Orthomolekulare Medizin

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Die orthomolekulare Medizin (altgr. ὀρθός orthós ‚richtig‘ und molekular) ist eine maßgeblich vom Chemie- und Friedensnobelpreisträger Linus Pauling beeinflusste Gesundheits-erhaltende Methode mit Optimierung des Gleichgewichtes körpereigener Stoffe. Die orthomolekulare Medizin wurde früher von jenen Teilen der Pharmaindustrie, welche hohe Umsätze mit Medikamenten mit körperfremden Wirkstoffen mit hohen Nebenwirkungen machen, der Alternativmedizin zugeordnet.[1] Heute haben zahlreiche schulmedizinisch ausgebildete Ärzte in Österreich[2] und Deutschland[3] Ausbildungen für orthomolekulare Medizin mit Diplomen absolviert. Der Abschluss der Ausbildung für orthomolekulare Medizin in Österreich erfolgt mit dem von der österreichischen Ärztekammer approbierten Diplom für Orthomolekulare Medizin[4]. In Deutschland können Ärzte das Diplom in Orthomolekularmedizin bei der DGOM erwerben.[5]

Inhaltsverzeichnis

Konzeption und Definition

Orthomolekulare Medizin ist nach Linus Pauling, Träger des Chemie und Friedensnobelpreises, die Erhaltung guter Gesundheit und Behandlung von Krankheiten durch die Veränderung der Konzentrationen von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind. Kritik richtet sich oft gegen falsch angewendete Methoden der orthomolekularen Medizin. Einen Nachweis der positiven Wirksamkeit falscher Methoden mit beispielsweise zu hoch dosierten Vitaminen, welche nicht dem auf Gesundheitserhaltung fokussiertem Konzept von Linus Pauling entspricht, gibt es natürlich nicht.[6][7] [8] [9].

Wird die orthomolekulare Medizin zur Feststellung nicht optimaler Blutwerte unter Miteinbeziehung der Fettsäuren sinnvoll eingesetzt, so findet man zahlreiche Studien, welche wie z.B. beim Beheben weit verbreiteter Mangelzustände an Vitamin D eine krebspräventive Wirkung nachweisen. In ähnlicher Weise ist schulmedizinisch unumstritten, dass die Häufigkeit weit verbreiteter Herz-Kreislauferkrankungen, von zu hohem Blutdruck oder vaskulärer Demenz durch Ernährungsumstellung betreffend Fettsäurenzusammensetzung stark reduzierbar wäre. Wegen der weitverbreieteten Skepsis zu den Methoden falsch angewendeter orthomolekularer Medizin lässt jedoch kaum jemand ein Fettsäureprofil aus seiner Blutprobe machen, was zur Folge hat, dass die meisten Menschen nicht wissen, wie sie ihre Ernährung ändern müssten, um sehr hohe gesundheitliche Risiken auszuschalten.

Aus Sicht der orthomolekularen Medizin führt ein biochemisches Ungleichgewicht im Körper zu Krankheiten. Dieses Ungleichgewicht kann durch Änderung der Ernährung, Hinzunahme von Nahrungsergänzungsmitteln oder Reduktion krankheitsfördernder Substanzen ausgeglichen werden. Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, essentielle Fettsäuren und Aminosäuren sowie weitere „Vitalstoffe“ werden als für den Körper verträglicher, risikoloser und heilsamer angesehen als körperfremde Stoffe wie Pflanzenextrakte, Heilkräuter oder synthetische Medikamente.[1] Im Fall zu niedriger Blutwerte empfiehlt die orthomolekulare Medizin bis zur Behebung der festgestellten Defizite eine wesentlich höhere tägliche Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen, als es naturwissenschaftliche und ernährungsmedizinische Erkenntnisse auf Dauer im Normalfall rechtfertigen.[9]

Als Wegbereiter gilt Linus Pauling, Träger des Chemie- und Friedensnobelpreises, der den Ausdruck 1968 erstmals in einem Aufsatz über orthomolekulare Psychiatrie gebrauchte. Orthomolekulare Medizin ist nach Pauling „die Erhaltung guter Gesundheit und Behandlung von Krankheiten durch die Veränderung der Konzentrationen von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind.[9]

Als Ausgangspunkt der orthomolekularen Lehre wird bei eingeschränkter Betrachtung oft nur die kontroverse These gesehen, dass es heutzutage kaum noch möglich sei, sich über ausgewogene Ernährung ausreichend mit so genannten Vitalstoffen zu versorgen, weil die Lebensmittel aufgrund von unnatürlicher Züchtung, Transport, Lagerung und Zubereitung nur noch einen Bruchteil der ursprünglich vorhandenen Stoffe enthielten. Dies führe zu chronischem Mangel beim überwiegenden Teil der Bevölkerung. Daher ist gemäß der eingeschränkten orthomolekularen Denkweise eine Zuführung dieser Vitalstoffe über Nahrungsergänzungsmittel notwendig. [9] Diese zu eng gefasste Beschränkung auf Zuführung von Nahrungsergänzungsmitteln wird jedoch dem Konzept von Linus Pauling für orthomolekulare Medizin nicht gerecht: Orthomolekulare Medizin ist nach Pauling ja „die Erhaltung guter Gesundheit und Behandlung von Krankheiten durch die Veränderung der Konzentrationen von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind. Das umfasst also die Veränderung der Konzentrationen von Substanzen im menschlichen Körper. Es geht also nicht nur um Nahrungsergänzung sondern auch z.B. um Reduktion von Substanzen, wenn dies zur Erhaltung guter Gesundheit erforderlich ist. In diese Definition fallen dann auch Konzepte zur Reduktion ungünstiger Ernährungsbestandteile wie z.B. von zu viel Zucker oder einem Zuviel an gesättigten Fettsäuren. Nicht in den Bereich der orthomolekularen Medizin fallen alle Substanzen, welche normalerweise nicht im menschlichen im Körper vorhanden sind. Dies erklärt auch, warum es Motive gibt, dass die Pharmaindustrie die orthomolekulare Medizin wegen des Risikos eines Rückgangs beim Umsatz mit Medikamenten mit Wirkstoffen, welche ja meist nicht im Körper vorhanden sind, als unwirksam darstellen könnte.

Im Fall falscher Anwendung der orthomolekularen Medizin ohne vorhergehende Blutwertuntersuchungen werden Vitalstoffe auch ohne Mangel fallweise beträchtlich höher dosiert als von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen. Bei richtiger Anwendung der orthomolekularen Ernährung gibt es unter anderem Erfolge bei der Behandlung von zahlreichen Krebserkrankungen, Neurodermitis und zur Prävention vieler bedrohlicher Erkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Gelenks- und Knochenerkrankungen, Diabetes, Demenz und Alzheimer. Kritik richtet sich praktisch immer gegen einzelne falsch angewendete Einzel-Therapien oder Überdosierungen, welche daher natürlich nicht geeignet sind, den hohen Nutzen von Blutwertuntersuchungen zum Aufdecken gesundheitlicher Risiken im Sinn richtig angewendeter orthomolekularer Medizin wirksam werden zu lassen. Ein Beispiel für eine solche Kritik an einer Überdosierung, welche dem Grundkonzept von Linus Paulings für orthomolekulare Medizin ja geradezu widerspricht, ist die systematische Übersichtsarbeit von Jacobs et al. aus dem Jahr 2015 untersuchte die Rolle von oral oder intravenös verabreichtem Vitamin C bei der Behandlung von Krebspatienten. Die Autoren kamen zum Ergebnis, dass qualitativ hochwertige Evidenz für die Erhöhung des Antitumoreffekts der Chemotherapie oder die Verringerung ihrer Toxizität durch Nahrungsergänzung mit Vitamin C nicht existiert.[10][9]

Mangel an Mikronährstoffen

Studienlage zur Vitalstoffversorgung in Deutschland und Österreich

Trotz weltweit anerkannter Studien, die zwar wörtlich genommen nicht das Gegenteil beweisen, jedoch sehr weit verbreitete gravierende Disbalancen in der Vitalstoffversorgung nachweisen, wird folgende Behauptung immer wieder in den Medien verbreitet: „Die tägliche Nahrung enthält alles an Vitaminen und Mineralstoffen, was unser Organismus braucht.“ Der gesundheitliche Schaden durch diese verkürzte Information ist unübersehbar, da die Nahrung zwar tatsächlich alles enthält, was der Mensch braucht, jedoch kommen diese Vitalstoffe beim Durchschnitt der Bevölkerung nicht in der gesundheitlich optimalen Menge im Blut bzw. im Körper der Menschen an. Offensichtlich besteht seitens der Wirtschaftszweige, die von kranken Patienten leben, ein Interesse an derartigen verkürzten Aussagen, die dann undifferenziert von der Presse verbreitet werden. Die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Auftrag gegebene „Nationale Verzehrsstudie II“ zeigt ein anderes Bild. Befragt wurden etwa 20.000 Personen im Alter zwischen 14 und 80 Jahren im Zeitraum November 2005 bis Januar 2007. In 2008 wurden die Ergebnisse veröffentlicht, und sie sind bis zum Erscheinen dieses Ratgebers die größte epidemiologische Studie zur Erfassung der Ernährungsgewohnheiten und des Lebensmittelverzehrs in Deutschland.[11][12]

Diese NVS-II-Studie zeigt, dass bei einigen Vitalstoffen die Versorgung unzureichend ist. Basis für die Bewertung sind die Nährstoffempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), die die Ergebnisse der Verzehrsstudie in ihrem 12. Ernährungsbericht,[5] erschienen im Dezember 2012, heranzieht.[12] Danach:

  • ist über die Hälfte der Erwachsenen übergewichtig!
  • hatten 16 % der Studienteilnehmer in den letzten vier Wochen vor der Befragung keinen Fisch bzw. keine Fischgerichte verzehrt.
  • lag die Aufnahme von Ballaststoffen bei beiden Geschlechtern unterhalb des Richtwertes für die Ballaststoffaufnahme von mindestens 30 g/Tag.
  • unterschritten 82 % der Männer und 91 % der Frauen die Empfehlung für die Vitamin D-Aufnahme. In besonderem Ausmaß trifft dies auf junge Erwachsene und Senioren zu.[12]
  • unterschritten 79 % der Männer und 86 % der Frauen die Empfehlung für die Folsäureversorgung. Die Anteile steigen mit zunehmendem Alter.[12]
  • unterschritten über 75 % der Frauen im gebärfähigen Alter während dieser Lebensphase die empfohlene Dosis an Eisen.[12]
  • unterschritten 74 % der weiblichen Jugendlichen (14-18 Jahre) die Empfehlung für die Aufnahme von Calcium, bei den älteren Männern sind es 61 % und bei älteren Frauen (65-80 Jahre) sind es 65 %.[12]
  • wurde bei der Jodversorgung ohne Verwendung von jodiertem Speisesalz der höchste Mangel festgestellt. 96 % der Männer und 97 % der Frauen haben eine zu geringe Jodversorgung.[12] [11] Unter Verwendung von jodiertem Speisesalz für alle Rezepte und Mischungen liegen nur noch 28% der Männer und 53% der Frauen unter der Empfehlung für die Jodzufuhr.[11]

Über 80 % der Bevölkerung ist unzureichend mit DHA versorgt!
Nach einer Studie des BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) erreichen nur 12 % der Frauen und 20 % der Männer eine mittlere tägliche Aufnahme von langkettigen Omega-3-Fettsäuren, die dem Verzehr von zwei Fischmahlzeiten in der Woche entspricht (ca. 350 mg). Die 16 % der Bevölkerung, die keinen Fisch verzehren, nehmen im Mittel sogar nur 61 mg DHA/EPA pro Tag auf (Datengrundlage ist u.a. eine in Deutschland repräsentative Stichprobe mit über 4.000 Befragten im Alter von 18-79 Jahren). Laut einer WHO-Studie haben nur 2 % der Schwangeren in den westlichen Industrieländern genügend DHA in der Muttermilch.[12]

Das Fazit des Österreichischen Ernährungsberichts 2012[13] fasst das Bundesministerium für Gesundheit in Österreich so zusammen:
„Die ÖsterreicherInnen essen immer noch zu fett, deutlich zu salzig und zu wenig Obst und Gemüse. Dennoch ist der Nährstoffstatus im Wesentlichen gut.“ Letztere Aussage verwundert, wenn man dann die Details des Berichts studiert[12]:

  • 40 % der 18-64 jährigen sind übergewichtig, zwölf Prozent davon sind adipös – bei Menschen ab 65 Jahren sind 17 % untergewichtig.[12]
  • Die Fettqualität ist verbesserungswürdig. In allen Teilkollektiven zeigt sich ein zu hoher Konsum an gesättigten Fettsäuren. Verantwortlich dafür ist vor allem ein zu häufiger Verzehr von Fleisch- und Wurstwaren.[12]
  • Die Zufuhr von mehrfach ungesättigten Fettsäuren könnte optimiert werden, z.B. durch häufigeren Konsum von Fisch oder hochwertigen pflanzlichen Ölen.[12]
  • In allen Altersgruppen wird mehr Kochsalz zugeführt als maximal empfohlen. Bei mehr als der Hälfte der Erwachsenen und älteren Menschen liegt die Aufnahme sogar über dem als gesundheitlich bedenklich eingestuften Wert von 10 g/Tag (das entspricht ca. 2 Teelöffeln).[12]
  • Klar zu wenig Ballaststoffe, ausreichend Eiweiß: Im Mittel stammen bei den Schulkindern aber mehr als die maximal empfohlenen zehn „Energieprozent“ aus Zucker.
  • Komplexe Kohlenhydrate (stärkehaltige Lebensmittel) werden nach wie vor zu wenig verzehrt. Eine Folge davon ist eine zu niedrige Ballaststoffzufuhr (zusätzlich verstärkt durch einen zu geringen Verzehr von Vollkornprodukten, Gemüse und Hülsenfrüchten). Sie liegt im Durchschnitt klar unter der Empfehlung von 30 g/Tag. [12]
  • Bei einigen Vitaminen bestätigen sich die kritischen Aufnahmedaten aus vergangenen Berichten. Zu diesen „Risikonährstoffen“ zählen Vitamin D, Folsäure, Calcium und Jod. Hinzu kommt Eisen bei Schulkindern und Frauen im gebärfähigen Alter (unter 50 Jahren). Grenzwertig ist die Zufuhr von Magnesium bei männlichen Erwachsenen und älteren Menschen sowie bei den älteren Menschen Vitamin A, C und Zink.[12]

Am Schluss der Zusammenfassung des Ernährungsberichts wird wie schon in ähnlicher Weise von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eingestanden:

  • Bei Vitamin D, Selen, Calcium und Zink liegen tatsächlich erniedrigte Statuswerte vor.[12]

Häufigkeit von Disbalancen an Mikronährstoffen

Vitamin D Spiegel im Blut: Soll 90ng/ml - Durchschnitt in Deutschland & Österreich: nur 16ng/ml
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Vitamin D gehört zu jenen Blutwerten, bei welchen die meisten Menschen in Mitteleuropa ein hohes Defizit
haben, was ein höheres Risiko von Krebs, Knochenerkrankungen und Erkältungen zur Folge hat[14]


Mikro-
nährstoff
Männer
unterhalb
Referenzwert
(%)
Frauen
unterhalb
Referenzwert
(%)
Erstes Fettsäureprofil
bei einer Person [1]
100,0 100,0
Vitamin D[15][12] 81,2 90,9
DHA (Omega-3-Fettsäure)[12] 80,0 80,0
Folsäure[15][12] 74,4 80,6
ß-Carotin[13] 82,0 67,0
Calcium bei Älteren (65J-80J)[12] 61,0 65,0
Zink bei Senioren (65J-80J)[13] 67,0 31,0
Jodstatus Ö. 2012[13] 52,5 38,8
Jodstatus D. 2008[11] 28,0 53,0
Omega-3-Index < 6.1%[13] 48,8 38,7
Eisen[15] 11,2 77,9
Vitamin E[15] 47,0 45,6
Selenstatus[13] 30,0 40,0
Vitamin C[16] 32,0 29,0
Zink[15] 25,7 17,3
Magnesium[15] 21,6 26,5
Vitamin B1[15] 20,0 26,6
Vitamin B6[15] 12,7 11,5
Vitamin B12[15] 6,8 26,4

Beim ersten Fettsäureprofil wird praktisch bei allen Personen mindestens eines der 4 Risiken aufgezeigt:

  • Entündungstendenz,
  • Kardiovaskuläres Risiko,
  • verminderte Membranfluidität,
  • eingeschränkte Insulindynamik

[1] Das anzustrebende Ziel beim Fettsäureprofil[17] ist es, in der Risiko-Darstellung von GanzImmun Diagnostics AG bei allen 4 ausgewiesenen Risiken (Entündungstendenz, Kardiovaskuläres Risiko, verminderte Membranfluidität und eingeschränkte Insulindynamik) einen erniedrigten Status, erkennbar an einem grünen Balken, zu haben. Der Referenzwert beim GanzImmun-Fettsäureprofi ist also: 4 grüne Riskobalken. Von ca. 15 Fettsäureprofilen[17], erstellt von GanzImmun Diagnostics AG in Mainz, welche der Autor dieser Seite kennt, gibt es bei keiner einzigen Person beim ersten Fettsäureprofil, das für diese Person erstellt wurde, 4 grüne Risikobalken. Also weichen 100% der ersten Fettsäureprofile einer Person vom Soll-Zustand reduzierter Risiken bei allen vier Einzelrisiken (Entündungstendenz, Kardiovaskuläres Risiko, verminderte Mebranfluidität und eingeschränkte Insulindynamik) ab. Werden nach dem ersten Fettsäureprofil einer Person die Ernährungsgewohnheiten konsequent optimiert, so kommt es in den meisten Fällen zur völligen Ausschaltung aller vier Risiken, welche in nochmals erstellten GanzImmun-Folge-Fettsäureprofilen ausgewiesen werden.

"Ausgewogene Ernährung" reicht meist nicht:
In der Laien- und auch in der Fachpresse wurde noch 1997 [18] immer wieder die Meinung vertreten, dass in den USA[18] und auch in Mitteleuropa bei „ausgewogener“ Ernährung (was immer man darunter verstehen mag) ein Mangel an Mikronährstoffen nicht auftritt. Diese Annahme wird durch Ernährungserhebungen aus dem Jahr 2016 in Deutschland[15] und dem Österreichischer Ernährungsbericht 2012[13] nicht bestätigt. Für die Nährstoffzufuhr, einschließlich der Mikronährstoffe, gibt es Empfehlungen der gemeinsamen Kommission der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Gesellschaft für Ernährung (D.A.CH.). Vergleicht man die vom renommierten Max-Rubner-Institut publizierten Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie II, so zeigt sich, dass in relevanten Teilen unserer Bevölkerung die D.A.CH. Empfehlungen nicht erreicht werden. Bei einzelnen Mikronährstotfen wie z. B. Vitamin D und Folsäure muss sogar von einem endemischen Mangel gesprochen werden.[15]

Laut Österreichischem Ernährungsbericht 2012[13] nehmen bei Vitamin D 88 % der Männer und 82 % der Frauen zu wenig auf (<5 µg/d). Knapp die Hälfte der Männer und Frauen erreicht den Referenzwert für die Aufnahme an β-Carotin nicht, entsprechend ist der Status an β-Carotin bei 82 % der Männer und 67 % der Frauen stark erniedrigt.[13]

Österreichischer Ernährungsbericht 2012: Ernährungsstatus der Bevölkerung

. Österreichischer Ernährungsbericht 2012, emer. Univ.-Prof. Dr. I. Elmadfa, Institut für Ernährungswissenschaften, Universität Wien [13]
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. Bewertung des Ernährungsstatus der Bevölkerung basierend auf den Ergebnissen des laborchemisch ermittelten Status[13]


Ursachen für die Entwicklung von Mikronährstoffdefiziten[15]

  1. Unzureichende Zufuhr, z. B. bei Jugendlichen (einseitige Ernährung, erhöhter Bedarf in Wachstumsphasen), bei alten Menschen (Anorexia, einseitige Ernährung, Kauprobleme), bei Reduktionsdiäten und unter parenteraler Ernährung.[15]
  2. Verminderte Aufnahme durch andere Nahrungsfaktoren: z. B. hoher Gehalt an Phytinsäure in der Nahrung, hoher Faserstoffanteil, erhöhte Aufnahme von Schwermetallen wie Blei, Cadmium, Quecksilber.
  3. Verminderte Aufnahme durch gastrointestinale Erkrankungen: Pankreasinsuffizienz mit Stearrhö, parasitäre Darmerkrankungen, Malabsorptionssyndrome, entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
  4. Nierenerkrankungen: Niereninsuffizienz, nephrotisches Syndrom.
  5. Lebererkrankungen: Leberparenchymschäden, auch alkoholbedingter Art.
  6. Endokrine Störungen: metabolisches Syndrom und Diabetes mellitus, Schilddrüsendysfunktionen.
  7. Akute und chronische Infektionen wie z. B. entzündlich rheumatische Erkrankungen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, chronische Virusinfektionen (z.B. EBV, CMV).
  8. Akute und chronische Gewebezerstörung wie bei Zustand nach Operationen und Zustand nach Verbrennungen.
  9. Hämatologische und maligne Erkrankungen: hämolytische Anämien, Sichelzellanämie, Neoplasien.
  10. Erhöhte Bedarfssituationen: Schwangerschaft, Stillzeit, Leistungssportler.
  11. Iatrogene Effekte durch z. B. Chelatbildner (Penicillamin, DMPS), Kontrazeptiva, Corticosteroide, Antianabolika, Isoniazid.[15]
  12. Vegane Ernährung

Vitalstoffdefizite bei veganer Ernährung

Bei einer veganen Ernährung kann es aufgrund des Verzichts auf jegliche tierische Lebensmittel zu einer Unterversorgung mit Energie, Protein, Eisen, Calcium, Jod, Zink, Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B12 (Cobalamin) und Vitamin D kommen und die Zufuhr langkettiger n-3 Fettsäuren ist ebenfalls gering (Grüttner 1991, Jacobs und Dwyer 1988, Kirby und Danner 2009, Leitzmann und Keller 2010).[19]

Um Mangelerscheinungen zu vermeiden, müssen sich Neu-Veganer einiges Wissen über Nahrungsmittel und ihre Inhaltsstoffe aneignen. Doch gerade daran hapert es oft, klagen Ernährungswissenschaftler. Zwar sind Veganer mit einer Reihe von Nährstoffen wie Beta-Carotin, Vitamin C oder Folsäure meist besser versorgt als der Bevölkerungsdurchschnitt - doch weisen sie zugleich häufig Defizite bei Eisen, Kalzium und einigen essenziellen Fettsäuren auf, obwohl sich der Bedarf auch über pflanzliche Lebensmittel ausreichend decken ließe. Gute Quellen für Kalzium sind Sesam, Mandeln, Grünkohl, Rucola, Spinat, getrocknete Feigen, angereicherte Sojaprodukte und manche Mineralwassersorten. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D verbessert zudem die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung. Auch die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln lässt sich mit gleichzeitiger Zufuhr von Vitamin C oder anderen organischen Säuren aus Obst und Gemüse gezielt steigern (Tee und Kaffee hemmen dagegen die Eisenaufnahme). Viel Eisen liefern Linsen und Kichererbsen, getrocknete Aprikosen und Pfirsiche, Kürbiskerne oder Pistazien sowie Haferflocken, Hirse und der getreideähnliche Amarant.[20]

Deckung des Bedarfs von DHA und EPA bei Veganern nur mit Opti3-Kapseln ohne Schwermetallrisiko möglich

Die unverzichtbaren langkettigen mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA finden sich leider nicht in pflanzlichen Ölen, Walnüssen oder Leinsamen (nur mit ALA), sondern abgesehen von Fischen nur in einigen Mikroalgen, die auch als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich sind.

Die wichtigste kurzkettige Omega-3-Fettsäure ist die Alpha-Linolensäure (ALA). Sie ist jene Omega-3-Fettsäure, die sich bevorzugt in pflanzlichen Lebensmitteln wie z.B. Leinöl findet. Die beiden wichtigsten langkettigen Omega-3-Fettsäuren sind die Docosahexaensäure (DHA) und die Eicosapentaensäure (EPA). Sie finden sich fast ausschliesslich in tierischen Lebensmitteln wie z.B in fetten Fischen wie Lachs. Da der Organismus besonders DHA und EPA benötigt, nützt es nicht sehr viel, reichlich Leinöl, Hanfsamen & Co. zu essen. Der menschliche Körper kann nur sehr geringfügig - bei Säuglingen besser als bei Erwachsenen – aus ALA die beiden langkettigen Fettsäuren DHA und EPA selbst herstellen. Studien, die sich der Umwandlungsrate von ALA in EPA und DHA widmen, kommen ausnahmslos zu sehr niedrigen Umwandlungsergebnissen: Mal sollen bis zu 20 Prozent der ALA in EPA und bis zu 10 Prozent der ALA in DHA umgewandelt werden können, dann sind es wieder nur 6 Prozent ALA, die in EPA und knapp 4 Prozent, die in DHA umgewandelt werden. In Bezug auf DHA sind gar Zahlen von unter 1 Prozent im Umlauf.[21]

Die Umwandlung der ALA in EPA und DHA ist mit mehreren Komplikationen verbunden:[21]

  • Omega-6-Fettsäuren verhindern nicht nur die Umwandlung von ALA in EPA und DHA, sondern hemmen auch deren Einbau in das Gewebe, so dass bei einem hohen Omega-6-Verzehr nicht einmal die per Nahrungsergänzung eingenommenen langkettigen Fettsäuren optimal genutzt werden könnten.
  • Auch bei Menschen mit gewissen chronischen Erkrankungen (z. B. Diabetes, Hypercholesterinämie u. a.) und bei Rauchern ist die Umwandlung von ALA in EPA und DHA vermindert.
  • Vitalstoffmängel hemmen die Umwandlung – insbesondere eine unzureichende Versorgung mit Zink, Magnesium, Calcium und Vitamin B6[21]

Der Omega-3-Index ist das Verhältnis von (DHA+EPA)/(gesamte Fettsäuren) und sollte über 8 % sein, am besten sogar über 10%. Das heißt, ALA aus Pflanzenölen wie Leinöl reduziert sogar den Omega-3-Index, weil die gesamten Fettsäuren (im Nenner) dadurch deutlich mehr ansteigen als EPA und DHA (im Zähler). Veganer sollten also unbedingt mit Fettsäureprofilen[17] ihre Fettsäuren kontrollieren und so deren optimale Zusammensetzung gewährleisten. Sollte sich im persönlichen Fettsäureprofil[17] der Omega-3-Index als unter 8-11 % herausstellen, oder eines der 4 ausgewiesenen Risiken erhöht (roter Balken) sein, so muss EPA oder DHA aus Fischöl oder einem Algenpräparat ergänzt werden.

Veganer können ohne Schwermetallrisiko den Bedarf an EPA und DHA aus einem Meeresalgen-Produkt decken: Opti3
Bestimmte Meeresalgen sind das einzige vegane Lebensmittel, das direkt die langkettigen Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA liefert, so dass sich der Körper gar nicht erst mit der Umwandlung in DHA und EPA beschäftigen muss. Da es viele vegane Algenpräparate auf dem Markt gibt, die wenigsten aber relevante Dosen enthalten (800 mg pro Tagesdosis), manche überdies nicht das optimale Verhältnis von 1 : 2 (EPA : DHA) aufweisen, empfiehlt das Zentrum der Gesundheit die veganen Omega-3-Kapseln von Opti3, eines der wenigen Präparate, das mit 500mg DHA zu 300 mg EPA die genannten Kriterien erfüllt und gleichzeitig keine überflüssigen Zusatzstoffe enthält. [22] Die Freiheit von den in Algenprodukten oft enthaltenen Schwermetallen wie Quecksilber oder Dioxinen wird jedoch bei den veganen Omega-3-Kapseln von Opti3 in der offiziellen Produktbeschreibung nicht bestätigt, wie dies bei Omega-3-Fettsäuren aus IFOS-zertifizierten Fischölen oder bei DHA 500 von Now Foods bestätigt wird. Auf der Verpackung von "DHA 500" von Now Foods wird die Schwermetallfreiheit so bestätigt: "It is tested to be free of potentially harmful levels of contaminants (i.e. mercury heavy metals, PCB's, dioxins and other contaminants. Those who experience nausea or reflux from other fish oils should find this enteric coated, odor controlled softgel easier to tolerate". Ein kleiner Nachteil der veganen Omega-3-Kapseln von Opti3 ist, dass statt Olivenöl oder Rapsöl Sonnenblumenöl enthalten ist, was das Verhältnis von Omega-6-Fettsäuren zu-Omega-3-Fettsäuren in ungünstiger Weise erhöht. Auch der Preisunterschied spricht etwas gegen die Opti3-Kapseln: 180 Opti3-Kapseln mit je 300 mg EPA und 500 mg DHA kosten 3x19,90 €, 180 NOW DHA-500 Kapseln kosten nur 38,90 € statt 57,70 €. Eine Nachfrage beim Zentrum der Gesundheit und nochmalige Internet-Recherche brachte zu Tage, dass man auch bei den Opti3-Kapseln von Schwermetallfreiheit ausgehen kann. Laut Auskunft beim ZdG im Mai 2017 werden die Algen in Tanks gezüchtet, sodass eine Verunreinigung durch Schwermetalle aus dem Meer ausgeschlossen werden kann. Diese Aussage wurde auch auf einer FAQ-Seite für die Opti3-Kapseln bestätigt gefunden: [23]

„Algen für die Opi3-Kapseln:
Wir erhalten unsere Omega-3-Fettsäuren aus Algen und anderen natürlichen Zuschlagstoffen. Algen kommen überall um uns herum vor, angefangen von Seetang an Stränden bis zu den grün und rot gefärbten Substanzen, die wir in unseren Teichen und Pfützen sehen. Algen bilden das Grundnahrungsmittel für Fische, aus dem fette Fische ihre Omega-3-Fettsäuren beziehen. Vegetology verwendet zur Herstellung der Opti3-Kapseln spezielle Algen, die in einer vollständig abgeschlossenen kontrollierten pharmazeutischen Anlage gezüchtet werden, um die Omega-3-Fettsäuren für die Opti3-Kapseln zu gewinnen. Im Gegensatz zu Algen aus dem Meer kann Vegetology für diese Algen die völlige Freiheit von Verunreinigungen oder von Toxinen garantieren.“

Omega-3-Fettsäuren aus bestätigt schwermetallfreien & Antibiotika-freien Fischöl-Kapseln oder Fischen
Als Schlussfolgerung aus dieser Problematik könnten Veganer bei der Deckung von DHA und EPA eine Ausnahme von der veganen Ernährung machen, und diese Omega-3-Fettsäuren aus bestätigt schwermetallfreien Fischöl-Kapseln und/oder einfach täglichem Fischkonsum decken, da mit Schwermetallen kontaminierte Meeresalgen das Krebsrisiko beträchtlich erhöhen, zumal ja EPA und DHA unbedingt auf Dauer zugeführt werden müssen. Ein möglicher schwermetallfreier Weg zur Deckung des EPA- und DHA-Bedarfs ist neben den schwermetallfreien Opti3-Kapseln auch der häufige Verzehr von Forellen aus sauberen Bächen, Flüssen oder Seen aus den Alpen. Forellen haben insgesamt zwar weniger EPA und DHA pro 100g Fisch als Lachs, dafür jedoch im Verhältnis mehr DHA als EPA, was anzustreben ist, während dies bei Lachs umgekehrt ist, Details dazu siehe Omega-3-Fettsäuren: Vorkommen bei Pflanzen und Fischen. Bei häufigem Lachskonsum muss man daher meist reines DHA ohne EPA ergänzen, um bei den Blutwerten im Fettsäureprofil[17] das optimale EPA/DHA-Verhältnis zu erreichen, z.B. in Form von DHA-250-Kapseln von NICApur. Es gibt auch Fischölpräparate, bei welchen die Freiheit von Antibiotika (Fluorchinolone sind sehr gefährlich) deklariert ist, wie z.B. Omega-3-Fettsäuren Fischöl (80%) + Krillöl (20%) von Plastimea Nutri, und es gibt auch Supermarktketten wie Billa oder Merkur vom REWE-Konzern, welche sich bei Lachsen aus Aquakultur generell einem Verzicht auf den Einsatz von Antibiotika unterwerfen, siehe "REWE Group LEITLINIE FÜR FiSCHE, KREBS- und WEICHTIERE"[24]

Indikationen zur Erhebung eines Mineralstoff /Spurenelementprofils[15]

  • Verdacht auf Defizite bei einseitiger Ernährung, Reduktionsdiäten, erhöhtem Bedarf
  • gastro intestinale Erkrankungen mit Resorptionsstörungen und erhöhten enteralen Verlusten
  • koronare Herzerkrankungen oder zu hoher Blutdruck
  • chronisch entzündliche Erkrankungen (Rheumatische Erkrankungen)
  • Begleitende Kontrolle zur richtigen Dosierung von Nahrungsergänzung
  • Erkrankungen an Knochen oder Gelenken (Knochenmarködem, Arthrose)
  • metabolisches Syndrom und Diabetes mellitus
  • Tumorerkrankungen
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Präventive Gesundenuntersuchung
  • Leistungs- und Hobbysportler[15]

Fettlösliche Vitamine: Vitamin A und β-Carotin

Carotine und Carotinoide wirken nicht nur als Vitamin A-Provitamine, sie können zudem die Oxidationen anderer Substanzen, in dem sie die Radikalbildung verhindern. Sie können außerdem Sauerstoffradikale abbauen und unterbrechen die Kettenreaktion der Lipidperoxidation [Elmadfa und Leitzmann, 2004]. Die Bewertung des β-Carotin-Status mit den Referenzwerten [Sauberlich, 1974] zeigte, dass dieser stark verbesserungswürdig ist.[13] Zu den Personengruppen mit einer kritischen Versorgung zählen Neugeborene und Kinder mit häufigen Infekten. Durch Infektionskrankheiten, einhergehend mit Fieber und einer gleichzeitig erhöhten Ausscheidung, ist der Vitamin A-Bedarf stark erhöht [D-A-CH, 2012][13]. Wie in Tabelle 2.11 im Österreichischen Ernährunsbericht 2012[13] dargestellt, war die Aufnahme an Retinol-Äquivalenten bei den Mädchen und Buben im Alter von 7 bis 9 Jahren ausreichend. Bei den beiden anderen Altersgruppen wurden die Referenzwerte für eine ausreichende tägliche Aufnahme nicht erreicht. Um die Versorgung beurteilen zu können, muss allerdings der Status an Vitamin A mitberücksichtigt werden (Kapitel 2.3.4.1.2 in [13]). Die Aufnahme an β-Carotin lag bei der jüngsten Altersgruppe im Referenzbereich von 2–4 mg/d, die beiden anderen Altersgruppen erreichten den Referenzbereich jedoch nicht. Dieser Referenzbereich wurde jedoch für die Personengruppe der Erwachsenen formuliert und nicht speziell für Kinder erarbeitet.[13]Verglichen mit dem Österreichischen Ernährungsbericht 1998 sind die untersuchten Kinder im Jahr 2012 schlechter mit β-Carotin versorgt als vor 14 Jahren. Damals wiesen 20 % der Mädchen und 30 % der Buben eine β-Carotin-Konzentration unter 0,373 µmol/L auf [Elmadfa et al., 1998], während bei der Untersuchung im Jahr 2012 51 % der Mädchen und 47 % der Buben eine Unterversorgung aufwiesen. Auch knapp die Hälfte der Männer und Frauen erreicht den Referenzwert für die Aufnahme an β-Carotin nicht, entsprechend ist der Status an β-Carotin bei 82 % der Männer und 67 % der Frauen stark erniedrigt. Die Verschlechterung der allgemeinen Versorgung mit β-Carotin lag vermutlich an einer geringeren Aufnahme von Obst und Gemüse.[13]

Um eine ausreichende Versorgung mit Retinol über die Nahrung zu gewährleisten, bieten tierische Lebensmittel, vor allem Leber, eine gute Quelle. β-Carotin und andere Vitamin A-wirksame Carotinoide kommen in Gemüse und Obst wie Karotten, Spinat, Grünkohl, Marillen und Pfirsichen vor [Elmadfa und Leitzmann, 2004]. Die Plasmakonzentration an β-Carotin steht in engem Zusammenhang mit dem Obst- und Gemüsekonsum, da β-Carotin vor allem durch den Konsum von gelbem und orangem Obst und Gemüse wie Karotten, Marillen, Mangos, Pfirsiche, Papayas und grünem Blattgemüse aufgenommen wird. [13]. Empfindlich bei der Verarbeitung von Lebensmitteln ist Vitamin A gegenüber Sauerstoff, Säure und Licht [Elmadfa und Leitzmann, 2004][13]. Die Bioverfügbarkeit von β-Carotin aus Gemüse unterliegt jedoch je nach Art der Zubereitung großen Schwankungen. Positiv beeinflusst wird diese durch gemeinsame Aufnahme mit geringen Mengen an Fett oder dem mechanischen Aufschluss der Pflanzenzellen durch Entsaften oder Blanchieren [D-A-CH, 2012][13].

Disbalancen im Fettsäureprofil

Zu hohe Fettzufuhr in Deutschland im Vergleich mit den D-A-CH-Referenzwerten

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Median der Zufuhr an Fett in % der D-A-CH-Referenzwerte[11]


Sowohl bei Männern als auch bei Frauen liegt in allen Altersgruppen der Median der Fettzufuhr über dem Richtwert von 30% der Energiezufuhr (Abb. 5.9 und Anhang Tab. A. 30) der Nationalen Verzehrsstudie II, Herausgegeben 2008 vom Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe.[11]

Omega-3-Index ist bei 42.7% der Menschen zu niedrig

48.8% der Männer & 38.7% der Frauen: Omega-3-Index nicht im kardioprotektiven Bereich[13]
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Österreichischer Ernährungsbericht 2012, Institut für Ernährungswissenschaften, Universität Wien


Die Ergebnisse im Österreichischen Ernährungsbericht 2012[13] zum Omega-3-Index zeigen, dass 1,4 % aller Erwachsenen im Bereich von unter 4 % lagen, demgegenüber aber nur etwas mehr als 50 % einen primärpräventiven Wert (kardioprotektiv) aufwiesen. Der Omega-3-Index ist demnach bei 42.7% der Menschen unterhalb von 6.1%, so dass er damit nicht im kardioprotektiven Bereich liegt. Dabei zeigte sich bei den Frauen eine etwas bessere Versorgung als bei Männern und auch die Erwachsenen in Westösterreich hatten bessere Werte als in Ostösterreich. Betreffend Beitrag der α-Linolensäure zum Omega-3-Index muss bedacht werden, dass eine Umwandlung von α-Linolensäure zu ihren längerkettigen Derivaten im menschlichen Organismus in geringem Umfang stattfindet, wodurch ebenfalls eine Verbesserung des ω-3-Index erreicht wird. Nach aktuellen Erkenntnissen ist aber etwa die Eicosapentaensäure in Bezug auf die Eicosanoidsynthese biologisch um bis zu zehnmal wirksamer als α-Linolensäure. Somit kann eine gesteigerte Aufnahme von α-linolensäurereichen Pflanzenölen wie Lein-, Raps-, Walnuss- oder Sojaöl den Konsum von an eicosapentaensäure- und docosahexaensäurereichen Meeresfischen wie Hering, Makrele und Lachs in Hinblick auf eine kardioprotektive Wirkung nicht ersetzen [13]

Fettsäureprofil zur Erkennung Ihres Entzündungsrisikos, kardiovaskulären oder Diabetes-Risikos

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Zeigt das Fettsäureprofil rote Balken, so können Sie durch
Ernährungsumstellung die Risiken mit rotem Balken reduzieren[17]


Viele Erkrankungen von Personen über 50 oder auch zu hohe LDL-Cholesterinspiegel sind auf nicht optimale Blutwerte bei verschiedenen Fettsäuren zurückzuführen, obwohl dieser Aspekt des Risikos dafür mit einem Fettsäureprofil mit Bestimmung des Omega-3-Index sehr leicht erkennbar und durch sehr einfache Ernährungsumstellung bzw. Nahrungsergänzung völlig eliminierbar wäre. Zu diesen Erkrankungen gehören Arthrose, Knochenmarködeme, Diabetes, viele verschiedene Erkrankungen mit entzündlichen Prozessen im Körper, Depressionen, Schlaganfälle, Herzinfarkte, Thrombosen oder plötzlicher Herztod. Arthrose z.B. entsteht oft als Folge langjähriger entzündlicher Prozesse in den Gelenken (Arthritis). Ob in Ihrem Körper entzündliche Prozesse vorliegen, können Sie an Ihrem CRP-Wert im Blut sehen. Auch eine nicht optimale Ernährung kann zu einer oft jahrelang unentdeckten Entzündungsneigung führen, welche dann auch zu Arthritis und in der Folge Arthrose als eine von mehreren Mitursachen führen kann. Während Verletzungen oder Überlastungen von Gelenken als Arthroseursachen vom Patienten selbst nicht gut nachträglich eliminierbar sind, ist dies bei einer nicht optimalen Zusammensetzung der Fettsäuren im Blut wegen falscher Ernährung sehr leicht möglich. Um zu sehen, ob bei Ihnen gute Chancen bestehen, Entzündungsneigungen durch nicht optimale Ernährung auszuschalten, müssen Sie in einem Blutlabor oder bei Ihrem Arzt Blut abnehmen lassen und dieses zur Erstellung eines Fettsäureprofils zu GanzImmun Diagnostics AG in Mainz schicken, um ein "Fettsäureprofil" erstellen zu lassen. Die Kosten dafür betragen ca. 48 € und werden leider meist nicht von den Krankenkassen übernommen. Einen Musterbefund für ein Fettsäureprofil von GanzImmun Diagnostics AG in Mainz finden sie in Einzelnachweis [17]. Etwa 1-2 Wochen nach Blutabnahme erhalten Sie Ihr Fettsäureprofil zugeschickt. Die wichtigste Aussage davon ist die zusammenfassende Beurteilung der Fettsäurendiagnostik auf Seite 2 des Befundes in Form von 4 grünen oder roten Balken für die 4 Risiken Entzündungstendenz, kardiovaskuläres Risiko, verminderte Membranfluidität und eingeschränkte Insulindynamik. Ist der Balken Entzündungstendenz rot (wie im Bild rechts), so haben Sie beste Chancen, durch Umstellung Ihrer Ernährung das Entzündungsrisiko als einen Hauptrisikofaktor für Arthrose auszuschalten. Ist dieser Balken in Ihrem Fettsäureprofil bereits grün, so wissen sie zwar, dass Ihre Ernährungsgewohnheiten betreffend Entzündungsrisiko bereits richtig sind, haben andererseits jedoch keine Möglichkeit durch "Drehen an dieser Schraube" Ihr Arthroserisiko zu reduzieren. Das Fettsäureprofil bietet auch eine gute Basis dazu, eine Reihe weiterer großer mit der Ernährung sehr gut beeinflussbarer Risiken für häufige Krankheiten älterer Menschen zu erkennen und gezielt reduzieren zu können.

Beta-Carotin

Beta-Carotin – auch Provitamin-A genannt – ist ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Familie der Carotinoide. Carotinoide sind dafür zuständig, dass viele Lebensmittel in den appetitlichen Farben rot, gelb und orange in Erscheinung treten. Diese orangefarbenen oder roten Naturfarbstoffe, die in Paprika, Karotten, Aprikosen und anderem Obst und Gemüse enthalten sind, werden im Körper zu Vitamin A umgewandelt. In dieser Form reduziert das Beta-Carotin Oxidationsprozesse, reguliert das Zellwachstum, steuert Reaktionen des Immunsystems und erfüllt darüber hinaus noch viele weitere wichtige Funktionen im Körper.[25]

Die besten Beta-Carotin-Quellen

Die allerbeste ß-Carotin-Quelle (noch vor den Karotten): Grünkohl
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Grünkohl ist in Süddeutschland und in Österreich wenig bekannt und
als Speise kaum gebräuchlich


Zu den besten Quellen für Beta-Carotin zählen Grünkohl[26], Karotten, Wirsing (Kohl), Feldsalat (Vogerlsalat), rote Paprika, Chicorée, Kürbis, Kopfsalat, Blutgrapfruit, Aprikosen (Marillen), grüne Erbsen, Tomaten, Rosenkohl (Kohlsprossen), Mangos, Papayas und Melonen sowie das rote Palmöl. Genauso sind Spinat Brokkoli und alle anderen dunkelgrünen Blattgemüse sowie Matcha Tee hervorragende Beta-Carotin-Quellen – auch dann, wenn sie gar nicht orangefarben, sondern tiefgrün sind. Bei ihnen überlagert das Grün des hohen Chlorophyllgehalts die gelbe oder orangene Farbe der Carotinoide.[25]

Sortierte Liste der besten ß-Carotinquellen in Lebensmitteln[26]
Beta-Carotin kann als Provitamin A zum Vitamin A-Bedarf beitragen und unterliegt unter diesem Gesichtspunkt den Zufuhr-Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) von Vitamin A (siehe unter Zufuhr).

Unabhängig der Provitamin A-Wirkung hat die DGE für Beta-Carotin unter krankheitsvorbeugenden Aspekten eine wünschenswerte Zufuhr von 2 bis 4 mg pro Tag abgeleitet.

Die besten Beta-Carotin-Quellen in Lebensmitteln
Lebensmittel ß-Carotin-
Gehalt
[mg/100g]
Quelle
Grünkohl 8,68 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Karotten 8,48 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Wirsing
(Österreich: Kohl)
4,70 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Feldsalat
(Österreich: Vogerlsalat)
3,98 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Paprika, rot 3,80 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Chicorée 3,43 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Spinat 3,25 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Kürbis 3,10 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Kopfsalat 1,45 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Blutgrapefruit 1,31 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Aprikosen (Marillen) 0,80 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Erbsen, grün 0,63 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Tomaten 0,61 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Rosenkohl
(Österreich: Kohlsprossen)
0,54 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Eisbergsalat (Kopfsalat) 0,44 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Kirschen, sauer 0,40 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Nektarinen 0,37 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Broccoli 0,30 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Oliven, grün 0,28 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Mandarinen 0,274 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Paprika, grün 0,12 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Blumenkohl (Karfiol) 0,007 Vitalstoff-Lexikon.de[26]
Kartoffeln 0,005 Vitalstoff-Lexikon.de[26]

Beta-Carotin beugt Herzerkrankungen & Schlaganfällen vor

Wenn Sie auf diese farbenfrohe Lebensmittel setzen, profitieren Sie in vielen Bereichen von der starken antioxidativen Wirkung des Beta-Carotins. Es kann beispielsweise vor einem erhöhten Cholesterinspiegel ebenso schützen wie vor Herzerkrankungen, die einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zur Folge haben können. Dieses Antioxidans bekämpft freie Radikale wie Wasser das Feuer. Es reduziert die Oxidation des LDL-Cholesterins im Körper und verhindert so die Verengung der Arterien. Dadurch beugt es der Arteriosklerose wirkungsvoll vor. Zahlreiche Studien haben belegt, dass Lebensmittel, die reich an Carotinoiden sind, das Risiko, einem Herzanfall zu erliegen, signifikant senken können. Andere Studien deuten darauf hin, dass insbesondere zwei Carotinoide – das Beta-Carotin und das Lycopin, das in Tomaten enthalten ist – zudem das Schlaganfall-Risiko wirksam verringern können.[25]

Der Einfluss von Beta Carotin auf das Gehirn

Als Antioxidans wirkt Beta-Carotin auch positiv auf die Hirnfunktion ein, da es die Kommunikation zwischen den Hirnzellen verbessert. Auch die Lebensdauer der Hirnzellen kann es aufgrund seiner antioxidativen Wirkung erhöhen. In Form von Vitamin A nimmt das Beta-Carotin auch Einfluss auf den Verarbeitungsprozess des Proteins Beta-Amyloid. DAs ist besonders wichtig, denn wenn dieserr Prozess ins Stocken gerät, kann eine Alzheimer-Erkrankung die Folge sein.[25]

Beta Carotine wirken entzündungshemmend

Die drittbeste ß-Carotin-Quelle: Wirsing, Wirsingkohl
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Auch Welschkohl, Welschkraut oder in Österreich einfach nur Kohl


Oxidative Schäden, die durch eine überhöhte Anzahl an freien Radikalen im Körper entstehen, haben häufig Entzündungsprozesse zur Folge. Interleukin-6 ist ein Entzündungsmarker, der von den weissen Blutkörperchen bei Entzündungsprozessen freigesetzt wird. Je höher der gemessene Wert vom Interleukin-6 im Blut ist, umso grösser ist auch der Grad der Entzündungen im Körper. Wissenschaftliche Forschungen haben nun gezeigt, dass ein erhöhter Interleukin-6-Spiegel gleichzeitig einen niedrigen Carotinoid-Spiegel mit sich bringt. Steigt der Carotinoid -Spiegel an, reduziert sich auch der Interleukin-6-Spiegel. Das macht den Stellenwert der Carotinoide auch in diesem Zusammenhang deutlich.[25]

Vitamin A - das Augenvitamin

Die Netzhaut des Auges enthält Millionen Zellen, die dabei helfen, nicht nur Licht und Farben, sondern auch alle anderen Blick-Impulse zu erkennen. Eine unvorstellbar schnelle Kettenreaktion, ausgelöst durch eine Vielzahl spezieller Moleküle, leiten diese Impulse ans Gehirn weiter, von wo aus sie dann zu sichtbaren Bildern verarbeitet werden. Ohne Vitamin A wäre dieser Ablauf nicht möglich. Das bedeutet, dass wir ohne dieses Vitamin gar nicht sehen könnten. Ein Mangel an Vitamin A führt daher zwangsläufig zu Sehstörungen. Es kommt zur Austrocknung der Hornhautzellen, Augenbrennen und Bindehautentzündungen. Im besonders schlimmen Fällen kann sich auch eine Makuladegeneration entwickeln. Die Makula sitzt im Zentrum des Auges und ist der Bereich, in dem die Bilder die grösste Schärfe zeigen. Bei einer erhöhten Anzahl freier Radikale im Augenbereich kann der daraus entstehende oxidative Stress zu einer Makuladegeneration führen. In diesem Fall schrumpfen die Zellen in jenem Bereich der Augen, der für die scharfe Sicht verantwortlich ist. Eine im Fachmagazin Journal of the American Medical Association veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass Menschen ab dem Alter von 55 Jahren, die regelmässig grössere Mengen antioxidativer Lebensmittel zu sich nahmen, ihr Risiko, an einer Makuladegeneration zu erkranken, um 35% senken konnten.[25]

Carotinoide benötigen Fett

Um von den herausragenden Eigenschaften der Carotinoide vollumfänglich profitieren zu können, sollte ihr Anteil in der Ernährung maximiert werden. Da sowohl das Vitamin A als auch das Beta-Carotin fettlösliche Vitamine sind, muss bei der Zubereitung Beta-Carotin haltiger Lebensmittel immer etwas Fett hinzugefügt werden. Hierzu eignen sich besonders hochwertige Fette (rotes Palmöl, Kokosöl oder Avocados) sowie kaltgepresste Öle. Zudem ist es wichtig zu wissen, dass gedünstetes Gemüse deutlich mehr Carotinoide freisetzt als rohes Gemüse. Hartfaseriges rohes Gemüse wie Karotten sollten daher am besten fein gerieben oder in einem Mixer püriert werden, damit sie das Beta-Carotin leichter freisetzen.[25]

Beta-Carotin schützt vor Krebserkrankungen

Die Zellen, die als erstes vom Vitamin A profitieren, befinden sich im Verdauungstrakt, so beispielsweise im Magen. Vitamin A ist wichtig für die Magenschleimhautbildung. Die Schleimhaut wiederum schützt die Magenwände vor den sauren Magensäften. Daher ist es auch kein Zufall, dass der regelmässige Verzehr von Vitamin A-, Alpha-Carotin- und Beta-Carotin reichen Lebensmitteln das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, um die Hälfte verringert. Beta-Carotin kann auch vor anderen Krebserkrankungen schützen, wie beispielsweise vor Speiseröhrenkrebs, Leberkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Darmkrebs, Rektalkrebs, Prostatakrebs, Eierstockkrebs und Gebärmutterhalskrebs. Diese Wirkung hat das Vitamin A aufgrund seines grossen antioxidativen Potentials. Menschen, die nur geringe Mengen an Antioxidantien durch ihre Nahrung aufnehmen, weisen ein erhöhtes Krebsrisiko auf. Im Vergleich dazu können Menschen, die viel Obst und Gemüse essen, dieses Risiko um die Hälfte senken.[25]

Schlaganfall-Prävention

Homocystein-Spiegel mit Folsäure unter 8 µmol/l absenken

Frage an Dr. med. Rudolf Ziegler zur Prävention bei zu hohem Lipoprotein (a)-Wert im Blut (über Normwert von max. 30mg/dl)

„Mein Vater erlitt einen Herzinfarkt und dies ohne klassisches Risikoprofil und auch mein Bruder hatte bereits als 30-Jähriger einen leichten Schlaganfall. Im Rahmen der bei mir durchgeführten präventiven Herz-Kreislauf-Diagnostik wurde eine erhöhte Lipoprotein (a)-Konzentration im Blut festgestellt [ > 55 mg/dl Lp(a) ]. Ich habe gehört, Vitamin C und Vitamin B3 sollen hier gewisse positiv-schützende Effekte entfalten. Was raten Sie mir, um meine ja offensichtlich genetisch bedingt erhöhte Herz-Kreislauf-Gefährdung zu reduzieren? Ich bin Ende 30, treibe regelmäßig Sport (Fitness-Studio plus Outdoor-Ausdauersport), ernähre mich bewusst, rauche nicht und habe auch kein Übergewicht.[27]

Sportarzt Dr. med. Rudolf Ziegler aus Heppenheim empfahl folgende Maßnahmen zur Schlaganfallprävention:
Bei dieser familiären Risiko-Konstellation ist es völlig richtig und auch medizinisch geboten, wenn weiterführende Untersuchungen veranlasst wurden. Vorausgeschickt sei der allgemeine Hinweis, dass der krankmachende gemeinsame Nenner aller gefäßbedingter Herz-Kreislauf-Erkrankungen bekanntlich die Arteriosklerose (degenerativer Gefäßwand-Verschleißprozess von Arterien/Schlagadern) darstellt, die stets wie ein chronischer Entzündungsprozess abläuft und im Endstadium ein starr verkalktes Gefäßbett zurücklässt. Jede unserer Zellen und damit auch alle unsere Schlagadern unterliegen nun einmal einem stetigen Alterungsprozess. Der Zeitpunkt des Auftretens und das Ausmes der möglichen gesundheitlichen Folgen hängt von der Dynamik (=Geschwindigkeit) dieses dramatischen Umbauprozesses ab.

Wichtige Faktoren, die diesen degenerativen Vorgang an den Gefäßwänden beschleunigen:

  • Angeborene Disposition für erhöhtes Gesamt-Cholesterin bzw. LDL-Cholesterin (durch Rezeptormangel an den Leberzellen), erhöhtes Lipoprotein (a) und erhöhtes Homocystein durch Enzym-Defekte, was über Blut-Laboruntersuchungen objektivierbar ist
  • Nikotin
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Fehl- und Überernährung
  • Bluthochdruck
  • Zuckerkrankheit
  • erhöhter Homocysteinspiegel im Blut durch Vitaminmangel im Gefolge von Mangelernährung und/oder Resorptionsstörungen im Dünndarm
  • Fettstoffwechselstörungen (erhöhte Neutralfette, erniedrigtes HDL, erhöhtes LDL, erhöhtes Lipoprotein a)
  • chronischer Negativ-Stress, was unter anderem den Bedarf an anti-oxidativen Schutzfaktoren drastisch erhöht.

Treten mehrere dieser Risikofaktoren gleichzeitig auf, was bei unserem westlichen Lebensstil nicht selten ist, so potenziert sich das Risikopotential für eine schwerwiegende Gefäßverkalkung.[27]

Gemäß Ihren Angaben dürften für Sie die meisten Risikofaktoren glücklicherweise keine krankmachende Rolle spielen. Von Lipoprotein (a) weiß man mittlerweile, dass es immer dann ein erhöhtes Gefahrenmoment als spezifischer Gefäßwand-Risikofaktor darstellt, wenn der Wert längerfristig über 30 mg/dl im Blut liegt, was bei Ihnen ja zutrifft, wenn auch Ihr Wert nur gering von der gewünschten Norm abweicht. Gefährdend wirkt Lipoprotein (a) deswegen, weil dieses kombinierte Fett-Eiweiß-Molekül eine Blutgerinnselbildung speziell an degenerativ veränderten Gefäßwandabschnitten begünstigt, was dann akut einen Gefäßverschluss provozieren kann. Wichtig: Voraussetzung für dieses unerwünschte Geschehen ist immer eine bereits geschädigte Gefäßwand in Verbindung mit zusätzlichen die Gefäßwand brüchig machenden Faktoren. Wie sollte man daher bei Ihnen konkret vorgehen:[27]

  • Bestimmung des HDL-Cholesterins und des LDL-Cholesterins, wobei bei Ihnen das HDL möglichst über 50 mg Prozent und das LDL unter 100 mg Prozent liegen sollte, um so in dieser Kombination eine weitere Verschärfung des degenerativen Geschehens zu verhindern. Sollte dies nicht durch entsprechende diätetische Maßnahmen gelingen, müsste man bei Ihnen evtl. auch medikamentös einschreiten. Als Frau im fortpflanzungsfähigen Alter sind Sie gegenüber den Männern allerdings dahin gehend privilegiert, dass Ihre Östrogenproduktion im Eierstock den HDL-Spiegel bis zu den Wechseljahren sicherlich hochhalten wird.
  • Absenkung des Homocystein-Spiegels auf Werte unter 8 Mikromol/l.
  • Zur Reduzierung einer unerwünscht gesteigerten allgemeinen Entzündungsneigung im Körper, woraus eben auch eine verstärkt ablaufende Arteriosklerose resultieren würde, empfehle ich Ihnen eine regelmäßige Zufuhr von ca. 1.5 Gramm langkettigen Omega-3-Fettsäuren pro Woche, was Sie mittels gezieltem Verzehr von 2 großen Fischportionen (a 300 Gramm) fettem Fisch (Makrele, Wildlachs, Hering, Sardine, Thunfisch) wöchentlich gut erreichen dürften. Diese Fischmahlzeiten sollten Sie dabei immer mit einem typisch mediterranen Speiseplan (reichlich Obst, Beeren, Gemüse und Salat, d.h. ca. 750 Gramm pro Woche) kombinieren, was Ihnen so die notwendige Menge an kurzkettigen Omega-3-Fettsäuren garantiert, die ja ebenfalls eine überragende Rolle bei der Verhütung von überschießenden degenerativen Gefäßwandprozessen spielen dürften. Ihr Lipoprotein (a)-vermitteltes Herz-Kreislauf-Risiko können Sie zusätzlich herunterfahren, wenn Sie den Verzehr von Omega-6-Säure-reichen Lebensmitteln wie Getreide-Produkte (Brot, Nudeln, Flocken, Kuchen, Gebäck etc.), Eier aus Legebatterien, Fleisch aus Mastbetrieben, Käse aus dem Supermarkt und bestimmte Speiseöle (Sonnenblumen-Öl, Maiskeim-Öl, Distelöl) deutlich reduzieren. Bessere und auch gesündere Eiweißquellen wären daher Nüsse, Hülsenfrüchte (auch Erdnuss ist eine Hülsenfrucht), Weizenkeime, und Wildfleisch. Getreideprodukte könnten Sie zumindest teilweise austauschen durch Amaranth und Soja. Wenn Sie Probleme mit Seefisch haben sollten, so führen Sie zumindest die langkettigen Omega-3-Fettsäuren bitte als Nahrungsergänzung zu (z.B. mittels Biomol® omega-3 Pulver, aktuell angeboten in den wohlschmeckenden Geschmacksrichtungen Milchkaffee, Walnuss, geröstete Haselnuss oder Ananas). Allerdings haben Sie bei vollständigem Verzicht auf Fisch leider noch nichts für eine bedarfsgerechte Zufuhr hinsichtlich der Spurenelemente wie Jod, Selen oder Kupfer getan.
  • Einsatz von hochwertigem Olivenöl (erste Pressung, kaltgepresst) gerade zum Braten und Backen (wegen des hohen Gehalts an Ölsäure ist Olivenöl kaum oxidativ gefährdet sowie zudem relativ hitzestabil) und zusätzlich Verwendung von bestimmten und hochwertigen pflanzlichen Ölen wie Soja-Öl, Rapsöl, Leinöl, Nussöl, Traubenkernöl, Kürbiskernöl oder Weizenkeimöl, allerdings wegen Ihrer Hitzelabilität nur für kalte Speisen.
  • Generell gezielt hohe Zufuhr von sogenannten anti-oxidativ wirksamen Mikronährstoffen, um so überschießende oxidative Prozesse in der Gefäßwand als wichtigen Triggermechanismus für die Arteriosklerose zu verhindern. Dazu zählen spezielle Vitamine wie Vitamin C, Vitamin E und ß-Carotin, zusätzlich auch Folsäure, das ja bekanntlich den Homocystein-Spiegel absenkt (wichtig: Auch Homocystein vermag Cholesterin zu oxidieren, wodurch sich ja dieser wichtige körpereigene Stoff erst zu einem gefäßwandschädigenden Faktor verändert) sowie die Spurenelemente Zink, Kupfer und auch Selen. Um eine konstant hohe Versorgung zu gewährleisten, wäre bei Risikopatienten auch eine immer wiederkehrende Supplementierung (z.B. in jedem Quartal für 4 Wochen) zu denken.
  • Regelmäßiger Sport, speziell im Ausdauerbereich, senkt die Neutralfette (sogenannte Triglyzeride) und hebt das HDL (bis zu 20 Prozent).
  • Zusätzlich sollten Sie regelmäßig Ihren Lipoprotein (a)-Spiegel im Blut überwachen, beispielsweise einmal pro Jahr, um so gemeinsam mit den anderen aufgeführten und zu testenden Parametern einen Verlauf zu haben und damit den gewünschten Interventionserfolg auch überprüfen zu können.[27]

Fischkonsum od. max. 200-400mg/Tag Om3-FS zur Schlaganfall-Prävention

In Deutschland starben im Jahr 2010 18 962 Männer und 30 213 Frauen an einem Schlaganfall (ICD-10: I60, I61, I63, I64); mit ca. 6 % aller Todesfälle ist diese Krankheit damit die dritthäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Krankheiten (ohne Schlaganfall) und bösartigen Neubildungen (Statistisches Bundesamt 2011). In osteuropäischen Ländern ist die SchIaganfallinzidenz doppelt so hoch wie in südeuropäischen Ländern (European Registers of Stroke Investigators 2009).

Typen von Schlaganfällen:
Der ischämische Schlaganfall (Hirninfarkt) wird durch einen Verschluss von Hirnarterien ausgelöst, entweder durch autochthone Thrombosen oder kardiale Embolien. Der hämorrhagische Schlaganfall (Hirnblutung, zerebrale Blutung) entsteht durch Ruptur eines arteriosklerotisch veränderten Hirngefäßes. Seltene Ursachen sind subarachnoidale Blutungen, die durch Ruptur eines Aneurysmas oder durch Malformationen von Gefäßen im Subarachnoidalraum entstehen (Diener & Dichgans 2000). In Europa sind 81,7 % aller Schlaganfälle auf einen Hirninfarkt, 12,4 % auf eine Hirnblutung, 2,9 % auf subarachnoidale Blutungen und 3,0 % auf andere Formen zurückzuführen (European Registers of Stroke Investigators 2009). Vergleichbar ist die Häufigkeit der verschiedenen Schlaganfalltypen in den USA (86 % ischämische Schlaganfälle, 11 % Hirnblutungen, 3 % subarachnoidale Blutungen) (Rosamond et al. 2008). In Japan ist der Anteil der ischämischen Schlaganfälle mit 56 % aller Schlaganfälle weitaus geringer, während Hirnblutungen (27 %) und subarachnoidale Blutungen (17 %) einen höheren Anteil haben als in Europa und den USA (Suzuki et al. 2011). [28]

Beeinflussbare Risikofaktoren für den Schlaganfall:
Das altersadjustierte Schlaganfallrisiko ist bei Männern höher als bei Frauen; Zu den beeinflussbaren Risikofaktoren für den Schlaganfall zählen Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht, metabolische Krankheiten (Diabetes mellitus, Hypercholesterolämie), Hypertonie sowie die Einnahme oraler Kontrazeptiva und die postmenopausale Hormonersatztherapie (Graham et al. 2007, Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie 2008). Nach Einschätzung verschiedener europäischer Fachgesellschaften stellen übermäßiger Alkoholkonsum und atherosklerotische Veränderungen von extrakranialen Gefäßen weitere Risikofaktoren für den Schlaganfall dar (Graham et al. 2007). Auch der Verzehr bestimmter Lebensmittelgruppen scheint das Schlaganfallrisiko zu beeinflussen: Während ein hoher Gemüse-, Obst- und Fischkonsum das Schlaganfallrisiko senkt, ist der Konsum von rotem Fleisch, Innereien und Eiern sowie von Schmalz mit einem erhöhten Risiko assoziiert (O`Donnell et al. 2010, Boeing et al. 2012). Eine erhöhte Serumcholesterolkonzentration war in den meisten Studien mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko assoziiert, insbesondere mit dem Risiko für einen ischämischen Schlaganfall. Niedrige Serumcholesterolkonzentrationen – je nach Studie Werte < 178 mg/dl bzw. < 160 mg/dl Gesamtcholesterol bzw. < 140 mg/dl LDL-Cholesterol – könnten jedoch das Risiko für einen hämorrhagischen Schlaganfall erhöhen (Goldstein et al. 2011). Eine Studie in Japan zeigte, dass eine Cholesterolkonzentration < 160 mg/dl nur bei gleichzeitig erhöhtem Blutdruck das Risiko für den hämorrhagischen Schlaganfall steigerte (Suzuki et al. 2011).[28]

Ungesättigte Fettsäuren erhöhen, gesättigte Fettsäuren reduzieren die Fluidität von Zellmembranen; parallel dazu erhöht bzw. erniedrigt sich die LDL-Rezeptor vermittelte Endozytose (Kuo et al. 1990). Dieser Zusammenhang zwischen Fluidität und Rezeptoraktivität kann die Abnahme der LDL-Cholesterolkonzentration im Serum nach Austausch von gesättigten durch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren in der Ernährung erklären (Sacks & Katan 2002). Eine Senkung der LDL-Cholesterolkonzentration reduziert generell das atherogene Risiko und damit auch das Risiko für den ischämischen Schlaganfall. Besonders durch den Einbau der langkettigen n-3 Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) aus marinen Quellen steigt die Fluidität der Zellmembran (Stillwell & Wassall 2003, Valentine & Valentine 2004).[28]

Senkung des Schlaganfallrisikos:
Eine Supplementation von mehr als 400mg langkettigen n-3 Fettsäuren pro Tag stellt keine wirksame Maßnahme zur Senkung des Schlaganfallrisikos dar, weder in der Primärprävention (s. 10.3.2.4)[28] noch in der Sekundärprävention [28](s. 10.3.3.) Meta-Analysen von Kohortenstudien zeigten jedoch eine Senkung des Schlaganfallrisikos durch regelmäßigen Fischkonsum (He et al. 2004, Larsson & Orsini 2011, Chowdhury et al. 2012, Xun et al. 2012). Bei einer differenzierten Auswertung nach Fischart zeigten sich protektive Effekte nur für Fettfisch, aber nicht für mageren Fisch (Chowdhury et al. 2012). Damit ist der Konsum von Fisch, v. a. von Fettfisch, eine sinnvolle Maßnahme zur Primärprävention des Schlaganfalls. Da die mediterrane Kost zur Sekundärprävention des Schlaganfalls empfohlen wird (Spence 2010) und sich diese durch reichlichen Fischkonsum auszeichnet (Giugliano & Esposito 2005), sollte der regelmäßige Konsum von Fisch auch im Rahmen der Sekundärprävention des Schlaganfalls praktiziert werden.[28]

Die Meta-Analyse von Larsson et al. (2012b) zeigte nur für die Zufuhr von 200 mg bis 400 mg langkettigen n-3 Fettsäuren pro Tag eine Reduktion des Schlaganfallrisikos, aber nicht für die Zufuhr höherer Dosen, die in randomisiert kontrollierten Studien (RCTs) supplementiert wurden. Somit stellt sich die Frage, ob günstige Effekte bei Supplementation mittlerer Dosen an langkettigen n-3 Fettsäuren denkbar sind. Forschungsbedarf besteht daher bezüglich der Dosis-Wirkungs-Beziehung, die mit neueren Methoden (z. B. Regression unter Einsatz von Bayes-Methoden anstelle von willkürlich gewählten Cut-offs bei Meta-Analysen) untersucht werden sollte. Interessanterweise zeigte sich in 2 Subanalysen in Meta-Analysen von Kohortenstudien eine Reduktion des Schlaganfallrisikos bei Frauen (Chowdhury et al. 2012, Larsson et al. 2012b). Dies könnte ein Hinweis dafür sein, dass langkettige n-3 Fettsäuren zumindest bei Frauen präventiv wirksam sein könnten.[28]

Da der Konsum von Fisch, insbesondere von Fettfisch, im Unterschied zur Zufuhr von langkettigen n-3 Fettsäuren als Supplement, das Schlaganfallrisiko reduzierte (Chowdhury et al. 2012), scheint die Wirkung auf der komplexen Nährstoffzusammensetzung von Fisch mit z. B. Vitamin B6 , Vitamin B12 , Vitamin D, Taurin und Selen, deren vasoprotektiven Wirkungen und/oder deren eventuellen Interaktionen mit langkettigen n-3 Fettsäuren, zu basieren (Chowdhury et al. 2012). Diese Vermutung wurde bereits von He (2009) postuliert. Auch könnte der Schutz mit einer verminderten Zufuhr von Lebensmitteln, die das kardiovaskuläre Risiko erhöhen (z. B. rotes Fleisch), erklärt werden, oder auch Ausdruck eines gesundheitsfördernden Lebensstils von Fischkonsumenten bzw. eines höheren sozioökonomischen Status sein.[28]

In der Kohortenstudie von Larsson et al. (2012a, EK IIb) (Schweden) nahm die Schlaganfallinzidenz mit steigender Cholesterolzufuhr zu, während die übrigen Kohortenstudien keinen Zusammenhang zwischen der Cholesterolzufuhr und dem Schlaganfallrisiko insgesamt beobachteten (McGee et al. 1985, Iso et al. 2001, EK IIb). Da die Mehrzahl aller Kohortenstudien keine Zusammenhänge zwischen der Cholesterolzufuhr und dem Schlaganfallrisiko feststellte, kann man daraus schließen, dass die Cholesterolzufuhr keine Bedeutung für das Schlaganfallrisiko hat.[28]

EPA & DHA: Blutdrucksenkung & Erhöhung von Stickstoffmonoxid

EPA und DHA haben weitere funktionelle Eigenschaften: Sie erhöhen die Synthese des blutdrucksenkenden Metaboliten Stickstoffmonoxid und hemmen kompetitiv die Synthese von vasokonstriktiven, prothrombotisch und proinflammatorisch wirksamen Eicosanoiden aus der n-6 C20-Fettsäure Arachidonsäure (Calder 2002). Ferner hemmen EPA und DHA das Angiotensin-Converting-Enzym, die Natrium-Kalium-ATPase und den Natrium-Calcium- Austausch, wodurch ebenfalls blutdrucksenkende Effekte begünstigt werden (Poudyal et al. 2011). Damit könnte eine erhöhte Zufuhr von EPA und DHA den Blutdruck senken, Gerinnung und Entzündung hemmen und infolgedessen atherosklerotischen Veränderungen, die v. a. an der Pathogenese des ischämischen Schlaganfalls beteiligt sind, entgegenwirken. EPA und DHA modulieren die Aktivität von spannungsgesteuerten Natrium- und Calciumkanälen im Herzmuskel, die für die Regulation der Herztätigkeit und -autonomie von Bedeutung sind. Dies könnte vor Herzrhythmusstörungen schützen (Mozaffarian & Rimm 2006, Chan & Cho 2009), welche das Risiko für den ischämischen Schlaganfall erhöhen. EPA und DHA sind Vorstufen von Lipoxinen, Resolvinen und Protektinen, die ebenfalls die Inflammation dämpfen, den Gefäßtonus reduzieren und damit den Blutdruck senken (Cabo et al. 2012). Durch die verminderte Thrombozytenaggregation und die Reduktion von Plasma-Fibrinogen könnten n-3 Fettsäuren den hämorrhagischen Schlaganfall begünstigen. Es ist denkbar, dass eine hohe Zufuhr von n-3 Fettsäuren zwar das Risiko für einen ischämischen Schlaganfall reduziert, aber das Risiko für einen hämorrhagischen Schlaganfall erhöht. Daher wird zur Ableitung von Empfehlungen eine differenzierte Betrachtung nach Schlaganfallformen gefordert (Feigin et al. 2002, He et al. 2002, He et al. 2003, Skerrett & Hennekens 2003, He et al. 2004). [28]

Blutuntersuchung & Therapie

Zu Beginn steht wie bei allen schulmedizinischen Methoden immer eine ausführliche Anamnese, zur unterstützenden Diagnostik wird eine Blutuntersuchung durchgeführt, mit der es möglich ist, z.b. den Mineralstoffgehalt, Vitaminstatus oder die Zusammensetzung der Fettsäuren im Blut zu bestimmen. Hierbei handelt es sich um eine Vollblutanalyse, die nicht standardmäßig im Abrechnungskatalog der Sozialversicherungen enthalten ist. Ausgewählte Blut- und/oder Stuhl- und/oder Speicheluntersuchungen ermöglichen es, den biochemischen Status zu erheben. Aufgrund dieser Untersuchung wird eine Therapie mittels Mikronährstoffen oder für eine Änderung ungünstiger Ernährungsgewohnheiten zusammengestellt. Eine Therapie sollte natürlich auf das Beschwerdebild abgestimmt sein und wird meist 3 - 6  Monate durchgeführt. Eine erneute Kontrolle kann je nach Entwicklung gemacht werden.

Bei manchen Beschwerdebildern oder Präventionszielen ist es durchaus auch sinnvoll, bestimmte Nährstoffkombinationen über sehr langen Zeitraum einzunehmen. Da es sich um körpereigene Stoffe handelt, ist der Wirkmechanismus völlig unter Ausschaltung der bei Medikamenten in den Beipacktexten zu lesenden Nebenwirkungen. Mikronährstoffe unterstützen die körpereigenen Funktionen, während Medikamente in bestimmte Funktionsabläufe eingreifen und diese so, auch mit ungewünschten Nebenwirkungen verändern.[29]

Mehr Omega-3-Fettsäuren in der Ernährung

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Gegrillter Lachs auf Wokgemüse

Dr. Rudolf Ziegler[30] empfiehlt im Fall von Knochenmarködem 6 Monate lang die Nahrungsergänzung mit 3 Messlöffeln @ 5.2g "OMEGA 3 Power Pulver", um eine aktuell im Knochen schwelende Entzündungsproblematik gezielt und spürbar zurückzudrängen. Das entspricht 2100mg Omega-3-Fettsäuren/Tag (1200 mg EPA + 900 mg DHA pro Tag). Das von Dr. Ziegler empfohlene Produkt ist: Omega-3-Power®-Pulver der Fa. KyraMed Biomol, 220g, 42.31 Messlöffel @ 5.2g (nicht rezeptpflichtig): PZN: 3974292, Kosten 27.11€ + Versand mit DHL 0 € = 27.11 €, zu beziehen z.B. bei EU-versandapotheke.com zu Gesamtkosten von 79.8 €/Monat bei Einnahme von 2100mg Omega-3-Fettsäuren/Tag . In [31] werden Angaben zum täglichen Bedarf an Omega-3-Fettsäuren gemacht: Nach einem Artikel von 2007 empfehlen manche US-amerikanische Gesundheits- und Regierungsorganisationen die regelmäßige Einnahme der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Für den täglichen Bedarf wurden typischerweise zwischen 100 mg und 600 mg genannt.[32] Es empfiehlt sich eine Feststellung des Omega-3-Index in einem Blutlabor, z.B. bei der GANZIMMUN Diagnostics AG in Mainz oder bei der Omegametrix GmbH in Martinsried. Die Kosten für eine Feststellung durch GANZIMMUN.de sind 2012 etwa 47 €, und werden 2012 in Österreich von den meisten Krankenkassen (leider noch) nicht getragen. Beachten Sie jedoch, dass die Omega-3-Index-Ergebnisse während der Anwendung von Lovenox-Spritzampullen wegen eines möglichen Anstiegs der freien Fettsäuren im Blutlabortest höher als in Wirklichkeit ausgewiesen werden können! Bei KMÖ-Patienten muss das Ziel sein, bis zum Verschwinden des KMÖ so viel Omega-3-Fettsäuren zuzuführen, dass dies zu einem überdurchschnittlich hohen Omega-3-Index zwischen 9.5% und 11% führt. In 100g Räucherlachs mit 10.2% Fettgehalt sind ca. 1.6% Omega-3-Fettsäuren (1600mg EPA+DHA) enthalten, im Leinöl ca. 64% ALA. Eine sinnvolle Therapie für KMÖ-Patienten mit zu niedrigem Omega-3-Index könnte also z.B. sein, täglich 50 bis 100g Lachs (oder Thunfisch, Hering, Sardellen) oder 2 bis 4 Omega-3-Kapseln aus dem Drogeriemarkt mit je 300mg Omega-3-Fettsäuren und eventuell 1 Teelöffel Leinöl zusätzlich zur normalen Nahrung zu ergänzen, bis ein überdurchschnittlicher Omega-3-Index zwischen 9.5% und 11% erreicht ist oder das Knochenmarködem abgeklungen ist. Ein Teelöffel (2g) Leinöl enthält ca. 1270 mg ALA. Das Produkt "Das gesunde Plus" Omega-3 Kapseln, 60 Stück (mit je 180 mg EPA + 120 mg DHA), 2er Pack (2 x 85 g) kann man beispielweise von Amazon für 6.90€ beziehen. Da die Omega-3-Fettsäuren aus Fisch andere wertvolle Eigenschaften als jene von Leinöl haben, sollte zusätzlich auch auf möglichst viel Fisch in der Ernährung geachtet werden. Von allen Fischen hat dabei Lachs (wegen des geringen Fettgehalts nicht Wildlachs) am meisten Omega-3-Fettsäuren.
Bezugsquelle für Omega-3-Fettsäuren (EPA+DHA)

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Bestimmung des 25-OH-Vitamin D-Spiegels im Blutplasma

Bei dem Krankheitsbild Knochenmarködem mit Arthrose(n), zur Krebs-Prävention oder bei einer bereits aufgetretenen Krebserkrankung sollte der Wert unbedingt bei über 40 ng/ml liegen. Fall der 25-OH-Vitamin D-Spiegel unter 40 ng/ml liegt, sollte das "Vitamin D"-Depot mit Festlegung der Dosierung durch ihren Arzt z.B. mit dem Präparat Vitabay Vitamin D3 mit 20 000 IE oder Dekristol® 20 000 IE PZN 04007393[30] (in Kapselform) von Mibe GmbH Arzneimittel (PZN: 4007393) aufgesättigt werden, da Vitamin D u.a. die neuromuskuläre Koordination steuert und damit durchaus präventiv in ein Arthrose-Geschehen im Kniegelenk eingreifen kann. Begleitend zu Infusionen mit Bisphosphonaten (BP) werden mit 75% Erfolgsrate täglich 50µg bzw. 2000 IE Vitamin D3 (Cholecalciferol) verabreicht.[33] Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat die empfohlene Aufnahmemenge bei fehlender endogener Synthese für Vitamin D im Januar 2012 erhöht:[34] Laut Empfehlung der DGE ist der tägliche Normalbedarf an Vitamin D3 (Cholecalciferol) bei Kindern und Erwachsenen 20µg bzw. 800 IE pro Tag (1 µg = 40 Internationale Einheiten (IE), 1 IE = 0,025 µg).

Bezugsquelle für Vitamin D

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Langen Mangel von Sonnenlicht (UVB-Strahlung) vermeiden

Die Höhe des Sonnenstandes ist unter anderem ein entscheidender Faktor für die Vitamin-D3-Bildung in der Haut.[35] Wird sie bei sonst guten Lichtbedingungen ganztägig so unterschritten, dass kein Vitamin D3 mehr in der Haut gebildet werden kann, spricht man von dem „Vitamin-D-Winter“. Des Weiteren spielt für die Lichtintensität eine Rolle: die Bewölkung, das Ozon, die Höhe über dem Meeresspiegel, die Beschaffenheit der Erdoberfläche usw. Ab einer bestimmten Summe UVB-Licht-absorbierender Faktoren ist die Lichtintensität zu gering, um noch Vitamin D3 in der Haut bilden zu können.[36] UVB-Strahlung[37] wurde auch in den früher verwendeten Höhensonnen in der Bauart der Hochdruck-Quecksilberdampflampen erzeugt, welche jedoch nur mit Schutzbrillen verwendet werden durften. Je kurzwelliger die Strahlung ist, desto energiereicher ist sie. UVB ist also energiereicher als UVA und die hautschädigende Potenz ist größer[37]. UVC-Strahlung ist die energiereichste UV-Strahlung. Sie ist für Lebewesen gefährlich, wird aber von der Ozonschicht der Atmosphäre fast vollständig herausgefiltert. Allerdings gaben Hochdruck-Quecksilberdampflampen ("Höhensonne") erhebliche Mengen davon ab. In den gemäßigten Breiten steigt die Vitamin-D-Bildung in der Haut mit der Höhe des Sonnenstandes exponentiell an und ist daher stark jahreszeitabhängig. Bei niedrigem Sonnenstand mit vorwiegendem UVA-Anteil des Sonnenlichtes ist die Grenze zwischen effektiver Vitamin-D-Bildung in der Haut und Sonnenbrand schmal oder eben gar nicht erreichbar.

Vitamin D schützt vor Krebs & Autoimmunkrankheiten wie MS oder Morbus Crohn

Eine Untersuchung der Universität Oxford vom August 2010[38] benennt Vitamin-D-Mangel als Verursacher schwerwiegender Erkrankungen wie Krebs oder Autoimmunkrankheiten. Der Studie zufolge, die kürzlich in der Fachzeitschrift Genome Research veröffentlich wurde, benötigen Genrezeptoren überall im Körper ausreichende Mengen an Vitamin D, um die genannten oder andere ernste Erkrankungen nicht ausbrechen zu lassen.[39] Multiple Sklerose, Diabetes, rheumatoide Arthritis, Morbus Crohn, Leukämie – diese und noch viele weitere Krankheiten werden oft durch Vitamin-D-Mangel hervorgerufen. Unsere Gene verfügen über Rezeptoren, die Vitamin D benötigen, damit die Genexpression (d. h. im weiteren Sinne die Umsetzung der genetischen Information und im engeren Sinne die Biosynthese der RNS) normal funktionieren kann. Fehlt dieses wichtige Vitamin, kann es zu ernsten Erkrankungen kommen. Die Forschergruppe der renommierten englischen Universität stellte im Einzelnen die Bedeutung von Vitamin D in den Bereichen des Erbgutes fest, die im Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen und Krebs stehen, und hob hervor, Vitamin D sei unerlässlich, um die Entstehung dieser Erkrankungen zu verhindern. »Überlegungen, Vitamin D zusätzlich als vorbeugende Maßnahme gegen diese Erkrankungen zu geben, sind völlig berechtigt«, erklärte Sreeram Ramagopalan, einer der Verfasser der Studie.[39]

Die derzeit vorgesehenen Einnahmeempfehlungen für Vitamin D sind viel zu niedrig, und in vielen Ländern wird darüber nachgedacht, die Richtlinien zu aktualisieren. Das medizinische Institut der amerikanischen National Academy of Sciences (NAS) schlägt bspw. eine Menge zwischen 200 IE (5µg) und 600 IE (15µg) Vitamin D als Tagesdosis vor, eine viel zu gering angesetzte Menge, die praktisch keine therapeutische Wirkung entfalten kann. Bei sommerlicher Sonneneinstrahlung kann der menschliche Organismus in der Haut innerhalb von nur 15 Minuten 20 000 IE (500 µg) Vitamin D aufbauen. Daher ist vor allem während der kälteren und sonnenärmeren Zeit eine zusätzliche Versorgung mit mindestens 5000 IE (125 µg) bis 10 000 IE (250 µg) zusätzlich wünschenswert. Ein gesunder Vitamin-D-Spiegel im Blut liegt etwa zwischen 50 und 80 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml). Viele Experten der Naturheilkunde empfehlen daher einen »25 OH Vitamin D«-Bluttest, um den genauen Vitamin-D-Anteil zu ermitteln.[39]

Nahrungsergänzung mit dm Das gesunde Plus Calcium 600+D+K od. CalciProtect® Kapseln

  • Einnahme für mindestens 6 Monate (Dosierung täglich 1 Kapsel dm Das gesunde Plus Calcium 600+D+K bzw. 3 Kapseln CalciProtect)[30]
  • Hoch innovatives Kombinationsprodukt der Fa. TRB Chemedica (Haar bei München).
  • Versorgt optimal mit Kalzium, Vitamin K und Vitamin D und damit mit allen Mikronährstoffen, die für eine schnellere Abheilung der Knochenödem-Problematik Sorge tragen.
  • Erhältlich in jeder Apotheke in Deutschland zu 20-27 Euro für 100 Kapseln.
  • Die Tagesdosis (3 Kapseln) enthält: 1733mg Calciumcarbonat (davon 630mg Calcium), 15µg (600 IE) Vitamin D3 (Cholecalciferol), und 90µg Vitamin K1 (3600 IE).
  • CalciProtect® [40] unterstützt die Tätigkeit der Knochenaufbauzellen (Osteoblasten), welche die Knochen-Grundsubstanz Kollagen herstellen als Gerüst für die Einlagerung von Mineralstoffen, insbesondere von Calcium, und von Spurenelementen. CalciProtect ® enthält biologisch gebundenes Calcium aus der Eischalen-Palisadenzone, welches besonders gut vom Körper aufgenommen wird. Vitamin D3 (Cholecalciferol) verbessert zusätzlich die Aufnahme von Calcium aus dem Verdauungstrakt und Vitamin K1 ist beteiligt am Aufbau des Knochenproteins Osteocalcin, weshalb diese Vitamine die Zufuhr von Calcium in sinnvoller Weise ergänzen.

Bezugsquelle für dm Das gesunde Plus Calcium 600+D+K od. CalciProtect® Kapseln, Hersteller Trb Chemedica AG, PZN: 4262317, Packung: 100 ST

Produkt Quelle Menge Inhaltsstoff Vit.D/Kps. Calcium+Vit.K/Kps. Preis Frei Haus -> Ö. ab € Versand D. Versand -> Ö Ca mg/Tag Kps./Tg €/Monat (Ö.)
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Magnesium zur Durchblutungsförderung, Silizium zur Knorpelversorgung

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Rogaska Donat Mineralwasser:

1070 mg/l Magnesium, 48 mg/l Silizium

Da Magnesium (wie Ilomedin oder Omega-3-Fettsäuren) auch eine durchblutungsfördernde Wirkung hat, darf eine Magnesiumergänzung mit zumindest 400mg/Tag bei keiner konsequenten Therapie von Knochenmarködemen fehlen.
Sollte bei der zur Knochenmarködem-Diagnose erfolgten MRT auch ein Knorpelschaden an Gelenken festgestellt worden sein, so muss auch die Knorpelgrundversorgung mit einer täglichen Siliziumzufuhr von zumindest 40mg/Tag zusätzlich zur normalen Nahrung sichergestellt werden.

Am geeignetsten für beide Maßnahmen erscheint es, täglich 1 Liter Rogaska Donat Mineralwasser mit 1060 mg/l Magnesium und 145 mg/l SiO2 (Kieselsäure) zu trinken. [41]

Es gibt jedoch auch viele andere Möglichkeiten, wie man bei Knochenmarködemen bzw. Gelenksknorpelschäden eine ausreichende Grundversorgung mit Magnesium und Silizium sicherstellen kann.
Welche in in Deutschland und Österreich erhältlichen Mineralwasser-Sorten wie viel Magnesium- und Siliziumgehalt haben, finden Sie auf [42]. Die höchsten Siliziumgehalte haben Produkte, die auf pflanzlicher Basis entstanden sind. 100g Schachtelhalm enthält beispielsweise 2200-5400mg Silicium. 100g Galeopsiskraut enthält 2680mg Silicium und 100g Knotengras enthält 210-840mg Silicium.

Kieselerde besteht zu 80% aus Kieselsäure. Diese wiederum enthält etwa zu einem Drittel Silizium, das zweithäufigste Element der Erde [43].

Auf folgender Internetseite findet man die Mineralwassersorten der Welt, sortiert nach beliebigen Inhaltsstoffen, also auch nach Kieselsäure: http://www.mineralwaters.org [44].
Mineralwasser Land Pflanze / Tablette Magnesium in mg/l od. mg/Tab. Kieselsäure SiO2 in mg/l Silizium Einheit f. Silizium €/Mon. bei 400mg Mg/Tag
Rogaska Donat (1.19€/l) Slowenien 1030 145 48,3 mg/l 14,05
Vulkania Heilwasser Deutschland 281 102 34,0 mg/l
Long Life Österreich 206 43 14,3 mg/l 19,74
Deutschland Amazon: dm Das gesunde Plus, Magnesium Tabletten, 300 Stück 187,5 1,205
Fonte Gaudianello Italien 51 100 33,3 mg/l
Preblauer Österreich 50 67 22,3 mg/l
San Pietro Italien 34 104 34,7 mg/l
Acqua Claudia Italien 24 103 34,3 mg/l
Giulia Italien 21 102 34,0 mg/l
Leggera Italien 0 102 34,0 mg/l
Schachtelhalm (100g) 0 3800 mg/100g
Galeopsiskraut (100g) 0 2680 mg/100g
Knotengras (100g) 0 525 mg/100g
Marienbad Waldquelle Tschechien 0 1200 400 mg/l
Baden-Badener Quelle Deutschland 0 1200 400 mg/l

Kritik an der orthomolekularen Medizin

Viele Kritiker, welchen die genaue Definition der orthomolekularen Medizin von Linus Pauling "zur Erhaltung der Gesundheit" nicht bewusst oder nicht bekannt war, sahen früher die orthomolekulare Medizin als Pseudowissenschaft an, die vor allem das Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln fördere und die dadurch die Hersteller von Supplementierungsprodukten unterstütze.[9] Dass sowohl für Blutwert-Untersuchungen als auch für (manchmal tatsächlich unzweckmäßige) Nahrungsergänzungsprodukte stark überhöhte Preise in Rechnung gestellt werden, ist eine berechtigte Kritik, welche jedoch nicht zum Schluss führen darf, seine Blutwerte dem Zufall zu überlassen und sich dadurch hohen Risiken auszusetzen, wie dies z.B. wegen der Ernährung mit zu viel tierischen Fetten und einem daraus folgenden zu hohem Arachidonsäurewert im Fettsäureprofil sehr weit verbreitet und sehr bedrohlich ist. Es ist unlogisch und unzulässig, deshalb, weil man mit Nahrungsergänzungsmitteln auch Geld verdienen kann, die Optimierung von zu niedrigen oder zu hohen Blutwerten, welche zu schweren Krankheiten führen, trotz zahlreicher Studien über die präventive Wirksamkeit einer Änderung der Ernährung, welche die gesundheitliche Wirksamkeit zur Vermeidung zum Teil schwerster Erkrankungen des Alters beweisen, diese Nahrungsumstellungen nach individuellen Blutwertanalysen als unwirksam darzustellen. Zu jenen Blutwerten, bei welchen der Großteil der Bevölkerung wegen nicht optimaler Werte gefährdet ist, sich unnötigerweise einem hohen Risiko für schwerste und oft tödlich verlaufende Krankheiten des Alters auszusetzen, gehören fast immer bestehende Schieflagen im Fettsäureprofil, falls für eine Person vorher noch nie ein Fettsäureprofil gemacht wurde, und der in Mitteleuropa weitverbreitete gravierende Mangel an Vitamin D. Mehr als 70% der Bevölkerung haben auch einen Folsäuremangel, was den gut behebbaren Hauptrisikofaktor für eine Alzheimer-Erkrankung darstellt und einen Mangel an Beta-Carotin.

Megavitamintherapie

Unter Megavitamintherapie versteht man die Anwendung von Vitaminen in Dosen, die um ein Vielfaches (oft 100- bis 1000-fach) höher liegen als der physiologische Bedarf, der die Grundlage für die empfohlene Tagesdosis bildet. Der Begriff stammt ursprünglich ebenfalls aus der orthomolekularen Psychiatrie, wo solche Megadosen an B-Vitaminen zur Behandlung von zum Beispiel Schizophrenie, Depressionen, Neurosen, Autismus und Hyperkinese propagiert werden.[45] Später wurde die Anwendung von Megadosen auch auf nichtpsychiatrische Krankheitsbilder und andere Vitalstoffe ausgedehnt.[46][9]

Überdosierung von Vitaminen

Werden Vitamine überdosiert, so fällt eine derartige Vorgangsweise per Definition aus den Methoden der orthomolekularen Medizin heraus, da die orthomolekulare Medizin ja von Linus Pauling so definiert wurde: Erhaltung guter Gesundheit und Behandlung von Krankheiten durch die Veränderung der Konzentrationen von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind. Eine Überdosierung dient ja nicht der "Erhaltung guter Gesundheit". Trotzdem führt das oft bei Personen, welche der Definition der orthomolekularen Medizin nicht Rechnung tragen, zu Unrecht zu Pauschalkritik an der orthomolekularen Medizin. Bei einzelnen Vitaminen ist eine Überdosierung schädlich, was jedoch nicht bedeutet, dass man keine Blutwertuntersuchungen vornehmen lassen soll, um z.B. festzustellen, ob man selbst wie über 50% der Mitteleuropäer einen gefährlichen Mangel an Vitamin D hat. Wer einen Bekanntenkreis hat, der schon Fettsäureprofile[17] nach Blutabnahme durchführen lassen hat, wird auch rasch feststellen, dass beim ersten Fettsäureprofil einer Person in der Regel niemand frei von allen 4 dort ausgewiesenen Risiken ist:

  • Entzündungsrisiko,
  • Herz-Kreislaufrisiko,
  • Diabetesrisiko und
  • Risiko aus reduzierter Membranfluidität.

Umgekehrt gibt es kaum jemand, dem es nicht gelingt, alle 4 im Fettsäureprofil ausgewiesenen Risiken nachhaltig und auf Dauer wegzubekommen, wenn er die im Fettsäureprofil ausgewiesenen suboptimalen einzelnen Fettsäuren durch Ernährungsumstellung optimiert. Das bedeutet jedoch, dass es praktisch unmöglich ist, mit normaler Ernährung wirklich alle Risiken betreffend Fettsäuren wegzubekommen, wenn man nicht zumindest einmal ein Fettsäureprofil machen lassen hat. Die vielen Versuchungen, sich in der heutigen Wohlstandsgesellschaft zu fett, mit zu viel Zucker oder mit gefährlichen gesättigten Fetten statt mehr mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu ernähren, sind einfach zu groß. Das böse Erwachen kommt leider oft erst zu spät, wenn bereits eingetretene Gesundheitsschäden nicht mehr wirklich behebbar sind.

  • Fettlösliche Vitamine wie Vitamin A, Vitamin D und Vitamin K können sich im Körper anreichern und sind daher potenziell schädlich. Vom Körper nicht benötigte wasserlösliche Vitamine werden zwar über die Nieren wieder ausgeschieden, dennoch können auch sie überdosiert werden, wie unter anderem der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer anhand von wissenschaftlichen Studien belegt hat. Vitamin E reichert sich zwar nicht im Fettgewebe an, in drei Metaanalysen wurde jedoch für Dosierungen von mehr als 400 IE eine erhöhte Sterblichkeit festgestellt,[47][7][48] auch wenn andere Wissenschaftler den Ergebnissen widersprachen.[49][50][9]
  • Bei hoher Dosierung von Vitamin C (ab einem Gramm täglich) kommt es zu Durchfall und teilweise zu Koliken.[51] „Vitamin C verändert eine Reihe von Hormonspiegeln im Blut, unter anderem die von Östrogen, Schilddrüsenhormonen oder Insulin. Es zerstört Vitamin B12 (…). Es erhöht die Aufnahme von Aluminium, das Knochen und Gehirn schädigen kann, es fördert die Bildung von Nierensteinen, Osteoporose (…)“.[51] Außerdem kann Vitamin C den Mineralstoff Eisen in einen Radikalbildner verwandeln und dadurch Kardiomyopathien begünstigen.[52] Paulings Behauptung, hohe Dosen Vitamin C schützten vor Erkältung, konnte bislang durch keine wissenschaftliche Studie bestätigt werden.[53] In einer groß angelegten Übersichtsstudie der Cochrane Collaboration fand sich weder auf die Erkältungsdauer noch auf die Erkältungshäufigkeit ein positiver Effekt. Die Autoren sehen eine geringe Berechtigung für eine hochdosierte Vitamin-C-Gabe lediglich bei kurzfristiger, intensiver körperlicher Belastung (z. B. bei Polarforschern oder Marathonläufern).[54] Laut Pollmer korreliert die Vitamin-C-Konzentration im Blutplasma (Plasmaspiegel) nicht mit der Vitaminzufuhr. Studien hätten ergeben, dass es große individuelle Unterschiede gebe. „Plasmaspiegel von 75 Mikromol pro Liter haben manche Menschen schon bei einer minimalen Zufuhr von 5 Milligramm am Tag, während andere dafür 400 Milligramm Ascorbinsäure brauchten.“[55] [9]
  • Vitamin B6 kann in hohen Dosen zu sensorischen Neuropathien führen bis hin zu Lähmungserscheinungen in Händen und Füßen.[52] Überdosiertes Niacin kann allergieähnliche Reaktionen verursachen mit Rötung der Haut, Juckreiz und Quaddelbildung. Bei längerfristiger Überdosierung können Gelbsucht und Leberschäden die Folge sein.[52] Überdosen von Vitamin B1 können zu Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit führen, im Extremfall auch zu Lungenödemen, Bradykardie und Magen-Darm-Blutungen.[56] [9]

Weitere Informationen

Rechtliches

In Deutschland haben nur wenige Vitaminpräparate eine Zulassung als Arzneimittel. Die anderen werden als Nahrungsergänzungsmittel verkauft, für die die Werbung keine Hinweise auf eine vermeintliche arzneiliche Wirkung enthalten darf[57] und hohe, möglicherweise toxische, Dosen unzulässig sind. Nahrungsergänzungsmittel unterliegen nicht dem Arzneimittelgesetz, sondern dem Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch.[58] [9]

Viele Patienten kaufen daher Präparate von ausländischen Versandhändlern, die über das Internet erreichbar sind. Die gesetzlichen Krankenkassen tragen die Kosten nicht.[9]

Literatur

  • Hans Dietl, Gerhard Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin. Haug, Heidelberg 1994, ISBN 3-776-01405-9.
  • Hans Konrad Biesalski (Hrsg.): Ernährungsmedizin. Thieme, Stuttgart 1995, ISBN 3-131-00292-1.
  • Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin. Ein Leitfaden für Apotheker und Ärzte. 2. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2002, ISBN 3-8047-1927-9.

Feedback und Information zu ähnlichen Themen

Weblinks

  • Webseite der Deutschen Gesellschaft für Orthomolekulare Medizin e. V.
  • Webseite ÖGOM – Österreichische Gesellschaft für Orthomolekulare Medizin
  • Webseite von Orthomolecular.org (in englischer Sprache)

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Irmgard Niestroj: Praxis der Orthomolekularen Medizin. 2. Auflage. Hippokrates, Stuttgart 2001, ISBN 3-7773-1470-6.
  2. ÖGOM: Literatur-Liste der Österreichischen Gesellschaft für Orthomolekulare Medizin mit einer Liste von Ärzten mit Diplom für orthomolekulare Medizin in Österreich
  3. Orthomolekularmedizinische Praxen in Deutschland, abgerufen am 21.2.2017
  4. Wer ist die ÖGOM?: Der Abschluss der Ausbildung für orthomolekulare Medizin in Österreich erfolgt mit dem von der österreichischen Ärztekammer approbierten Diplom für Orthomolekulare Medizin, abgerufen am 21.2.2017
  5. Deutsche Gesellschaft für Orthomolekular-Medizin e. V. (DGOM e.V.), Fortbildung, abgerufen am 21.2.2017
  6. Orthomolecular Medicine. In: American Cancer Society. 28. November 2008. Abgerufen am 19. Juni 2010 (englisch).
  7. 7,0 7,1 Goran Bjelakovic u. a.: Mortality in randomized trials of antioxidant supplements for primary and secondary prevention: systematic review and meta-analysis. In: JAMA. 297, Nr. 9, 2007, S. 842–857.
  8. Marion Kaden: Mythos Antioxidantien. In: Heilpflanzen-Welt. August 2009.
  9. 9,00 9,01 9,02 9,03 9,04 9,05 9,06 9,07 9,08 9,09 9,10 9,11 Wikipedia: Orthomolekulare Medizin, abgerufen am 21.2.2017
  10. Carmel Jacobs, Brian Hutton, Terry Ng, Risa Shorr, Mark Clemonsa: Is there a role for oral or intravenous ascorbate (vitamin C) in treating patients with cancer? A systematic review. In: Oncologist. 2015 Feb;20(2):210-23. DOI:10.1634/theoncologist.2014-0381, PMID 25601965, PMC 4319640.
  11. 11,0 11,1 11,2 11,3 11,4 11,5 Nationale Verzehrsstudie II (Deutschland 2008), Ergenbisbericht Teil 2, Herausgegeben 2008 vom Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe, PDF-Datei mit 307 Seiten
  12. 12,00 12,01 12,02 12,03 12,04 12,05 12,06 12,07 12,08 12,09 12,10 12,11 12,12 12,13 12,14 12,15 12,16 12,17 12,18 12,19 Studienlage zur Vitalstoffversorgung in Deutschland und Österreich, Robert Schneider, Ganzheitliche-Gesundheit.info, true nature verlag, CH-4051 Basel, abgerufen am 9.4.2017
  13. 13,00 13,01 13,02 13,03 13,04 13,05 13,06 13,07 13,08 13,09 13,10 13,11 13,12 13,13 13,14 13,15 13,16 13,17 13,18 13,19 13,20 13,21 13,22 Österreichischer Ernährungsbericht 2012, emer. Univ.-Prof. Dr. Ibrahim Elmadfa, Institut für Ernährungswissenschaften; Universität Wien, im Auftrag des Bundesministeriums f. Gesundheit, Bundesminister Alois Stöger, PDF-Datei mit 424 Seiten, 21.3 MB
  14. Vitamin D, Dr. Andreas Faux, 4040 Linz, Oberösterreich, abgerufen am 21.2.2017
  15. 15,00 15,01 15,02 15,03 15,04 15,05 15,06 15,07 15,08 15,09 15,10 15,11 15,12 15,13 15,14 15,15 Sinnvolle Mikronährstoffdiagnostík: Mineralstoffe/Spurenelemente, Vitamine, Fettsäuren, Aminosäuren, PDF-Datei, 26 Seiten, 11.58 MB, Labor Dr. Bayer, Dr. rer. nat Wolfgang Bayer, Prof. Dr.Dr.med. Karlheinz Schmidt, 2016 synlab Holding Deutschland GmbH
  16. Vitamin C: Versorgungssituation, DocMedicus: Vitalstoff-Lexikon.de, abgerufen am 5.3.2017
  17. 17,0 17,1 17,2 17,3 17,4 17,5 17,6 17,7 Musterbefund für ein Fettsäureprofil von GanzImmun Diagnostics AG in Mainz, PDF-Datei, 9 Seiten, 2.72 MB, Link aktuell am 18.12.2016
  18. 18,0 18,1 Report 12 of the Council on Scientific Affairs: Alternative medicine. (PDF; 194 kB) In: American Medical Association. Juni 1997, abgerufen am 21. März 2008.
  19. Vegane Ernährung: Nährstoffversorgung und Gesundheitsrisiken im Säuglings- und Kindesalter, DGE, abgerufen am 22.4.2017
  20. Ernährung: Wie gesund ist vegan?, GEO.de, abgerufen am 22.4.2017
  21. 21,0 21,1 21,2 Omega-3-Bedarf vegan decken, Zentrum der Gesundheit, abgerufen am 22.4.2017
  22. Omega-3-Fettsäuren ohne Fisch, DHA und EPA für Veganer, Zentrum der Gesundheit, abgerufen am 22.4.2017
  23. FAQ-Seite 2 für die Opti3-Kapseln, VEGETOLOGY, abgerufen am 7.5.2017
  24. "REWE Group LEITLINIE FÜR FiSCHE, KREBS- und WEICHTIERE", Martin Brüning, REWE Group Unternehmenskommunikation, 50603 Köln, Stand August 2013, PDF-Datei mit 15 Seiten, abgerufen am 24.4.2017
  25. 25,0 25,1 25,2 25,3 25,4 25,5 25,6 25,7 Die Wirkung von Beta-Carotin: Zentrum der Gesundheit, abgerufen am 26.2.2017
  26. 26,00 26,01 26,02 26,03 26,04 26,05 26,06 26,07 26,08 26,09 26,10 26,11 26,12 26,13 26,14 26,15 26,16 26,17 26,18 26,19 26,20 26,21 26,22 26,23 26,24 Lebensmittel: Beta-Carotin, DocMedicus: Vitalstoff-Lexikon.de, abgerufen am 5.3.2017
  27. 27,0 27,1 27,2 27,3 Schlaganfall-Risiko, Lipoprotein erhöht, Dr. med. Rudolf Ziegler, Laufreport.de, Heppenheim, Deutschland, abgerufen am 26.2.2017
  28. 28,0 28,1 28,2 28,3 28,4 28,5 28,6 28,7 28,8 28,9 Evidenz-basierte DGE-Leitlinie – Fettzufuhr und Prävention ernährungsmitbedingter Erkrankungen, 2. Version 2015, Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V., DGE, Bonn PDF-Datei mit 231 Seiten
  29. Orthomolekulare Medizin, Dr. Karin Anzinger, seit November 2012 Diplom der Ärztekammer für Orthomolekularmedizin, abgerufen am 21.2.2017
  30. 30,0 30,1 30,2 Sport- und Ernährungsmediziner Dr. Rudolf Ziegler (Heppenheim): Empfehlungen bei Knochenmarködem bzw. Morbus Ahlbäck
  31. Tagesbedarf an Omega-3-Fettsäuren und Omega-3-Index
  32. Harris WS.: International recommendations for consumption of long-chain omega-3 fatty acids. J Cardiovasc Med (Hagerstown), 2007 Suppl 1:S50-2
  33. Knochenmarködem: Pathogenese, Diagnostik und Therapie von Prof. Dr. Reiner Bartl, Osteoporosezentrum München am Dom, Kaufingerstr. 15, 80331 München, veröffentlicht in Orthopädie & Rheuma 2011; 14 (10); Seiten 22-26; PDF-Datei 501 kB
  34. Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Vitamin-D-Bedarf bei fehlender endogener Synthese, Januar 2012; Abgerufen am 19. Juli 2012
  35. M. F. Holick: Environmental factors that influence the cutaneous production of vitamin D. On: Am J Clin Nutr. Band 61 (3 Suppl), 1995, S. 638S–645S.
  36. Engelsen O, Brustad M, Aksnes L: Daily duration of vitamin D synthesis in human skin with relation to latitude, total ozone, altitude, ground cover, aerosols and cloud thickness in Photochem. Photobiol., 2005, vol.81, issue 6, p.1287–1290, PMID:16354110, DOI:10.1562/2004-11-19-RN-375, PDF-Datei
  37. 37,0 37,1 NetDoctor.at UV-Strahlung Überblick
  38. Vitamin D May Influence Genes for Cancer, Autoimmune Disease, Findings could underscore why deficiency plays role in host of serious ills, Aug. 24, 2010
  39. 39,0 39,1 39,2 Vitamin D schützt tatsächlich vor Krebs und Autoimmunkrankheiten, Ethan A. Huff, 05.09.2010
  40. CalciProtect für die Knochengesundheit: Inhaltsstoffe Kalzium, Vitamin D3 (Cholecalciferol) und Vitamin K1, PDF-Datei 4 Seiten 121kB
  41. Rogaska Donat Mineralwasser mit 1060 mg/l Magnesium und 145 mg/l SiO2 (Kieselsäure)
  42. Silicium für die Gesundheit: Silizium-Gehalt verschiedener Mineralwassersorten und von Schachtelhalmen
  43. Kieselerde: Wirkung nicht belegt
  44. Mineralwässer sortiert nach Kieselsäure SiO2 (Silizium)
  45. Klaus Pietrzik, Ines Golly, Dieter Loew: Handbuch Vitamine. Für Prophylaxe, Therapie und Beratung. Elsevier, München 2008, ISBN 3437553615 (Kapitel Megavitamintherapie), S. 409.
  46. Stephen Barrett: Orthomolecular Therapy. In: Quackwatch. 12. Juni 2000 (englisch).
  47. Edgar R. Miller u. a.: Meta-Analysis: High-Dosage Vitamin E Supplementation May Increase All-Cause Mortality. In: Annals of Internal Medicine. 142, Nr. 1, 2004.
  48.  Yedidia Dotan, Dov Lichtenberg, Ilya Pinchuk: No evidence supports vitamin E indiscriminate supplementation. In: BioFactors. 35, Nr. 6, 2009, S. 469–473, DOI:10.1002/biof.61.
  49. Harri Hemilä: High-Dosage Vitamin E Supplementation and All-Cause Mortality. In: Annals of Internal Medicine. 143, Nr. 2, 2005, S. 156–158 (Kommentar zu dem Artikel von Miller u. a.).
  50. Stacey J. Bell, Gregory T. Grochoski : How safe is vitamin E supplementation? In: Critical Reviews in Food Science and Nutrition. 48, Nr. 8, 2008, S. 760–774, DOI:10.1080/10408390701719355.
  51. 51,0 51,1 Udo Pollmer, Susanne Warmuth: Lexikon der populären Ernährungsirrtümer. Piper, München 2002, ISBN 3-492-23410-0, S. 302.
  52. 52,0 52,1 52,2 Udo Pollmer, Susanne Warmuth: Lexikon der populären Ernährungsirrtümer. Piper, München 2002, S. 303.
  53. Udo Pollmer, Susanne Warmuth: Lexikon der populären Ernährungsirrtümer. Piper, München 2002, S. 313.
  54. H. Hemilä u. a.: Vitamin C for preventing and treating the common cold. In: The Cochrane Database of Systematic Reviews. Nr. 3, 2010 DOI:10.1002/14651858.CD000980.pub3.
  55. Udo Pollmer, Susanne Warmuth: Lexikon der populären Ernährungsirrtümer. Piper, München 2002, S. 311.
  56. Udo Pollmer, Susanne Warmuth: Lexikon der populären Ernährungsirrtümer. Piper, München 2002, S. 309.
  57. Nahrungsergänzungsmittel: Große Versprechungen, k(l)eine Wirkung?, Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), Heidelberg. 3. September 2008. Abgerufen am 4. September 2014.
  58. Bundesinstitut für Risikobewertung: Nahrungsergänzungsmittel. Abgerufen am 25. Februar 2010.