Fortschreiten von Knorpelschäden zu verlangsamen, eine Gelenkersatzoperation hinauszuzögern und bestehende Schmerzen zu erleichtern. In den vergangenen 20 Jahren hat das Verfahren an Bekanntheit gewonnen. Sie scheint auch in Bezug auf langfristige Ergebnisse als vielversprechend.[66] Dabei werden zuerst etwa 200 und 300 Milligramm Knorpelzellen arthroskopisch aus einem unbelasteten Bereich des Kniegelenkes (etwa Fossa intercondylaris) entnommen, dann diese Zellen in vitro ungefähr vier bis sechs Wochen lang kultiviert, bis es genügend Zellen gibt, um sie wieder im beschädigten Bereich des Gelenkknorpels zu replantieren. Diese autologen Zellen sollten sich durch Bildung neuen Knorpels an ihre neue Umgebung anpassen. Bei der Implantation werden Knorpelzellen in Verbindung mit einer Membran (äußere Knochenhaut des Schienbeins oder Biomembran) oder einer Gerüstmatrix auf den beschädigten Bereich aufgebracht. Es gibt Hinweise zur Effektivität dieser Methode bei der Behandlung symptomatischer Knorpeldefekte des Kniegelenks.[67]

Die Autologe Chondrocytentransplantation (Transplantation von körpereigenen in einer Zellkultur gezüchteten Knorpelzellen) wird seit einigen Jahren auch erfolgreich in Österreich und in Deutschland angewendet. Transplantationen von Bandscheibenzellen werden von Dr. Munther Sabarini in der Avicenna-Klinik in Berlin durchgeführt. Prim. Dr. Rudolf Widhalm, Vorstand der Orthopädischen Abteilung am Landesklinikum St. Pölten berichtete in [68] bereits 2006 über Behandlung von Knorpeldefekten am Knie mit autologer Knorpelzelltransplantation. Dr. Matthias Kusma, Mannheim, ist einer der wenigen Orthopäden Deutschlands, der die Hüft-Arthroskopie mit Knorpelzellzüchtung beherrscht.- Als einer der ersten Ärzte hatte er Erfolg mit Knorpelzellentransplantationen an der Hüfte. Dr. Wolfgang Zinser (links), Chefarzt der Orthopädie des St. Vinzenz Hospitals in Dinslaken ist Spezialist für Knorpeltransplantationen am Knie. Dr. med. Munther Sabarini führt an der Avicenna Klinik in Berlin Transplantationen von Bandscheibenzellen erfolgreich durch [69]

Generell wird diese Methode zwar nur bis zum 55-ten Lebensjahr empfohlen, entscheidend ist dabei aber das biologische, nicht das kalendarische Alter des Patienten. Dr. Peter Baum (Orthopädische Praxis und Gelenk- Klinik, D-79194 Gundelfingen bei Freiburg) war laut Quelle [70] der erste Arzt weltweit, der die Knorpeltransplantation rein arthroskopisch durchgeführt hat. Er hat diese Methode mit entwickelt und bildet andere Ärzte in dieser Operationstechnik aus.[70]

Behandlung von Knorpeldefekten am Knie: Autologe Knorpelzelltransplantation in St.Pölten

Nach Rückentwicklung von Knorpelzellen (Chondrocyten) des Patienten in die Vorstufen derselben werden die Vorstufen (Chondroblasten) im Labor gezüchtet und so also in der Zellkultur vermehrt. Diese Zellen sind dann nach der Wiedereinpflanzung in das Gelenk des Patienten in der Lage, hyalinen Knorpel, also normalen menschlichen Knorpel und nicht nur einen minder belastbaren Ersatzknorpel, zu bilden. Seit 1982 wurde an dieser Methode in Schweden gearbeitet. Nach vielen Verbesserungen hat sich die Methode als wertvolle Alternative zu den vorigen Methoden entwickelt und stellt in vielen Fällen sogar eine Alternative zur Kniegelenksendoprothese dar.[68]

Die auch schon bisher bisher angewendeten Methoden waren:

  • Arthroskopische Entfernung lose weghängender oder ausgefranster Knorpelstücke = Debridement, Shaving
  • Knochenmarksstimulationstechniken: a: Anbohren des knorpelnahen Knochens, b:Mikrofrakturierung
  • Transplantation von Knochen – Knorpelstücken: Knochenknorpelstücke aus einer weniger stark belasteten Gelenksregion des selben Patienten oder aus einer Knochenbank

Mittels eines kleinen Eingriffs oder einer Arthroskopie werden bei der autologen Knorpelzelltransplantation geringe Mengen Knorpel des Patienten selbst entnommen und dann im Labor weiterverarbeitet. Die Knorpelzellen werden aus ihrem Zellverband gelöst und in einer Zellkultur gezüchtet und damit außerhalb des menschlichen Körpers vermehrt (Tissue Egineering). Die Knorpelzellen selbst sind zu hoch differenziert um sich noch vermehren zu können. Sie werden daher in ihre Vorstufen, die Chondroblasten zurückgebildet. Diese sind dann vermehrbar, da es sich um Vorstufen der Knorpelzellen handelt. Nach etwa 3 Wochen sind genügend Zellen für die Transplantation vorhanden. Je nach Methode wird die Knorpelzellaufschwemmung unter einen Beinhautlappen gespritzt, der über den Defekt darübergenäht wird, oder sie werden auf eine Trägersubstanz aus vernetzter Hyaluronsäure oder andere Trägergersubstanzen wie Kollagen aufgebracht, auf der sie nach 3 weiteren Wochen so fest angewachsen sind, daß sie nicht mehr auswaschbar sind. Hyaluronsäure ist gleichzeitig eine den Knochen ernährende Substanz. Diese Trägersubstanz mit den darauf sitzenden Knorpelzellen, die wie ein dünnes Filzplättchen aussieht, wird dann in einer oder mehreren Lagen über den Knorpeldefekt darüber genäht. Es wird dadurch hyaliner Knorpel gebildet und nicht nur ein Ersatzknorpel wie bei anderen Methoden. Je nach Methode ist nach etwa 6 Wochen eine volle Alltags-Belastung möglich, Sport je nach Sportart erst später.

Auch bei bestimmten Fällen von totaler Knorpelglatze eines Kniegelenksteils, also doch einer bereits recht fortgeschrittenen Arthrose hat die Methode gute Erfolgschancen. Da körpereigene Zellen des Patienten eingebaut werden, gibt es keine Abstoßungsreaktion. Die weitere Sportfähigkeit und Arbeitsfähigkeit auch für schwerere Arbeit bleibt erhalten. Die Methode ist auch für die Rückfläche der Kniescheibe geeignet. Fehlstellungen müssen mit Zusatzeingriffen korrigiert werden. Auch am Sprunggelenk hat sich die Methode sehr gut bewährt. Diese Methoden der autologen (d.h. der Spender und der Empfänger sind dieselbe Person) Knorpelzelltransplantation werden seit 2001 erfolgreich an der Orthopädischen Abteilung des Krankenhauses St.Pölten angewandt. Wie bei einem der Erfinder der Hyalograft Methode, Dr.Zanasi aus Italien werden auch im Landesklinikum St. Pölten die Chondrocytenzüchtungen vermehrt auch bei mäßig fortgeschrittenen Arthrosen (Abnützungen) als Alternativen zum Kunstgelenk mit viel Erfolg angewandt.[68]

Knorpeltransplantation - Autotransplantation

Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem gut erhaltene Anteile des Gelenkknorpels aus wenig belasteten Randbereichen eines Gelenkes (insbesondere des Kniegelenks) verwendet werden, um Knorpeldefekte in Hauptbelastungszonen zu ersetzen. Diese Technik wird in der Regel in konventioneller Arthrotomie durchgeführt.

Arthroskopische Techniken: Gelenkspiegelungen des Knies bringen kaum Vorteile

Hierzu gehören verschiedene Techniken, wie die Anfrischung degenerativ veränderter Regionen des Gelenkknorpels mittels Shaving, Pridie-Bohrung, oder die Implantation von Carbon-Stiften. Mit den Jahren stellen sich bei vielen Menschen Schmerzen in den Gelenken ein. Besonders häufig vom Verschleiß, Arthrose, betroffen ist das Kniegelenk. Der Gelenkknorpel nutzt ab und die Menisken – zwischen den Gelenkflächen gelegene ringförmige "Stoßdämpfer" aus Bindegewebe – werden rissig. Allein in Deutschland erfolgen jedes Jahr mehr als 413.000 Gelenkspiegelungen (Arthroskopien) des Knies. Mit Hilfe kleiner Schläuche verschafft sich der Chirurg zunächst einen Zugang zum Gelenk. Dann wird krankhaftes Material aus dem Gelenk entfernt, etwa Teile von Meniskus oder Knorpel, und die Gelenkflächen werden geglättet. Der Nutzen dieses Eingriffs ist jedoch umstritten. Auch eine neue Studie im Fachblatt BMJ kommt zu dem Schluss, dass Gelenkspiegelungen bei schmerzhaftem Knieverschleiß nur einen unbedeutenden Vorteil bieten.[71]

Dänische und schwedische Forscher werteten 18 Untersuchungen aus, in denen Nutzen und Nachteil der Gelenkspiegelung bei Patienten mittleren und höheren Lebensalters mit anderen Therapien, etwa Bewegung, Schmerzstillung oder einer Scheinbehandlung verglichen wurde. In neun Studien mit insgesamt 1270 Patienten im Alter zwischen 48 und 63 fand sich ein kleiner Vorteil zugunsten der therapeutischen Gelenkspiegelung. Drei und sechs Monate nach dem Eingriff hatten die Patienten weniger Schmerzen. Später war kein Unterschied zu Nichtoperierten mehr nachweisbar. Dagegen machte es für das Funktionieren des Kniegelenks kaum einen Unterschied, welches Verfahren eingesetzt wurde. In weiteren neun Studien fanden die Wissenschaftler Hinweise auf Nebenwirkungen der Gelenkspiegelung. Die sind selten, doch fallen sie bei der großen Zahl der Arthroskopien ins Gewicht. Registriert wurden mit absteigender Häufigkeit Blutgerinnsel (Thrombosen) in den "tiefen" Venen, Infektionen, Lungenembolie (verstopfte Lungenschlagader) und Todesfälle. Ihre Ergebnisse stützten nicht "die Praxis der arthroskopischen Chirurgie als Behandlung für Patienten mittleren oder höheren Alters mit Knieschmerzen" lautet das Fazit der Forscher.

Noch weiter in seiner Kritik geht der Orthopäde Andy Carr von der Universität Oxford. Die therapeutische Knie-Arthroskopie werde zu häufig eingesetzt, sie sei nicht effektiv und potentiell schädlich, kommentiert Carr im BMJ. Nach Schätzungen komme es bei knapp jeder tausendsten Gelenkspiegelung zu einem Todesfall und bei vier von 1.000 Arthroskopien zu einer Venenthrombose. "Eine erhebliche Zahl von Menschenleben könnte gerettet und Venenthrombosen verhindert werden, wenn das Behandlungsverfahren seltener oder gar nicht mehr eingesetzt würde", argumentiert Carr. Vielleicht sei man jetzt an einem Wendepunkt angekommen. In Deutschland hatte sich das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen 2014 mit dem Thema Gelenkspiegelung bei Knieverschleiß (Gonarthrose) beschäftigt. Das Institut hält den Nutzen des Verfahrens für "nicht belegt".[71]

Operation: Endoprothese (Gelenkersatz)

Die definitive langfristige Lösung war bis zur Entwicklung der autologen Knorpelzelltransplantation fast immer eine Endoprothese. Komplikationen dabei sind bei erfahrenen Operateuren selten, können aber dramatische Folgen haben (Infektion, Materialbruch, Frühlockerung). Prothesenlockerung nach Standzeiten von mehr als zehn Jahren sind keine Komplikation, sondern ein bislang noch nicht zu verhindernder natürlicher Vorgang. Die erforderlichen Wechseloperationen sind wesentlich aufwändiger als die Primäroperationen und daher auch mit deutlich mehr Komplikationen belastet. Sie lassen sich nicht beliebig oft wiederholen, da jedes Mal mehr Knochensubstanz „verbraucht“ wird. Daher wird im Regelfall versucht, die Erstimplantation bis ins 6. Lebensjahrzehnt herauszuzögern. Besonders die „letzte Prothese“ im fortgeschrittenen Alter ist oft sehr problematisch. Wo bereits Knochensubstanz durch Osteoporose verloren gegangen ist, sind eventuell sogar Brüche nach einer OP mit kaum noch beherrschbaren Komplikationen programmiert.

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Anmerkungen
Die Nährstoffkombi-Pakete von ultraSPORTS und allsani wurden 2006 von Dr. Wolfgang Feil entwickelt, und berücksichtigen die von ihm ausgewählten Studien, die er auf [72] und den Unterseiten dazu angegeben hat. Weitere alternative Produkte mit weniger optimaler Zusammensetzung sind auf der Internet-Seite [73] von Dr. Feil angeführt. Diese und auch die Liste auf der Internet-Seite von Dr. Feil ist nicht vollständig – aufgelistet sind nur die bekanntesten Produkte.

  • [A] Ab 1.8. 2010 0,6 g galaktolipidhaltiger Hagebuttenextrakt = 5 g Hagebuttenpulver
  • [B] EU Empfehlung

Trotz neuer wissenschaftlicher Studien, die eine Entzündung und Schmerzsenkung der Gewürze Kurkuma, Ingwer, Pfeffer und Chili belegen, gibt es bisher kein Kombinationsprodukt, das diese Inhaltsstoffe enthält (Stand Januar 2010). Seit Juni 2010 erhältlich in den ULTRA Protect, sowie in den allsani Gelenknährstoffen.

Siehe auch

Wikipedia

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Einzelnachweise

  1. ARTHROSE GRUNDWISSEN, Deutsche Arthrose Stiftung, abgerufen am 20. Okt. 2013
  2. Robert-Koch-Institut (Hrsg.): Gesundheit in Deutschland. Datentabellen. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Robert-Koch-Institut. Berlin.
  3. W. Fink und G. Haidinger: Die Häufigkeit von Gesundheitsstörungen in 10 Jahren Allgemeinpraxis. In: Z Allg Med 83, 2007, S. 102–108. Zitiert nach: „Womit sich Hausärzte hauptsächlich beschäftigen.“ In: MMW-Fortschr Med 16, 2007.
  4. Deutsche Arthrose-Hilfe: Wie häufig ist Arthrose? Abgerufen am 15 Juli 2013
  5. N. Arden, M. C. Nevitt: Osteoarthritis: epidemiology. In: Best practice & research. Clinical rheumatology. Band 20, Nummer 1, Februar 2006, S. 3–25, ISSN 1521-6942. DOI:10.1016/j.berh.2005.09.007. PMID 16483904. (Review).
  6. D. Symmons u. a.: Global burden of osteoarthritis in the year 2000. Documentation for GBD 2000 project. World Health Organization, Genf, 2002.
  7. H. I. Roach und S. Tilley: The Pathogenesis of Osteoarthritis. In: Bone and Osteoarthritis F. Bronner und M. C. Farach-Carson (Editors), Verlag Springer, Band 4, 2007, ISBN 1-84628-513-5
  8. Robert-Koch-Institut (Hrsg) (2013) Arthrose. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Heft 54. RKI, Berlin
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 9,4 Musterbefund für ein Fettsäureprofil von GanzImmun Diagnostics AG in Mainz, PDF-Datei, 9 Seiten, 2.72 MB, Link aktuell am 18.12.2016
  10. Die Borax-Verschwörung: Das Aus für die Arthrose-Heilung
  11. Film: "Augen auf News - 126 - Das verbannte "Heilmittel" Borax, YouTube, Länge 58:40
  12. AOK: Knieschmerzen vorbeugen
  13. Focus: So schützen Sie Ihr Knie
  14. Ist Laufen mit Minimalschuhen wie barfuß?
  15. Effectiveness of a Long-term use of a Minimalist Footwear Versus Habitual Shoe on Pain, Function and Mechanical Loads in Knee Osteoarthritis
  16. Unfall oder falsch ernährt? So regenerieren Knorpelzellen Ihre Arthrose,
    Dr. Wolfgang Feil, promovierter Biologe, Sportwissenschaftler und Lehrbeauftragter der Universität Furtwangen
  17. Zentrum der Gesundheit: Aluminium in Lebensmitteln meiden
  18. "Faszinierend und schockierend“: Der Aluminium-Experte Christopher Exley glaubt, dass mit der Frei­setzung von Aluminium aus der ­Erdkruste eine moderne Büchse der Pandora geöffnet wurde, profil online, 23.11.2012
  19. Wie gesund sind Omega-3-Fettsäuren?, Dr. Jacob´s Institut, Tauberbischofsheim
  20. Arthrose Ernährung: Gewürze und frische Kräuter einsetzen, Dr. Wolfgang Feil
  21. Arthrose Ernährung: Bor, Gemüse, Kräuter äußerlich, Dr. Wolfgang Feil, abgerufen am 26. Sept. 2013
  22. Silicium-Bedarf und Einnahmeempfehlung, Vitaminum GbR, Bad Pyrmont, Thomas Chrobok & Frank Firley, abgerufen am 18. Aug. 2013
  23. 23,0 23,1 23,2 Silicium für Haut, Knochen und Nägel, Information der Lindenapotheke 1070 Wien, Hernalser Hauptstrasse 155, abgerufen am 18. August 2013
  24. Inhaltstoffe von Rogaskga Donat Mineralwasser: 145mg/l SiO2, mineralwaters.org, abgerufen am 18. August 2013
  25. Herkunft und Zusammensetzung des natürlichen Mineralwassers Rogaska Donat: 156 mg Metasiliziumsäure/Liter, DonatMg.net, abgerufen am 18. August 2013
  26. Mineralwässer sortiert nach Kieselsäure SiO2 (Silizium)
  27. Kieselerde: Wirkung nicht belegt, Das Bundesgesundheitsamt und etliche Bundesländer sind gerade dabei, die Kieselerdeprodukte zu verbieten und/oder unter Rezeptpflicht zu stellen!
  28. Kieselerde im Lexikon des Deutschen Wellness Verbandes e.V., Düsseldorf, abgerufen am 18. Aug. 2013
  29. Arthrose Ernährung: Hauptnährstoff für einen stabilen Knorpel ist Kieselsäure, Dr. Wolfgang Feil
  30. Arthrose Ernährung: Vitamine und Spurenelemente, Dr. Wolfgang Feil
  31. Medikamente bei Knorpelschaden im Knie,Dr. med. Hans H. Pässler, abgerufen am 31. August 2013
  32. N. Poolsup u. a.: Glucosamine long-term treatment and the progression of knee osteoarthritis: systematic review of randomized controlled trials. In: Ann Pharmacother 39, 2005, S. 1080–1087. PMID 15855241
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  34. Arthritis supplements no better than placebo. In: New Scientist vom 30. September 2008
  35. A. D. Sawitzke u. a.: The effect of glucosamine and/or chondroitin sulfate on the progression of knee osteoarthritis: A report from the glucosamine/chondroitin arthritis intervention trial. In: Arthritis & Rheumatism 58, 2008, S. 3183–3191. DOI:10.1002/art.23973 PMID 18821708
  36. 36,00 36,01 36,02 36,03 36,04 36,05 36,06 36,07 36,08 36,09 36,10 36,11 Sport bei Arthrose, Gesundheit.de, Alliance Healthcare Deutschland AG, 23.07.2013, Autor: Lisa Wünsch, abgerufen am 19.3.2017
  37. Ciolac EG, Silva JM, Greve JM. Effects of resistance training in older women with knee osteoarthritis and total knee arthroplasty, Clinics (Sao Paulo). 2015 Jan;70(1):7-13. doi: 10.6061/clinics/2015(01)02
  38. Latham N, Liu C. Strength training in older adults: The benefits for osteoarthritis, Clin Geriatr Med. 2010 Aug; 26(3): 445–459. doi: 10.1016/j.cger.2010.03.006
  39. 39,0 39,1 Arthrose-Patienten profitieren von Krafttraining, fit & mobil, Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Oktober 2015, abgerufen am 19.3.2017
  40. Klinische Relevanz eines optimierten Fettsäurestatus durch natürliches Fischöl-/ Olivenölgemisch, Masterarbeit von Dr. med. Jochen Henn März 2014, Universität Viadrina Frankfurt an der Oder, Masterstudiengang Master of Arts Komplementärmedizin-Kulturwissenschaften-Heilkunde, Prof. Dr. Dr. phil. Dipl. Psych. Harald Walach, PDF-Datei, 80 Seiten, 1.85 MB
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